Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

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Welcher FI ist gemäß Norm vorgeschrieben?

Beitragvon Lokverführer » So 2. Aug 2015, 22:47

Beiträge abgetrennt aus dem Thema Kabel für CEE Rot 22 kW
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JoDa hat geschrieben:
@Master One

Wenn du deine ZOE an einer eigenen dreiphasigen Leitung lädst, werden im Hausverteiler von jedem Dorfelektriker sowieso ein Leitungsschutzschalter TypC und ein FI TypA 30mA installiert. Mehr brauchst du nicht!
(FI-TypA reicht nur nicht aus, wenn neben der ZOE noch andere Verbraucher am selben FI angeschlossen sind.)

Stimmt nicht, es ist Typ B erforderlich für den Zoe.

Der kick enthält auch keinen Typ B, mittlerweile gibt er Hersteller zu, dass es sich um eine Softwarelösung handelt. Außerhalb von GB ist das in Europa wohl so nicht zulässig
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon umberto » So 2. Aug 2015, 22:49

JoDa hat geschrieben:
und ein FI TypA 30mA installiert. Mehr brauchst du nicht!


Wo kommt denn das jetzt wieder her? Renault schreibt den Typ B explizit vor (und liefert ihn bei der 3-phasigen Lösung auch mit).. Typ A erkennt nicht alle Fehlerstromarten, die eine Zoe produziert.

Für einphasig würde FI Typ A wohl reichen.

Und die aktuellen Normen erlauben eine elektronische Fehlerstromerkennung für ICCBs - und das NRGkick ist wohl eine solche.

Gruss
Umbi
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon JoDa » So 2. Aug 2015, 23:06

Wenn man 3 Leute nach dem richtigen FI für die ZOE fragt bekommt man 4 Meinungen ;)

Habe mich wirklich stundenlang damit beschäftigt. (Normen gelesen, Unterlagen von Siemens und Doepke FIs gelesen)
Meine Aussage beruht schlussendlich aus meinem "Hausverstand" als HTL-Elektrotechnik Absolvent und Physiklehrer, der nicht jedem Kunden einen FI um 300€ andrehen möchte.

Aber egal, Ihr könnt weiter stundenlang über Lösungen diskutieren die noch sicherer als Sicher sind, ich werde mich daran nicht (mehr) beteiligen.
:kap:
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon Mittelhesse » So 2. Aug 2015, 23:25

JoDa hat geschrieben:
Wenn man 3 Leute nach dem richtigen FI für die ZOE fragt bekommt man 4 Meinungen ;)

Habe mich wirklich stundenlang damit beschäftigt. (Normen gelesen, Unterlagen von Siemens und Doepke FIs gelesen)
Meine Aussage beruht schlussendlich aus meinem "Hausverstand" als HTL-Elektrotechnik Absolvent und Physiklehrer, der nicht jedem Kunden einen FI um 300€ andrehen möchte.

Aber egal, Ihr könnt weiter stundenlang über Lösungen diskutieren die noch sicherer als Sicher sind, ich werde mich daran nicht (mehr) beteiligen.
:kap:


danke für diese Worte, hoffentlich beherzigen es einige :!: :)
LG Stefan

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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon eW4tler » So 2. Aug 2015, 23:39

JoDa hat geschrieben:
Wenn man 3 Leute nach dem richtigen FI für die ZOE fragt bekommt man 4 Meinungen ;)

+1
Musste auch gerade feststellen, dass es noch immer nicht möglich ist, Fragen zur Lademöglichkeit OHNE ein Abgleiten des Threads zur FI-Thematik zu beantworten. :?

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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon MichaRZ » Mo 3. Aug 2015, 11:45

In der Tat scheint die FI-Thematik allgegenwärtig zu sein. Ich sehe das Problem in den vielen individuellen (Fehl-) Interpretationen des Themas. Natürlich kann jeder machen was er will, aber bitte nicht als allmächtige Weisheit im Forum verbreiten....

Nehmen wir doch mal diese Aussage:
AbRiNgOi hat geschrieben:
Wie schon oft ausgeführt, die elektronischen FI sind in Deutschland/Österreich nicht als Ersatz für einen klassischen FI zugelassen

Es mag zwar stimmen, dass elektronische FI nicht als Ersatz für vorgeschriebene herkömmliche FI eingesetzt werden dürfen - das hat aber mit unserer Problematik nichts zu tun. Hier ist nämlich kein herkömmlicher FI Typ B vorgeschrieben.

Ich versuche dann mal etwas zur Aufklärung beizutragen:

Die VDE 0100-722 beschäftigt sich mit der "Stromversorgung von Elektrofahrzeugen".
Im Anhang A zu Absch. 722.531.2 des Entwurfs vom Januar 2013 heißt es für Deutschland:
- der Anschlusspunkt muss mindestens durch einen FI vom Typ A geschützt sein
- bei drei Phasen oder wenn Gleichfehlerströme auftreten können, müssen Maßnahmen zum Schutz vor diesen getroffen werden
- dieses kann beispielsweise durch einen FI Typ B erreicht werden

Der "Anschlusspunkt" ist übrigens die Stelle, an welcher ein Auto mit der ortsfesten Installation verbunden wird.

Meine Interpretationen dazu:
- Eine Steckdose, die zum Laden von Elektrofahrzeugen verwendet wird, muss durch einen FI Typ A geschützt sein
- Gleichfehlerströme können wir an keinem Elektroauto ausschließen -> eine zusätzliche Maßnahme zum Schutz vor Gleichfehlerströmen muss deshalb grundsätzlich vorhanden sein
- diese Maßnahme muss in Deutschland für ein- und dreiphasiges Laden getroffen werden (das gilt ausdrücklich nur in Deutschland!)
- diese Maßnahme kann hinter dem Anschlusspunkt (z.B. im ICCB-Ladegerät) liegen
- diese Maßnahme kann elektronisch ausgeführt werden
- diese Maßnahme darf die einwandfreie Funktion eines vorgeschalteten FI nicht beeinträchtigen.

Gibt es andere Interpretationsmöglichkeiten? Ich bin gespannt....
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon rolandk » Mo 3. Aug 2015, 12:27

MichaRZ hat geschrieben:
Meine Interpretationen dazu: ...
Gibt es andere Interpretationsmöglichkeiten? Ich bin gespannt....


Wahrscheinlich die von der Versicherung.....

Gruss
Roland
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon mlie » Mo 3. Aug 2015, 12:43

MichaRZ hat geschrieben:
- diese Maßnahme muss in Deutschland für ein- und dreiphasiges Laden getroffen werden (das gilt ausdrücklich nur in Deutschland!)


Bei einphasiger Ladung kann kein Gleichfehlerstrom auftreten, sondern maximal pulsierender Gleichfehlerstrom, welcher aber auch vom FI Typ A (NICHT: AC) erkannt wird. Deswegen wird ja in der Grundausrüstung der ZOE auch eine einphasige 3,7kW Wallbox mitgeliefert, da reicht der schnöde A-FI.

So meine Interpretation. Da der trötersteller aber ursprünglich an 22kW, also 3x32A laden wollte, ist diese erleichterung natürlich nicht gegeben.
145 Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon JoDa » Mo 3. Aug 2015, 13:44

eW4tler hat geschrieben:
Der Thread-Ersteller wollte wissen, was für ein Kabel-Dingens man braucht um an CEE zu laden! - diese wurde auch bereits beantwortet! :roll: Alles andere ist Off-Topic!
+1

Leute, wenn Ihr so weiter macht wird sich keiner mehr eine ZOE kaufen wollen, weil Interessenten glauben das man sie nicht sicher Laden kann.

Öffnet doch ein neues Thema wo Ihr Profis unter Euresgleichen diskutieren könnt.
Mögliche Themen wären:
1.) Sollte eine mobile Ladebox für die ZOE einen FI beinhalten und wenn ja welchen?
2.) Welcher FI ist zu Hause bei einer fest verdrahteten Wallbox für die ZOE optimal?
3.) Welcher FI sollte in einer öffentlichen Ladestationen eingebaut sein um sicher eine ZOE laden zu können?

Streitpunkte gibt es ja genug:
*) FI TypA, A-EV oder B?
*) separater oder elektronischer FI?
*) Höhe des DC Auslösestroms?
*) Gleichstromauslösung nur bei dreiphasiger Laden notwendig?
*) Welcher FI im IT- und welcher im TT-Netz?
*) Welche Norm und in welcher Fassung (z.B VDE 0100-722:2012-10 oder 2013-01) ist anzuwenden?
*) ...
:ironie:
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Re: Kabel für CEE Rot 22 kW

Beitragvon MichaRZ » Mo 3. Aug 2015, 13:45

@eW4tler
ja - das ist Off-Topic.. und Du hast dich da ebenso eingebracht ;)
Ich bin gerne dafür, in separaten Threads weiterzumachen. Das unkommentierte Stehenlassen von falschen Aussagen, nur um ontopic zu bleiben, halte ich für sehr problematisch.


rolandk hat geschrieben:
Wahrscheinlich die von der Versicherung.....

was genau meinst Du mit diesem Hinweis?

@mlie
ok - dann kann Renault offensichtlich das Auftreten von Gleichfehlerströmen ausschliessen. Insofern möchte ich meine Interpretation korrigieren:
- diese Maßnahme (zum Schutz vor Gleichfehlerströmen) muss bei dreiphasigem Laden getroffen werden
- diese Maßnahme muss bei einphasigem Laden getroffen werden, wenn Gleichfehlerströme nicht ausgeschlossen werden können

Die deutsche Sonderregelung zum einphasigen Laden wird in der Norm übrigens ausdrücklich damit begründet, dass praktische Erfahrungen gezeigt haben, dass der Gleichfehlerstrom ein generelles Problem sein kann, welches durch einphasige Ladegeräte mit PFC ( Leistungsfaktorkorrekturfilter) verursacht werden kann.
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