Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Berndte » Di 16. Sep 2014, 23:22

Hallo,

ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Arbeitgeber (grosse inhabergeführte Aktiengesellschaft die ihr alle kennt) sehr gut auf das Thema Elektromobilität zu sprechen ist. Ich habe nur kurz angesprochen, dass ich mir ein Elektroauto kaufe und gern am Arbeitsplatz laden möchte. Klar, kein Problem, aber ich solle mich darum kümmern und ein Konzept erstellen wie man das umsetzen kann. Leider bin ich bei sowas nicht unbedingt fit und hoffe auf eure Hilfe. Es gibt keine Vorgaben, ich habe nur angesprochen, dass es fertige kommerzielle Lösungen gibt, oder im günstigen Selbstbau. Auch die Werbewirkung habe ich kurz angesprochen.

Aber wie weiter?

Gruss Bernd
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon martin » Di 16. Sep 2014, 23:37

Ich habe das Problem, dass sich mein Arbeitgeber führchtet, etwas herzuschenken.
Daher gibt es keine Tankstelle, da ich momentan der Einzige bin.
Abrechnungsfunktionen sind teilweise nicht oder nur sehr teuer verfügbar.
Ausserdem wollen sie nicht soviel Geld für einen Einzelnen ausgeben. An Werbewirksamkeit glaubt man nicht.
Da bist du schon viel weiter.
Ich versuche jetzt eine versperrbare Steckdose mit Zähler zu bekommen. Den Schlüssel muss ich holen und den Zählerstand bekanntgeben. Somit hat man zumindest eine günstige Abrechnung und ich kann laden.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon wp-qwertz » Mi 17. Sep 2014, 06:18

schlag doch beide das DSN/ eine DSK an.
Hat den Vorteil, dass sie, die Stecker, universeller sind als die rein EV-Stecker, abschließbar, mit Zähler und abschließbarer Box versehen ist, keinen ofiziellen Verkauf von Strom darstellt (Spende ist möglich), nicht unbedingt offen ist für andere (ggf. auch nicht für das DSN).
Das kam mir in den Sinn, als ich euch hier las...
Viel Erfolg!

PS: Bitet an, dass ihr euch um alles kümmert (selbst Kosten tragt (DSK 4-500€)?!?, Eintragung ins Netz, wenn gewollt...)

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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Deef » Mi 17. Sep 2014, 06:32

Situation bei mir wie folgt gelöst:
kleiner Schaltkasten mit Zugang über Schlüssel. Dort drin: Je einmal Schuko und CEE blau. Herstellungskosten für diese Zählerlose Lösung fast Nix. Zähler kosten auch nicht die Welt, hätten da drin noch Platz.
Aber ACHTUNG. Bevor der Hausmeister jetzt loszimmert: Die Kiste muss groß genug dimensioniert sein um den ICCB (Ladeziegel) noch aufnehmen zu können, da die Kabelenden sonst eventuell nicht durch das Gehäuse bis zur Steckdose reichen. Außerdem ist das Ding IN der Kiste trocken und Safe gelagert.
Wir haben hier eine kleine Schaltschrankkiste genommen und im Türbereich unten eine Kabeldurchführung eingeschlitzt. Mit Kantenschutz versehen - fertig. CEE blau hätten wir uns sparen können - ich lade ja doch immer mit dem normalen Nissan-Ziegel.
Kommt halt aufs Auto an und was das können soll. Wer normale 6-8 Stunden arbeitet sollte in allen Fällen auch mit Schuko den Wagen wieder voll haben am Feierabend.
Abrechnung: Pauschal (Vertrauensbasis ist gegeben) mit übers Jahr hochgemittelte kWh für die einfache Wegstrecke durch 12 Gehaltsmonate verteilt als Fahrtkostenzuschuss steuerfrei, weil innerhalb der 40 Euro Bagatellgrenze.
Dem Vorstand war einfach wichtig das der Strom irgendwo schwarz auf weiß auftaucht. Deshalb jetzt auf dem Lohnzettel ausgewiesen.
Vom Vorstand mit dem Steueronkel so abgecheckt und durchgewinkt.
Reibungsloser Verlauf. Kollegen einverstanden.
Leaf 2 Zero bestellt in schwarz - 60tkm Pendelei mit dem Japan-Leaf seit 2013
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Chris » Mi 17. Sep 2014, 06:39

Wie wäre es mit einer Ladesäule/Wallbox von The new Motion. Gibts mit Abrechnung und wäre dann auch für andere (z.B. Kunden) offen.
My next car is a reservation: Microlino or Model 3 or both?
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon TeeKay » Mi 17. Sep 2014, 06:49

The New Motion. Funktioniert bei SAG und bei Vicon wunderbar und wird auch sehr gern von Durchreisenden genutzt. Abrechnung wird für rund 4 Euro im Monat komplett von The New Motion übernommen und die Wallboxen sind auch nicht teurer als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Bau dir nicht mehr veraltetes Geraffel wie DSK oder CEE hin, das in zwei Jahren niemand mehr nutzen kann, weil kein normaler Mensch bei jeder Ladung eine 2.000 Euro teure mobile Wallbox aus dem Kofferraum kramen möchte (die dann ohnehin kaum noch jemand kaufen wird).

Im Übrigen verweise ich auf den thematisch ähnlichen Thread: infrastruktur/argumente-fuer-ladesaeule-in-der-firma-t838.html
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Nichtraucher » Mi 17. Sep 2014, 07:16

Die einfachste Lösung ist sicher eine Schukosteckdose in der Tiefgarage, die in vielen Fällen auch schon vorhanden ist.
Abrechnung per Pauschale. Da einigt man sich einfach auf etwas. Ist ja nicht so schwer zu berechnen.

Für alle anderen Fälle würde ich auch so etwas wie TNM empfehlen. Einfach, weil es von der gesamten Abwicklung eine überschaubare Lösung ist, da schlüsselfertig/alles aus einer Hand.

DSK oder Selbstbaulösungen mag für Elektro affine Unternehmen eine Option sein, aber wie TeeKay schon angemerkt hat, ist das Technologie von gestern, die realistisch bald niemand mehr braucht, und die auch heute schon die wenigsten wirklich brauchen. Kabelzoo im Kofferraum, frei herumstehende Ladeboxen oder durch die Kofferraumdichtung gequetschte rein- und rausgeführte Kabel, sowie mit Plastiktüten gesicherte extra Steckverbindungen/Verlängerungen sind für die weitere Verbreitung der E-Mobilität nicht förderlich, sondern schrecken eher ab.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Hasi16 » Mi 17. Sep 2014, 08:45

Mit The new Motion hast du keine steuerlichen Probleme, weil du "wie ein Fremder" abgerechnet werden kannst. Zudem ist eine Nutzung von vielen anderen (Besucher, Kollegen usw.) möglich. Du kannst aber auch vom Arbeitgeber "auf kostenlos" umgestellt werden, dann muss man aber nachweisen, dass es nicht mehr als 44 Euro Selbstkosten sind.
Schuko geht auch, aber Typ 2 hat viele Vorteile (z. B. stromlos bei nicht-Nutzung).

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon kai » Mi 17. Sep 2014, 09:33

Hi,

ich mache bei meinem AG (> 3000 MA in D) auch nur was mit TheNewMotion
Geplant sind 2 Stationen mit je 22kw

Vorteile
- mit TYP2 keine Arbeitsschutzprobleme wie mit CEE usw.
- bei Bedarf abrechnungsfähig (kostet dann 4€ pro Monat), Repeater oder Ethernet nicht vergessen!
- Man kann Mitarbeitern eine "Tankkarte" geben die das Laden auf Firmenkosten auch am ladenetz und zuhause ermöglicht
- Für 59€ pro Jahr hast Du ne 24h Hotline und 5 Jahre Garantie

Alles andere ist kappes. Ich hatte erst eine 22kw TYP2 crOhm Box vorgesehen, nur kann die niemals abrechnen und gehört auch nicht zum ladenetz.

Am Ende muss das alles dem Controller auch passen.

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Berndte » Mi 17. Sep 2014, 10:13

Hallo,

und danke schon einmal für die Antworten.
Die genaue technische Umsetzung muss ich noch klären.
Was aber zu 90% schon ausfällt ist das Laden von Fremden. Die Parkplätze sind meist immer von Mitarbeitern belegt und sozusagen sowieso dauerblockiert. Nach dem Laden umparken fällt komplett aus, das ist vom Arbeitsablauf nicht möglich.
So wie ich schon ein wenig rauskitzeln konnte sollte der Strom an Mitarbeiter "verschenkt" werden oder evtl. als Pauschale.
Abrechnung sollte so einfach wie nur möglich sein. Es möchte damit keiner zusätzliche Arbeit haben.
Deshalb ist dieser Baustein interessant:
"Abrechnung: Pauschal (Vertrauensbasis ist gegeben) mit übers Jahr hochgemittelte kWh für die einfache Wegstrecke durch 12 Gehaltsmonate verteilt als Fahrtkostenzuschuss steuerfrei, weil innerhalb der 40 Euro Bagatellgrenze.
Dem Vorstand war einfach wichtig das der Strom irgendwo schwarz auf weiß auftaucht. Deshalb jetzt auf dem Lohnzettel ausgewiesen. "


Technisch sind gigantische elektrische Leistungen möglich (eigenes 1,5MW Blockheizkraftwerk). Direkt hinter meiner geplanten Gebäudeaußenwand befindet sich ein alter Hauptverteiler, welcher nicht mehr genutzt wird und mit 250A Wandlermessung direkt vom Trafo kommt. Deshalb dachte ich an die Außenwand mehrere 22kW Typ2 Dosen zu setzen und im Hauptverteiler dann die Ladesteuerung. Schalten und autorisieren ganz einfach mittels Schlüsselschalter.
Leider geht so erst einmal keine Abrechnung und genaue Zählung.... reicht hier ein Schätzwert? Steuerlich muss das natürlich absolut sauber sein.
Man parkt auch nicht immer am gleichen Ladepunkt und reservierte Parkplätze wecken nur den Neidfaktor der Verbrennerfahrer. Das geht halt nicht umzusetzen, dass man 2-4 Stellplätze in nicht gerade schlechter Lage "nur für Elektrofahrzeuge" reserviert und dann nur (vorerst) mein einziges E-Auto da parkt! Leider fällt mir dazu nichts ein, wie man das lösen kann. Ich hätte ja schon vorgeschlagen den hinterletzten Parkplatz zu reservieren... aber da gibt's verständlicherweise keinen Stromanschluß.

Bitte weiter mithelfen...

Gruß Bernd
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