Destination-Charging: Verhalten und Definition

Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon UliZE40 » Mo 17. Apr 2017, 14:30

@umrath Ja, das sehe ich auch so. Destination Charging ist in erster Linie davon abhängig ob man sein Auto dort einfach stehen lassen kann.

Das mit der Ladeleistung war eher so gedacht, dass es für neu zur errichtende Infrastruktur eine Orientierung darstellt.
Für "Destination Charging Ziele" (was für ein Wortgebilde) reicht in der Regel halt einfach <= 11 kW aus. Wenn dort mehr installiert wird ist das schön aber nicht unbedingt erforderlich.
Zuletzt geändert von UliZE40 am Mo 17. Apr 2017, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 14:31

umrath

Genau. Dann werden wir in Zukunft 45 Millionen Steckdose haben, für jedes Auto ne eigene.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon UliZE40 » Mo 17. Apr 2017, 14:33

Möglich. Aber ich stecke mich mit meinem ZOE schon heute nicht an jede mögliche Stromquelle an (und versperre sie natürlich auch nicht für andere) wenn ich noch völlig ausreichend Strom im Akku habe.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 14:38

Hausmeister hat geschrieben:
Auch bei einer Konferenz gibts mal Pausen.

Die aber sehr wichtig für Networking sind und nicht fürs Auto umparken...

Wie gesagt, so locker schwätzen kann man nur, wenn man in der Hotelgarage eine freie Ladesäule entdeckt hat. Gut möglich das nächste mal kommt einer 10 Min. vor Dir an und hat auch ne gaaanz wichtige Konferenz. Dann kannste gucken wie du deinen Akku lädst...


Ich weiß ja nicht wie oft du schon mit Elektrofahrzeugen in Hotels zu Gast warst, aber ich habe das schon dutzende Male gemacht und es gab hier nie ein Problem. Auch bei mehreren Fahrzeugen nicht. Zumindest dann nicht, wenn ich über die Stufe hinaus war der Rezeption zur erklären, dass ich mit "laden" nicht LKW abladen meine...

Wenn die Hotels wissen, dass mehr Fahrzeuge kommen, als Ladepunkte da sind, haben wir bisher immer eine Lösung gefunden und zwar VOR der Anreise. Zum Zeitpunkt heute weiß man als E-Fahrer, dass man so etwas vorher kurz abklärt, damit man vor Ort keinen Stress hat. Und wenn wir mal soweit sind, dass ständig E-Fahrzeuge in Hotels zu Gast sind, dann wird das Laden genauso üblich und einfach sein, wie ein WLAN-Voucher zu erhalten.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon umrath » Mo 17. Apr 2017, 15:08

Hausmeister hat geschrieben:
Genau. Dann werden wir in Zukunft 45 Millionen Steckdose haben, für jedes Auto ne eigene.


Ja, und? Wo ist das Problem?
In Finnland ist es übrigens schon heute üblich, an jeder Ecke eine Steckdose zu haben, um eine Standheizung betreiben zu können, weil es im Winter so dermaßen arschkalt werden kann, dass ansonsten alles einfriert.

Warum können die das und warum sollten wir das nicht hinbekommen?

45 Millionen Ladeanschlüsse finde ich überhaupt nicht dramatisch, insbesondere weil die Anschlussleistung gering sein kann (Schuko genügt) und die Infrastruktur fast überall längst existiert.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 15:10

Wir haben derzeit weit über eine Milliarde Steckdosen in Deutschland. Da kommt es auf 50Mio mehr oder weniger auch nicht an...
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon INRAOS » Mo 17. Apr 2017, 15:17

Das ladeverhalten bei der Arbeit auf dem firmenparkplatz wird wohl sinnvollerweise der Chef regulieren - oder die Mitarbeiter unter sich.

Wenn bei Umraths AG vier Ladeplätze vorhanden sind - irgendwann vielleicht aber an manchen Tagen fünf oder sechs eAutos dort stehen (Teilzeit-Kollegen etc), dann kann man natürlich vom Chef verlangen sofort mehr lademöglichkeiten zu schaffen, oder sich je nach firmengrösse vielleicht auch arrangieren und in der Mittagspause mal die Lademöglichkeit für die nette Kollegin/den netten Kollegen freimachen.

Und das ist in diesem Fall unabhängig von der Stärke der ladesäule.

Wenn ich aber im 'öffentlichen Raum' lade (und nicht gerade am Flughafen im Langzeit-Parkhaus), wo noch nicht mehrere Lademöglichkeiten als Alternative in näherer Umgebung vorhanden sind, finde ich es sehr unsozial diese Lademöglichkeit nach Beendigung des Ladevorgangs noch stundenlang zu verparken.

Bei uns im Nachbarort wird gerade von EWE eine Ladesäule aufgebaut - vermute mal 2 x 22 kW. Die ladesäule steht auf öffentlichem Parkplatz im Stadtkern. Im Umkreis von 12 km gibt es keine andere Ladesäule.

Wenn hier jetzt zwei Anwohner den Ladeplatz als destination-Charger ansehen würden und entweder tagsüber bei der Arbeit oder über Nacht (17 - 06 Uhr) dort täglich anstöpseln würden bis sie ihr Fahrzeug für die nächste Fahrt benötigen, dann wäre diese Säule für alle anderen Besucher der 'Innenstadt' ja kaum noch nutzbar.

Mag sein, dass das in grossstädten zum Teil ja schon anders aussieht - aber für mich ist im Moment alles außer Schuko ein Ladeplatz, den ich kurz nach ladeende gern geräumt sehen würde.

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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon flieger_flo » Mo 17. Apr 2017, 15:28

Vielleicht ist genau das die passende Definition: Wenn es mehr Ladepunkte als gleichzeitige Ladegäste gibt, dann ist es eindeutig Destination Charging und es gibt keinen Grund, umzuparken. Das ist dann auch völlig unabhängig von der Leistung. Die wird sich imho eh von selbst regulieren, weil die Anschlussleistung irgendwann auch an seine Grenze gebracht ist.

Bis es aber in der Fläche soweit ist, sind auch Destination Charger so richtig keine Destination Charger - schlechtes Gewissen sollte man zumindest haben, wenn man in der Innenstadt 10h an der Säule hängt. Aber wenn ich laden muss und das 4h dauert, werde ich nicht nachts die Karre umparken.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 16:02

energieingenieur hat geschrieben:
Wir haben derzeit weit über eine Milliarde Steckdosen in Deutschland. Da kommt es auf 50Mio mehr oder weniger auch nicht an...


Du bist Hotelier, hast Dir draussen für 4.500 Euro eine Säule mit zwei 22 kw bauen lassen. Dann kommen vermehrt Leute an, und wollen Strom haben. Als Hotelbetreiber haste sicher genug Streß mit dem ganzen Hotel Gedöns als dir nochmal zwei drei oder vier doppellader installieren zu lassen. Strom zu laden ist kein Grundrecht, das im Gesetz verankert ist, sondern eine SONDERLEISTUNG des Betreibers. Das sollte man entsprechend wahren und nicht unnötig vergewaltigen. :roll:

und spätestens wenn die Garage mal von 10 E-Autos besucht wird, stellt sich schon auch die Frage wer das alles bezahlen soll. Vorallem wenn die Leute meinen das sei Stand der Dinge und selbstverständlich (und vermutlich auch gratis..)

Bei kleinen Hotels hab ich nie probleme gehabt, da ich dem Empfang einfach 5 oder 10 Euro Trinkgeld gebe. spätestens ab 4 Sterne hat man schon ordentlich Gespräche. Trotz vorherige Ankündigung. Vorallem die Österreicher pflegen da eine völlig sonderbare Einstellung. 130 Euro die Nacht und dann wegen 4 Euro Strom einen Terz machen... Dort fahren wir seit dem nicht mehr hin. War eigentlich ein Stammhotel
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon umrath » Mo 17. Apr 2017, 16:22

In wenigen Jahren werden Ladeanschlüsse genauso zum Standard eines Hotels gehören wie Fernseher oder Telefone. Die brauchst du auch nicht wirklich - trotzdem werden sie angeboten, einfach weil die Kunden das erwarten. Extra bezahlen tust du dafür auch nicht. Das ist im Preis des Hotelzimmers inbegriffen.
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