Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Hasi16 » Mi 17. Sep 2014, 10:40

Berndte hat geschrieben:
Man parkt auch nicht immer am gleichen Ladepunkt und reservierte Parkplätze wecken nur den Neidfaktor der Verbrennerfahrer. Das geht halt nicht umzusetzen, dass man 2-4 Stellplätze in nicht gerade schlechter Lage "nur für Elektrofahrzeuge" reserviert und dann nur (vorerst) mein einziges E-Auto da parkt! Leider fällt mir dazu nichts ein, wie man das lösen kann.

Die Reservierung dieser Parkplätze ist (leider) schon fast Pflicht. Ansonsten stellen sich (verständlicherweise) Verbrenner hin - die meisten wissen ja gar nicht, was das für eine Box an der Wand ist.

Steuerlich ist das immer so ein Ding, da musst du in der Lohnbuchhaltung einfach mal nachfragen. Vielleicht reicht denen dein Anfahrweg und die rechnen das hoch oder vielleicht reicht ein Zwischenzähler - dann wird der Verbrauch durch alle EAuto-Fahrer geteilt.
Das rechtlich sicherste ist die Abrechnung über The New Motion. Man kann ja einzelne (Mitarbeiter-)Karten für diese Säule auf "kostenlos" schalten - so habe ich das auf verstanden. Dann kennt man auf jeden Fall die Verbräuche.

Zudem wird es mit einem Schlüssel ein echtes Problem, wenn Mitarbeiter laden wollen, "denen nicht ein so hohes Vertrauen" entgegen gebracht wird. Dann hat man die Neiddiskussion so richtig am laufen... Denk dran: Unsere Bundeskanzlerin will 2010 1 Mio EAutos auf der Straße haben.

Viele Grüße
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Beitragvon Deef » Mi 17. Sep 2014, 11:07

Die Pauschale Abrechnung reicht. Die Kilometerpauschale geht ja auch pauschalisiert durch und ist trotzdem genau.
Du oder der Finazbeamte nimmt google maps und fragt nach der vorgeschlagenen Strecke fertig.

Für Deinen Fall nimmst Du die Verbrauchsangabe des Herstellers, rechnest Deinen jährlichen Verbrauch raus (Jahrestage abzüglich Urlaubstage und Feiertage mal gefahrene km mit Firmenstrom). und gibst dem Arbeitgeber ein Papier mit den entsprechenden Daten.

Am Besten km pro Arbeitstag und aufs Jahr hochgerechnet. Dann die Rechnung was Dein Wagen braucht und wieviel kWh das macht. Wenig Text ist immer gut...

Wie Dein Arbeitgeber dann die daraus resultierenden Stromkosten errechnet ist seine, bzw. die Sache seines Steuermenschen - Selbskosten zur Stromerzeugung, entgangene Einspeisevergütung oder Einkaufskosten für Strom oder Drittelmix...
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Hasi16 » Mi 17. Sep 2014, 12:32

Deef hat geschrieben:
Die Pauschale Abrechnung reicht. Die Kilometerpauschale geht ja auch pauschalisiert durch und ist trotzdem genau.
Du oder der Finazbeamte nimmt google maps und fragt nach der vorgeschlagenen Strecke fertig.

Wenn ich Prüfer wäre würde ich eine tägliche Vollladung unterstellen. Und dann ziehen sie dir so richtig die Hosen runter...

Viele Grüße
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon zitic » Mi 17. Sep 2014, 12:35

@Deef: Das Laden beim Arbeitgeber ist ja nicht unbedingt auf das begrenzt, was man wirklich auf Arbeitsweg verbraucht. Mit Kilometerpauschale kann man das in jedem Fall nicht gleich setzen. Oder missverstehe ich da deine Rechnung? Hasi16 hat es ja auch so aufgefasst.

Ein Bekannter hat das jetzt auch mal technisch für seine Firma durchgespielt. Bekommen nämlich jetzt auch ein EV und wollen im Zuge dessen auch Mitarbeiter und Kunden beglücken. 22kW für das Firmenauto + 2x 22kW auf den Kundenparkplätzen. Beides ohne Abrechnung(Werbekosten oder wie sie das dann verkaufen wollen). Weil die Anschlussleistung begrenzt, nur mit größerem Aufwand zu erweitern wäre und möglichst viele Parkplätze bedient werden sollen, wird es wohl auf 8 x Typ 2(evtl. auch bis 12 - 6 sind wohl bis Mitte 2015 schon "gebucht") mit nur 3,7 KW hinauslaufen(Verkabelung und Wallboxen, aber upgradkompatibel). Bei den meisten EV und PHEV wäre mehr ohnehin Perlen vor die S... und über die langen Standzeiten ohnehin verkraftbar. Sollten alle Stricke reißen, ein Kollege muss mal früh weg und hat einen ZOE, könnte er zu Ausnahme dann wohl auch einen der anderen mal nutzen. In der Belegschaft pendelt wohl ohnehin keiner >40 km.

Die Verrechnungsseite ist halt noch offen. Hatte da mit einer Pauschale/Flatrate geliebäugelt. Wie die dann neidlos und rechtskonform aussehen soll, ist halt die Frage. Habe ihn aber auch noch mal auf TNM hingewiesen. Kann er sich ja auch ein Angebot geben lassen.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Deef » Mi 17. Sep 2014, 13:16

ist interessant. danke. mein AG wollte auf keinen Fall einen Zähler und hat die Pauschale wohl steuertechnisch gecheckt.
ich war für die Zählerlösung.
Derzeit spiele ich mit dem Gedanken, das nach oben auszureizen und nur noch in der Firma zu laden. Und zwar um die Akku zu schonen, der mir gehört. Der steht dann nicht so lange voll geladen rum.
Käme dann allerdings trotzdem nicht über 44.- Euro.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Spüli » Mi 17. Sep 2014, 14:34

Moin!
Wenn der Parkplatz irgendwie für die öffentlichkeit zugänglich ist, würde ich immer was mit TNM versuchen. Damit ist man immer sauber und kann klar abrechnen. Auf einem abgesperrten Parkplatz ist TNM eigentlich etwas "to much", bietet aber immer noch eine klare und eindeutige Zuordnung für geringes Geld.

Wir haben hier im Hause recht frei Hand gegenüber der Zentrale. Daher ist meine Karte zur Zeit auf "Kostenlos" eingestellt. Ich will selber aber gucken, das da nicht mehr wie 40€ im Monat anfallen. Somit bleibe ich in der steuerfreien Zone. Da ich sonst auch einen Dienstwagen habe, ist das aber eher ein Sonderthema. Ich lade meist mehr, als nur den reinen Weg ins Büro. Klar, das wären ja auch nur 10km bei mir. Wenn ich also den Wagen anklemme, dann gehen da immer 5-10kWh in den Akku.

Bei TNM brauch man auch kein Wlan oder so. Die Boxen haben alle eine GSM-Karte eingebaut. Daher auch die Grundgebür von 4€ im Monat.

Sicher kann man mit CEE und Zähler sowie vielleicht Schlüsselschalter ein paar Euro in der Anschaffung sparen. Aber auf Dauer ist das einfach nervig. Auch die Diskussionen um den Strombezug sind müßig. Da ist man mit einem externen Abrechner immer sauber und transparent raus.
Gruß Ingo
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon TeeKay » Mi 17. Sep 2014, 17:41

Berndte hat geschrieben:
Abrechnung sollte so einfach wie nur möglich sein. Es möchte damit keiner zusätzliche Arbeit haben.
Dem Vorstand war einfach wichtig das der Strom irgendwo schwarz auf weiß auftaucht.

Auch hier wieder: TNM. Wenn es keine Arbeit machen soll und der Strom schwarz auf weiß auftauchen soll, ist das die beste Lösung. Die Buchhaltung bekommt dann einfach pro Monat eine Gutschriftsanzeige von TNM. Nichts mit Lohnabrechnung, Pauschalisierung, durch 12 Teilen etcpp, was alles mehr oder weniger unsicher und ungenau ist. Die Mitarbeiter zahlen einfach, was sie verbrauchen und der Arbeitgeber bekommt gutgeschrieben, was er den Mitarbeitern verkauft. Er kann ja den Strompreis niedrig ansetzen, wenn er etwas quasi verschenken will.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Spürmeise » Mi 17. Sep 2014, 20:26

Bei meinem Arbeitgeber habe ich an einem derzeit von der Firma gemietetem Parkhaus-Stellplatz eine verschließbare Box mit einem ICCB darin sowie die Verkabelung dorthin und den Stromzähler im Unterverteiler selber bezahlt - Ausführung der Box wie von Deef weiter oben beschrieben.

(@Deef: apropos ICCB sicher verstauen, falls es eine Rittal-Box ist: die liefern wohl nur eine Schlüsselprägung...)

Bei der TNM kann ich mir nicht so richtig vorstellen, wie da der Stromverbrauch "rechtskräftig" gemessen werden kann. Klar, in der Säule werden ihr sagen. Aber wer garantiert dem Vermieter, dass über das Kabel aus dem Unterverteilerraum nicht etwas abgezweigt wird? Daher der geeichte Stromzähler im Unterverteillerraum.
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Hasi16 » Do 18. Sep 2014, 10:09

Spürmeise hat geschrieben:
Bei der TNM kann ich mir nicht so richtig vorstellen, wie da der Stromverbrauch "rechtskräftig" gemessen werden kann. Klar, in der Säule werden ihr sagen.

Hä? Wie denn sonst? Und was ist daran nicht "rechtskräftig", wenn man einen geeichten Zähler nutzt? Wo siehst du ein Problem mit "Strom abzapfen", wenn eine Wallbox normal angeschlossen wurde? Ich versteh dich nicht.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Laden beim Arbeitgeber... wie umsetzen? Konzeptfrage!

Beitragvon Deef » Do 18. Sep 2014, 12:29

Mittlerweile würde ich auch meinem AG diese Numohschn -Sache empfehlen. Das gabs aber Ende 2013 so noch nicht oder?
Ich nehm meinen ICCB immer mit ...
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