Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Do 4. Jan 2018, 10:27

Tho hat geschrieben:
ich habe das bisher immer sehr pragmantisch erlebt, wenn man den Bürgermeister erstmal überzeugt hat.

Die Ost-Verwaltungen sind noch von der DDR geprägt. Da wurde eine Entscheidung getroffen und gut wars. Hier bei uns im Westen muss man alles juristisch einwandfrei haben. Für ein Taxi-Unternehmen habe ich die Ladeinfrastruktur gemacht. Da hat alleine die Genehmigung die Fläche, welche vorher von einem Bauunternehmen genutzt wurde, als Fahrzeugabstellfläche zu nutzen 2,5 Jahre gedauert. Da haben wir für die Chademo-Säule einen anderen Aufstellort genommen, weil die Nachbarn wegen Türen zu machen ein Lärmschutzgutachten verlangt haben. Damit in Wohngebiete keiner mehr gegen Kinderspielplätze wg. Lärm klagen kann, hat man die Gesetze entsprechend geändert. Hier bei uns wird wegen jeder Kleinigkeit die Gerichte bemüht. Daher dauern die Genehmigungsverfahren immens lange. Viele Vorhaben werden dadurch erst gar nicht realisiert, weil sich der Aufwand, auch Zeit, nicht lohnt.
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Beitragvon spark-ed » Do 4. Jan 2018, 10:31

Priusfahrer hat geschrieben:
@spark-ed : Den Industriebetrieb musst Du mir nennen. Ich glaube da macht unser Vertrieb ein deutlich besseres Angebot. ;)

Arbeitspreis ist aktuell 3,069ct
Der Rest besteht unverhandelbar aus Stromsteuer, EEG Umlage und netznutzungsabhängigen Kosten.
Aktuell insgesamt 17,88ct netto.
Fairerweise muss man sagen, dass die Stromsteuer (~2ct) unter Erfüllung bestimmter Kriterien auf Antrag erstattet wird.
Also am Jahresende 15,x ct/kWh - netto.
Erwarte dein deutlich besseres Angebot ;)
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon EVduck » Do 4. Jan 2018, 10:43

<Alternative Empörung an>
Unfassbar! Die! Industrie bezahlt nur 3ct/kWh und ich muss 24ct/kwh bezahlen!
<Alternative Empörung aus>
Wenn du jetzt noch die Bruttopreise angegeben hättest,(21,3ct/kWh) sähe auch der D..... wie gering der Unterschied zwischen Industriestrompreis und Privathaushalten wirklich ist (~11%).
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Do 4. Jan 2018, 10:48

Bei der Überlegung fehlt aber auch immer die Gebühr für die Lastspitzen, die bei Industriebetrieben noch oben drauf kommt.
Da ist der kWh Preis eher sekundär.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon GcAsk » Do 4. Jan 2018, 11:00

Ich kann ja nur sagen, was hier der lokale Typ2 Säulen Anbieter sagt. Die hatten vorher 0,25€, nun 0,36€ pro kWh, um alle Kosten wohl zu decken, auch die für PlugSurfing für das Abrechnungssystem.
Dass DC viel teurer ist, ist klar. Im AC Bereich bin ich nach wie vor der Meinung, dass das nicht wesentlich mehr als der Haus Strompreis sein muss. Man braucht natürlich auch zuverlässige Säulen. Die gibt es hier zumindest nur von dem einen Anbieter für 0,36€, die anderen von Frankfurts Anbieter haben sehr oft Probleme.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Do 4. Jan 2018, 11:04

Ich denke der Anbieter meint damit, dass er die Kosten von Strom und Abrechnungssystem deckt.
Das sind aber bei weitem nicht die Vollkosten eines Ladepunkts.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon GcAsk » Do 4. Jan 2018, 11:19

Das war die Antwort, ich verstehe das so, dass damit alles gedeckt ist:

"[...]haben wir komplett mit eigenen Mitteln finanziert. Auch die Kosten für den Betrieb, die Wartung und Instandhaltung tragen wir alleine. Das ist auch der Grund dafür, dass der Preis pro kWh auf 0,36 € festgesetzt wurde. Ob sich an dem Preis etwas ändern wird bzw. ob dieser eventuell gesenkt wird, können wir derzeit nicht sagen. Wie schon angekündigt werden ab 2018 weitere Ladestationen hinzukommen – vielleicht wird in diesem Zug auch nochmals der Preis für das Laden näher betrachtet. Gerne werde ich dazu Ihre Anregung entsprechend weiterleiten"
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Do 4. Jan 2018, 14:00

Die 36ct / kWh gilt wahrscheinlich an 22 kW AC Säulen an denen z.Zt. unter 100.000 kWh /a geladen werden. Wird es über 100.000 kWh dann muss man die Leistungsspitzen bezahlen. Eine öffentliche Ladestation an der Autobahn wird mit dem Preis nicht mehr zurecht kommen.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon GcAsk » Do 4. Jan 2018, 14:17

Ja. Das wird zukünftig so sein, wie auch heute schon beim Sprit an Autobahn Tankstellen. Der ist wesentlich teurer als Innerorts. Das wird mit dem Strom genauso. Ja, die Säulen stehen Innerorts und wird vermutlich unter dieser Grenze sein.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Do 4. Jan 2018, 14:31

ecopowerprofi hat geschrieben:
Die 36ct / kWh gilt wahrscheinlich an 22 kW AC Säulen an denen z.Zt. unter 100.000 kWh /a geladen werden. Wird es über 100.000 kWh dann muss man die Leistungsspitzen bezahlen. Eine öffentliche Ladestation an der Autobahn wird mit dem Preis nicht mehr zurecht kommen.

Wie soll eine 22kW AC Säule denn 100.000kWh+ im Jahr umsetzen? :lol:
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