Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon juliusb » Fr 11. Nov 2016, 11:28

Hallo Bernd, würdest Du uns bitte noch mehr Details geben? Link zu FB, auf welchen Hersteller /welches Produkt beziehst Du Dich, Dauerleistung/Preis? Wenn Du mir bitte auch Deinen Ansprechpartner nennen würdest, ggf. auch per PN. Ich möchte auch dort nachfragen. Je mehr Leute Interesse bekunden, desto eher kommt hoffentlich bald etwas heraus.

Weiß jemand noch mehr zur Combination DinX 2.7? Auf meine Anfragen hab ich noch keine Antworten erhalten.

Die 2,7kW Dauerleistung zu brutto 3.500€ wären schon ein Anfang. Ich hab gestern wieder mal aus meinem Energiemanager Smart1 das Lastprofil der vergangenen Monate für den Netzbezug in unserem Haus angesehen. Mit 2,7kW Dauerleistung würden bei uns schon ca. 80% des Netzbezuges durch V2H-Rückladung abgedeckt werden. Die höheren Lastspitzen treten vor allem beim Kochen auf, machen aber in Energie bzw. konkreten kWh nicht mehr so viel aus. Dh. das DinX würde schon recht gut passen.

Um in der Netzbezugs-Abdeckung bzw. Ersatz durch V2H-Ladung in Richtung 95-98% der Energie zu gehen, müsste der Lader 4-5kW Dauerleistung können. Dann wären wir bei der Diva Go, welche hier im Forum mit 6-7.000€ kolportiert wurde. Leider habe ich zu diesem Gerät - außer die Messe-Infos hier im Forum - sonst keinerlei Infos finden können.

Zurück zur Diva Go im Fallbeispiel unseres Hauses: Da sind wir jetzt in der typischen Situation, daß die doppelte Dauerleistung zum doppelten Preis nicht auch zwangsweise den doppelten Nutzen bringt. Für einen Aufpreis von ca. 3.500€ (ausgehend von DinX) den V2H-Anteil von ca. 80 auf ca. 95% zu steigern, schaut psychologisch zwar gut aus, ist aber wahrscheinlich unwirtschaftlich. Pareto läßt schön grüßen. Anders würde es bei Zwei- oder Mehrfamilienhäusern, oder kleinen Gewerbebetrieben aussehen.

Falls also beide Geräte bald verfügbar wären, könnte man damit schon ziemlich viele Kunden abdecken. Und für die größeren Anwendungen gibt es ja bereits die deutlich teurere "normale" Diva, wobei der Preis von ca. 35-40.000€ dann doch das Kundenpotential noch stark einschränkt, vor allem, weil man für dieses Geld ja schon einen sehr guten normalen stationären Speicher bekommt.

Wie auch immer, bitte alle "Eingeweihten" um Bekanntgabe Ihrer V2G-Charger Geheimnisse :-)

Danke & alles Gute!

LG Julius
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon Schrauber601 » Fr 11. Nov 2016, 13:39

Man bekommt auch schon eine kleinen stationären Speicher (~5kWh) komplett mit Sunny Island für runde 6500€... Auch den Preis der neuen Tesla Powerwall 2 (sofern sie mal in EU auftaucht) sollte man berücksichtigen...
V2H ist ja ganz nett aber es kann mit normalen Speichern preislich nicht konkurrieren.
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon biomio » Fr 11. Nov 2016, 13:55

ich kenne ja euren Strombezugspreis nicht, aber bei uns in Österreich ist so ein System ja sowieso weit weg von "wirtschaftllich" Wenn du die "Abnutzung" des Akku´s, die Lade-Entlade- sowie Umwandlungsverluste und den Nutzungsgrad berücksichtigst, ergeben sich aus dem günstigen(Netzeinspeisetarif) PV-Strom dann doch Preise von 0,35-0,40€ je kWh aus dem Speichersystem.
Und zur Ökobilanz: Der für dich überschüssige PV-Strom wird ja nicht weggeschmissen, sondern sowieso woanders verbraucht. Aber es werden zusätzlich Energie und Resourcen verbraucht, um die für die Speicherung notwendige Hardware zu produzieren…
Ich finde, den besten Wirkungsgrad hat PV-Strom ja eh im E-Auto als Ersatz zu fossilem Treibstoff.
schöne grüße
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon juliusb » Di 15. Nov 2016, 14:45

Hallo biomio,

prinzipiell hast Du ja Recht. Aber: in Österreich bekommt man - wenn man nicht zufällig den Ömag-Einspeisetarif erwischt, der aber bald abgeschafft wird - für die Überschusseinspeisung nur Marktpreis, sprich ca. 3C/kWh, mit Tendenz in Richtung Null. Bevor man also seinen PV-Überschussstrom im Sommerhalbjahr fast "verschenkt", wäre es viel angenehmer, in selbst zu verwenden.

Die V2H Idee wäre dazu sehr interessant, vorausgesetzt, es gäbe solche Lader mit 5-6kW zu einem guten Preis, also deutlich unter den angeblichen 6-7.000€ für die Diva Go. Da man auf die EV Akkus sowieso 8 Jahre Garantie hat, und die meisten User das EV schon vor Ablauf der 8 Jahre verkaufen werden, ist das eine bessere Ausnützung der sowieso schon vorhandenen Ressourcen, als eine eigene stationäre Speicher-Anlage zu kaufen.

Aber: nachdem Tesla, BYD und Kreisel in 2017 / 2018 die Preise für stationläre Speicher massiv purzeln lassen werden, ist es natürlich pragmatisch betrachtet wahrscheinlich einfacher/sinnvoller, einen stationären Speicher zu kaufen. Nur bringen 5kWh für ein EV fast gar nichts, da reden wir von 15kWh aufwärts. Denn der Haushalt und die immer stärker verbreiteten Wärmepumpen brauchen ja auch Strom, mit den kleinen 5kWh Speichern bleibt da nicht genug fürs EV übrig. Im Sommerhalbjahr bringt eine 8 bis 10kWp große PV Anlage ja 30 bis 50kWh an einem guten Tag, die müssen ja irgendwo hin. Idealerweise in das vor dem Haus parkende EV, denn 30 bis 60kWh sind ja bald schon ganz normal im EV, bei stationären Speichern wohl eher erst in ein paar Jahren.

Habe übirgens von Mitsubishi Motors heute eine Mail erhalten, daß ich auf die Diva Go Interessentenliste aufgenommen worden bin, und verständigt werde, sobald Preise und Verfügbarkeit klar sind. Werde diese hier posten, sobald Mitsubishi mir geschrieben hat.

Falls jemand noch weitere konkrete Infos zum Thema V2H Lader hätte - bitte hier posten!

Danke & LG aus Salzburg

Julius
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon Schrauber601 » Di 15. Nov 2016, 16:50

Hallo Julius,

statt eines (teuren) V2H Ladegerätes reicht es doch aus, wenn man Überschuss-Strom einfach in das Auto lädt. Die Entnahme für den Hausstrom ist je nach Situation nicht in gleicher Grössenordnung nötig. Hier reicht oft ein kleiner Speicher.

Die Idee, den PV Strom erst tags zu speichern und ihn z.B. Nachts in ein BEV "umzulagern" halte ich für reichlich naiv. Abgesehen vom Wirkungsgrad sind diese Kapazitäten dann doch recht teuer.
So betrachtet kostet ein kleiner Hausspeicher + Überschuss-Lade-Wallbox in etwas so viel wie eine Diva, nur man bekommt auch ohne BEV noch Nachts an seinen PV-Strom.
Je nach Lebenssituation ist der Fall "BEV steht fast immer täglich vor der Tür" ja eher selten.

Jan
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon p.hase » Di 15. Nov 2016, 17:10

spannend wird es erst ab dem elektrischen zweitwagen oder meistens nur für z.b. selbständige die ein flotte haben. mit sonne aufladen und runterfahren, wie eine telefonkarte. das gebäude damit zu versorgen ist zu teuer.
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon Greenhorn » Mi 16. Nov 2016, 09:53

@juliusb
Meine Quelle ist Facebook die Nissan Electric Seite
Dort wurde mal wieder gezeigt, dass Chademo und der Leaf das kann. Meine Frage wurde dann entsprechend beantwortet. Gibt also keinen geheimen Kontakt.

Gesendet von meinem YOGA Tablet 2-830F mit Tapatalk
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 70.000 km Erfahrung :-)
In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon biomio » Mi 16. Nov 2016, 12:01

Hallo Julius,
ich bekomme zZ. vom Verbund noch 7ct/kWh - aber selbst wenn ich nix dafür kriege, ist speichern und selbst verbrauchen unwirtschaftlich - ich zahle dann immer noch rd. 10ct mehr als für Netzstrom!
Und noch was: der selbst produzierte und gespeicherte PV-Strom kostet nur bei einer annähernd 100%igen Auslastung rd. 30ct/kWh - bei einem niedrigeren Nutzungsgrad, der zumindest im Sommer sicher ist, kommst du auf noch wesentlich höhere Kosten.
Denn die Energie einer 8-10kWp großen Anlage musst du im Sommer ja auch erst einmal verbrauchen. Wenn du die rd. 8-10Kwh Stromverbrauch im Haushalt abziehst, bleibt dir immer noch Energie für rd. 300km täglich!!! Und im Winter reichts dann trotzdem nicht aus, zusätzlich noch die Wärmepumpe zu betreiben…
Die einzig sinnvolle Variante meiner Meinung nach wäre, einen Supraleiter rund um die Erde zu verlegen, sodass der hier tagsüber im Sommer produzierte Strom am gegenüberliegenden Teil der Erdkugel verlustfrei nachts im Winter verbraucht werden kann…dann wäre eine wirkliche Energiewende möglich.
Oder eine andere Variante: Die vielen Kleinerzeuger gründen eine Art Genossenschaft und verkaufen den Strom dann gemeinsam an den Bestbieter. Man könnte den PV-Strom dann auch als das verkaufen, was er ja in Wirklichkeit ist, nämlich Spitzenstrom, der zeitgleich dann produziert wird, wenn der Verbrauch am höchsten ist, an heißen Sommertagen, wenn die Klimageräte glühen. Und hier reden wir dann von Preisen am Strommarkt von bis zu 60ct. je kWh…
schöne grüße
biomio

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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon PV Eigennutzer » Di 21. Mär 2017, 17:41

biomio hat geschrieben:
Hallo Julius,
ich bekomme zZ. vom Verbund noch 7ct/kWh - aber selbst wenn ich nix dafür kriege, ist speichern und selbst verbrauchen unwirtschaftlich - ich zahle dann immer noch rd. 10ct mehr als für Netzstrom!


Hallo biomio

ich lese hier schon eine zeitlang mit leider ist der treadh hier eingeschlafen.
Die Idee von Julius ist ja nicht so abwegig.

Mein Scenario:
der neue ZOE hat 40 kw nutzbare Kapazität.
Selbst hab ich ein 11 kwp PV.

Lt. meinem PV Erzeugungsprofil habe ich sein Anfangs März (20 tage) einen PV-Überschuss von 255 kwh.
Das würde für ca. 1900 km reichen!!
Problem ist das ich nicht immer laden kann da ich unterwegs bin. Aber nicht am Wochenende :?:
Ich lade also am Wochenende mein EV voll und komme damit ca. 300 km weit ohne nachzuladen.
bei meinem wöchentliche Fahrverhalten reicht das locker bis Freitag, 5x26 Km zur Arbeit.
Am freitag wäre der Speicher noch halbvoll oder halb leer.
Also könnte ich 50% bidirektional im Haus verbauchen, was in etwa 4 kw/Tag bedeuten würde,
Ich habe aber nöchtesn einen Verbauch von ca. 6 kwh., müsste also einmal von Montag bis Freitag nachladen, so ca. 10-12 kwh, was in etwa 2 bis 3 Std. zu schaffen sein sollte.
Ich müsste also von Mittwoch bis Donnertag einmal mittags zu HAuse sein und das problem wäre "gelöst".
Sonnig sollte es auch noch sein ;)
Das Wochenende wäre, wie schon erwähnt, gebongt da ich nur stundenweise unterwegs bin.

Das in 3 Wintermonaten nicht viel fürs Ev übrigbleibt ist mir auch klar.
Es gibt aber schon im heurigen Februar 8 tage mit mehr als 10 kw Überschuss .
Dezember u. Jänner war tlw. Schnee auf den Modulen also lau.

Problem ist wie Julius schon erwähnt hat die bezahlbare bidirektionale Ladebox und die Freigabe von Renault
für die Entladung.

Auf einen Hausspeichers kann ich hier auf jeden Fall verzichten, da dieser mit 5 kw nutzbar mindestens 6000€ kostet,
was 1200€ pro kwh nutzbar bedeutet.

Im vergleich kostet die Batterie des Zoe mit 40 kwh nutzbar nur 4000€ Aufpreis, also 1/10 der Kosten
Selbst wenn ich für den Aufpreis des Batterie für das EV 10000€ berechne beträgt die kwh nutzbar nur 250€ :!:

Womit sich auch die Frage stellt wie unverschämt teuer sind Hauspeicheranlagen.


Und noch was: der selbst produzierte und gespeicherte PV-Strom kostet nur bei einer annähernd 100%igen Auslastung rd. 30ct/kWh - bei einem niedrigeren Nutzungsgrad, der zumindest im Sommer sicher ist, kommst du auf noch wesentlich höhere Kosten.


Bei einem Hausspeicher rechne ich eher mit 40 ct/kwh, da man kaum 250 Vollzyklen im Jahr durch den Speicher bringt.
Der Wirkungsgradverlust von min. 25% wird oft nicht berücksichtigt.
OK den habe ich beim EV auch.

Lg PV Nutzer
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Re: Bidirektionales Laden mit der Power-Box

Beitragvon chrissy » Mi 22. Mär 2017, 08:26

Meines Wissens geht bidirektionales Laden nur bei Nissan und Mitsubishi.
Die Installation ist aber noch teuer, doch wenn du dir dafür einen Hausspeicher sparst rechnet sich das.
Nissan Leaf 2018 und Nissan e-NV 200 zu günstigen Konditionen bestellen?
Einfach eine Mail an: ch.schaller@nissan-center.de
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