Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon bm3 » Sa 29. Okt 2016, 20:05

Hallo,
ich denke hier gings darum das AC-Ladegerät mit Gleichstrom zu speisen und nicht über Chademo oder CCS-Schnittstellen zu gehen ?
Dazu habe ich noch etwas anzumerken, der Eingangsgleichrichter zusammen mit dem Glättungskondensator macht aus den 230V AC 230V x Wurzel2 Gleichspannung. Die Speisung mit Gleichspannung wäre also um den Faktor Wurzel aus 2 höher anzusetzen / möglich. Das entspricht auch in etwa der Ausgangsspannung der Strings bei vielen (aber lange nicht allen) PV-Anlagen die bei 300-400V liegen können . Allerdings wurde hier schon angemerkt dass der Eingangsgleichrichter deutlich höher strombelastet wird ( alle Leistung geht über 2 anstatt 4 der Dioden ) und deshalb höheren Strom auf Dauer wegstecken können muss. Das Nächste dazu wäre, die Gleichspannung sollte bei entsprechender Strombelastung stabil genug bleiben und darf nicht zusammenbrechen.
Unter dem Strich sind beispielsweise bei PV-Anlagen durch das Einsparen einer Umformung DC auf AC auch ein paar Prozent mehr Effizienz zu erwarten. Soviel noch zum Sinn.
Zum Ansteuern der neuen Ladegeräte ( beispielsweise jedoch nicht bei Twizy oder Vectrix Roller) bedarf es natürlich wie auch bei AC-Speisung der EVSE-Schnittstelle. Hierüber müsste auch die Ladeleistung genauso noch geregelt werden können wie bei AC.
Übrigens gibt es auch Schaltnetzteile wo der Hersteller sowohl einen AC-Eingangsspannungsbereich als auch einen DC-Eingangsspannungsbereich ganz offiziell angibt. Z.B.: (meine Lieblingsnetzteile :D) Phoenix Contact Quint Power Serie. Bedeutet dann, der Eingangsgleichrichter (auch die PFC) ist entsprechend ausgelegt und getestet worden und dafür freigegeben.

VG:

Klaus
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Mei » Sa 29. Okt 2016, 20:30

Kelomat hat geschrieben:
Ich sehe auch das Problem nicht an der Elektrischen Seite sondern bei der Kommunikation...

Wenn die funktioniert, dann gibt es kein Hindernis mehr. Dann fängt auch das Auto nicht wild zu Blinken an :roll:


Ich sehe da kein Problem mit der Kommunikation, wenn da keine Verschlüsselung drauf ist. Mit Verschlüsselung dauert es halt länger.
Ein bischen Logging und tüfteln und das geht.

Aber ich mach es nicht, hab ja keine PV Anlage.
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ahvi5aiv » Mo 7. Nov 2016, 11:29

Mir ging es darum mittels Akkus eine Notlatemöglichkeit mit minimalen Aufwand zu haben. So könnte man einfach mit Schutzschaltung einfach ca. 80 kleine LiPos ohne Wechselrichter verwenden .
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Mei » Mo 7. Nov 2016, 11:33

Da ist ein 3,5KVA Kipor mit 550€ aber günstiger ;)
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ahvi5aiv » Di 8. Nov 2016, 10:29

Wieso günstiger ? den musst du noch zu den akkus dazu nehmen.
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon bm3 » Di 8. Nov 2016, 11:35

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Mir ging es darum mittels Akkus eine Notlatemöglichkeit mit minimalen Aufwand zu haben. So könnte man einfach mit Schutzschaltung einfach ca. 80 kleine LiPos ohne Wechselrichter verwenden .


Das ist eine gute Idee. Man braucht dazu ca. 80-100 kleinere Zellen, beispielsweise die 18650er die es von vielen Herstellern,auch genügend stromfest für diesen Zweck,gibt. Dazu eine Ansteuerung für das Ladegerät um die EVSE-Pulse zu generieren,die gibts ja auch schon recht klein und günstig. Die 18650er Zellen mit ca. 2,5Ah bekommt man auch schon ab unter 3€/Stück. Investitionsaufwand für einen Bastler läge bei max. 400-500€. Ist zwar schon noch etwas Bastelarbeit,aber jetzt nicht sooo schwierig oder teuer umzusetzen. Gedacht als der Elektro-Reservekanister. :D Speichert auch allerdings nur etwa 0, 7-0,8 kWh. nach dem Ladewirkungsgrad bleiben vielleicht davon noch um die 90% im Traktionsakku übrig. Damit könnte man noch etwa 5km fahren. 100 Zellen nehmen auch wenig Platz ein und wiegen ca. 5kg.
Halte ich nicht für eine Utopie, Ist durchaus noch recht einfach realisierbar. Jemand sollte es mal ausprobieren.

editiert:

Mir fällt dazu gerade noch ein, man könnte da versuchen das Notladekabel (den "Ziegelstein") noch mit einzubeziehen. Das sollte eigentlich auch damit funktionieren wenn man die Erde brückt. Die Einbeziehung würde die Ansteuerschaltung für das interne Ladegerät noch einsparen.
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ahvi5aiv » Mi 9. Nov 2016, 12:01

Der Reservekanister sollte genügend Kapazität besitzen um einen stehen gebliebenen Leaf wieder zum Leben zu erwecken. Wenn ich mich recht entsinne waren dafür 40 min. Laden bei 10 A notwendig. Also gute 2kW. Mann will die Akkus des Kanisters ja nicht dauerhaft bei 100 % halten sondern soltte Sie nur mit 80 % voll laden.
Wenn man allerdings gceich beim Schildkröten Modus reagiert sollten auch die 700 -800 Wh reichen.
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Schrauber601 » Fr 11. Nov 2016, 14:28

Wann "stirbt" denn dieser in meinen Augen sinnfreie Thread endlich?

Wenn es durch besondere Umstände dazu kommt, das man mit leeren Akku liegen bleibt: Abschlepper / Bekannten rufen. Für das Geld was ein Notfall-Kanister kostet kann man sich wirklich sehr oft abschleppen lassen.

Selbst ich als Technik-begeisterter Entwickler, käme nie auf die Idee eine >= 170Vdc LiIon Akkupack zu basteln. Neben dem fragwürdigen Nutzen wäre es mir einfach zu gefährlich! Selbst wenn man eine Vorrichtung baut und dort z.B. 4 Pedelec Akkupacks verwendet - wo wäre dafür der 'alternativlose' Einsatzzweck?

Jan
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