Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A

Beitragvon EVplus » Di 5. Mär 2013, 23:36

Nachtrag : Die 100 Ohm Codierung für 63A habe ich weggelassen, da das Kabel nicht für diese Stromstärke geeignet ist !!

Das Kabel ist fertig.

Die Codierung ist auf beiden Seiten (Ladesäulenseitig und Fahrzeugseitig ) unabhängig per Reed-Schalter zwischen 680 Ohm/ 20A und 220 Ohm/32A umschaltbar.
Beim Test wird es interessant, wenn man unterschiedliche Werte einstellt. Mal sehen....

Mit 8 Metern Länge kann ich jetzt auch laden, wenn die Parkplätze vor den Ladesäulen mit Stinkern belegt sind.....das ist mir nur einmal passiert, daß ich meine Tour deswegen abbrechen musste .

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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon EVplus » Mi 6. Mär 2013, 10:13

Das fertige Ladekabel mit 8 Metern Kabellänge.

Ohne Umschaltung sind die beiden Stecker jeweils für 20A codiert. Mit Magnet ist die Codierung bei 32A . Es muss jeweils ein Magnet am Stecker ladesäulenseitig und ein Magnet am Stecker fahrzeugseitig zur Umschaltung angebracht werden , um gleiche Werte zu erhalten.

Bei schon länger zurückliegenden Tests mit einem umschaltbaren Adapterkabel haben sich die von mir getesteten Ladesäulen, die sowohl 32A und auch 20A Kabel an ein und derselben Dose akzeptieren , bei der Umschaltung des Kodierwiderstandes während des Strombezuges nicht "beschwert".

Evtl. reagieren die Ladesäulensteuerungen unterschiedlich, evtl. sogar mit Fehlermeldungen/ Unterbrechung ??
Der ganze Aufstand wäre ja nicht nötig, wenn es nicht so "doofe" Ladesäulen gäbe, die einem ohne Umstände den Strom liefern würden....

Ladekabel 16A-32A_001.jpg


Ladekabel 16A-32A_002.jpg


Ladekabel 16A-32A_003.jpg
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon BuzzingDanZei » Mi 6. Mär 2013, 10:52

Das Kabel hast du dir selbst konfektioniert? Wieviel Oiroz muss man den rechnen, wenn man ein 10m Kabel ohne Umschaltung haben möchte?
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon EVplus » Mi 6. Mär 2013, 15:10

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Das Kabel hast du dir selbst konfektioniert? Wieviel Oiroz muss man den rechnen, wenn man ein 10m Kabel ohne Umschaltung haben möchte?


ca. 380 - 400.- Euro Selbstkosten incl. MwSt. und Porto. Arbeitszeit nicht gerechnet, da Hobby.


Achte auf ein "weiches" Kabel. Du musst ersteinmal für Dich wissen, 16A oder 32A ! Die Stecker müssen passend zum Aussendurchmesser des Kabels bestellt werden. Da mein Kabel ( 7G4 ) einen sehr grossen Aussendurchmesser hat obwohl nur 4mm², musste ich die teureren 63A Stecker benutzen, da sonst die Kabeldurchführung/Zugentlastung nicht gepasst hätte.

Also zuerst das Kabel besorgen 5 Adern + 1 für CP ( 16A = 2,5 mm² , 32A = 6 mm² ) und dann den passenden Stecker/Ladekupplung. Ggf. musst Du den Widerstandswert , der bei den Walther Steckern schon eingelötet war, ändern.

Die Aderendhülsen nicht vergessen, da sonst die Erwärmung zu groß werden könnte und der Stecker abfackeln kann.

Das Kabel kommt so um die 10.- Euro pro Meter, Die Stecker/Ladekupplung von Walther ca 130.- bis 140.- Euro pro Stecker( die 63A sind etwas teurer ). Widerstände ca 0,10 - 0,30 € , Aderendhülsen ca 1 - 2.- Euro,

Wenn Du nicht gerade Sonderlängen oder Spezialeinbauten ( Umcodierung) benötigst , ist es , glaube ich , am Günstigsten ein fertiges Kabel zu kaufen. ( Ich habe auch ein 4m Kabel von Chrome ). Bettermann wird Dir wahrscheinlich auch eine Sonderlänge nach deinen Wünschen zusammenschrauben.

Ich habe auch noch Lehrgeld beim Zusammenbau bezahlt, ist teilweise etwas fummlig mit den CP/PP Stiften bei der Ladekupplung ! ... mir die Finger verbrannt habe beim Widerstand anlöten, da der massive PE Messingkontakt soviel Wärme aufnimmt/ableitet, daß sogar mein Weller Lötkolben es kaum geschafft hat...
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon BuzzingDanZei » Mi 6. Mär 2013, 16:09

EVplus hat geschrieben:
Wenn Du nicht gerade Sonderlängen oder Spezialeinbauten ( Umcodierung) benötigst , ist es , glaube ich , am Günstigsten ein fertiges Kabel zu kaufen. ( Ich habe auch ein 4m Kabel von Chrome ). Bettermann wird Dir wahrscheinlich auch eine Sonderlänge nach deinen Wünschen zusammenschrauben.


Ok, auch wenn ich das mal vor grauer Zeit gelernt habe, übersteigt das meine nicht vorhandene Bastellust bei weitem. :lol:

Wenn du davon sprichst, ein fertiges zu kaufen, redest du dann genau von Bettermann-Auftragsarbeit oder gibt es tatsächlich Hersteller, die das von der Stange verkaufen?! Wenn ja, wo?
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon Itzi » Mi 20. Mär 2013, 17:21

Habe auch gleich mal ein Ladekabel durchgemessen.
Es handelt sich um das Original-Kabel vom Renault Fluence. PP ist wohl nicht durchgängig.
20130320171444457 Ladekabel Typ2-SAE.pdf
Schema Ladekabel Typ2-SAE
(98.96 KiB) 378-mal heruntergeladen
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon EVplus » Mi 20. Mär 2013, 17:30

@Itzi

Die Steckerkodierung bei einem Typ2 auf Typ2 Kabel zwischen PE und PP muss auf beiden Seiten vorhanden sein., also Ladesäulenseitig und fahrzeugseitig.

Das Ladekabel beim Fluence ZE Bj. 2011 - 2012 ist Typ2 ladesäulenseitig und Typ1 /Yazaki fahrzeugseitig.

Grüsse EVplus
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon EVplus » Fr 29. Mär 2013, 20:48

Weil es bei Selestat in Frankreich eines 63A Schnellladesäule hat, habe ist die Steckerkodierung wieder auf beiden Seiten 3stufig gestaltet.
680 Ohm, 220 Ohm und 100 Ohm

Vor einer Stunde habe ich das Kabel an der Circontrol Wallbox getestet. Ich bin begeistert von der Einfachheit der Ladestromsteuerung!

Also : die 63A Kodierung wird von der Circontrol Ladebox nicht abgewiesen. Der ZOE stellt sich auf die maximale Ladestromstärke der Wallbox ein = 32A.

Eine Veränderung einer der Kodierwiderstände führt zur Absenkung der Ladestromstärke. Unterschiedliche Werte ladesäulenseitig bzw. fahrzeugseitig führen zur Einstellung der jeweils geringsten Einstellung die gerade irgendwo herrscht.

Es sind kleine Unterschiede in der Ladezeit zu beobachten, je nachdem ob der geringste Wert nur fahrzeugseitig oder nur ladesäulenseitig vorhanden ist.

Dies sind die Beobachtungen in der bei mir vorliegenden Konstellation. Circontrol Wallbox CCL-WBM, umcodierbares Ladekabel und Renault ZOE.

Ein Video mit der ZOE Displayanzeige werde ich bis morgen versuchen einzustellen.

Grüsse EVplus
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon bm3 » Fr 24. Mai 2013, 00:11

Hallo,

ich hätte da mal jetzt noch eine Frage dazu, habe mich heute erstmals in diese IEC-Norm (Dokument auf Ende 2012 datiert, also ziemlich aktuell ?) eingelesen und verstehe eigentlich nur noch "Bahnhof" hier bei eurer Diskussion. Sehr interessant sind für mich jedoch die Infos zur Hardware..., vielen Dank !
Ich habe jetzt viel über Tastverhältnisse und maximale Ströme, Widerstandswerte PP nach Erde immer mit Diode ! die im Betrieb verändert werden sollen um Spannungswerte zu verändern und Vorgänge in der Wallbox/Ladesäule auszulösen gelesen aber bisher rein garnichts über Widerstands-Codierungen für Kabel-Ströme. im Gegenteil kommt mir bei Nennung eurer Widerstandswerte das Grausen weil die Norm beschreibt dass mit diesen niedrigen Widerstandswerten eigentlich die Belüftung der Umgebung um die Ladestation wegen gasender Akkus ausgelöst werden soll ! Schonmal ein Ventilator beim einstecken des Typ2 Steckers losgegangen ? :lol: Kann mir denn mal jemand einen Link hier posten wo ich speziell das was ihr zur Codierung beschreibt mal nachlesen kann ? Oder hat sich zwischenzeitlich die ganze Norm nochmal geändert ? Die Widerstandswerte in meiner Norm sind höher, treten immer zusammen mit einer Gleichrichterdiode aus Sicherheitsgründen auf und werden im Betrieb verändert um Vorgänge auszulösen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Projekt : umcodierbares Ladekabel Typ2 20A/32A/

Beitragvon Frank » Fr 24. Mai 2013, 10:24

Hallo Klaus,

hier geht es um TYP2 Wechsel- oder Drehstromladung.
Dabei hat zum einen die Ladesäule (der Ausdruck ist vielleicht etwas unglücklich, eigentlich ist dasnur eine Steckdose mit etwas Elektronik) eine Elektronik die dem Fahrzeug sagt mit welchem Strom die Ladesäule maximal belastet werden darf.
Im Ladekabel ist dann eine weitere Codierung in Form einer Reihenschaltung von Widerstand und Diode, diese sagt der Ladesäule mit welchem Strom das Kabel maximal belastet werden darf.
Auf die Spannung mit der geladen wird hat das alles keinen Einfluss, das liegt alleine am Ladegerät im Auto. Wenn nur ein einphasiger Wechselstromlader im Auto verbaut ist, wird mit 230V geladen., Besitzt das Fahrzeug einen Drehstromlader, wird mit 400V geladen. Die Säule liefert immer 3 Phasen und Neutralleiter.
Phase gegen Neutralleiter = 230V, Phase gegen eine andere Phase =400V.

Wenn Du jetzt ein Ladekabel mit dünnem Querschnitt hast welches auf 16A codiert ist und das an eine Ladesäule anschließt die 32A liefern kann, dann erkennt die Ladesäule das das eingesteckte Kabel nur 16A übertragen kann und teilt das dem Ladegerät im Auto mit. Das Ladegerät im Auto stellt sich dann so ein, dass maximal 16A gezogen werden.

Das von Dir angedeutet Regeln der Spannung, Lüftersteuerung usw. dürfte die Chademo Gleichstromladung sein. Da ist das Ladegerät nicht im Auto sondern in der Ladestation (sehr große Ladesäule). Diese haben eine völliog andere Kommunikation mit dem Fahrzeug. Schnellladen kann man damit die Japanischen Fahrzeuge, Citroen C-zero und Peugeot Ion.
Diese Ladesäulen sind in Deutschland aber extrem selten.

Gruß Frank
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Frank
 
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