CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon volker » Fr 19. Feb 2016, 17:06

Spüli hat geschrieben:
Aber nur in wenigen Wallboxen können 16mm² verschraubt werden. Daher sind 6 oder 10mm² die richtige Wahl.


Wenn noch offen ist, ob mit 11kW oder 22kW geladen werden soll, empfiehlt sich ein kleiner Unterverteiler. Da kann man Leitungsschutzschalter für 16A Stromkreise und den FI unterbringen, was den Vorteil hat, man muss keine 110m laufen, wenn einer fliegt.
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Beitragvon bm3 » Fr 19. Feb 2016, 17:08

Nicht nur bei geringeren Leistungen, Windenergieanlagen mit um die 2-5 MW Nennleistung werden auch durchaus mal mit Alukabel angebunden. Das hängt wohl auch von den Vorlieben des Planers ab und wie immer, von den Kosten und der Lieferbarkeit.
Für den Hausgebrauch würde ich eher Kupfer nehmen. Bei Alu sind auch die Klemmstellen problematischer, wie hier schon geschrieben wurde. Auch der Querschnitt muss bei Alu deutlich höher sein.
Für deine Steckdose wäre minimal Kabel mit 10mm² Leiterquerschnitt in Kupfer angebracht, nicht weil es vorgeschreiben ist, da reicht meistens auch 4² bis zu 32A aus, aber wegen der Kabelverluste auf der langen Strecke.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon rolandp » Fr 19. Feb 2016, 18:01

Ein kleiner Unterwerteiler macht evtl. Sinn...dann sind bei 32 A / Außenleiter L1-L3 mit 10mm² optimal dann sind auch sehr geringe Verluste auf dem Leitungsweg möglich.

Wenn Du nur eine Drehstrom CEE 16A oder eine Cee 32A Steckdose legen willst, dann schau man in die Dosen (empfehle ich den nicht Praktikern hier auch mal), den die meisten Dosen haben max. 6mm² Anschlüsse.

Der optimale und 100% VDE / ÖVE zulässige Anschluss ist damit 6mm² auch mit 32A.


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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon styles99 » Fr 19. Feb 2016, 18:08

Ich sehe schon das Thema wird irgendwann sehr philosophisch :D Auf jeden Fall schon mal vielen Dank an alle!

Kabel verbuddeln könnte bei mir etwas schwierig in die Tat umzusetzen sein. Spricht etwas dagegen wenn man das Kabel in einem Kunststoff- oder Alurohr überirdisch verlegt?
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon Berndte » Fr 19. Feb 2016, 18:08

Das mag ja stimmen, dass das lt. VDE zulässig ist, aber die Leitungsverluste sind dann aber nicht ohne.
Siehe vorherige Seite... und die mehreren Hundert Watt muss man halt zusätzlich zahlen.
Der Aufpreis für das Kabel ist dann eher gering. Ob 16mm² muss man mal ein wenig vom Portmonee abhängig machen ;)
Aber 10mm² ist bei der Länge die Mindestausstattung.

Dass man solch einen Querschnitt nicht direkt in die CEE32 klemmt ist auch logisch.
Man baut im Carport sowieso einen Kleinverteiler an und bringt hier die Sicherungen und FI unter.
Auch wird sicher Beleuchtung und Schukosteckdosen für den Staubsauger kommen.
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon Berndte » Fr 19. Feb 2016, 18:09

styles99 hat geschrieben:
Ich sehe schon das Thema wird irgendwann sehr philosophisch :D Auf jeden Fall schon mal vielen Dank an alle!

Kabel verbuddeln könnte bei mir etwas schwierig in die Tat umzusetzen sein. Spricht etwas dagegen wenn man das Kabel in einem Kunststoff- oder Alurohr überirdisch verlegt?


Ist eher Mathematik ;)
Oberirdisch geht natürlich auch, aber entsprechende Schutzrohre sollten dann schon drum rum.
Kommt ja auch ein wenig auf den genauen Verlegeweg an.
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon rolandp » Fr 19. Feb 2016, 18:20

Für die Leitungsverluste empfehle ich den optimalen Wirkungsgrad zu ermitteln.

Z.B. Die superschnelle Einstellung über Taster für die Ampere bei der Open EVSE die ich beim Workshop dank RolandK mitnehmen konnte..oder halt über andere einstellbare Ladelösungen.

Auf Deutsch stell die Stromstärke nach Bedarf ein und wenn Du dann mal ganz schnell Laden musst gehts halt auf 32 A, bei Nachtladung (genug Zeit zum Nachladen) was auch auch Akkuschonender ist lädst Du halt mit z.B. 10A und dann werden die Leitungsverluste bei 6mm² kaum noch relevant sein.

Noch einen wichtige Info dazu...dein Hausanschluss sollte min. 50A bei der CEE 32A Dosen haben sonst fliegen Dir die Hauptsicherungen, den der Rest im Haus will ja auch Strom...schon deshalb mus ganz genau geplant sein, den ein Aufrüsten des Hausanschlusses kostet eine Menge Geld...

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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 19. Feb 2016, 18:26

rolandp hat geschrieben:
Der optimale und 100% VDE / ÖVE zulässige Anschluss ist damit 6mm² auch mit 32A.

Der Spannungsabfall sollte nicht mehr als 3% betragen. Die Länge bei 3 Phasen beträgt für 6² und 32A dann ca. 73m. Bei einer Absicherung von 32A kann man das lange Stück ruhig 10² bzw. 16² verlegen und dann vor der Dose auf 6² reduzieren um die Verluste zu minimieren..
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon spark-ed » Fr 19. Feb 2016, 21:31

rolandp hat geschrieben:
Auf Deutsch stell die Stromstärke nach Bedarf ein und wenn Du dann mal ganz schnell Laden musst gehts halt auf 32 A, bei Nachtladung (genug Zeit zum Nachladen) was auch auch Akkuschonender ist lädst Du halt mit z.B. 10A und dann werden die Leitungsverluste bei 6mm² kaum noch relevant sein.

Genau so sehe ich es auch. Für große Dauerlasten braucht man natürlich einen entsprechenden Trumm von Leitung, aber mal Hand aufs Herz - wer lädt denn wesentlich mehr als vielleicht 20kWh täglich?
Da kann man im Normalfall mit <10kW laden und hat geringe Verluste. Wenn man es dann mal mit 22kW schnell gehen soll sind ein paar hundert Watt Verlust auch nicht so dramatisch. Der Laststrom fliesst ja nur für kurze Zeit.

Zum Thema Kupfer/ Alu. Habe selber schon Maschinenzuleitungen oder Verbindungen Trafostation/ NSHV in Alu statt Kupfer legen lassen, da der Materialpreisunterschied schnell mal ein paar tausend Euro sein können. Je nach Lastprofil rechnet sich das teurere Kupfer da u.U. in 100 Jahren noch nicht.
Bei den entsprechenden Querschnitten (185 bzw 240mm²) sind die Adern entsprechend stabil und es gibt es da auch schon pressbare Kabelschuhe, somit ist das Risiko schlechter Klemmverbindungen auch nicht wirklich gegeben. ;)
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Re: CEE Stecker im Carport - Welcher Leitungsquerschnitt?

Beitragvon mlie » Fr 19. Feb 2016, 21:48

Berndte hat geschrieben:
Man baut im Carport sowieso einen Kleinverteiler an und bringt hier die Sicherungen und FI unter.
Auch wird sicher Beleuchtung und Schukosteckdosen für den Staubsauger kommen.


Man kann sich auch einen Staubsauger mit CEE32 kaufen und ein 3x1,5mm² für die LED-Beleuchtung zusätzlich zum dicken Kabel verlegen, wenn man unbedingt auf den Kleinverteiler verzichten möchte... ;-)

Der Praktiker setzt in jedem Fall einen kleinen UV am Carport, alleine schon, um nicht bei einem defekt zum Haus zurückzulatschen. Und man kann leicht eine zweite CEE -Dose fürs zweite Auto setzen, wenn es räumlich passt.

Ein Wegeskizze der räumlichen Anordnung der einzelnen Bauteile vor Ort wäre nicht schlecht, das Kabel überirdisch zu verlegen ist irgendwie unterirdisch schlecht.

Man darf bei der Spannungsfalldiskussion nicht vergessen, dass gerade eine ZOE sehr verschnupft reagiert, wenn zwischen Leerlauf und Last ein großes Spannungsdelta ist. Wenn das Haus eh schon am letzten Netzausläufer mit 220V abends liegt, wird das mit so ner 6mm² Leitung ganz kriminell. Das merken die Theoristenetiker dann aber erst, wenn ne rote Lampe kommt, und drauf steht "Batterieladung unmöglich".
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Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein. Beethovens Neunte war übrigens NICHT ein Fräulein Hochleitner aus Passau...
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