e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon AbRiNgOi » Di 17. Jan 2017, 14:22

EVV Gisela hat geschrieben:
Hallo AbRiNgOi,
das ist ja eine sehr informative Grafik! Von wem ist die denn? Darf man die auch woanders posten? Nicht, dass es da nutzungsrechtliche Probleme gibt. ;-)


Wieder einmal falsch zitiert, Asche auf mein Haupt!
http://www.e-mob-lernwelt-berlin.org/assets/images/PDF/ABB_Hering.pdf

Viel Spaß bei der Lektüre, vor allem das Bild von der Tiefgarage mit 168 Schnellladdegeräeten von ABB habe ich auch schon oft verwendet...

Aber auch die Verwendung eines neuen Wortes "Blitzladung" statt Schnellladung ab 400kW (Slide 27)
oder das Thema Wirtschaftlichkeit von Ladestellen ab Seite 31

..und last but not least: GoingElectric auf Seite 38 zitiert, also darf ich im Umkehrschluss.... und vor allem, wie haben die das Wasserzeichen aus dem Bild hier im Stromtankstellenverzeichnis raus bekommen????
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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon EVV Gisela » Di 17. Jan 2017, 14:43

Wunderbar, AbRiNgOi, danke! :-)
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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon 2moose » Di 17. Jan 2017, 16:32

Auch von mir

+1 :danke:

Topp Beitrag!

In unserer Nachbarortschaft gabs Überlegungen, bei der dortigen Biogasanlage eine Gastankstelle (a la CNG) zu errichten ... da war leider nix mit Abfallverwertung, sondern fast ausschließlich Turbo-Mais-Anbau, von mehreren Bauern zusammengepachtet - also noch rel weite Tranportwege und heftigem Chemieeinsatz weil der mehrjährige Anbau von Mais am selben Feld von der Natur so nicht gewollt ist. Bin ich froh, dass ich vom Gas weg bin.
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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon tango » Di 17. Jan 2017, 18:29

Ich komme übrigens bei einem 5-Liter-Auto mit "Bio-Kraftstoffen" in meiner Berechnung nur auf etwa 4,4 km Jahresfahrleistung pro m² Ackerfläche, aber für mich liegt das genau genug an den postulierten 7 km, da brauchen wir nicht drüber streiten.

Eine ähnliche, aber aufgrund besserer Datenlage etwas genauere Rechnung kann man auch beim System Photovoltaik machen.
Gehen wir, wegen der besseren Vergleichbarkeit, mal ebenfalls von einer Freilandanlage aus.
Nehmen wir eine Anlage an, die aus Modulen mit 275 Wp (Watt Spitzenleistung) und einer Modulgröße von 1 Meter Breite und 1,6 Meter Länge aus, das sind heute absolute Standardmodule.
Die werden aufgeständert mit 30° und sind auf genau Süd ausgerichtet. Da sich die einzelnen Modulreihen bei einem Sonnenstand von unter 30°gegenseitig verschatten würden habe ich einen Abstand für 17° Sonnenstand errechnet.
Abstand der Reihen bis zum Beginn der jeweils nächsten Reihe ist 4 Meter.
Wir nehmen als Jahreseinstrahlungsenergie 1.000 kWh pro m² an. Der in unseren Breiten übliche Jahresertrag bei gut gebauten Anlagen liegt bei 1.100 kWh/kWp.
Wenn man das hübsch verrechnet, kommt ein flächenspezifischer Jahresertrag ab Feldkante von rund 75 kWh/m² heraus. Den Rechenweg gebe ich gerne weiter.

Kurze Gegenrechnung: 1.000 kWh/m²/a Einstrahlung, Modulwirkungsgrad ca. 18%, Flächenverluste für Verschattungsvermeidung, Wege etc. ca. 60% macht 72 kWh/m²/a, also ist der komplizierte Rechenweg ziemlich plausibel.

Verluste für Transport und Verteilung, sowie Einspeicherung in die Batterie nehmen wir mal ganz grob mit 50% an, also hat man ab Akku rund 37,5 kWh zur Verfügung.

Damit kommt ein Elektroauto mit einem angenommenen Verbrauch von 20 kWh/100 km rund 188 km weit, was das etwa 40-fache der "Bio-Fuel-Lösung" ist und auch wieder etwa in der Berechnung der ABB liegt (Faktor 54).

Der wesentliche Unterschied der Ergebnisse könnte in der zugrundeliegenden Jahreseinstrahlungsleistung liegen. Die Einheiten in der Darstellung deuten auf eine ursprünglich amerikanische Berechnung hin, dort kann man, besonders in Kalifornien, fast den doppelten Einstrahlungswert ansetzen.

Zeigt sich: man kann das selber rechnen und man kommt auf ähnliche und vergleichbare Ergebnisse, die mehr als ernüchternd sind!

Vielleicht sollt man auch bedenken, dass der Acker bei der PV-Installation nicht völlig ausgelastet ist. Da wächst noch was drunter und produziert noch Futter und Sauerstoff zusätzlich zum Strom. Den Einsatz von Spritz- und Düngemitteln bei der Verwendung von tierischen Rasenmähern (Schafe) kann auch in sehr engen Grenzen halten.
Gruß

tango

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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon EVV Gisela » Di 17. Jan 2017, 18:36

Ja, tango, das leuchtet ein. Danke!
Wie seht ihr denn die Verwendung von Carports mit Solarmodulen auf dem Dach?
Das hört sich (in der Werbung) immer ganz plausibel an.
Ist es das eurer Meinung nach auch?
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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon Zoelibat » Di 17. Jan 2017, 19:20


Am besten finde ich die Goingelectric-Umfrage der "Besten Stromtankstellen Deutschlands" mit Wals Green Tower in Himmelreich (Österreich) auf Platz 7. :lol:
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-140.html#p610816
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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon tango » Di 17. Jan 2017, 19:26

Nach meiner Berechnung liegt die Wasserstoff-Lösung irgendwo zwischen Bio-Fuel und PV.
Die Ausgangslage ist wieder die selbe wie bei PV, ich sehe aber den Systemwirkungsgrad von 30% von der Feldkante über die Elektrolyse, Kryo- und Hochdruck-Prozess, Distribution bis nach der Brennstoffzelle im Auto nicht.

Kann man drüber streiten, es fehlen schlicht belastbare Untersuchungen. Ich sehe unter deutschen Bedingungen eine Jahresfahrleistung von 80 - 100 km/m²/a als realistisch an. Und somit bei etwa 50% der Energieeffizienz der BEV.
Gruß

tango

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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon tango » Di 17. Jan 2017, 21:34

Dann rechnen wir mal einen Carport durch. Wir nehmen an, dass das Flachdach 3,2 Meter breit und 6 Meter lang ist. In Ermangelung anderer Angaben nehmen wir an, eine Schmalseite sei nach Süd ausgerichtet. Verschattung gibt es nicht. Wir machen eine möglichst flach aufgeständerte Anlage, sagen wir 10°. So kriegen wir gerade 4 Reihen mit je zwei Modulen drauf. Wir nehmen auch solche mit höchster derzeit üblicher Leistung, sagen wir 300 Wp.

Also haben wir 8x300 Wp, also 2,4 kWp. Durch die flache Aufständerung liegen wir beim Ertrag um die 1.000 kWh/kWp.
Der Jahresertrag wird also bei 2.400 kWh liegen. Damit kannst Du rund 13.000 km ZOE fahren.

Im Sommer wird der Tagesertrag bei maximal 15 kWh liegen, im Winter bei maximal 5 kWh.

Wenn Du nicht gerade ein Nachtfahrer bist, wird das nur bedingt genau in Deinen Auto reinlaufen. Also wirst Du ne Batterie brauchen. Auch damit wird Ertrag und Verbrauch nicht genau zueinander passen, aber je nach Konstellation kann man 50-70% Eigenverbrauch schaffen, vor allem wen noch das Wohnhaus mit dran hängt.

Das ist wohl deutlich mehr als nix. Wenn der Platz da ist und ein Anschluss an das Wohnhaus, ist es eine hübsche kleine Anlage. Passt vom Ertrag her prima zum deutschen statistischen Mittel eines Fahrzeugs. Es gibt auch viele Haushalte, die mit 2.400 kWh ein ganzes Jahr Licht, Herd und Entertainment bestreiten.
Gruß

tango

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Re: e-NV200 mit 600km Reichweite im Anmarsch

Beitragvon EVV Gisela » Mi 18. Jan 2017, 09:44

:applaus:
Hey, tango, großen Dank fürs Durchrechnen und deine Einschätzung der Carport-Anlage! Super! Bin begeistert! :-)
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