CEE32 5pol. Dose: separater FI?

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon UliZE40 » Do 27. Apr 2017, 12:51

Ja, genau. Richtig.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon marxx » Do 27. Apr 2017, 16:21

UliZE40 hat geschrieben:
Ich gebe es auf da du es offensichtlich nicht verstehen willst.


So? Du hast ja noch nicht mal angefangen was zu Erklären ...

UliZE40 hat geschrieben:
Fazit: Die CEE-Dose vom Elektriker mit einem eigenen FI (Typ A) unabhängig von der restlichen Hausinstallation ausstatten lassen und daran dann deine (mobile) "Wallbox" anschließen.
Ohne (weiteren) FI Typ B (in der mobilen Wallbox enthalten) dürfen daran allerdings keine Anlagen mit Umrichter direkt betrieben werden.


Das was Du da schreibst ist falsch.

FI-B hinter FI-A ist nicht erlaubt. Siehe VDE im Bild oben und den Inhalt des von Dir zitierten Wiki's:

Für Ladepunkte Mode3 (=stationär bzw. fest verdrahtet = "Wallbox") ist daher beim dreiphasigen Laden ein Allstromsensitiven FI (=FI Typ B) mit 30mA Auslösestrom (ebay 200€) vorzusehen, dem laut VDE kein FI TypA vorgeschaltet werden darf.


Ich steige hier jetzt aus ...

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon UliZE40 » Do 27. Apr 2017, 21:24

marxx hat geschrieben:
Das was Du da schreibst ist falsch.


Nein, du hast falsch gelesen. :D

marxx hat geschrieben:
FI-B hinter FI-A ist nicht erlaubt. Siehe VDE im Bild oben und den Inhalt des von Dir zitierten Wiki's:

Für Ladepunkte Mode3 (=stationär bzw. fest verdrahtet = "Wallbox") ist daher beim dreiphasigen Laden ein Allstromsensitiven FI (=FI Typ B) mit 30mA Auslösestrom (ebay 200€) vorzusehen, dem laut VDE kein FI TypA vorgeschaltet werden darf.


Wir sprechen hier von einer CEE-Dose, die mit einem eigenen FI Typ A unabhängig von der restlichen Hausinstallation ordnungsgemäß verschaltet ist und nicht von einer fest installierten und verdrahteten Wallbox!
Der FI Typ A dient dem Schutz vor Fehlerströmen an der Dose selbst ("Kind steckt im Regen blanken Draht rein" :roll:) und daran angeschlossenen Geräten ohne eigenen FI (z. B. Kreissäge, Häcksler usw.).

In dem Moment wo du dort einen Verbraucher oder allg. Gerät (auch z. B. kleiner Verteiler) mit eigenem FI anschließt spielt der FI vor der Dose dann quasi keine Rolle mehr und kann vom Gedanken her erstmal vereinfacht durch ein Stück Draht ersetzt werden.


Schließt man also an der CEE in ein nrgkick (oder technisch vergleichbar) mit internem FI dessen Charakteristik dem daran anschließbaren Verbraucher (=E-Auto) gerecht wird (im Zweifelsfalle also Umrichter ergo "Allstromsensitiv >= 30 mA" - Typ B) an, ist der Fehlerstromschutz des Verbrauchers damit gewährleistet.

Anders ist der Fall natürlich wenn an dem installationsseitigen FI Typ A noch andere Verbraucher hängen!
Dies gilt es aber auch aus ganz anderen Gründen ohnehin zu vermeiden.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon marxx » Fr 28. Apr 2017, 12:49

Danke für die Erklärung. So wird es konstruktiv.

Also ...

In dem CEE Verteiler befindet sich ein FI-A. Wenn ich an der CEE Dose eine (eigentlich fest zu montierende) Wallbox hänge mit integriertem FI-B dann darf ich das nicht. Unabhängig davon ob noch andere Verbraucher an dem FI-A hängen. Über die Sinnhaftigkeit davon kann man trefflich streiten, aber der VDE sieht das nun mal so vor. FI-B hinter FI-A ist nicht erlaubt.

Das ist genau der Grund, weshalb die mobilen Boxen wie NRGKick und Konsorten keine FI-B sondern FI-EV verbaut haben.

Aus meiner Sicht ist es wichtig die Vokabeln auseinander zu halten. FI-B ist nicht gleich FI-EV.

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon UliZE40 » Fr 28. Apr 2017, 14:02

FI Typ A-EV ist wie der Name schon sagt ein FI Typ A der noch eine Zusatzschaltung für kleine Gleichfehlerströme (> 6 mA) hat - allerdings mit einer langen Auslösezeit.

nrgkick hat FI Typ B Charakteristik.
juicebooster wohl irgendwas eigenes und dazu überempfindliches. Sieht wie eine Art Typ A-EV allerdings mit schneller Abschaltung aus. Daher für einige Fahrzeuge unzuverlässig.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon TMi3 » Fr 28. Apr 2017, 14:11

Da hat volker.berlin mal gute Messungen durchgeführt.
ladeequipment/messwerte-nrgkick-juice-booster-2-tesla-umc-t23045.html
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon UliZE40 » Fr 28. Apr 2017, 14:20

Ja, allerdings mit etwas irreführender Farbgebung und Schlussfolgerung.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon phonehoppy » Fr 28. Apr 2017, 14:50

Um wieder zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Ich habe die CEE16 jetzt normal an das mit einem gemeinsamen FI-A abgesicherte Hausnetz angeschlossen und mich für den JuiceBooster 2 entschieden. Der Hersteller wirbt explizit damit, dass der im JB2 verbaute FI (welcher das auch immer ist) einen vorgeschalteten Typ-A nicht blind macht. Somit erachte ich die nun installierte Lösung als sicher und Regelkonform. Eine separate Absicherung im Verteilerkasten mit einem FI-B oder FI-EV erschien mir nicht mehr notwendig, und bekanntermaßen kostet das Gerät selbst ja schon ca. 300 Euro, mal abgesehen vom zusätzlichen Verkabelungsbedarf im Verteilerkasten.
Auch nach meinen Informationen darf aber ein Typ-B nicht hinter einem Typ-A betrieben werden. Ich hätte also eine andere Ladebox auf keinen Fall so angeschlossen, außer es ist eben wie beim JB2 sichergestellt, dass die dort eingebaute Fehlerstromschutzlösung die Funktion der FI-A der Hausinstallation nicht beeinträchtigt.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon marxx » Fr 28. Apr 2017, 15:00

Ich fasse noch mal zusammen:

FI-B hinter FI-A ist nicht erlaubt.
FI-B hinter FI-B ist erlaubt.
FI-EV hinter FI-A ist erlaubt.

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon TMi3 » Fr 28. Apr 2017, 15:12

@phonehoppy: Und wenn die Messungen von volker.berlin stimmen passt das mit dem JB2 und dem gemeinsamen FI-A auch. Wogegen ein NRGkick den gemeinsamen FI-A ggf. hätte erblinden lassen.
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