PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon martin » Fr 15. Jul 2016, 08:13

Hier noch 2 Bilder von meinem volkszaehler.org
Dateianhänge
winter.jpg
sommer.jpg
sommer.jpg (31.08 KiB) 1671-mal betrachtet
Smart ED3 Rot Weiß, Weiße Felgen, Polsterung rot, Armlehne, Handschuhfach, Schaltpaddles, Komfort Paket
PV 11,4kW (Eigenbedarf)
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon martin » Fr 15. Jul 2016, 08:24

Ausserdem habe ich eine Funktion für xx Minuten auf höchster Stufe (16A) laden. Somit kann ich auch ausserhalb der Sonne mein Auto aufladen.
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon MineCooky » Fr 15. Jul 2016, 08:50

Das ist ja echt cool, wusste gar nicht, das man das schon so praktizieren kann.

Was habt ihr für eine Wallbox die ihr dann mit dem Rasperry Pi steuern könnt?
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 15. Jul 2016, 13:32

MineCooky hat geschrieben:
Das ist ja echt cool, wusste gar nicht, das man das schon so praktizieren kann.

Ist an sich nix neues.
Hier mal unser Ladeprinzip grafisch dargestellt.
ladesteuerung.jpg

Das Problem liegt bei den Ladegeräte im Fahrzeug. Der ZOE z.B. braucht min. 9A einphasig (16A dreiphasig) sonst hört der auf zu laden. Nach einer gewissen Zeit legt der sich dann Schlafen und tut gar nix mehr. Deswegen sollte, wie in der Grafik dargestellt, der min. Ladestrom nach dem Beginn der Ladung nicht unterschritten werden.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon SL4E » Fr 15. Jul 2016, 16:24

Nutze ich auch. Ich habe ein selbstgeschriebendes Python Script welches die SDM630 Zähler per Modbus auswertet und die Wallb-e Eco steuert. Über einen Schalterauswertung kann ich das Script zwischen 1 und 3 Phasig umschalten.
Mein e-Golf kann bis 6A runter. Updates alle 30sek. Kürzere Intervalle führten bei e-Golf ab und an zum Ladeabbruch und das Fahrzeug streikte bei der Ladung.
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon PavelCoast » Fr 15. Jul 2016, 19:51

Hallo,

habe mir ebenfalls eine Ladebox selbst gebaut und steuere die Box per raspberry pi mit FHEM, habe mal ein wenig dazu geschrieben, was man alles so benötigt usw., falls jemand mal nachlesen möchte: http://elektroauto-nordost.blogspot.de/2016/04/ladebox-jetzt-fertig-vorerst.html

Gruß
René
Renault Zoe Life (Q210 Bj 03/2014, 47000 km)
7.28 kWp, Fronius Symo Hybrid, Fronius Battery, Laden mit PV Überschuss
[url]e-stammtisch-mv.blogspot.de[/url]
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon Paul_S » So 24. Jul 2016, 11:20

Danke an alle für die vielen guten Ideen!

Ich werde mir daraus mein persönliches Pflichtenheft bauen.
Auf jeden Fall wird die openEVSE noch mal umprogrammiert, denn ich möchte
- mit dem (einzigen) Taster umschalten: nicht laden/Überschüsse laden/maximal laden
- auf dem Display und mit den Farben den aktuellen Zustand anzeigen

Dann wird es einen Energiemanager-Task auf dem Raspberry geben, der an die Ladestation meldet, wie viel Leistung im Moment erlaubt ist. Ausserdem ein Zeitprogramm, dass die Ladestation immer drei Stunden vor dem Losfahren auf "Maximalladung" stellt (im Idealfall ist da schon vollgeladen), und auch zu anderen Zeitpunkten den Modus wechseln kann.

Ich werde meine Ergebnisse auch vorstellen, wenn's läuft!

Paul
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon Paul_S » So 16. Okt 2016, 20:12

Ok, beim mir funktioniert das Laden mit PV-Überschüssen jetzt auch:
Solar-EVSE-Steuerung.svg.png

Eigentlich ganz einfach ;)

Jede Minute wird auf dem Raspberry ein C-Programm als cron-Job ausgeführt.
Dieses Programm liest per Infrarot-Kopf den Stromzähler am Hausanschluss und ermittelt wie viel Leistung aktuell eingespeist oder bezogen wird.
Dann wird per Modbus-TCP und MBus der Stromzähler an der Ladestation gefragt, wie viel Leistung das Auto gerade lädt.
Als nächstes wird per Modbus-TCP die SPS gefragt, welcher Lademodus im Moment erwünscht ist.
Aus diesen Informationen wird entschieden, wie viel Ladeleistung für das Elektroauto übrig ist.
Dann wird über den YPort-Node an die openEVSE ein Kommando für den maximalen Ladestrom geschickt. Gegebenenfalls auch ein "disable" Kommando, wenn es nicht mal für 6A reicht.
Die SPS hat ein Zeitprogramm, in dem ich den Modus festlege, also z.B. wann das Auto auf jeden Fall geladen werden soll. Das ist z.B. in der Woche von 3:00 bis 7:00 Uhr, also unmittelbar vor dem Losfahren.
Es gibt folgende Betriebsarten:
Code: Alles auswählen
   // Strom einstellen
   switch (evse_modus) {
   case EVSE_AUS:
      evse_strom = EVSE_MINSTROM;
      break;
   case EVSE_PV:
   case EVSE_MIN_PV:
      if (ladeStrom < EVSE_MINSTROM)
         evse_strom = EVSE_MINSTROM;
      else
         evse_strom = ladeStrom;
      break;
   case EVSE_MIN:
      evse_strom = EVSE_MINSTROM;
      break;
   case EVSE_MAX:
   default:
      evse_strom = EVSE_MAXSTROM;
      break;
   }

Die SPS kann ich über eine verschlüsselte Verbindung mit einer APP vom Handy aus erreichen, kann also noch eingreifen.
Das Ganze funktioniert prima, ich werde aber wohl noch einen Modus 50% PV ergänzen. Heute war so wenig Sonne, dass den ganzen Tag über nicht genug zum Laden produziert wurde. Wir haben dafür aber über Stunden so 500 W ins Netz eingespeist. Für solche Tage würde ich lieber tagsüber noch 800W zukaufen und dafür nichts einspeisen.
Meine Hardware (die SPS) ist etwas speziell, aber vielleicht kann trotzdem einer was von den Ideen gebrauchen. Wer Fragen hat: nur zu!
Paul
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon Paul_S » So 16. Okt 2016, 20:20

Martin, das was ich zuletzt geschrieben habe, läuft genau auf Deinen Wintermodus hinaus, den du weiter oben schon beschrieben hattest. Hätt' ich noch mal genau lesen sollen!
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Re: PV-Überschüsse zum Laden - Regelstrategie?

Beitragvon electrified » Fr 15. Sep 2017, 17:21

MineCooky hat geschrieben:
wir laden unsere Autos auch vorzugsweise vom Dach, haben aber noch einen 14kWh Akku im Keller dazwischen, der die Kurven ausgleicht. Da unsere Sonnenbatterie von Sonnen ist, eingebaut ende 2014 (glaub ich, bin mir nicht mehr sicher), haben wir die App dazu und schauen regelmäßig wie viel vom Dach kommt, wie viel der Akku hat und wenn es so aussieht, das vom Dach mehr als nur die 14kWh am Tag kommen, wird ein Auto angesteckt. Je nach dem, wie viel kommt, der Schukostecker oder bei mehr über den NRGkick.
Damit haben wir es im zum Beispiel in den letzten 4 Wochen 83% des selbst erzeugten Stroms (1190kWh) zu verbrauchen und nur 17% eingespeist. Das sind bei einem Verbraucht von 1448kWh 67% vom eigenen Dach und nur 32% zugekauft.


Habt ihr auch einen SonnenFlat oder nur die Sonnenbatterie?
Ich frage deshalb weil sich mit der Flat die Anreize quasi umdrehen.

Nur mit der Batterie willst Du möglichst viel Eigenverbrauch. D.h. da sollte es eigentlich einfach sein und Du versuchst den Strom möglichst tagsüber zu verbrauchen, damit Du wenig einspeist. Eigentlich egal wie voll die Batterie schon ist, es sei denn das Auto muß nicht jeden Tag betankt werden und heute sind Wolken und morgen blauer Himmel - dann willst Du warten mit dem Laden damit der Überschuß morgen nicht ins Netz geht.

Mit der SonnenFlat dreht sich das Ganze aber um.
Einspeisen wird gezahlt, Verbrauch (so lange Du unter der Flat bleibst) kostet aber nix. Da man das Laden der Sonnebatterie nicht wirklich kontrollieren kann und nur dann eingespeist wird wenn sie voll ist (per definitionem) - will man eher tagsüber nix verbrauchen und einspeisen weil extra Geld, und nachts dann verbrauchen weil das ja mit der Flat abgegolten ist.
D.h. wenn ich richtig verstehe motiviert die Flat eigentlich zu unökologischem Verhalten (in gewissem Umfang).

Kann jemand der eine SonnenBatterie und die Flatrate hat dazu mal seine Erfahrungen sagen und das bestätigen (oder widerlegen wenn ich das falsch verstanden hab)?
--
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