IMO zufriedenstellende Lademöglichkeiten

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IMO zufriedenstellende Lademöglichkeiten

Beitragvon Karlsson » Mo 20. Mär 2017, 20:03

Meiner Meinung nach bietet derzeit nicht ein einziges E-Auto auf dem Markt wirklich zufriedenstellende Lademöglichkeiten.
Tesla kommt mit 135kW und 16,5kW DC noch recht nahe ran, aber beim kompletten Rest finde ich die Lademöglichkeiten vorsichtig ausgedrückt suboptimal, weil DC nicht vorhanden oder zu langsam und AC ist fast immer zu langsam.

Auch bei Tesla finde ich es suboptimal, dass DC direkt nur über die Supercharger läuft und ansonsten nur mittels klobigem Chademo Adapter möglich ist. Gut wäre es, wenn er auch direkt CCS laden könnte - was ja auch über die Erweiterung der Typ2 Buchse gut möglich wäre. Auch dürfte die Heimladung bei bis zu 100kWh großen Akkus mehr als 16,5kW bieten.

DC >=100kW und AC >= 22kW - da wird es in Verbindung mit Akkugrößen 60kWh netto aufwärts (bei großen Fahrzeugen mehe) dann langsam interessant für einen Durchbruch der E-Mobilität. Und das auch nur wenn die Infrastruktur AC und DC noch besser wird.

Diese ganzen Diskussionen ob jetzt AC oder DC besser wäre, kommen mir völlig lächerlich vor. Ein E-Auto, das eine echte Konkurrenz für Verbrenner Alleinfahrzeuge sein will, muss bei beiden Ladearten überzeugen, sonst wird das nichts für einen Kundenkreis, der über Überzeugungstäter hinausgehen soll.
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Re: IMO zufriedenstellende Lademöglichkeiten

Beitragvon JoDa » Mo 20. Mär 2017, 21:53

IMO sind zufriedenstellende Lademöglichkeiten vom Anwendungsprofil abhängig!

Für mein Anwendungsprofil (Lademöglichkeit zu Hause, Pendler mit 2x42km=85km pro Tag + max. 10km für ev. Einkäufe beim Arbeitsweg) sind folgende Lademöglichkeiten zufriedenstellend:
*) Zu Hause Schukosteckdose (10A*230V=2,3kW) bzw. CEEblau (16A*230V=3,6kW).
Normalerweise lädt man damit über Nacht (ca. 150km bzw. 230km in 12 Stunden). Daran ändern auch zukünftige größere Akkus nichts. Im Gegenteil! Mit größeren Akkus wird es noch seltener vorkommen, dass man an einem Tag mehr als die Reichweite des Autos fahren möchte und daher zu Hause Zwischenladen muss.
OK! Lade zu Hause mit 11kW, würde ich aber für eine zufriedenstellende Lademöglichkeit nicht brauchen.
*) Destination Charger brauch ich gar keine.
*) Für die Langstrecke (max. 6 mal pro Jahr) tausche ich mit Verwandten das Auto (Größer, Anhängerkupplung, Allrad). Hätte ich diese Möglichkeit nicht, könnte ich mittlerweile das Schnellladenetz entlang der Autobahnen nützen. Seit 2016 ist das Netz der Tripellader (ca. 40kW AC bzw. DC) entlang der österreichischen Autobahnen nahezu flächendeckend. Dazu würde ich mit meiner 21kWh-ZOE ca. alle 100km eine zusätzliche Reisezeit von ca. 45min (Ladezeit + An-/Abfahrtszeit) benötigen. Mit sinkenden Akkupreisen, und daraus resultierenden größeren leistbaren Akkukapazitäten, wird in den nächsten Jahren auch die mögliche Schnellladeleistung steigen. Momentan ist dies nur der Luxusklasse (=Tesla) vorbehalten.
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Re: IMO zufriedenstellende Lademöglichkeiten

Beitragvon Karlsson » Mo 20. Mär 2017, 22:07

JoDa hat geschrieben:
IMO sind zufriedenstellende Lademöglichkeiten vom Anwendungsprofil abhängig!

Ja, da bin ich vielleicht zu wenig drauf eingegangen.
Da mein Zoe kein Alleinfahrzeug ist, komme ich auch mit den gebotenen Lademöglichkeiten für den Zweck durchaus hin.

Ich meine hier eigentlich rein die Eignung als Alleinfahrzeug für 08/15 Nutzer, die keinesfalls bereit sich, sich für gelegentliche längere Strecken, andere Autos zu leihen.
Dafür langts beim Zoe IMO vorne und hinten nicht.
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Re: IMO zufriedenstellende Lademöglichkeiten

Beitragvon nokasch » Mo 20. Mär 2017, 23:01

JoDa hat geschrieben:
IMO sind zufriedenstellende Lademöglichkeiten vom Anwendungsprofil abhängig!

Für mein Anwendungsprofil (Lademöglichkeit zu Hause, Pendler mit 2x42km=85km pro Tag + max. 10km für ev. Einkäufe beim Arbeitsweg) sind folgende Lademöglichkeiten zufriedenstellend:
*)w Zu Hause Schukosteckdose (10A*230V=2,3kW) bzw. CEEblau (16A*230V=3,6kW).
........n. Momentan ist dies nur der Luxusklasse (=Tesla) vorbehalten.


Völlig einverstanden, wenn es um den Alltag geht. Da interessiert es mich auch nicht, ob das laden über Nacht 15 Stunden dauert. Aber ich will auch öfter mal weiter weg, etwa nach Südtirol oder an die Nordsee. Und das mit 2 Kaffeepausen zu 2 Stunden? Das kann man vergessen. Deshalb lasse ich die Finger von der Zoe und warte erst einmal ab, wann der neue Opel kommt. Wie ich hier gelesen habe, kann das dauern.
Grüße
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