Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon TeeKay » Di 13. Mär 2018, 16:16

Bals liefert Stecker mit Schraubkontakten. Mennekes liefert keine einzelnen Stecker aus, sondern nur vergossene Stecker samt Kabel.

Löten kann man machen, würde ich aber nicht empfehlen. Es gab schon mit der Ladesäule verschmolzene Stecker bei stundenlang ladenden Tesla. RWE hat das Qualitätsproblem ihrer Dosen dadurch entschärft, dass die Säulen jetzt alle 90min eine zwangsweise Drosselung auf 15A für ein paar Minuten durchführen, um die Kontakte zu kühlen. Aber das Problem zeigt: Typ2 kann so heiß werden, dass Plastik schmilzt. Dem Materialgefüge eines gelöteten Kontakts tut das auf Dauer nicht gut und am Ende brennt das Haus ab. Besorgt euch lieber eine Crimpzange oder fragt ihm Forum, ob das jemand für euch crimpen kann.
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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon Fossilbär » Di 13. Mär 2018, 16:35

Der Stecker wurde über Amazon beschafft, müsste ich mal schauen.

Max. Leistung wäre auch mit Typ II 3,6 kW, das ICCB bleibt ja gleich.

Also wäre die Diode auch eher obsolet?


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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon Hanseat » Di 13. Mär 2018, 21:25

CP geht 1:1 durch.
Die Diode brauchst du nicht, weil der Lader vom Auto sich ja entsprechend verhält.
So eine Bastelei ist nur notwendig, wenn du auf CEE o.ä. adaptieren willst.
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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon bm3 » Di 13. Mär 2018, 21:53

TeeKay hat geschrieben:
Bals liefert Stecker mit Schraubkontakten. Mennekes liefert keine einzelnen Stecker aus, sondern nur vergossene Stecker samt Kabel.

Löten kann man machen, würde ich aber nicht empfehlen. Es gab schon mit der Ladesäule verschmolzene Stecker bei stundenlang ladenden Tesla. RWE hat das Qualitätsproblem ihrer Dosen dadurch entschärft, dass die Säulen jetzt alle 90min eine zwangsweise Drosselung auf 15A für ein paar Minuten durchführen, um die Kontakte zu kühlen. Aber das Problem zeigt: Typ2 kann so heiß werden, dass Plastik schmilzt. Dem Materialgefüge eines gelöteten Kontakts tut das auf Dauer nicht gut und am Ende brennt das Haus ab. Besorgt euch lieber eine Crimpzange oder fragt ihm Forum, ob das jemand für euch crimpen kann.


Fa. Bals war das, richtig.
Gut gelötet ist immer noch besser als schlecht gecrimpt. :) Aber das haben einige Leute auch schon bei den MC4-Steckern erzählt, dass man die nicht löten soll.
Solange diese Stecker nur bis 16A genutzt werden, z.B.: an ICCB, besteht da absolut keine Gefahr dass die Kontakte zu heiß werden. Zu 32A kann ich nichts schreiben, da bisher auch noch nicht so genutzt, kommt mir aber auch da ziemlich "spanisch" vor dass da die üppig dimensionierten Kontakte, jedenfalls solange sie technisch ok sind, zu heiß werden sollen. Beim Löten sollte das Loch am Ende der Kontakte in das die Adern verlötet werden mit Lötzinn voll ausgefüllt werden, was auch eigentlich kein Problem darstellt.
Ich persönlich habe keine Probleme damit meine selbstgelöteten Stecker mit 32A zu beanspruchen. Aber sicher, dem Bastler kann man im unwahrscheinlichen Fall des Falles immer irgendwie einen Strick draus drehen.Der wird dann meistens von den Leuten gedreht die Alles fertig kaufen und selber noch nicht wissen wie sie einen Draht krumm gemacht bekommen .

VG:

Klaus

editiert: Ich habe das jetzt nachgelesen ,es gab im TFF-Forum vorgestellte Fälle. Die waren aber mit fertig gekauften Typ-2 -Kabeln sowie Typ2-Dosen eines bestimmten Herstellers an Ladesäulen verbunden. So wie ich das lese sind die Fälle auf Kontaktprobleme zurückzuführen. Schlecht verarbeitete Kontakte, oxidierte oder verschmutzte Kontakte... und immer auf die Nutzung zusammen mit 32A-Ladung.
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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 14. Mär 2018, 17:42

bm3 hat geschrieben:
Gut gelötet ist immer noch besser als schlecht gecrimpt.

Crimpen darf man nur, wenn die Kabel im trockenen, also Innenräume, verwendet werden oder die Ader nicht aus blankem Kupfer besteht. Deswegen sind beim Solarkabel die einzelnen Kupferfaden verzinnt, da diese Kabel hauptsächlich im Freien verwendet werden und sich sonst an der Crimpstelle Grünspan bilden kann. Der Grünspan bildet einen erhöhten Übergangswiderstand und ist damit eine potentielle Brandgefahr. Da Ladekabel sehr oft auch im Freien oder ungeheizten Garagen verwendet werden, muss man bei blankem Kupfer löten oder die Stecker wasserdicht vergießen. Das zweite dürfte außerhalb einer Produktionsstätte fast unmöglich sein.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon Fossilbär » Sa 31. Mär 2018, 10:33

Fossilbär hat geschrieben:
Hallo BM3!

Einen Stecker habe ich bereits besorgt. Bild

Was ich mich jetzt frage: Soll hier tatsächlich gelötet werden, ist ja eher unüblich im Leistungsbereich... Und die Widerstände und die Diode auf geben mir noch Fragezeichen auf.


Warum merkt hier eigentlich niemand, dass ich den falschen Stecker gekauft habe? :shock:
Ok, war auf dem Foto nicht zu erkennen. :roll:

Er war männlich/weiblich falsch und nur für die Seite an der Ladesäule geeignet.
Nachdem dies korrigiert wurde..funktionierte es nicht. :x

Nachdem dann CP und PP so verdrahtet waren, wie es in Wikipedia nicht steht, funktioniert nun alles.
Dank für Euren Input! :D
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Re: Typ1 durch Typ2 Stecker ersetzen?

Beitragvon bm3 » Sa 31. Mär 2018, 12:47

Da hätte ich dir aufgrund deiner Fotos eine Vermutung damals posten müssen, aber gekauft hattest du ihn ja sowieso schon. Ich hatte aber auch schon nicht wenig vorher zu "männlichen" und "weiblichen " Steckern gepostet. ;)
Der Aha-Effekt tritt spätestens dann ein, wenn man den Stecker ins Auto stecken will. :lol:
In dem von mir damals geposteten Beschaffungslink für einen weiblichen Stecker ist übrigens vom Verkäufer auch nochmal ein Schaltbild und die Steckerbelegung zu finden.
Aber jetzt gehts ja bei dir. :D
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