Drehstromlader

Motorsteuerung / Gleichstrom /Wechselstrom

Drehstromlader

Beitragvon Rolf » Mi 20. Aug 2014, 20:57

Jedes Elektroauto hat doch einen 3-Phasen-Gleichrichter zum Rekupieren verbaut. Warum nimmt man nicht diesen Gleichrichter auch zum Laden her? Sprich warum tun sich die Hersteller so schwer mit dem 3-phasigen Laden?
Rolf
 

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Re: Drehstromlader

Beitragvon kai » Mi 20. Aug 2014, 21:10

Das ist eine sehr gute Frage.

Weltweit macht das nur Renault mit dem ZOE.
Kosten daher unter 25$ für etwas Elektronik.

Das Prinzip ist natürlich allen Autoherstellern bekannt.

Gruß

Kai
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Beitragvon molab » Mi 20. Aug 2014, 21:35

Ja, naheliegende Idee. Hat AC Propulsion schon in den 90ern entwickelt. Wurde auch im Tesla Roadster verwendet und im E-Mini. Tesla ist davon inzwischen wieder weg und nutzt im Model S dedizierte Lader. Die sind zwar teurer, aber flexibler und effizienter.
Und die meisten Hersteller optimieren schlicht für den kalifornischen Markt - da gibt es leider keinen Drehstrom...
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Re: Drehstromlader

Beitragvon kai » Do 21. Aug 2014, 06:54

Es gibt natürlich auch patentrechtlice Gründe.
Das BMW das im Mini nutzte war mir neu.
Das bedingt ja einen komplett neuen Motor und ich dachte der i3 und der Mini Motor wäre identisch gewesen.
Gibt es dazu eine Quelle ?
Auch zum Tesla Roadster ?
Die Effizienz ist übrigens hervorragend :)
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Re: Drehstromlader

Beitragvon bm3 » Do 21. Aug 2014, 07:07

Hallo ,

es geht um die AC-Propulsion Technik womit wohl generell Tesla ausgestattet wird und auch die BMW Mini wurden .
Die Technik im i3 mag zwar davon teilweise noch inspiriert sein, hat aber mit der ACP-Technik der Mini nicht mehr viel zu tun. Soviel ich weiss sind Motor, Controller und Ladegerät im i3 Eigenentwicklungen von BMW.
Deutsche Firmen haben sich auch in CA im ACP-Regal damals bedient.Teilweise für Versuchsfahrzeuge.
AC Propulsion ist wohl die erste Firma die die Steuerelektronik des Motorcontrollers auch zum laden genutzt hat. ACP, das ist eine Firma die gegründet wurde von einigen damals für die Entwicklung des EV1 maßgebenden GM-Ingenieuren die nach der unrühmlichen Einstellung der Produktion des EV1 plötzlich arbeitslos wurden und weitermachen wollten.
Renault mit Zulieferer Conti kamen damit bei der Zoe erst 20 Jahre später. Also nicht soviel von Patenten bei der Zoe reden, wer hats erfunden ? :lol:
Übrigens sind es bei der Reku keine Gleichrichter im Sinne des bekannten Elektronik-Bauteiles sondern die steuerbare Leistungsbrücke im Motor-Controller übernimmt die Gleichrichterfunktion.Leistungsbrücken mit den Power-Fet funktionieren bidirektional, also in den Motor hinein und aus dem Motor heraus. Die Brücke wird auch dann fürs Laden aus dem Netz genutzt

Viele Grüße:

Klaus
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Drehstromlader

Beitragvon molab » Do 21. Aug 2014, 08:25

kai hat geschrieben:
Gibt es dazu eine Quelle ?
Auch zum Tesla Roadster ?
Die Effizienz ist übrigens hervorragend :)

Quellen statt Behauptungen sind mal eine ausgesprochen gute Idee. Fangen wir an:

Dass das Model S dedizierte Lader und keine von ACP mehr hat, kann man sich live und in der Preisliste anschauen.
Hast Du auch mal eine Quelle für die Effizienz des Chamäleons? Wie beworben als breitbandiger Lader?
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Re: Drehstromlader

Beitragvon kai » Do 21. Aug 2014, 16:36

Hi Leute

Danke für die Quellen. Renault hat Nicht die Patente von AC-Prop gekauft wie Tesla, sondern die Idee selber implementiert und dann schützen lassen.

Zur Effizienz habe ich mal den 22kw Brusa Lader bzw. seine Kennlinie mit Chamäleon verglichen. Da gibt es bei keinem DIE Effizienzvorteile. Bitte Suche benutzen.

Mit 11kw, 14kw, 22kw und 43kw ist die modifizirte Technik von AC Prop im 3-phasigen Ladebetrieb beim ZOE super.
Einphasig ab 16A auch, besser natürlich mit 32A.

Damit kann an allen öffentlichen TYP2 Ladesäulen die ja mindestens 16A bzw. 3,7 kw liefern können genauso gut/schlecht wie bei allen anderen geladen.

3-phasig ist immer effizienter als 1-phasig beim ZOE da die mitverbrauchende Elektronik weniger läuft.

Renault hat im Vergleich zur ursprünglichen ACP Version den Schwerpunkt auf oberhalb 3,7kw gelegt. Dies ist ja such die Mindestladestärke für TYP2 in Europa.

Gruß

Kai
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Re: Drehstromlader

Beitragvon kai » Do 21. Aug 2014, 17:57

Nochwas

fremderregte Synchronmotoren benötigen keine seltenen Erden und sind günstiger herzustellen.
Nur sollen sie etwas weniger effizient sein.

Gruß
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Re: Drehstromlader

Beitragvon molab » Do 21. Aug 2014, 18:16

Also keine weitere Quelle, sondern Verweis auf Forensuche - dann mal danke für die Bestätigung. Ich kenne die im Forum veröffentlichten Messwerte - die sind durchwachsen und bei kleineren Ladeströmen bekannt schlecht. Bei hohen Ladeströmen sind sie ganz ok, so lange man die Endphase des Ladens nicht mitbetrachtet (muss man aber). Dachte, Du hättest neue Fakten. So ist "hervorragend" nur Deine "Interpretation". Da kann natürlich jeder seine eigene haben...
Faktisch kein Vergleich mit dem Brusa von der Effizienz her. Ok, vom Preis her natürlich auch nicht. Das ist halt der Unterschied zwischen hochwertiger und "preisoptimierter" Technik. Kann ja gerne jeder kaufen, was er mag - nur sollte man bei der Wahrheit bleiben, wenn es um Vor-/Nachteile geht.

Dass fremderregte Motoren keine seltenen Erden brauchen, ist bekannt. Das macht sie aber auch nur billiger und nicht besser... denn sonst würde sie ja jeder Autohersteller einsetzen ;-)
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Re: Drehstromlader

Beitragvon kai » Do 21. Aug 2014, 21:41

@molab: Reg Dich ab, ich suche NICHT für Dich und poste es das 10te mal. Musst schon selber machen. Bist alt genug. Das hatten wir nun sehr ausführlich schon vor langer Zeit. Und nur stänkern bringt auch nichts.

Gruß

Kai
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