Wie tankt man ein Elektroauto?

Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon Frank » Fr 6. Mär 2015, 21:17

Vanellus hat geschrieben:
Buschmann hat geschrieben:
Im ländlichen Raum hättest Du wohl auch noch die Möglichkeit zur Not einen Landwirt um Strom zu bitten. Dort gibt es im Normalfall zumindest 16A/400V. Bei älteren Höfen jedoch oft nur die drei Phasen! Schuko habe ich nur mal probiert um zu testen ob das geht. Die TheNewMotion der Mitsu-Händler sind wohl alle 3.7kW. Zumindest die, welche ich kenne.


Wie 16A/400V ohne drei Phasen funktionieren soll, ist mir nicht klar.
Das sind 11 kW, natürlich über drei Phasen. Da der Landwirt aber keine Typ 2-Dose hat, brauchst du eine mobile Wallbox (CrOhm oder Bettermann o.a.). Einfach an die rote CEE-Steckdose mit 16A/400V geht nicht. Das Auto will eine bessere Absicherung.

Vanellus wollte damit vermutlich sagen das bei den Steckdosen nicht immer der Neutralleiter angeschlossen ist. Und ohne den funktioniert keine Ladebox.
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Beitragvon sajuchriju » Fr 6. Mär 2015, 23:06

Ich wohne auch in MV (bei Pasewalk) und kann sagen, dass es noch weniger Ladesäulen gibt, als du vermutest :o .

Klar, laden sollte man zu Hause, das mache ich auch (mit 22 kW) und für die tägliche Nutzung ist das völlig i. O. und ausreichend. Auch die anderen hier schon genannten Vorteile des elektrischen Ladens kann ich nur bestätigen.

Für alle anderen (etwas weiteren) Reisen gilt aber: Gute Planung vorweg ist zwingend nötig! Ich muss mich vor Reiseantritt immer fragen: Gibt es am Ziel eine Lademöglichkeit? Wenn nicht, wo liegt der "Point of no return" dieser Reise, den ich nicht überschreiten darf, wenn ich noch bis nach Hause zurück kommen will?
Die von dir angegebenen Ladesäulen in Neubrandenburg (60 km entfernt) und Greifswald (80 km) nutze ich auch. Bis dorthin gibt es aber k e i n e n weiteren Ladepunkt, den ich mit ZOE und Typ 2 nutzen kann. Weder in Pasewalk, noch in Anklam, Wolgast oder auf der Insel Usedom ist Laden mit Typ 2 derzeit möglich (zumindest ist keine Säule im Netz veröffentlicht). Keines der Stadtwerke und auch nicht unser "Groß-Stromanbieter" e.on hat irgendwo irgendeine Ladestation installiert :!:
Gut, die Landwirte mit ihren CEE-Anschlüssen habe ich bisher in meine Reiseplanung noch nie einbezogen, das gebe ich zu - ob die aber der Weisheit letzter Schluss sind?

Und ja, jedes Renault-Autohaus hat eine Ladestation installiert. Aber gern geben die den Strom nach meiner Erfahrung auch nicht ab, selbst mein eigener Renault-Händler hat mich mit Verweis auf seine Furcht vor unkontrollierbar hohen Stromrechnungen durch die vielen Lader (!) dringend gebeten, seine Säule nur im äußersten Notfall zu nutzen. Die Wallboxen (meist auch nur 3,7 kW) sind bei den Renault-Händlern sicher nicht ohne Absicht immer ganz versteckt und verschämt installiert und zumindest in Vorpommern allesamt nicht im Netz veröffentlicht ;) . Die Renault-Händler fallen deshalb bei meiner Reiseplanung auch raus.

Aber ganz wichtig:
Bisher habe ich nicht auf eine einzige Reise verzichten müssen, mit Planung haben alle zeitlich überschaubar funktioniert. Und das elektrische Fahren ist so derart genial, dass ich die äußerst schlechte pommersche Lade-Infrastruktur sehr gern in Kauf nehme!!
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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon rolandk » Fr 6. Mär 2015, 23:15

Ja, MeckPomm ist echt lausig versorgt.
Selbst Drehstromkisten gibt es im ganzen Land nur 3. Die aber alle mit 32A/CEE. In Walkendorf, Varchentin und Neustrelitz. Und dann gibt auch noch eine private Lademöglichkeit in Stralsund. Die sogar mit Typ2.

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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon McTristan » Sa 7. Mär 2015, 07:55

Sieht in Sachsen außerhalb von Großstädten auch so aus...
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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon Buschmann » Sa 7. Mär 2015, 10:30

Frank hat geschrieben:
Vanellus hat geschrieben:
Buschmann hat geschrieben:
Im ländlichen Raum hättest Du wohl auch noch die Möglichkeit zur Not einen Landwirt um Strom zu bitten. Dort gibt es im Normalfall zumindest 16A/400V. Bei älteren Höfen jedoch oft nur die drei Phasen! Schuko habe ich nur mal probiert um zu testen ob das geht. Die TheNewMotion der Mitsu-Händler sind wohl alle 3.7kW. Zumindest die, welche ich kenne.


Wie 16A/400V ohne drei Phasen funktionieren soll, ist mir nicht klar.
Das sind 11 kW, natürlich über drei Phasen. Da der Landwirt aber keine Typ 2-Dose hat, brauchst du eine mobile Wallbox (CrOhm oder Bettermann o.a.). Einfach an die rote CEE-Steckdose mit 16A/400V geht nicht. Das Auto will eine bessere Absicherung.

Vanellus wollte damit vermutlich sagen das bei den Steckdosen nicht immer der Neutralleiter angeschlossen ist. Und ohne den funktioniert keine Ladebox.

Ich war das. Aber ja richtig. Bei älteren Bauernhöfen gibt es oft nur die drei Phasen, weil da nur ein Motor betrieben werden soll. Neutralleiter fehlen dann. Meine CrOhm-Box braucht aber den Neutralleiter. Bei den neueren Stallungen (Jünger 20-30Jahre) sieht das schon besser aus. Wenn Melkanlagen oder Futterautomaten daran angeschlossen sind, gibt es auch einen Neutralleiter da sonst keine Steuerung funktioniert. Mitlerweilen gibt es in den Stallungen elektrische Installationen die einen Neutralleiter benötigen. Da macht das weglassen aus Sparsamkeit keinen Sinn.
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Rote 400V CEE Dose

Beitragvon motoqtreiber » Mo 30. Mär 2015, 20:00

Was kann ich denn mit einer roten CEE 400V Dose anfangen, wenn ich einen e-up oder e-Golf habe?
Ich hätte bei Schwiegermutter sowas in der Garage.
Die Leitung ist sicher dicker als eine Schuko und kann min. 16A.
Reicht da ein Adapter ?
Beim Etron war ein Adapter für die rote Dose beim normalen Ladegerät, das normal 220V kann. Dann muss das Audi Ladegerät ja irgendwie mit den 400V klarkommen.
Ich möchte wenigstens mit 16A und 3,7KW laden statt mit 2,2KW.
Ciao,
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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon m.k » Mo 30. Mär 2015, 21:35

Vanellus hat geschrieben:
Buschmann hat geschrieben:
Im ländlichen Raum hättest Du wohl auch noch die Möglichkeit zur Not einen Landwirt um Strom zu bitten. Dort gibt es im Normalfall zumindest 16A/400V. Bei älteren Höfen jedoch oft nur die drei Phasen! Schuko habe ich nur mal probiert um zu testen ob das geht. Die TheNewMotion der Mitsu-Händler sind wohl alle 3.7kW. Zumindest die, welche ich kenne.


Wie 16A/400V ohne drei Phasen funktionieren soll, ist mir nicht klar.
Das sind 11 kW, natürlich über drei Phasen. Da der Landwirt aber keine Typ 2-Dose hat, brauchst du eine mobile Wallbox (CrOhm oder Bettermann o.a.). Einfach an die rote CEE-Steckdose mit 16A/400V geht nicht. Das Auto will eine bessere Absicherung.

Ein teures Schuko-Notladekabel habe ich mir nie gekauft und habe es in den letzten 20 Monaten nie bereut weil nie gebraucht. Geh nie an eine unbekannte Schuko-Steckdose und zieh da 3,7 kW raus. Das sind 16 A und das mag eine Schukodose nicht gern, schon gar nicht über Stunden.


Vielleich sind 3 Phasen ohne Neutralleiter gemeint, also nur für Drehstrommotoren, die Erdung ist dann "nur" ein Erdspieß am Hof, der wiederum nur für kleine Lasten brauchbar ist. (obwohl das vermutlich inzwischen recht selten sein dürfte).

Kann man beim Zoe nicht einfach an CEE 16A/400V Laden wie mit nem Tesla?
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Re: Rote 400V CEE Dose

Beitragvon che70 » Mo 30. Mär 2015, 21:38

motoqtreiber hat geschrieben:
Was kann ich denn mit einer roten CEE 400V Dose anfangen, wenn ich einen e-up oder e-Golf habe?
Ich hätte bei Schwiegermutter sowas in der Garage.
Die Leitung ist sicher dicker als eine Schuko und kann min. 16A.
Reicht da ein Adapter ?
Beim Etron war ein Adapter für die rote Dose beim normalen Ladegerät, das normal 220V kann. Dann muss das Audi Ladegerät ja irgendwie mit den 400V klarkommen.
Ich möchte wenigstens mit 16A und 3,7KW laden statt mit 2,2KW.


Die Adapter bekommt man in jedem Elektro-/Baumarkt. Musst nur aufpassen: es gibt 2 Sorten rote CEE-Buchsen (für 16A und 32A).

Damit kannst Du dann wahlweise 3 eGolfs laden oder während des Ladens noch Elektro-Rasenmähen und gleichzeitig über eine dicke PA Musik hören.
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CEE16 nach 3x Schuko Adapter
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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon motoqtreiber » Mi 1. Apr 2015, 14:49

Aber kommen über den roten Stecker nicht 400V an?
Vertragen das die Ladegeräte, die an CEE blau oder Schuko laden?
Ciao,
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Re: Wie tankt man ein Elektroauto?

Beitragvon che70 » Mi 1. Apr 2015, 14:57

Die Erklärung überlasse ich lieber der Wikipedia: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Dreiphasenwechselstrom

Du kannst ein 230V-Gerät problemlos an die Schukostecker des Adapters anschließen.
Leider lädt das Auto trotz "Starkstrom" dann auch nicht schneller
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