Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » Mo 15. Jan 2018, 21:01

Danke für die Info zur WP. Habe jetzt einiges dazu gelesen und viel unfreiwillig über Legionellen erfahren :D ;)

Hmm... wenn ich die Batterie nicht einsetzen würde, dann bleibe mir von der PV nur die Einspeisung und am Wochenende ein wenig Laden des Fahrzeugs. Damit ist die Frage wie sehr sich die PV-Anlage noch lohnt? Lese halt immer dadurch, dass die Einspeisevergütung so gefallen ist, sollte man so viel wie möglich selber nutzen.

Hmm... irgendwie schwindet das Interesse ein wenig... :|
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Dachakku » Mo 15. Jan 2018, 21:05

R4MP hat geschrieben:
Lese halt immer dadurch, dass die Einspeisevergütung so gefallen ist, sollte man so viel wie möglich selber nutzen.


Richtig, selber nutzen anstatt zu verkaufen. Das ist das A und O .
Und da sind die Möglichkeiten riesengroß. Innovativ sein und flexibel in alle Richtungen denken.

Der Weg des geringsten Widerstandes ist da natürlich ein PV Speicher, wenn da nicht die Kosten wären, die man erst am St. Nimmerleinstag wieder drin hat.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 21:58

Klar ist die Einspeisevergütung geringer als früher.
Die Kosten pro kwp ist aber auch geringer geworden.
Rechnen tut sich das trotzdem. Erst recht wenn du keine Kredite dafür benötigst.

Bis 9,9 kwp macht als ersten Step Sinn.
Dann z.B. mit getimter Waschmaschine diese auf den mittag legen, sind Sachen den Strom möglichst selbst zu verbrauchen.

Das Problem ist aber ohnehin, im Sommer ist es viel zu viel als das du es selber verbrauchen könntest. Im Dezember hast bei 9,9kwp dann mal 300Watt Peak Leistung am Tag, an einem schlechten 100Watt. Sprich da speist du 0,nix ein und der PV Speicher ist von November bis Januar sowieso für die Katz. Ein halbes Jahr später dann 8000Watt+ und du weißt nicht wohin damit ;)
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » Mo 15. Jan 2018, 22:16

Bin wirklich froh über die Denkanstöße :)

Mal DEH hin oder her generell wird die Anlage immer Strom verkaufen, Speichern oder halt den Verbrauch mindern.
Ich denke halt jetzt mit knapp ü30 kann ich zum Einen mit dem Pachtmodell wenig Risiko eingehen und erst einmal für dieses Gebäude mit seinen Anforderungen einfach Erfahrung sammeln.

Auch wenn die "tollen" Kalkulatoren derzeit alle so ein Schätzmodell sind, ist ja neben der PV-Anlagen auch die Akkutechnik deutlich günstiger geworden, wenn ich nun zusammen eine Amortisierung nach 10 Jahren hinbekomme und dann die Anlage geschätzt 25 Jahre läuft, denke ich werde ich immer noch mehr einsparen, als überhaupt nichts zu machen.

Ich werde jetzt erst einmal mit den Projektberatern individuell alles durchsprechen und wie es so oft ist, kommt dann eventuell etwas ganz anderes raus.

Bin weiterhin sehr offen für Anregungen :)
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 23:04

Das eine ist mit Verkäufern zu arbeiten, das andere was unabhängige Empfehlen.
Man muss natürlich immer die individuelle Situation betrachten. ich empfehle dir aber mal das pv forum.
Ohne Pacht, direkt selbst wird der Ertrag am größten sein (Vermutung). Das Risiko gering. Wenn du ohnehin Geld investieren möchtest und das Dach nicht voll ist, eine super Sache.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 15. Jan 2018, 23:44

bm3 hat geschrieben:
Übliche Austauschzeiten: Blei-Akkus 5 Jahre, Li-Akkus 10 Jahre, alle Wechselrichter 10 Jahre ...
Hm, da gibt es wohl auch Spreu und Weizen.
Blei-Akkus sind nach 5 Jahren vermutlich wirklich platt, daß sie nicht mehr sinnvoll genutzt werden können.

Auf meine Powerwalls habe ich 10 Jahre Garantie. Sind sie danach kaputt? Eher nicht (mal abgesehen von einem mechanischen oder echten elektrischen Defekt), die nutzbare Kapazität wird halt nicht mehr so sein wie bei "neu".
Interessantweise sind die Bedingungen zwischen einer KfW-geförderten PW1 und einer einfach so gekauften PW1 etwas unterschiedlich (die PW2 soll im März kommen, da habe ich die genauen Bedingungen noch nicht).
Bei mir: 10 Jahre frei von Mängeln ab Installationsdatum und weil ich sie für Solarstrom-Eigenverbrauch betreibe, 60% auf die Nennkapazität bei unbegrenzter Zyklenanzahl.
Im Vergleich dazu bei einer KfW-Förderung (KfW-275 muß es sein): 80% bei 10 Jahren oder 18MWh Durchsatz, je nachdem, was zuerst eintritt.
Die 18MWh könnte ich durchaus früher erreicht haben, wenn ich das vergangene Jahr hochrechne.

Auf die Solarmodule habe ich 25 Jahre Produkt- und Leistungsgarantie (nicht Gewährleistung, gerade nachgesehen).
Auf die Wechselrichter habe ich 20 Jahre Garantie (nicht Gewährleistung, gerade nachgesehen).

Ok, sind auch nicht unbedingt Billigheimer ...
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon ecopowerprofi » Di 16. Jan 2018, 00:37

bm3 hat geschrieben:
Übliche Austauschzeiten: Blei-Akkus 5 Jahre, Li-Akkus 10 Jahre, alle Wechselrichter 10 Jahre ...

Also da liegt ihr aber kräftig daneben. Blei-Akkus können bei korrekter Behandlung weit über 20 Jahren erreichen. Bei Li-Akkus wäre ich mir da nicht so sicher (s. Handy-Akkus). WR nach 10 Jahren defekt ist wohl auch nur ein Märchen. Einige meiner WR haben bereit über 20 Jahren auf dem Buckel. Es kann immer mal was kaputt gehen aber das sollte man nicht zur allgemeinen Maßstab erheben. Bei Akkus gilt grundsätzlich, dass die nur eine bestimmte Gesamtmenge (Entladetiefe x Zyklenzahl) an kWh speichern können. Es kommt also immer auf die Auslegung an. Dafür gibt der Hersteller die Zyklenzahl bei einer bestimmte Entladetiefe an bei der noch die Restkapazität von 80% vorhanden ist.

Hier mal die Grafik für PB-Traktionsbatterien:
Zyklenzahl2.jpg

Mit der richtigen Dimensionierung kann man ohne weiteres die 20 Jahre erreichen. Man muss die Nutzkapazität von der Nennkapazität unterscheiden (Nutzkapazität = Nennkapazität x Entladetiefe).
Beispiel:
Nennkapazität = 20 kWh
Entladetiefe = 50 %
Nutzkapazität = 10 kWh
Zyklenzahl = 3000
Bei einem Nachtverbrauch von ca. 5 bis 6 kWh und einer Nutzung von 200 Tage pro Jahr (mehr liefert die PV nicht) kommt man auf einer Lebensdauer von ca. 25 Jahren bei einer Restkapazität von 80%.
Die von uns angebotenen Systeme werden immer mit einer Entladetiefe von 50% kalkuliert und wir geben daher immer nur die Nutzkapazität an.

PS: Restkapazität von 80% bedeutet nicht, dass man die Batterie nicht mehr nutzen kann. Man kann sie solange nutzen bis die Restkapazität für den gewünschten Zweck nicht mehr ausreicht.

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Ok, sind auch nicht unbedingt Billigheimer ...

Wer billig kauft, kauft zwei mal und ganz besonders bei Akkus.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Thomas Keiser » Do 18. Jan 2018, 19:54

Shakespeare hat geschrieben:
Ich möchte an dieser Stelle gerne einen Thread eröffnen in dem möglichst alle Aspekte des Ladens mit Photovoltaik erörtert werden.

Seit 3 Wochen habe ich nun mein erstes Elektroauto, einen schwarzen Smart ForTwo ED, für 2 Jahre geleast. Vom Fahren bin ich total begeistert. Ursprünglich wollte ich den Smart an einer sebstgebauten Wallbox einphasig mit 4,6 kW laden. Dazu hatte ich bereits im Vorfeld eine 5x6qmm Leitung in meine Garage gelegt, um auch für die Zukunft (22kW) gerüstet zu sein. Mittlerweile lade ich aber meinen Smart mit einem billig bei ebay erstandenen Schuko-Ladekabel, das passt.

Womit wir beim Thema sind. Ich habe den Wunsch, mit Photovoltaik mein Fahrzeug noch günstiger zu laden. Dazu würde ich gerne einige Solarpanels auf das Flachdach der Garage stellen und damit tagsüber das Auto laden. Alles sollte so günstig wie möglich sein! Ich bin Physiker und Elektro-Ingenieur im Ruhestand, möchte, kann und darf daher soviel wie möglich selbst bauen und installieren. Solarpanels muss ich natürlich kaufen, die Montage und Verschaltung kann ich selbst erledigen da ich auch handwerklich geschickt bin. Den Wechselrichter werde ich wohl auch zukaufen.

Alles muss so günstig wie möglich sein! Das fängt damit an, die Anzahl der Solarpanels so zu dimensionieren, dass sie in der Lage sind, in der sonnigeren Jahreszeit (von März bis Oktober) bei einer täglichen Ladung des Fahrzeugs meine Kilometerleistung abzudecken. Eine Speicherbatterie kommt nicht in Frage, ist viel zu teuer. Einspeisung oder sonstigen Eigenverbrauch-Schnickschnack will ich nicht haben (will ich nicht bezahlen).
Nach dem Motto: Von der Sonne direkt ins Auto, leider noch über einen Wechselrichter.

Mir sind einige Dinge noch unklar, vielleicht können wir hier eine Diskussion darüber beginnen oder jemand hat schon Antworten parat.

- Wer bestimmt die Ladestromstärke, das Angebot, also der Wechselrichter, oder das Auto?
- Welcher Wechselrichter würde sich eignen?
- Was passiert wenn dunkle Wolken aufziehen und die Panels keine Leistung mehr erzeugen können, bricht das Laden dann ab oder wird die Ladeleistung nur verringert?
- Wenn dann die Sonne wieder scheint, geht das Laden von selbst weiter?
- Was passiert wenn die Panels mehr Leistung erzeugen als abgenommen werden kann? Wohin geht diese Leistung?


Hallo Shakespeare.
eine Solaranlage mit 7,8 kW Peak ist bei uns vorhanden. (Über die BAFA finanziert. Einspeisevergütung 0,12€)
Hybrid Wechselrichter von Fronius.
Unseren Ioniq bekommen wir im März. Zuerst laden wir normal mit 2,3 kW. Geplant ist die Installation des smartfox von innogy.
Dazu suche ich selbst nach Erfahrungen. Erst dann ist ein EV wirklich umweltfreundlich...
Gruß, Thomas
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » Do 18. Jan 2018, 22:35

Die smartfox Geräte hören sich interessant an. Aber die Wallbox lassen, die sich aber richtig gut bezahlen :shock:
Generell bringt es für Berufstätige nur etwas am Wochenende, denn wer hat sein Auto tagsüber zu Hause :/
Die Idee ist gut und gibt es schon länger..... Würde gerne mehr hören, wenn es umgesetzt ist.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon ecopowerprofi » Do 18. Jan 2018, 23:49

Mein Vorschlag für eine preiswerte Lösung sieht so aus:
prinzip_S0_Emobil.jpg

Ich nenne es die 80% Lösung für 20% Aufpreis. Mehrere Foristi haben diese Lösung bereits von mir bekommen und sind zufrieden mit dem Ergebnis.
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