Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon EVduck » Di 10. Okt 2017, 10:37

umrath hat geschrieben:
DC-Ladung wird nicht teurer werden können, da dann die Nutzerzahlen einbrechen werden.
Entweder die Ladesäulenbetreiber finden ein Modell, um mit moderaten Strompreisen zu arbeiten oder sie werden untergehen.

Schade dann nur für alle, die auf DC als Ladestandart gesetzt haben.

Im übrigen bin ich der Meinung, das einzige Modell, welches funktioniert das Superchargermodell von Tesla ist. Man braucht nun mal ein komplettes Ökosystem für die elektrische Mobilität. Wenn man (als Hersteller) sie denn will.

Edit: Habe gerade noch mal gerechnet. Bei einem Aufschlag von 10ct pro kWh (was von einigen hier nicht mehr als moderat bezeichnet würde, ...) benötigt man eine (Vollast-) Auslastung von ca. 50%, jahrein, jahraus um die Kosten wieder drin zu haben. Und ich habe soetwas wie Verwaltungskosten, Miete für den Standort usw. gar nicht mit eingerechenet. Dann darf aber keiner Laden, der unter 45kW Ladeleistung abruft und jeder muss, nachdem er bei 80% ist, sofort abstecken.
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Beitragvon Tho » Di 10. Okt 2017, 10:59

Die Nutzerzahlen werden so schnell nicht einbrechen, da die Fahrzeugbesitzer ja darauf angewiesen sind. Das ist ein bisschen wie beim Benzin, da muss ich auch bei 1,80 den Liter tanken, ob ich will oder nicht.
Nur werden die, derzeit wirklich zuvernachlässigbaren Nutzerzahlen, dann auch nicht wirklich wachsen.
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon umrath » Di 10. Okt 2017, 12:37

Tho hat geschrieben:
Die Nutzerzahlen werden so schnell nicht einbrechen, da die Fahrzeugbesitzer ja darauf angewiesen sind. Das ist ein bisschen wie beim Benzin, da muss ich auch bei 1,80 den Liter tanken, ob ich will oder nicht.
Nur werden die, derzeit wirklich zuvernachlässigbaren Nutzerzahlen, dann auch nicht wirklich wachsen.


Doch, werden sie. Denn es wird in absehbarer Zeit (es geht ja mit Ikea und Alid bereits los) Anbieter geben, die ein ganz anderes Modell fahren, als mit dem Strom Geld verdienen zu wollen. Und genau diese Modelle werden Anbieter töten, die überzogene Preise fordern.
Klar, wenn ich auf Dienstreise bin und die Kosten von der Firma getragen werden, sind mir die Ladekosten vermutlich nicht so wichtig und ich nehme das, was mich am schnellsten zum Ziel führt, auch wenn ich dann 10 €/100 km löhne. Wenn ich als Privatmann rechne und feststelle, dass mich ein Umweg von 5 Minuten 5 € spart, werde ich vermutlich den Umweg fahren und dann bleibt die teure Ladesäule verweist, denn von Firmenkunden allein wird keiner überleben.
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon Tho » Di 10. Okt 2017, 12:42

Das Modell auf Langstrecke von Ikea bzw. Aldi zu Aldi zu fahren, ist zwar für den Nutzer nett, wird sich aber für den Betreiber auch nicht tragen. Denn mal ernsthaft, wir wollen laden und nicht einkaufen. Ein Stimmungsbild wie stark das Geschäft durch Ladestationen angekurbelt wurde kann man sich an Tesla SuC Standorten holen... ;)
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon mobafan » Di 10. Okt 2017, 13:47

hyperpac hat geschrieben:
Die lange Antwort ist jein. Ich plane für die Firma einen 150Kw Schnelllader mit CCS, ChaDeMo und Typ2. Die Ladesäule allein liegt irgendwo zwischen 30k - 70k (abhängig von der DC Leistung), der Netzanschluss (bzw. das Upgrade auf die entsprechende Leistung) bei 35k und dann kommt noch bissel "Kleinkram" hinzu, ca. 5k.


Erfordert das Euer Geschäfts- bzw. Fahrmodell? Falls nicht, könnte man mit dem Geld ganz viele 11kW-Säulen auf den Mitarbeiter- und Besucherparkplatz stellen, was ausreicht, um dem Mitarbeiter die leere Batterie während der Arbeitszeit auf 100% zu bringen und dem Besucher zumindest auch viele neue Kilometer in die Batterie zu bringen. Und nebenbei parallele Ladevorgänge zu ermöglichen, ohne dass jemand nach 30 Minuten sein Auto bewegen muss.
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon hyperpac » Di 10. Okt 2017, 15:56

mobafan hat geschrieben:
hyperpac hat geschrieben:
Die lange Antwort ist jein. Ich plane für die Firma einen 150Kw Schnelllader mit CCS, ChaDeMo und Typ2. Die Ladesäule allein liegt irgendwo zwischen 30k - 70k (abhängig von der DC Leistung), der Netzanschluss (bzw. das Upgrade auf die entsprechende Leistung) bei 35k und dann kommt noch bissel "Kleinkram" hinzu, ca. 5k.


Erfordert das Euer Geschäfts- bzw. Fahrmodell? Falls nicht, könnte man mit dem Geld ganz viele 11kW-Säulen auf den Mitarbeiter- und Besucherparkplatz stellen, was ausreicht, um dem Mitarbeiter die leere Batterie während der Arbeitszeit auf 100% zu bringen und dem Besucher zumindest auch viele neue Kilometer in die Batterie zu bringen. Und nebenbei parallele Ladevorgänge zu ermöglichen, ohne dass jemand nach 30 Minuten sein Auto bewegen muss.


Ja.

edit: Und mit dem vorhandenen "normalen" Netzanschluss könnten max. 2x 11kW Säulen versorgt werden, sprich die Kosten für das Upgrade des Netzanschlusses fallen so oder so an.
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon fweber » Fr 13. Okt 2017, 06:29

Prinzipiell ist eine Ladesäule doch ein Stromverkaufspunkt. So wie ein Hausanschluss - der muss auch eingerichtet werden und nimmt über Laufzeit einige 1000 kWh ab. Rentabel zu 25-30 Ct/kWh in Deutschland.

Nun bietet ein DC-Lader das Verkaufspotential von 50 kW (zwei vollausgelastete Hausanschlüsse) - warum also nicht nutzen? Wir stehen am Anfang einer Entwicklung und ich gehe davon aus, der Zusatzaufwand für Abschreibung und Wartung der Säule wird mit besserer Technik geringer werden. Sollen es heute 50 Ct/kWh sein, ja mei - ist immer noch billiger als Verbrenner fahren.
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon EVduck » Mo 16. Okt 2017, 10:00

Prinzipiell ist eine Ladesäule doch ein Stromverkaufspunkt. So wie ein Hausanschluss - der muss auch eingerichtet werden und nimmt über Laufzeit einige 1000 kWh ab. Rentabel zu 25-30 Ct/kWh in Deutschland.

Stimmt. Der ist rentabel. Moment mal, da war doch was... Ach ja, den Grundanschluss muss der Anschlussinhaber bezahlen. Wie auch die Zählergebühr usw. was noch über den direkten kWh-Preis hinaus geht. Bei meinen fiktionalen 10ct/kWh Aufschlag müssen schon für den Anschluss ca 25.000 kWh für die Anschlussgebür verkauft werden. Wenn man mit 35kW Anschlussleistung (=50A) hinkommen würde. Ein 50kW CCS Ladepunkt benötigt aber 80A oder 100A, dann liegt man eher im Bereich von 50.000-80.000 kWh. oder 2500 bis 5000 Ladevorgänge bis die Kosten nur für den Anschluss wieder drin sind!
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon Tho » Mo 16. Okt 2017, 10:08

Kosten für den Stromanschluss sind ja schön und gut, nur wer bezahlt den CCS "Blechkasten"? :lol:
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Re: Eigene Ladesäule wirtschaftlich betreiben? CSS?

Beitragvon EVduck » Mo 16. Okt 2017, 10:19

Soviel Verstand traue ich den Leuten schon zu, dass sie das extrapolieren können... :twisted:
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