Kaufberatung Wallbox

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Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Marsch » So 16. Okt 2016, 05:15

Hallo zusammen,

da wir uns nun entschieden haben einen i-Miev zu kaufen steht nun die Entscheidung an, welche Ladestation wir zuhause installieren. Folgende Situation:

- Außenwand Scheune, Wetterseite. Innenliegend eine Kraftstromdose, CEE rot, 3-phasig, 380V.
- Kfz parkt vor der Säule, Kabellänge sollte so sein, dass die Ladedose unabhängig von der Parkposition (vorwärts, rückwärts) immer erreicht werden kann. Ich schätze so ca 5m Kabel sollte ausreichen. Ich habe an Spiralkabel gedacht, aufgrund der Handhabung.
- Preisvorstellung so bis 1000€. Der Miev lädt nur 3,7kw einphasig, Typ1 Stecker. Ich wäre aber auch bereit einen moderaten Aufpreis für Zukunftssicherheit zu bezahlen, gerade weil 3 Phasen vorhanden wären.
- Integrierter Stromzähler wäre optional ganz nett, ein hoher Aufpreis wäre mir jener allerdings nicht wert.

Habt ihr Vorschläge für mich?

Vielen Dank
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon rolandk » So 16. Okt 2016, 05:31

Ja, gehe oben rechts auf "wiki", dort gibt es jede Menge Informationen.
Außerdem gibt es innerhalb des Forums exakt diese Diskussion immer wieder aufs Neue. Ein bißchen suchen und Du wirst auch da fündig.

Deine Anfrage wird ansonsten immer damit beantwortet, das Dir Nutzer A sagt: nimm Box X, Nutzer B hält Y für die Beste, weil er die auch hat, und Nutzer C wird Dir sein Supersonderangebot Z anbieten, weil er/sie damit Geld verdient.

Grundvoraussetzung für einen zukunftssicheren Anschluß sind möglichst viel Ampere mit möglichst viel Phasen. Bei allen anderen Dingen lasse Dich von den o.g. Orten (also wiki und Forum) leiten. Ansonsten gehe auf eines der zahlreichen Treffen (siehe Veranstaltungen im Wiki/Forum).

Gruß
Roland
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Marsch » So 16. Okt 2016, 08:52

Das habe ich getan, deshalb habe ich ja schon so viele Informationen gesammelt und meine Auswahl eingeschränkt. Nun frage ich nach konkreten Tipps und Erfahrungen. Die Theorie ist immer grau, aber wenn jemand schon ein paar Jahre so ein Ding draußen hängen hat, es immer noch gut funktioniert und nicht total schäbig aussieht, würde ich das gerne wissen, denn das würde mir bei meiner Entscheidungsfindung sehr helfen. Die Suchfunktion habe ich auch genutzt, aber dort keine Erfahrungsberichte gefunden, die exakt mein Szenario treffen.
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Spüli » So 16. Okt 2016, 09:20

Moin!
Ich würde die Ladestation gleich anhand der CEE auslegen. Hat diese 16A oder 32A?

Dann dazu ein Typ1 auf Typ2 Kabel und Du bist versorgt. Günstige Ladestationen gibt es bei vielen Shops. Leider ist der Markt etwas unübersichtlich. In letzter Zeit waren ein paar interessante Angebote aus UK dabei. Das fallen Pfund macht es für uns etwas günstiger dort zu kaufen. Sonst ist wohl bei Wallb-e ein gutes Angebot vorhanden, wenn man nicht selber basteln möchte (oder es so aussehen soll).
Gruß Ingo
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Volker.Berlin » So 16. Okt 2016, 09:20

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Eventuell ist es praktisch, eine Wallbox mit integrierter Schuko-Dose zu nehmen. Dann hat man ohne zusätzlichen Aufwand auch noch "normalen" Strom greifbar (Staubsauger, Föhn um Aufkleber abzulösen, etc.). Die Auswahl an Wallboxen, die das bieten, ist allerdings nicht groß.
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon HubertB » So 16. Okt 2016, 12:47

Ich glaube es geht ihm mehr darum welche Wallbox besonders Witterungsfest ist und nicht nach einem Jahr ausgebleichtes rissiges Plastik aufweist.

Wenn Du dir in der Scheune eine kleine Unterverteilung machst kannst Du dort einen SDM630 rein machen. Da hast Du neben dem Zähler noch die Möglichkeit Spannungen, Ströme und einiges anderes anzeigen zu lassen. Das ist praktikabler als ein Zähler in der Wallbox.
Die SDM630 sind gerade etwas teurer geworden, ca. 150€. In die Unterverteilung kommen dann auch Sicherungen und FI, dann brauchst Du das nicht in der Wallbox und die Auswahl wird grösser.
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Marsch » So 16. Okt 2016, 13:13

Hallo,

genau, die Ladebox wird an einem Ort hängen, der gut von der Straße einsehbar ist. Das soll einigermaßen ordentlich aussehen, auch nach ein paar Jahren noch. Eine Schukosteckdose ist eine interessante Anregung, ich benötige ihn aber nicht, da eine Schukosteckdose eh 2m weiter installiert ist. Wegen des Zählers denke ich mittlerweile auch, dass ich einen separaten Zähler besorge, der innen vor der CEE Dose angebracht wird.

Angeregt durch den Beitrag von Spüli habe ich auch nochmal wegen der Anbindung Gedanken gemacht. Es handelt sich um eine Scheune, dessen Stromnetz, welches vom Haupthauskommt, mit 3x16A separat abgesichert ist. Nun bin ich kein Elektrotechniker, aber versuche die Materie trotzdem insoweit zu durchdringen, dass ich verstehe was geht und was nicht.´

An diesen 3x16A hängt derzeit an einer Phase mit Schukoanschluss mein Outlander, dessen Ladeziegel maximal 10A zieht, wie ich herausgefunden habe. Zusätzlich kommt nun die Ladesäule. Brauchen täte ich für den IMiev nur eine Phase mit 16A. Man könnte allerdings auch gleich eine 11KW Box nehmen, die derzeit dann nicht ausgelastet wäre, aber dafür zukunftssicherer.

Nun weiß ich aber nicht genau, wie diese Ladeboxen funktionieren. Schließt man die an alle 3 Phasen an, und sie nehmen sich dann, wenn das Auto nicht mehr anfordert, nur eine der drei, oder verteilen die die Last auf die 3 anliegenden Phasen. Das würde dann, wenn das Auto insgesamt 16A auf drei Phasen verteilt anfordert, gerade noch ausreichen, auch wenn der Outlander parallel 10A abgreift. Ich müsste dann nur darauf achten, dass kein Auto mit 3 Phasenlader gleichzeitig angeschlossen wird. Wenn nur eine Phase belastet wird, müssen wir beim Anschluss darauf achten, dass genau jene nicht dieselbe ist, an der die Schukosteckdose für den Outlander hängt.

Soweit richtig verstanden?
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Volker.Berlin » So 16. Okt 2016, 15:48

Nicht ganz.
  • Die Wallbox braucht grundsätzlich eine eigene Absicherung. Es ist nicht zulässig, auf demselben "Stromkreis" noch weitere Verbraucher zu haben. Daher mein Hinweis darauf, dass eine integrierte Schuko-Dose unter Umständen praktisch sein könnte.
  • Die Wallbox reicht den Strom nur durch, d.h., wenn das Auto nur eine Phase belastet, wird auch nur eine Phase belastet. Die Wallbox schaltet lediglich ein und aus, es findet keinerlei Transformation oder Lastverteilung statt.
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Volker.Berlin » So 16. Okt 2016, 15:56

HubertB hat geschrieben:
Ich glaube es geht ihm mehr darum welche Wallbox besonders Witterungsfest ist und nicht nach einem Jahr ausgebleichtes rissiges Plastik aufweist.

Hier stehen zwei Wallb-e Boxen (die übrigens eine Schuko-Dose integriert haben ;) ) seit zwei Jahren völlig ungeschützt im Freien. Wenn man davon ein aktuelles Foto hätte, dann könnte man in etwa beurteilen, wie sich die Walbox unter diesen Umständen hält:
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... e-17/4770/
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... latz/5554/

Ansonsten würde unter den gegebenen Umständen für Wallb-e sprechen, dass das Cover eine separate zweite Haut über der eigentlichen Box ist. Das heißt, wenn einem das Cover irgendwann nicht mehr gefällt, oder wenn es von der Witterung zersetzt wurde, kann man es sehr leicht und preiswert durch ein frisches ersetzen.

(Ich bin zufrieden mit meiner Wallb-e, habe aber keinerlei geschäftliche, verwandtschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen zu dem Hersteller. Im übrigen denke ich, dass Wallboxen zunehmend eine Commodity werden und eine im Grunde so gut wie die andere ist.)
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Re: Kaufberatung Wallbox

Beitragvon Spüli » So 16. Okt 2016, 16:10

Moin!
Man könnte die Diskussion auch umdrehen indem man fragt, welche Box mit der Witterung ein Problem hat. Mir ist nämlich keine Wallbox bekannt, die technisch oder vom Gehäuse her ein Problem hat. Egal ob es die Lolo von TNM oder zum Beispiel die verbreitete RWE-Box ist.
In meiner Garage liegt hier noch eine Sedlbauer-Box mit 1,5mm dickem Metallgehäuse (IP54), das dürfte die Lebensdauer der Elektrokomponenten locker überstehen.

Wenn die Scheune mit 3~16A angebunden ist, würde ich zuerst einmal eine kleine Unterverteilung installieren. Darin kann man dann Sicherungen/FI/Zähler und Co unterbringen.
Da Dein PHEV ja auch über etliche Stunden am Kabel hängt, würde ich die Wallbox vorerst nur mit einer Phase (1~16A) betreiben. Sonst fliegt Dir die Sicherung um die Ohren, falls doch mal jemand mit drei Phasen dort parallel laden möchte. Mit diesen beiden Anschlüssen (PHEV und Wallbox) wären dann zwei Phasen fast voll belastet. Weitere Verbraucher bzw Schukodosen müssen dann in der Unterverteilung auf der dritten Phase angeordnet werden.
Gruß Ingo
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