Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit Foto

Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon iOnier » So 17. Jul 2016, 22:06

ecopowerprofi hat geschrieben:
Navi-CC hat geschrieben:
- Die Bezahlung muss barrierefrei sein (EC-Karte, Kreditkarte, QR-Code/PayPal, NFC, ..).
Da bin ich mit Dir einer Meinung. Ich mache mir z.Zt. auch Gedanken, wie man so was einfach (technisch ohne Provider) lösen könnte.
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System (ggfs. zwangsweise per Gesetz), Einrichtung einer zentralen Abrechnungsstelle, RFID-Chips mit eindeutiger ID in die Inlets am Auto und in die Typ2- und sonstigen Stecker an den Kabeln. Muss halt auch ein RFID-Leser in die CCS-/ CHAdeMO-/ Typ2-Stecker wie auch in die Typ2-Buchsen an den Säulen. Der Besitzer / Fahrer muss halt seine ID(s) bei der zentralen Abrechnungsstelle registrieren und kann ab dann überall laden. Preisanzeige auf einem kleinen Display, damit man entscheiden kann, ob (und am besten auch wieviel, eine Strommengenvorwahl z.B. über +/- Tasten wäre Klasse) man hier zu dem aufgerufenen Preis laden möchte.
ecopowerprofi hat geschrieben:
Navi-CC hat geschrieben:
- Der Anteil der Parkplätze mit Ladesäulen muss mit dem Markthochlauf angepasst werden.
Kann man auch nicht vorschreiben. Höchstens kann die Politik durch gute Förderprogramme bessere Rahmenbedingungen schaffen.
Den Städten und Gemeinden können für den kommunalen Parkraum durchaus gesetzliche Vorgaben gemacht werden wie "an jede Straßenlaterne eine Typ2-Buchse". Und an dieser Stelle kann auch ein Schutz vor Preisnepp eingebaut werden, z.B. in Form einer Vorgabe wie "Stromabgabepreis nicht mehr als 10% über dem Gestehungspreis der Gemeinde".
Gruß
Werner
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon ecopowerprofi » So 17. Jul 2016, 22:23

iOnier hat geschrieben:
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System

Warum denn wieder ein neues RFID-System. Es gibt die EC- bzw. Kreditkartensysteme doch bereits. Man muss sie nur nutzen.

iOnier hat geschrieben:
Und an dieser Stelle kann auch ein Schutz vor Preisnepp eingebaut werden, z.B. in Form einer Vorgabe wie "Stromabgabepreis nicht mehr als 10% über dem Gestehungspreis der Gemeinde".

Die Gemeinden dürfen kein direkten Handel betreiben. Nur die Vorsorge, wie über den Stadtwerke üblich, ist erlaubt. D.h. der Betrieb der "Laternentankstellen" dürfen die gar nicht mehr machen, da das eine Bevorzugung der Stadtwerke bzw. Benachteiligung freier Anbieter darstellt. Der Kunde kann den Stromanbieter an der Laterne dann nicht mehr frei wählen. Die freie Marktwirtschaft fordert ihren Tribut. Es ist kein technisches sondern nur ein juristisches Problem (EU-Recht).
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon drilling » So 17. Jul 2016, 22:24

iOnier hat geschrieben:
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System (ggfs. zwangsweise per Gesetz), Einrichtung einer zentralen Abrechnungsstelle

Ja ok, aber es muß auch anonyme mit Bargeld wiederaufladbare Prepaid RFID Karten an Tanken und Supermärkten zu kaufen geben, erstens mal für Leute die kein Bankkonto in Deutschland haben (Touristen, Durchreisende) und zweitens für jeden der nicht möchte das die eigene Aufladehistory auf Vorrat gespeichert wird und von allen möglichen Behörden und Konzernen 'verarbeitet' wird.

RFID-Chips mit eindeutiger ID in die Inlets am Auto und in die Typ2- und sonstigen Stecker an den Kabeln.

Nein danke. Das wäre datenschutzrechtlich äußerst bedenklich.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon iOnier » So 17. Jul 2016, 23:43

ecopowerprofi hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben:
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System

Warum denn wieder ein neues RFID-System. Es gibt die EC- bzw. Kreditkartensysteme doch bereits. Man muss sie nur nutzen.
Zur Vereinfachung der Anwendung. Einstecken, lädt. Ohne weiteres Gefummel mit Karten.
ecopowerprofi hat geschrieben:
Die Gemeinden dürfen kein direkten Handel betreiben. Nur die Vorsorge, wie über den Stadtwerke üblich, ist erlaubt. D.h. der Betrieb der "Laternentankstellen" dürfen die gar nicht mehr machen, da das eine Bevorzugung der Stadtwerke bzw. Benachteiligung freier Anbieter darstellt. Der Kunde kann den Stromanbieter an der Laterne dann nicht mehr frei wählen. Die freie Marktwirtschaft fordert ihren Tribut. Es ist kein technisches sondern nur ein juristisches Problem (EU-Recht).
OK, dann wird eben über den Wunschanbieter des Kunden abgerechnet. Den dieser bei der Registrierung seiner RFID bei der zentralen Abrechnungsstelle angibt. Muss der Kunde sich halt festlegen. Kann man ja auch einfach änderbar gestalten. Und hätte den Vorteil, dass man sich auf einen Ökostromanbieter festlegen könnte :-)

Andere Variante: den Strom kostenlos abgeben und stattdessen Parkgebühren nehmen. Bei 3,7 kW Ladepunkten halt 1 € pro Stunde für die Dauer der Ladezeit :-) Wäre aber wahrscheinlich zu einfach.
Gruß
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon iOnier » So 17. Jul 2016, 23:49

drilling hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben:
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System (ggfs. zwangsweise per Gesetz), Einrichtung einer zentralen Abrechnungsstelle
Ja ok, aber es muß auch anonyme mit Bargeld wiederaufladbare Prepaid RFID Karten an Tanken und Supermärkten zu kaufen geben, erstens mal für Leute die kein Bankkonto in Deutschland haben (Touristen, Durchreisende) und zweitens für jeden der nicht möchte das die eigene Aufladehistory auf Vorrat gespeichert wird und von allen möglichen Behörden und Konzernen 'verarbeitet' wird.
Touristen sind ein gutes Argument. Das andere Thema lässt sich mit Datenschutzregeln und einer Überwachung der zentralen Abrechnungsstelle erschlagen. Die nebenbei viel einfacher auf Einhaltung der Datenschutzrichtlinien überwachbar wäre als die Vielzahl der Anbieter, mit denen wir uns derzeit herumschlagen - was die mit unseren Daten anstellen weiß doch kein Mensch!
drilling hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben:
RFID-Chips mit eindeutiger ID in die Inlets am Auto und in die Typ2- und sonstigen Stecker an den Kabeln.
Nein danke. Das wäre datenschutzrechtlich äußerst bedenklich.
Dann würde ich an Deiner Stelle auch gleich die Nummernschilder vom Auto abschrauben ...
Gruß
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Alfista » Mo 18. Jul 2016, 00:22

Bei tnm have Ich meine Kreditkarte hinterlegt, dann dürfte es ja auch im Ausland oder für Ausländer bei uns gehen...


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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon mweisEl » Mo 18. Jul 2016, 08:53

iOnier hat geschrieben:
Einigung aller Anbieter auf ein RFID-System

Die Forderung, dass sich alle Anbieter auf eine einzige RFID-Karte einigen müssten, ist unnötig krass. Klar dürfen es keine ~900 Stück für die ~900 Stromanbieter in Deutschland werden. Es ist aber doch kein Problem, 5-8 Karten im Mäpchen zu halten (je nach Region braucht man dann eh nur eine oder zwei), und am letzten Ampelhalt vor der Säule die "beste" herauszunehmen (die meisten unterstützen dann eh Roaming, es geht dann nur um Preisoptimierung). Und wenn für jedes Urlaubsland noch ein bis zwei hinzukommen sollten, ist das auch kein Problem - so lange die Karten selber kostenfrei sind.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Warum denn wieder ein neues RFID-System. Es gibt die EC- bzw. Kreditkartensysteme doch bereits. Man muss sie nur nutzen.

Dann wird das ganz viel zu teuer für die Anbieter (die RFID-Athentifizierung über Mifare ist eben sehr preiswert - im Gegensatz zu der für EC nötigen EMV-Infratruktur). Und mit persönlichen, wertvollen EC- bzw. Kreditkarten möchte ich an der Ladesäule nicht herumwedeln (oder gar einstecken!). Hier ist es sicherer, eine (oder eine handvoll) für Diebe praktisch wertlose RFID-Authentifizierungskarte verwenden.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon eve » Mo 18. Jul 2016, 09:03

mweisEl hat geschrieben:
Und mit persönlichen, wertvollen EC- bzw. Kreditkarten möchte ich an der Ladesäule nicht herumwedeln (oder gar einstecken!). Hier ist es sicherer, eine (oder eine handvoll) für Diebe praktisch wertlose RFID-Authentifizierungskarte verwenden.


Macht keinen Unterschied, wenn die EC/Kreditkarte ohnehin mitgeführt wird. Höchstens dadurch, dass durch Entnahme der Karte aus der Tasche das Verlustrisiko durch Verlieren/Vergessen steigt. Aber, weniger Karten - weniger Verlustrisiko - mehr Übersicht - mehr Kontrolle.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Poolcrack » Mo 18. Jul 2016, 09:23

Ich will gar keine RFID-Karten. Und acuh keine Smartphone-Apps. Das Auto soll sich über das Ladekabel autorisieren. Abgerechnet werden soll der Strom als getrennter Posten über meinen Hausstromvertrag. Wozu haben wir ein europäisches Stromnetz? Wieso soll da kein Roaming möglich sein, so wie es bei den Mobiltelefonen längst üblich ist? Muss man da immer erst eine Regulierungsbehörde gründen, die das über Jahrzehnte regelt? Wieso können sich die Automobil- und Stromlanbieter nicht zusammensetzen und einen Standard schaffen? Ich habe doch jahrzehnteland ohne Aral-, BP-, Esso-, Shell-, Total-Karten, und wie sie alle heißen, getankt. Auch nicht im Ausland. Einzige Ausnahme: vor 30 Jahren musste man für Jugoslawien Tankcoupons kaufen wenn man sicher Benzin erhalten wollte. Aber auch die gab es nur in einer einzigen Ausführung und die Akzeptanz war staatlich garantiert.

RFID-Karten sind höchstens für Fahrzeugvermieter oder Fuhrparkmanager interessant.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Barthwo » Mo 18. Jul 2016, 09:24

Das Ladekartenchaos kann nur dadurch gelöst werden, daß mit einer neuen "Ladesäulenbezahlverordnung" festgelegt wird, daß die Abrechnung öffentlicher (!) Ladesäulen "barrierefrei" erfolgen muß: Es muss immer mindestens eine Bezahlmöglichkeit ohne spezielle "Ladekarte" möglich sein.

Bei Schnelladern ist dabei die Bezahlung über Debit- oder Kreditkarten sinnvoll. Ähnlich heute den vielen "unbedienten" Tankstellen, die auch nachts offen haben. Und man kann dann das System problemlos auf NFC fähige Karten oder Smartphones erweitern, dann muss man die Karte nicht mal rausnehmen, denn "wedeln" genügt, da die Beträge ja unterhalb der "Authentifizierungsgrenze" liegen.

Bei "destination chargern" ähnlich. Das sind ja "Parkplätze mit Lademöglichkeit". Da wird das Laden mit der Parkgebühr zusammen abgerechnet oder ist in ihr enthalten. Für das Laden kann man evtl. einen Zusatzobulus nehmen, pro Ladestunde oder kWh oder wie auch immer. Gerne auch als Bargeld. Analogie: Ich habe bisher noch nie bei öffentlichen Parkplätzen eine "Parkkarte" gesehen als NFC, die man sich vorher auf dem Landratsamt oder Anbieter besorgen musste, als ZWINGENDE Voraussetzung, höchstens für "Dauerparker".
Zuletzt geändert von Barthwo am Mo 18. Jul 2016, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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