Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon stef-pca » Fr 9. Sep 2016, 07:18

Hallo,

hab meinen Benz seit Anfang Dez. 2016 und jetzt 17.000 km auf der Uhr.

Wir fahren bis zu 80% Autobahn, den Rest Landstr. + Stadtverkehr. Den Reifenverschleiß bei den 18 Zoll Alu´s haben wir auch aber ich weiß warum... :mrgreen: (ich liebe die Beschleunigung...)

Im großen und ganzen ohne Mängel (1x Austausch Rückfahrkammera, Anzeige Werkstatt aufsuchen [kam nie wieder] und Heckklappenverkleidung löste sich). Es ist unser erster Benz und wenn es so weiter geht nicht der letzte.

Gruß Stefan
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon eos21 » So 9. Okt 2016, 13:41

Rückmeldung zu den Reifen nach exakt 20'000 km in genau 9 Monaten:

Vorderräder: Noch 4.7 mm
Hinterräder: Noch 5.9 mm

Originalbereift in 16", keine Schuppen, keine Abrollgeräusche alles perfekt. Verschleiss sehr moderat bei ca. 80 % Autobahn.
Auch sonst nicht das geringste Problem. Perfektes Auto. Dank D- sind die Bremsscheiben wie neu zum Laden raus :D - Die Vorderräder hab ich nun mit den Hinterräder getauscht. Winterräder kein Thema, meine C Klasse ist mit WR ausgerüstet, das reicht.

Daten nach Bordcomputer:

- 20'000 km in ziemlich genau 300 Stunden (verrückt, wie viel Lebenszeit man hinter dem Lenkrad verbringt :shock: )
- Durchschnittsgeschwindigkeit 65 km/h
- Verbrauch 21.6 Kw/100 Km, beinhaltend Ladeverlust von ca. 15 % sowie alle Probefahrten, der Eigenen wie der der Verwandtschaft und Kollegen, für die mein B ED alle mal herhalten musste :lol:

Fazit: Alle hell begeistert! Sehr g----s Fahrzeug!

Offen: Der eMotor von Tesla :twisted: war während der ersten 10 tkm deutlich leister und wird mE immer lauter. Werde das im ersten Regelservice beim Freundlichen mal monieren :|
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon M@rtin » Di 25. Okt 2016, 08:55

Es ist keine Überraschung, dass die Berechnung der Kilometeranzahl vom Batteriestatus her äußerst dürftig ausgefallen ist im ED. Der Hammer allerdings ist, dass diese Berechnung bei mir überhaupt nicht in mehr Kilometern resultiert, obwohl der Kilowattstunden-Verbrauch reduziert wird. Ein Beispiel: Ich starte vom Job, es ist kalt, habe gerade mal ein bisschen vorgewärmt und der Verbrauch geht fast sofort drastisch in die Höhe, was unmittelbar und nicht überraschend Konsequenzen für die Kilometeranzahl bekommt, diese geht gerne von 193 runter auf 150-ish. Auf meinem Weg nach Hause (ca. 20 Kilometer) gehe ich von 200 Höhenmeter runter auf 0, was sehr schnell zu einer Reduzierung des Verbrauchs führt: von jetzt anfangs 28-30 kwh runter auf 14-16 kwh. Dies bekommt allerdings keine Konsequenzen für die Kilometerberechnung: die bleibt, wo sie ist. Nur durch anhaltende Rekuperation schaffe ich es, die Kilometeranzahl mit maximal 2-4 Kilometern zu erhöhen.

Ein ziemlich grober Bug, der eigentlich schon im Voraus hätte eliminiert werden sollen. Deswegen meine Frage: gibt es Software-Updates, die diesen beseitigen? Erlebt ihr, dass eure Kilometeranzahl bei weniger Verbrauch wieder steigt?

Habe selbst ein Juli 2016-Modell.

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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon Max Mausser » Di 25. Okt 2016, 12:43

Hallo Martin

Das ist mir auch schon aufgefallen.
Fahre ich eine längere Strecke Bergab und rekuperiere, steigt die Restreichweite nicht immer an.
Erst nach betätigen der Taste E+ / E / S (3-mal sodass man wieder in der Ausgangsstellung ist) wird die Restreichweiten Anzeige geändert.
Gruss Max
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon eos21 » Di 25. Okt 2016, 20:25

Ja, das ist schon so: Die Reichweite wieder vergrössern tut er sehr ungern am Bordcomputer. Er zählt einfach die Kilometer wesentlich langsamer runter, wenn du sparsamer fährst. Also ich fahre zB 20 km, und die restliche Reichweite bleibt dabei stabil auf dem gleichen Wert oder zählt nur 1 - 2 Km zurück etc.

Die Anzeige Restkilometer möchte ich zwar nicht missen, ist aber irgendwie für nicht viel und trotzdem hilfreich, wenn man das Auto kennt und im Zusammenhang mit der "Tankuhr" in Relation stellt. Also wenn ich zB die Tankuhr auf 50 % habe und schaue, wie viele KM ich gemacht habe, kann ich sehr genaue Voraussagen treffen, wie weit ich komme, ohne auf die Restkilometer zu gucken. Und ich komme immer weiter, also die Restkilometeranzeige wissen will.
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon Helfried » Di 25. Okt 2016, 20:46

Max Mausser hat geschrieben:
Fahre ich eine längere Strecke Bergab und rekuperiere, steigt die Restreichweite nicht immer an.


Ich könnte mir vorstellen, das sei Absicht. Denn unbedarften Fahrern, Marke Hausfrau mit Hund, könnte es seltsam vorkommen, wenn die Restreichweite "in die falsche Richtung" zählt.
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon M@rtin » Mi 26. Okt 2016, 08:17

Hehe, ich glaube allerdings statistisch, dass Hausfrauen mit Hund in diesem Forum leicht unterrepräsentiert sind ...

Ich habe übrigens gerade in einer norwegischen B250e-Facebookgruppe gelesen, dass es durchaus einen Software-Upgrade für bessere Kilometerberechnungen geben soll. Glauben tue ich das aber nicht so ganz, denn mein ED bräuchte diesen Upgrade und ich habe ihn erst seit etwas über 3 Monaten. Deswegen wäre es interessant zu wissen: ist es bei allen so, wie eos21 es beschreibt? Keine nennenswerte Reichweitenvergrösserung, aber ein langsameres Herunterzählen der restlichen Kilometer bei weniger kwh-Verbrauch?
Zuletzt geändert von M@rtin am Mi 26. Okt 2016, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon olihaeg » Mi 26. Okt 2016, 08:23

Hallo,

genau so kann ich das auch bestätigen.
Am Wochenende eine Tour 70KM mit ca. 600m Höhendifferenz. Bergauf ging die Reichweite ordentlich zurück.
Bergab dann 7km mehr Reichweite nach Erreichen der Talsohle und im weiteren Verlauf ging auch die Reichweite deutlich langsamer runter als ich KM gefahren bin.

Grüße

Oli
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon unplugged » Mi 26. Okt 2016, 12:50

Das kann ich ebenfalls bestätigen. Es kann durchaus sein, wenn der Verbrauch zurückgeht, dass die Reichweite über einen längeren Zeitraum, nicht mehr heruntergezählt wird. Es kommt auch vor, dass man mit einer Anzahl Restkilometer, bspw. 60km ankommt, das Fahrzeug abstellt und bei einer Weiterfahrt, plötzlich wieder 80km auf dem BC stehen hat. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich eher nach der Restkapazität in % richte und damit gut abschätzen kann, ob es reicht oder nicht. Meist liege ich, wie eos21, über den Restkilometern des BC.
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Re: Technische Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten

Beitragvon eos21 » Do 27. Okt 2016, 08:26

Liebe ED Kollegen

Definitiv kein Software-Bug. Es ist alles in der Ordnung, das muss sogar so sein. Die Restkilometer-Anzeige ist träge und konservativ ausgelegt. Stellt euch vor, die würde hoch zählen (ausser bei den Szenarien unten), das gäbe eine nervöse Geschichte, wo Otto-Normalverbraucher nun völlig verunsichert wäre. Immerhin kann man davon ausgehen, dass die angezeigte Restweite auf jeden Fall erreicht wird, wenn nicht noch eine Passstrasse folgt.

Und: Die Berechnungsparameter bedienen sich meines Erachtens - ich kenne die auch nicht - mindestens folgender 3 Parameter: 1. Die letzten Kilometer (evtl. 5 - 10 km) - 2. Den Angaben des Tages-BC - 3. Den Angaben des Langfrist-BC. Damit ist klar, dass die Restkilometer nur nach oben gehen können, wenn ich eben in den letzten Kilometern praktisch nur rekuperiert habe. Das beantwortet die Frage, dass die Restkilometer stehen bleiben, wenn ich wohl sehr sparsam aber trotzdem mit ständigen leichten Verbrauch zB geradeaus fahre.

Und weiter: Ich habe diesen Sommer eine grosse Passfahrt gemacht. Das ging dann irgendwann ca. 22 Kilometer bergab. Dabei konnte ich 14 Kilometer Rest dazu gewinnen. Nun muss man ja die 22 zu den 14 dazu zählen. Das heisst, die Reichweite hat um satte 36 Kilometer dazu gewonnen, was ja enorm ist! - Bei unserem Hausberg zuhause geht es ca. 7 - 8 Kilometer talwärts. Dabei gewinnt die Restreichweite 2 Kilometer. Das heisst a) meine Theorie nach Ziffer 1. oben müsste stimmen und b) auch bei diesem Beispiel gewinne ich netto 9 - 10 Kilometer.

Tipp: Oft wenn es knapp wird stelle ich das Navi an, damit ich die verbleibende KM-Stecke zum Ziel genau im Auge habe. Dann vergleiche ich laufend das Verhältnis Navi mit der Restreichweiten-Angabe. Ich stelle dann den Fahrstil so ein, dass das Delta in den Tendenz grösser wird, damit bin ich auf der sicheren Seite.
Beispiel gestern: Nacht, Kalt, Regen: Restreichweite 57 km, Distanz zum Ziel gem. Navi 55 km. Da ich unsicher war wegen dem Einfluss des schlechten Wetters fuhr ich mal im Tempomat mit 110 km/h zum Rausfinden, was passiert. Nach einigen Kilometern (5 - 7 oder so) hat sich das Delta um 1 Km zu meinen Gunsten verschoben, damit wusste ich, dass ich die 110 halten kann oder später dann sogar auf 120 km/h hochregeln konnte. Am Ziel hatte ich dann noch einen Rest von 11 Km.
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