Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 30. Dez 2016, 11:00

Was soll der ganze Quatsch. Es wurde nach eine Lademöglichkeit für zu Hause als feste Installation gefragt. Ihr kommt hier mit irgendwelche mobile Geräte, die an CEE bzw. Schuko betrieben werden. Es ist auch egal ob der Rest des Hauses ein FI oder nicht hat, wenn eine Wallbox fest installiert wird. Die Wallbox, die fest installiert wird, sollte eine eigene Zuleitung und einen FI Typ A erhalten. Mir soll mal einer erklären wie man bei einer verriegelten Typ2 - Verbindung einen Ableitstrom erzeugen kann, der ggf. über einen Menschen fließt. Die sichere Erdverbindung mit dem Fahrzeug (die Karosserie ist fest mit der Erde verbunden) wird durch das CP-Signal überwacht und kann auch ohne mechanische Gewalteinwirkung während des Ladens nicht unterbrochen werden. Tritt ein Fehler auf wird der Ladevorgang unterbrochen und das Ladekabel spannungslos geschaltet. Steht alles in der Norm.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon dieter32 » Fr 30. Dez 2016, 11:05

Hallo Energieingenieur,
deine Ausführungen zu dem Thema sind absolut korrekt.

Ja, es stimmt auch das man nicht mit Wahrscheinlichkeiten argumentieren sollte, sorry dafür.

Ich wollte jedoch lediglich darauf hinweisen das es nicht zwangsläufig zu Schäden kommt wenn jemand eine mobile Wallbox benutzt.

Aufgrund der immer größer werdenden Anzahl an elektronischen Verbrauchern wäre es eh das beste direkt einen RCD Typ B für das gesamte Haus zu montieren. Habe selbst schon einmal in einer Bedienungsanleitung einer Waschmaschine gelesen, das dieser verlangt wird, da die Waschmaschine einen Umrichter hatte.

In der Vergangenheit gab es öfter neue Vorschriften in der VDE. Teils waren diese Vorschriften verständlich und korrekt, bei manchen muss man sich auch fragen welche Lobby da ihre Produkte verkaufen möchte. Als Beispiel nur mal die Einspeisung von Mini-Solaranlagen in Endverbraucherstromkreise. In Deutschland verboten, in anderen EU Ländern erlaubt. Aber das führt hier zu weit.

Da aber der Elektriker verpflichtet ist bei Erweiterung einer bestehenden Installation diese zu prüfen und auf den neuesten Stand der Vorschriften zu bringen dürfte ja alles gut sein ;) .
Zuletzt geändert von dieter32 am Fr 30. Dez 2016, 12:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Ernesto » Fr 30. Dez 2016, 11:07

@ecopowerprofi es wurde nach allen Anschlussmöglichkeiten gefragt, nicht explizit nach einer Festinstallation.
Alles in Deutschland ist reguliert aber hier bei diesem Thema scheint echt noch einiges offen zu sein, legt irgendwie jeder anders aus. :-(
Gruß Tino
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Lokverführer » Fr 30. Dez 2016, 11:19

dieter32 hat geschrieben:
Aufgrund der immer größer werdenden Anzahl an elektronischen Verbrauchern wäre es eh das beste direkt einen RCD Typ B für das gesamte Haus zu montieren. Habe selbst schon einmal in einer Bedienungsanleitung einer Waschmaschine gelesen, das dieser verlangt wird, da die Waschmaschine einen Umrichter hatte.

Dafür sollte allerdings dann auch der Typ F reichen.

Es ist in der Tat so, dass manche Schutzeinrichtungen ne nach Land unterschiedlich gehandhabt werden. Man braucht ja nur mal nach Österreich zu gehen, wo wohl noch viel Typ AC verbaut ist. Oder beim Blick über den großen Teich: In den USA sind AFDD/AFCI mittlerweile Vorschrift, in Deutschland dürften die meisten nicht einmal wissen, was das ist...
Die Geräte detektieren Störlichtbögen parallel und in Reihe zum Verbraucher und können so z.B. bei losen Klemmen oder gequetschten Kabeln Brände verhindern. Gibt es nur einphasig, früher nur bis 16 A, nun auch mit 40 A Nennstrom. Die kleine Variante kostet bereits 80€ (pro Endstromkreis einmal fällig...).

Was ich beim NRGkick etwa auch interessant finde: Laut Bedienungsanleitung ist die Funktion deaktiviert, dass der integrierte Software-FI bei Gleichfehlerströmen >6mA auslöst (erhöhung der Zuverlässigkeit). Angenommen es liegt nun ein solcher Gleichfehlerstrom vor, könnte der vorgeschaltete Typ A in seiner Funktion beeinträchtigt werden und ggf. zu einer Gefährdung führen. Laut Dinitech ist das aber so durch die Norm zugelassen
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon JoDa » Fr 30. Dez 2016, 11:58

Um die Endlosdiskussionen zum "Richtigen FI zum Laden eines Elektroautos" zu beenden,
habe ich im Wiki den Eintrag Normgerechte Errichtung von Ladeinfrastruktur geschaffen.
(Diesen pflege ich auch regelmäßig. Daher beinhaltet er auch schon die zukünftigen Änderungen der VDE bedingt durch die aktuelle IEC 62752.)
Der Wiki-Artikel ermöglicht die normkonformen Auswahl von Fehlerstromschutzeinrichtungen.

Um Endlosdiskussionen zu vermeiden enthält der Wiki-Artikel keine Erklärungen über die Sinnhaftigkeit der Normen.
Wer meine Beiträge hier im Forum liest erkennt das IMHO die teuren FIs nur den FI-Herstellern nutzen.
(Stichworte: Glatter Gleichstromfehler bei einphasigem Laden physikalisch unmöglich, Glatter Gleichstromfehler bei dreiphasigem Laden und galvanisch Trennung physikalisch unmöglich, Glatter Gleichstromfehler bei ZOE wegen Isolationsüberwachung unwahrscheinlich, Studie: 5% aller FI-Schalter sind nach 10 Jahren defekt wenn die Prüftaste nicht gedrückt wird.)
IMHO reicht ein herkömmlicher FI (30mA FI Typ A um 30-50€) den jeder Dorfelektriker sowieso einbaut.
(Bei Lademodi Mode 3 und 4 würde man auch ohne FI auskommen.)
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon tomovE » Fr 30. Dez 2016, 12:12

Vielen Dank für Eure Antworten.
Die Empfehlung von ecopowerprofi hört sich gut an. Eine ICCB kommt für mich nicht in Frage.

Direkt hinter dem Stromzähler schließe ich eine eigene Leitung für die Wallbox an. Hausseitig wird der RCD 4polig Typ A vorgeschaltet. Soweit ich gelesen habe löst dieser bei Fehlerströmen ab o, o3 A aus (Ich falle nicht tot um, wenn ich die Wallbox berühre). Alle anderen Verbraucher im Haus sind extra abgesichert. Ich kann nur einphasig laden und bin alleiniger Nutzer. Die Vorschriften, aktueller Stand, sind eingehalten. Habe ich das so richtig verstanden?

Danke auch von energieingenieur, der mich mit seinen schlüssigen und nachvollziehbaren Argumenten nachdenklich gemacht hat. Wenn ich zukunftssicher planen will macht nicht nur die Wallbox Sinn, sondern auch eine gut abgesicherte Leitung nach zukünftigen Standards. Aber dann würde m.E. auch ein RCD A-EV reichen. Mein Besuch, der bestimmt in naher Zukunft ein Auto mit Dreiphasen-Lader fährt (smile), könnte dann ebenfalls laden.

.. Und gerade lese ich den Kommentar von JoDa. Da sind sie wieder, die zwei Möglichkeiten. Für mich persönlich habe ich noch etwas Zeit für meine Entscheidung: Planung nach aktuellem Standard oder zukunftsorientiert, aber teurer.
# 35

Nachtrag:
Der Tipp mit WIKI ist super. Dort werde ich jetzt öfter nachsehen. Ist allerdings etwas zeitaufwendiger und man muss wissen was man sucht.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 30. Dez 2016, 16:59

JoDa hat recht auch mit der Prüftaste. Ich kenne keinen der, wie es in jeder Installationsanweisung steht, alle drei Monate die Prüftaste drückt. Jeder der hier auf den FI Typ B bzw EV rum reitet sollte erst mal nachweisen wie er dafür sorgt, dass die Prüftaste verbindlich alle drei Monate gedrückt wird.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Ahvi5aiv » Fr 30. Dez 2016, 21:09

Warum macht denn Ein FI Typ-B einen FI Typ-A davor blind? Ich dachte das macht der Fehlergleichstrom des angeschlossenen Gerätes? Das ist jetzt eine rein technische Frage.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Lokverführer » Fr 30. Dez 2016, 22:01

ecopowerprofi hat geschrieben:
JoDa hat recht auch mit der Prüftaste. Ich kenne keinen der, wie es in jeder Installationsanweisung steht, alle drei Monate die Prüftaste drückt.


Bei welchem Schrott-Hersteller muss man die Prüftaste denn alle drei Monate betätigen?

Alle SIQUENCE RCD von Siemens benötigen die Prüfung nur 1 Mal jährlich, ABB empfiehlt mindestens 2 Mal jährlich, ebenso Doepke.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Solarstromer » Fr 30. Dez 2016, 22:24

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Warum macht denn Ein FI Typ-B einen FI Typ-A davor blind?

Das macht er natürlich nicht, hat auch niemand behauptet. Aber man baut einen Typ B ein, weil man im Fehlerfall einen Gleichstrom Fehlerstrom erwartet. Und dieser Fehlerstrom sättigt dann ggf. den Typ A, weshalb er nicht mehr auslösen kann (macht ihn blind).
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