CEE versus Typ2 Ladestation

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CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon electrified » Mi 9. Nov 2016, 09:00

Ich sehe das Thema private Ladestation ist ein Dauerbrenner, trotzdem will ich die Frage nochmal anders stellen - ich denke das ist ein typisches Szenario:

Rahmenbedingungen:
  • der Hausanschluss gibt Drehstrom 3-phasig mit 16 Ampere her (11 kW), das reicht mir auch dicke für nachts laden. Das läuft auf meinen eigenen Stromzähler im Haus. Es müssen ca. 25 Meter Kabel verlegt werden, halb drin/halb draussen, durch 1 Wand gebohrt und die Ladestation an eine bereits stehende Mauer montiert. (keine Erdarbeiten notwendig)
  • privater Parkplatz (nicht-öffentlich) an einem Mehrfamilienhaus. Potentielle Mitbenutzer wären also höchstens Gäste, käme sehr selten vor und dafür brauche ich keine Abrechnungsmöglichkeit, das bisschen Strom verschenke ich. (ich bin zwar prinzipiell sozial und würde die Station gerne öffentlich teilen, das geht aber mangels Stellplatz nicht und unseren Parkplatz brauchen wir selber)
  • draussen, muß also Wetterfest sein (und abschliessbar bzw. kontrollierbarer Ladezugang)


Optionen die ich sehe:
  1. CEE 16 3-phasig Stecker, abschliessbar, wetterfest. JuiceBooster oder NRGYKick besorge ich mir sowieso für unterwegs. Sicherung u FI dann im Keller beim Stromzähler.
  2. Ladestation/Wallbox mit Typ 2 Buchse, wetterfest.

Frage / Bewertung: was ist besser bezüglich
  1. Benutzerfreundlichkeit: möglichst einfach und unkompliziert, einstecken, ladevorgang starten und los. Zeitgesteuertes Laden vom Auto muß auch möglich sein, d.h. ich will abends den Stecker reinstecken und das Auto fängt dann irgendwann nachts an zu laden ohne das ich die Station nochmal "freischalten" muß oder sowas. Falls Wallbox dann sollte das so einfach sein das ich da eine eigene RFID Karte dranhalte oder einen Schlüssel nutze: und zwar ohne Internetverbindung, also weder von der Box noch eine Smartphone App. Bluetooth oder Cloud-Schnickschnack brauche ich nicht. Das sind unnötige Fehlermöglichkeiten, das soll alles lokal passieren.
  2. Einmalige Kosten: für eine Typ2 Ladestation bekomme ich eine Förderung von der Stadt über 20% der Nettokosten (max 1.500 Euro), anrechenbar auf Box Kaufpreis und Installation vom Elektriker. Für eine CEE Dose gibts keine Förderung. Falls die Typ2 Station die Sicherung und den FI Schutzschalter in der Box hat, könnte sich das lohnen? (bei CEE kostet das ja extra)
  3. Laufende Kosten: am besten keine, wozu auch :lol:

Damit kommen die Standard-Angebote von TheNewMotion und Plugsurfing (haben mir eine Wallbe angeboten) nicht wirklich in Frage, weil die 4-5 Euronen pro Monat kosten.

Die Frage ist also eigentlich
  • ob es eine Wallbox gibt die einfach, robust und lokal funktioniert und die idealerweise schon Sicherung und FI drinne hat, damit ich mir das im Keller sparen kann und das dann kostenmässig attraktiv ist mit der Förderung
  • ob das mit einem Typ2 Kabel einfacher zu benutzen ist. Meine Frau muß das auch können und wenn es mal in Strömen pisst will ich da nicht lang rumstehen und mit Kabeln und Adaptern rumpfrimeln müssen.

Fazit:
Ich tendiere stark zu der CEE Lösung, aber ich würde gerne Argumente hören warum eine Typ2 Wallbox besser sein könnte (leichte Mehrkosten wären dann ok), oder warum eine CEE + JB2 Lösung für den täglichen Dauereinsatz nicht gut wäre. Am liebsten Beispiele mit eigenen Erfahrungen. ;)

Herzlichen Dank schon mal fürs Feedback
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon cpeter » Mi 9. Nov 2016, 09:19

[quote=electrified"]Meine Frau muß das auch können und wenn es mal in Strömen pisst will ich da nicht lang rumstehen und mit Kabeln und Adaptern rumpfrimeln müssen.[/quote]
Meine Sicht bzgl. Handling: ein Typ 2 Stecker ist einfacher zu handhaben (weniger Kraft, weniger "Pfriemelei" mit der Abdeckklappe der CEE Dose), Wallbox daher im Regen (auch bei trockenem Wetter) schneller. Am bequemsten ist natürlich eine Wallbox mit fixem Typ 2 Kabel. Andererseits ist man mit Typ 2 Buchse flexibler für eventuelle BEV Gäste mit Typ 1 Ladeanschluss.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon gthoele » Mi 9. Nov 2016, 09:51

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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon TeeKay » Mi 9. Nov 2016, 11:00

So ist es.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon Spaßbremse » Mi 9. Nov 2016, 12:34

Ich stand vor einer ähnlichen Fragestellung und habe das so gelöst:
Wasserfeste Elektroverteilung an die Wand, unten einen Schlitz für die Kabeldurchführung, innen Schuko und CEE 16.
Der "Ladeklotz" liegt drinnen. Vorteil: kein Hantieren mit dem "Klotz", billig, da "Klotz" vorhanden und doch mobil.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon eW4tler » Mi 9. Nov 2016, 21:37

Die höchste Benutzerfreundlichkeit hast du wenn das Kabel mit dem Typ2 Stecker an der Wand hängt und du nur anstöpseln musst.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Variante Box - wenn du den NRGkick nur für weitere Strecken zur Sicherheit brauchst.
Eine versperrbare Box wie schon oben gezeigt wo eine CEE-16A und der NRGkick verbraut ist.
Das Kabel geht nach unten heraus und ist auf einem Schlauchhalter abgelegt.

2) Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel
z.B. die KEBA P30 mit Fixkabel ...hat in der C-serie auch einen Energiezähler und eine Fehlergleichstromüberwachung integriert. (braucht daher nur einen Standard FI TypA). Falls du mal später Lastmanagement oder anderes maschen willst, hast du bereits alles On-Board.

Mit den Kosten für das Kästchen, dessen Anfertigung, FI TypB wird die Preisdifferenz CEE vs. Wallbox relativ gering sein und da würde ich gleich etwas "richtiges" eine Wallbox nehmen. :)

PS: Eigentlich steht deine Entscheidung schon fest.... wenn bei deiner Frau eine hohe Akzeptanz erreichen willst, gibt es NUR Fixkabel-Typ2 und sonst nix (auch egal wenn es etwas mehr kostet!) ;) ;)
Im Kästchen CEE an-/abstecken und die die Nägel/Haut an der Steckerklappe aufreisen kommt nicht gut für die E-Mobilliät. :!:

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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon Spaßbremse » Do 10. Nov 2016, 10:43

eW4tler hat geschrieben:
Mit den Kosten für das Kästchen, dessen Anfertigung, FI TypB .....

Zu den Kosten: Blechkiste € 50,- plus Schukodose oder CEE, plus Installation und Anschluss (die bei einer Wallbox auch anfallen.)
D. h. 50,- € statt 600,- € oder was auch immer. Ein besonderer FI ist nicht nötig, der ist in dem "Ladeklotz". Ein normaler FI sollte wegen Aussenmontage schon vorhanden sein, ist er bei mir auch.

Ich habe das bewusst so einfach für meinen Smart gemacht und werde es auch für den Ioniq vorerst so lassen, weil ich noch nicht weiss, wie die Ladeanforderungen in ein paar Jahren sind.

Kabelquerschnitt für die Zukunft auslegen und alle 3 Phasen rausführen sind aber immer richtig.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon electrified » Do 10. Nov 2016, 13:50

gthoele hat geschrieben:
TNM-Boxen kosten nur dann 5€/Monat wenn man Abrechnung machen will.
Einfach kostenlos mit lokalen RFIDs freischalten müsste auch ohne das Abo gehen. Jedenfalls kenne ich welche die das machen.


Danke für den Hinweis. Ich hab mal bei TNM nach den Details gefragt, das geht in der Tat auch ohne "Plus Abo" dann gibts keine monatlichen Kosten, Freischaltung über RFID Karte.
Es ist aber immer eine SIM Karte drin und das Ding verbindet sich mit der Cloud wenn ich das richtig verstehe - ob eine Internet-Verbindung dann zwingend notwendig ist zum selber laden ist mir nicht klar.

In jedem Fall ist mir die TNM Box zu teuer als privat-Variante, da gibt es günstigere Optionen die dann teilweise schon einen FI drin haben. Der Charme von TNM liegt eigentlich vor allem in der öffentlichen bzw. halb-öffentlichen Nutzung.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon flow2702 » Do 10. Nov 2016, 15:13

Warum muss es denn ne fertige Wallbox sein?
Flexibler bist du so:
IMG_0801.JPG
Ladesteckdose

Wetterfest, platzsparend, überall montierbar. Mit ein wenig mehr Aufwand auch unterputz.

Wenn es noch bedienerfreundlicher sein soll, am besten mit festem Kabel.

Die restliche Technik dann irgendwohin, wo sie nicht stört, dazu noch irgendwo nen Schlüsselschalter, und gut.

Auf jeden Fall würde ich zu Typ2 raten, wenn du jedes Mal nach dem Laden Kabel UND mobile Ladebox zusammenräumen musst, ist das echt nervig.

So eine CEE-Dose kann man ja auch immer zusätzlich montieren, das kostet keine 20 Euro.
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Re: CEE versus Typ2 Ladestation

Beitragvon electrified » Do 10. Nov 2016, 18:11

flow2702 hat geschrieben:
Wenn es noch bedienerfreundlicher sein soll, am besten mit festem Kabel.

Die restliche Technik dann irgendwohin, wo sie nicht stört, dazu noch irgendwo nen Schlüsselschalter, und gut.

Auf jeden Fall würde ich zu Typ2 raten, wenn du jedes Mal nach dem Laden Kabel UND mobile Ladebox zusammenräumen musst, ist das echt nervig.

So eine CEE-Dose kann man ja auch immer zusätzlich montieren, das kostet keine 20 Euro.


OK so ganz verstehe ich jetzt nicht was Du favorisierst?
CEE mit JB2 weil flexibel oder Typ2 mit Kabel weil benutzerfreundlich?
:?:
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