Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

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Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Der1210er » Di 20. Okt 2015, 20:26

Moin!
Aktuell bin ich Besitzer eines NRGkicks und hoffentlich bald einer ZOE.
Ich habe mir bislang immer nur die Sicherungen im Kasten angeschaut und gedacht: "Passt scho".
Und so kam ein 22 kw-Kick zu mir.
Wobei die 22 kw nur als Notlösung gedacht sind, falls es mal zügiger gehen muss.
Heute habe ich mit einem Elektriker telefoniert und seitdem bin ich bezüglich 22 kw etwas :?
Denn erst nun habe ich unseren Ferraris-Zähler im Fokus... :oops:
Dort steht geschrieben: "3*220/380V 10(60)A".
Rechnet man mit den 380 V, so wäre bei 22800 Watt Ende Gelände. Bei 400 Volt wärens 24000 Watt.
Problem: Da dran hängt sowohl neben unseren Schuko-Dosen unser E-Herd als auch ein Stiebel-Eltron DHB-E24 Durchlauferhitzer dran.

Wenn also ZOE mit 22 kw nuckelt und jemand Lust auf eine warme Dusche bekommt, fliegen wahrscheinlich die Sicherungen nicht raus, aber der Drehstromzähler wird wohl kurzzeitig zur Zentrifuge um dann in Rente zu gehen... :(
Und so eine Konstruktion würde wohl kein Elektriker zusammenbasteln.

Welche Optionen hätte ich eurer Meinung nach?

Zusätzlicher Drehstromzähler nur fürs Auto?
Dessen Stromverbrauch müsste natürlich abgerechnet/bezahlt werden. Dann bräuchte ich einen weiteren Vertrag mit meinem Stromanbieter, der dafür einen weiteren, jährlichen Grundpreis in Rechnung stellt? Das fänd ich gar nicht erstrebenswert. :cry:

Der Elektriker redete am Telefon (schlechte Handyverbindung) etwas von einem Relais.
Würde eine bestimmte Leistung überschritten, würde die ZOE aus dem Netz geschmissen werden (und man könnte derweil warm weiterduschen). Kennt einer von euch sowas? In welcher Preisregion befände sich so ein Relais? Das wusste der Elektriker aus dem Kopf nicht und wegen dem Handyempfang hatte ich arg zu rudern um ihn überhaupt zu verstehen...

Oder wäre es billiger eine profane Sicherung an die Leitung vor dem Zähler zu legen, welche rausfliegt wenn man in den roten Bereich des Zählers kommt? Dann würde es im Haus zwar dunkel werden, aber ich bzw. der Warmduscher wüsste warum, trocknet sich ab, geht in den Keller, Sicherung wieder rein, Auto abstöpseln, fertig duschen, danach Auto mit 22 kw fertig laden. Da könnte ich auch gut mit leben. Standardmäßig würde der Wagen eh nur mit 6,9 kw geladen.

Letztenendes hängt es halt davon ab, was der Elektriker gewillt ist mir aus dem Keller zu legen.
Allerdings möchte ich auch nicht mit ggf. überteuerten Lösungen übers Ohr gehauen werden, welche man gar nicht zwingend benötigt. :roll:

MfG

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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Berndte » Di 20. Okt 2015, 20:38

Hallo,

was hast du denn immer mit dem Zähler? Der fliegt nicht raus, wenn was "fliegt", dann eine Sicherung.
Wie dein Zählerschrank/Haus abgesichert ist können wir hier jetzt seitenlang wild spekulieren.

Mache einen Vor-Ort Termin mit deinem Elektriker und frage ihn was bei dir mit kleinem Aufwand möglich ist.
Hier jetzt rumphilosophieren bringt sich einfach nicht weiter.

Hast du schon eine CEE Steckdose (rote "Kraftsteckdose") irgendwo?
Besser man macht sich vorher ein paar Gedanken, bevor man einfach eine teure Ladebox kauft ;)

Gruß Bernd
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Der1210er » Di 20. Okt 2015, 20:57

Moin!
Der Zähler fliegt nicht, das ist mir schon bewusst. Aber wenn der über Gebühr strapaziert wird, dürfte der wohl zügig hops gehen? Zumindest wenn man dem Elektriker glauben schenkt.
Oder kann man einen alten Ferrariszähler nach belieben belasten? :?

Die rote Dose habe ich leider noch nicht - dafür wird die kommenden Tage der Elektriker anreisen.
Die Sache mit dem vorher Informieren hatte ich in die Wege geleitet. Ich fragte Bekannte ob sie einen Elektriker kennen würden, den habe ich dann schriftlich kontaktiert mit diversen Fotos des Sicherungskastens etc..
Aber der hat sich nicht gemeldet und beim NRGkick waren es die letzten Tage mit Vorbestellerrabatt. Also druff gschisse und den 22 kw in den Warenkorb gelegt. Denn mit weniger Ampere laden geht ja auch damit. :)
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Berndte » Di 20. Okt 2015, 21:09

Deine Rechnung oben mit den 380V und 24000W ist völliger Quatsch.
Die Absicherungen sind entscheidend ... bevor der Zähler "hops geht" fliegt eine oder mehrere Sicherungen.

Also lasse deine Elektrik von einem Fachmann besichtigen und lasse dir ein Angebot unterbreiten.
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Lokverführer » Di 20. Okt 2015, 21:11

Der Zähler wird nicht überlastet werden weil er durch entsprechende Vorsicherungen in der Installation dagegen geschützt ist.
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon MichaRZ » Di 20. Okt 2015, 21:18

Du brauchst dir über den Stromzähler keine Gedanken machen...
Die Angabe 10(60)A bedeutet:
Nennstrom: 10A
Grenzstrom: 60A

Der Nennstrom beschreibt die Stromstärke, bei der der Zähler innerhalb der vorgegebenen Eichfehlergrenzen liegt. Die Angaben gelten immer pro Phase. Die maximale Belastung darf also 3x60A betragen. Die maximale Wirkleistung liegt dann bei 3x60Ax230V = 41kW.
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Der1210er » Di 20. Okt 2015, 21:33

MichaRZ hat geschrieben:
Du brauchst dir über den Stromzähler keine Gedanken machen...
Die Angabe 10(60)A bedeutet:
Nennstrom: 10A
Grenzstrom: 60A

Der Nennstrom beschreibt die Stromstärke, bei der der Zähler innerhalb der vorgegebenen Eichfehlergrenzen liegt. Die Angaben gelten immer pro Phase. Die maximale Belastung darf also 3x60A betragen. Die maximale Wirkleistung liegt dann bei 3x60Ax230V = 41kW.


Puh. Da kann einem nicht-Elektriker ganz schön die Rübe ins rauchen kommen... :oops:
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon Grejazi » Di 20. Okt 2015, 22:17

Das Relais von dem dein Elektriker geredet hat ist ein Lastabwurfrelais.

Das erfasst, ob der Durchlauferhitzer gerade Strom zieht. Über dieses Lastabwurfrelais wird dann ein weiteres Relais (Installationsschütz 40A 3- oder 4-polig), welches vor der Steckdose deines NRGKick liegt, abgeschaltet. Damit wird verhindert, dass die beiden Verbraucher gleichzeitig betrieben werden.

Da dein Durchlauferhitzer 24kW hat, sind die 22kW vom NRGKick auch kein Problem, da ja immer nur einer dieser Vebraucher Strom ziehen kann.
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon fabbec » Di 20. Okt 2015, 22:58

Lastabwurfrelais ist noch die billigste Lösung

Vielleicht denn Durchlauferhitzer gucken und tauschen gegen ein effizienteres Model

Holl dir Fachmann ins Haus

Ich musste sowas von lachen "kurzzeitig zur Zentrifuge um dann in Rennte zu gehen) Großes Kopfkino
mit eAuto rund um die Welt https://www.nomiev.com/80edays/blog/ oder fb /NoMiEVmobility/
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Re: Watt geht bei mir wie? (Drehstromzählerproblem?)

Beitragvon spark-ed » Mi 21. Okt 2015, 05:35

fabbec hat geschrieben:
Vielleicht denn Durchlauferhitzer gucken und tauschen gegen ein effizienteres Model

Der Wirkungsgrad bei einem Durchlauferhitzer lässt sich prinzipbedingt leider kaum steigern, da praktisch jedes Watt verlustfrei in Form von Wärme an das durchströmende Medium abgegeben wird ;)

Lastabwurf wäre am elegantesten. Evtl. gibt es eine Möglichkeit, den Ladecontroller über einen potentialfreien Kontakt in stand-by zu versetzen. Keine Ahnung ob Wallbox/ Ladegerät das so mögen, wenn bei jedem Wasserentnahmevorgang die WB inkl. Controller "hart" abgeschaltet wird.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
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