Destination-Charging: Verhalten und Definition

Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 12:45

Bei meinem Mitarbeiter-Parkplatz werden auch ein paar Verbrenner an den Ladepunkten stehen, weil es mehr Ladesäulen sein werden, als derzeit Mitarbeiter elektrisch fahren. Bei voller Auslastung muss ich die E-Ladeplätze mit Verbrennern belegen, da ich sonst zu wenig Parkplätze habe. Das ist hier aber kein Problem, weil dennoch alle Laden können. Und die Destination-Ladepunkte sind hier nunmal nicht für spontane Ladegäste gedacht. Natürlich bekommen auch Gäste Strom, aber dieser Gast hat mir nicht vorzuschreiben, wie ich meine Mitarbeiterparkplätze belege. Und es braucht sich auch kein "unbekannter Durchreisender" beschweren, wenn bei mir Verbrenner vor den Destination-Ladepunkten stehen, weil es im Umkreis hinreichend und auch nutzbare öffentliche Ladeinfrastruktur gibt und er vll. nur deswegen bei mir laden will, um sich 3 EUR Parkgebühr zu sparen.

Solange in einem Parkhaus hinreichend Platz ist, haben an den Chargern weder Verbrenner noch nicht-ladende E-Fahrzeuge etwas verloren, aber nehmen wir den Extremfall: 50% des Parkhauses sind elektrifiziert und ein Verbrenner findet keinen Nicht-elektrifizierten Stellplatz mehr. An den Dest-Chargern sind noch 80% Stellplätze frei... Soll er jetzt wieder rausfahren in ein anderes Parkhaus? Meine Meinung ist: Nein. Hier wäre allerdings eine eindeutige Regelung des Betreibers sinnvoll und für alle hilfreich, um Konflikte zu vermeiden.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 12:47

2x22kW ist für mich allerdings nicht wirklich Destination-Charging...

Ich glaube übrigens, ich muss das Thema Destionation-Charging hier mals aus dem Thread heraustrennen... Das wiederspricht ein wenig dem Thread-Starter-Gedanken.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 13:05

Und dann wundert man sich ernsthaft, warum E-Autos (inkl. Hybrids) nicht mal einen Prozent der Zulassungen ausmachen...
Bei so einem Kindergarten Getue. Was hat ein E-auto an einer 22 kw Säule beim Arbeitgeber 8 Std. lang zu suchen, oder gar
in der Hotel Garage? Fahrt die Kiste nach ein oder drei Stunden weg. Kann man gut kombinieren, wenn man eh Zigaretten Pause
macht, oder noch was aus dem auto holen muss. Ebenso bescheuert sind die Ikea Supercharger mit 50 kw. Das ist sinnlos
Geld verpulvert.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon flieger_flo » Mo 17. Apr 2017, 13:11

die Diskussion haben wir ja immer wieder, welche Ladelsitung denn da die Grenze ist. Leider immer ergebnislos.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

Beitragvon UliZE40 » Mo 17. Apr 2017, 13:16

energieingenieur hat geschrieben:
2x22kW ist für mich allerdings nicht wirklich Destination-Charging...


Für mich auch nicht. Nahezu alle öffentlichen Ladepunkte und -plätze (auf öffentlichem Grund) sind für mich bisher kein Destination Charging. Insbesondere die typischen 2x22kW-Säulen die z. B. innogy in der Fläche aufgestellt hat nicht.
Damit kann man die verbreitetsten Fahrzeuge in 1,5-4 Stunden komplett füllen und in vielen Fällen sind dies die einzigen Möglichkeiten für E-Autofahrer zu tanken wenn diese nicht Zuhause laden können oder in ländlichen Gebieten unterwegs sind.

Echtes Destination Charging ist für mich <=11 kW an Orten wo man in der Regel mindestens 3 Stunden verweilt und wo die Infrastruktur eher von privater Seite bereitgestellt wird.
Dazu zählen Restaurants, Hotels, andere Ausflugsziele wie z. B. Schimmbäder, Museen, Sport- & Veranstaltungshallen, sowie Wander-, P&R- und natürlich Firmenparkplätze.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 13:18

Hausmeister hat geschrieben:
Was hat ein E-auto an einer 22 kw Säule beim Arbeitgeber 8 Std. lang zu suchen

Das entscheidet der Arbeitgeber. Er ist Eigentümer der Säule. Und wenn er 10x22kW aufstellt und seinen Mitarbeitern sagt, sie sollen sie benutzen dann tun sie das einfach und fertig. Egal, wann das Auto voll ist.

oder gar in der Hotel Garage? Fahrt die Kiste nach ein oder drei Stunden weg. Kann man gut kombinieren, wenn man eh Zigaretten Pause macht, oder noch was aus dem auto holen muss.

Ich bin häufiger elektrisch in Hotels und ich kann da nicht immer zum Auto laufen, wenn es voll ist, weil ich da in einer Konferenz sitze. Und wenn es genug Charger im Hotel gibt, gibt es auch gar keinen Grund weg zu fahren.

Ebenso bescheuert sind die Ikea Supercharger mit 50 kw. Das ist sinnlos Geld verpulvert.

Lass doch IKEA mit ihrem Geld machen, was sie wollen. Vielen sehen es positiv und nutzen die Charger auch. Hast du deine Kritik bzw. einen Verbesserungsvorschlag IKEA mal mitgeteilt? Was haben die darauf geantwortet?
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon energieingenieur » Mo 17. Apr 2017, 13:24

Das mit der Ladeleistungsgrenze für Destination-Charger ist glaube ich auch gar nicht so leicht fest zu legen, denn für mich reicht die reine Leistung als Definition dafür nicht aus:

Wenn es in einer Stadt eine einzige 2x22kW-Säule vorm Rathaus gibt, dann würde ich die nie als Destination-Charger bezeichnen und bin der Meinung, dass die so schnell es geht freizuräumen ist. Wenn aber in einer Hoteltiefgarage 10x22kW hängen, die für Gäste gedacht sind, sind das für mich ohne jeden Zweifel Destination-Charger.

Das blöde an 22kW ist halt, dass es vom Fahrzeug abhängt, ob man dies als Destination-Charger versteht oder nicht. Wenn in einer Stadt wie Hamburg überall 2x22kW an öffentlichen Stellplätzen stehen, dann kann ich durchaus verstehen, dass ein Fahrzeug mit schnellem DC und langsamen AC-Anschluss dies als Destination-Charger versteht und nutzt. Genausogut verstehe ich aber auch, dass diese Säulen für Fahrzeuge mit schnellem AC-Lader durchaus als Travel-Charger gesehen werden und diese sich eine hohe Verfügbarkeit der Säulen wünschen.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon Hausmeister » Mo 17. Apr 2017, 13:25

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Hab ich gesagt, du sollste deine Konferenz verlassen? Ich sagte das es Typen gibt, die bewusst dauerparken vor der Ladesäule weil sie ein E-Auto haben! Wie wenig Etikette es gibt, erkennt man hier und in anderen Threads.

Auch bei einer Konferenz gibts mal Pausen.

Wie gesagt, so locker schwätzen kann man nur, wenn man in der Hotelgarage eine freie Ladesäule entdeckt hat. Gut möglich das nächste mal kommt einer 10 Min. vor Dir an und hat auch ne gaaanz wichtige Konferenz. Dann kannste gucken wie du deinen Akku lädst...
Zuletzt geändert von Hausmeister am Mo 17. Apr 2017, 13:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon umrath » Mo 17. Apr 2017, 13:26

Es ist völlig irrelevant wie wir oder irgend ein einzelner eine Ladesäule einstuft. Relevant ist lediglich, wie der Betreiber dies tut und entsprechend seine Regeln gestaltet. An die müssen wir uns dann halten - ob uns das jetzt gefällt oder nicht.

Persönlich: Destination Charging heißt für mich, dass ich mein Auto dort parke und lade. Und ich komme wieder, wenn ich fertig bin, mit was auch immer ich gerade tue (einkaufen, arbeiten, schlafen, in den Urlaub fahren) und muss mich um das umparken nicht kümmern. Wenn ich voll bin, bin ich voll - aber an einem Destination Charger sollte das keine Rolle spielen.
Ansonsten ist es kein Destination Charger.

Nachtrag: Bei meinem zukünftigen Arbeitgeber gibt es 4 Ladeanschlüsse im Parkhaus. Einen davon werde ich nutzen und ich werde ganz sicher nicht meine Arbeit unterbrechen, um umzuparken. Das ist für mich ganz klares Destination Charging und auch der Arbeitgeber sieht das (sinnvollerweise) so. Wenn die Ladepunkte nicht mehr reichen, müssen eben mehr Ladepunkte geschaffen werden und nicht unsinnige Umparkregeln während der Arbeitszeit.
Zuletzt geändert von umrath am Mo 17. Apr 2017, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Destination-Charging: Verhalten und Definition

Beitragvon flieger_flo » Mo 17. Apr 2017, 13:26

Die 50kW bei Ikea sehe ich jetzt auch eher als Investition in die Zukunft. 50kW wird DC-seitig ja hoffentlich bald nichts besonderes mehr sein, also kann man die dann auch so stehen lassen.
Wenn wirklich jemand zum Zwischenladen kommt, dann wird er sich schon auch mal was zu Essen kaufen und die tollen Angebote ansehen. Das machst Du ja bei 11kW nur im Notfall, da fährst Du woanders hin. Geht eh im Marketingbudget unter.
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