FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon EVduck » Mo 24. Aug 2015, 07:54

eDEVIL hat geschrieben:
tommy_z hat geschrieben:
Ich hatte damals - wie ich dachte - wohl das Potentiometer zu weit Richtung 16 Amp. gedreht - auf jeden Fall hat der FI-Schalter der Hausinstallation ausgelöst, und das Haus war dunkel.

Was ist denn das für eine desolate Fehlplanung? Ein FI über alles?

Naja, für Hausinstallationen > 20 Jahre durchaus üblich. Da gab es zwei FIs nur wenn es eine Einliegerwohnung gab. So'n FI war damal teuer, ich habe etliche Male mit den Hausbesitzern (Bauherren) über den Sinn und Unsinn eines FIs diskutieren müssen... "Das hatte wir früher nicht, brauchen wir heute auch nicht!" War in den achzigern durchaus noch ein Argument.
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Beitragvon tommy_z » Mo 24. Aug 2015, 17:35

EVduck hat geschrieben:
Naja, für Hausinstallationen > 20 Jahre durchaus üblich. ...
War in den achzigern durchaus noch ein Argument.
Hey, EVduck, Du redest über zwei Einfamilienhäuser (das von meinem Freund und das meine) aus dem Jahr 2000 8-) ! Mein Elektriker hat mich nie nach einem zweiten FI gefragt, sondern Haus und Garage wie selbstverständlich nur an einen FI gehängt. Erst mit der RWE-Ladebox habe ich einen zweiten (Typ B) RCD in den Sicherungskasten bekommen.
eDEVIL hat geschrieben:
Was ist denn das für eine desolate Fehlplanung? Ein FI über alles?
Nicht so laut! Am Ende hört das noch einer, und dann war's wieder ich :oops:
eDEVIL hat geschrieben:
Wenn der 6mA EV FI nicht auslöst, aber der 30mA ? vom Haus, liegt dort ja etwas im Argen...
Das war eben auch meine bösartige Vermutung. Ob man den Elektriker, der das vor 15 Jahren installiert hat, mal zum Ortstermin einladen soll? :-?
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon Lokverführer » Mo 24. Aug 2015, 17:45

In meinem über 30 Jahre alten Haus gab es von Anfang an zwei FI, damals allerdings noch mit 500 mA Nennauslösestrom...

Der Typ A EV soll doch nur bei höchstens 6 mA glatter Gleichfehlerströme auslösen, für alle anderen Fehlerströme gelten - nach meinem Verständnis - die üblichen Kriterien (Nichtauslösen bis min. 1/2 Nennauslösestrom).
Wie beim Zoe im Normalbetrieb der Fehlerstrom-Potpourri aussieht, weiß ich nicht. Wenn es nicht nur glatte Gleichfehlerströme sind, kann der Zoe also auch mit mehr als nur 6 mA beitragen.
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon eDEVIL » Mo 24. Aug 2015, 19:41

Irgendwann wurde der FI für Feuchräume eingeführt und dann für alle Entverbraucher-Steckdosen, aber nur ein FI über alles war noch nie sinnvoll.
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon tommy_z » Mo 24. Aug 2015, 23:39

eDEVIL hat geschrieben:
...aber nur ein FI über alles war noch nie sinnvoll.
Das werde ich meinem Elektriker mal bei Gelegenheit schonend beibringen (ich als Greenhorn :lol: )
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon EVduck » Di 25. Aug 2015, 05:26

eDEVIL hat geschrieben:
Irgendwann wurde der FI für Feuchräume eingeführt und dann für alle Entverbraucher-Steckdosen, aber nur ein FI über alles war noch nie sinnvoll.

Bei uns in der Gegend war der FI (500mA) von Anfang an für die gesamte Installation vorgeschrieben, nicht nur fürs Badezimmer - das übrigens idR kein Feuchtraum ist, da beheizt und belüftet. Später wurde dann der Auslösestrom fürs Badezimmer auf 30mA gesenkt, für den Rest der Installation immer noch 500mA. Da fing man an zwei FIs zu setzen.
In anderen Gegenden in Deutschland war das aber erst viel später...
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon eDEVIL » Di 25. Aug 2015, 06:04

Habt ihr ein TT-netz?
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon EVduck » Di 25. Aug 2015, 08:47

eDEVIL hat geschrieben:
Habt ihr ein TT-netz?

Jein. TN-C-S aber in einigen Außenbereichen (ausgesiedelte Landwirtschaft der 50er) gab es bis ca. 1990/95 TT-(Mini-)Netze. Die Vorschrift kam aber über die TAB des damaligen EVU (heute VNB) und war deren Sicherheitsphilosophie geschuldet. In Meiner Lehrzeit ging man (noch) davon aus, dass eine korrekt errechnete Nullung die zulässigen Berührungsspannungen im Fehlerfall ausreichend begrenzt. Unser EVU ging aber davon aus, dass dies nicht ausreicht und schrieb seit den 60ern FI-Schutzschalter für Neuanlagen vor.
Ich kann mich noch gut an die Kollegen erinnern, die im damals einzigen Gebiet, in dem noch die Nullung erlaubt war arbeiteten. Wenn die zu uns kamen, z.B. zur Fehlersuche, waren die regelmäßig völlig überfordert von diesem dämlichen FI.

Sorry für OT
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon m.k » Di 25. Aug 2015, 09:10

tommy_z hat geschrieben:
eDEVIL hat geschrieben:
...aber nur ein FI über alles war noch nie sinnvoll.
Das werde ich meinem Elektriker mal bei Gelegenheit schonend beibringen (ich als Greenhorn :lol: )


Bei unserer Hausinstallation ist auch ein FI mit 30mA Auslösestrom für alles drinnen. Hab ich auch sonst schon öfters gesehen, wenn man nicht direkt eine größere Werkstatt oder so betreibt seh ich da auch kein Problem dabei. Gut, fürs EV würd ich mir einen extra einbauen lassen (wobei wenn Vater eins kauft, wird die vorhandene CEE rot in der Garage genutzt, die hängt dann auch wieder am einen FI).
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Re: FI Typ A löst im Sommer aus, im Winter nicht?

Beitragvon eDEVIL » Di 25. Aug 2015, 09:29

Wir haben das Haus auch mit einem 30mA Fi über alles übernommen. Das kann einen in dne Wahnsinn treiben, da dann gleich alles dunkel ist.

Zumindest einen einphasigen mit Notbeleuchtung un wichtigster ITK sollte man haben.
Ich habe z.B. einen nur für etwas Notbleuchtung und Steckdosen im Keller
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