CCS Home-Charger an PV mit DC-DC-Technik?

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Re: CCS Home-Charger an PV mit DC-DC-Technik?

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 10. Nov 2017, 15:21

Thomas Alva Edison wäre stolz auf Euch...

Im Wettbewerb um Marktanteile bei der Elektrifizierung gab es in den späten 1880er Jahren den sogenannten Stromkrieg zwischen Thomas Edison und seinen Konkurrenten George Westinghouse und Nikola Tesla. Edison bevorzugte das Gleichstromsystem, Westinghouse und Tesla die Elektrifizierung mit Wechselstrom. Hierbei wurden durch Edisons Firma Tierversuche mit Wechselspannung durchgeführt, um deren Gefährlichkeit gegenüber dem Gleichstrom zu demonstrieren. Diese riefen später bei Tierschützern Empörung hervor; damals regte indes die Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeiten an Tieren die Entwicklung der Elektrokution als schmerzlose Alternative für das damals häufige Ertränken herumstreunender Tiere an.[29] Auch für die Entwicklung des elektrischen Stuhls, einer Auftragsarbeit der amerikanischen Regierung an Edison, wurden von Harold P. Brown Tierversuche durchgeführt. Letztendlich setzte sich bei der Elektrifizierung wegen technischer Vorteile das Wechselspannungssystem von Westinghouse durch, und Thomas Edison musste zugeben, dass es einer seiner größten Fehler war, nach Erfindung des Transformators 1881 am Gleichstrom festgehalten zu haben. Edisons Lösung mit 110 Volt Gleichspannung war weder in ländlichen Gebieten mit weiten Entfernungen der Verbraucher zum Kraftwerk wirtschaftlich umzusetzen, noch konnte die preiswerte Energie aus entfernten Wasserkraftwerken zu den Verbrauchern transportiert werden
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Alva_Edison
Aber wollt Ihr es Euch wirklich mit allen Tesla Fans hier im Forum verkraulen?

Jetzt im Ernst: EIn DC/DC Wandler ist im Grundkonzept entweder ein sehr ineffizienter Hochsetzer (Kondensator (oder Induktivität) wird parallel geladen und dann in Serie also mit verdoppelter Spannung an die Ausgangsspannung gelegt und so wird dann hoch-getaktet...) oder eben ein DC/AC-Trafo-AC/DC Wandler. Die Frage ist ja dann nur ob die Zwischenspannung 230V50Hz sein muss oder ob eine Andere Wechselspannung effizienter ist. Da es aber für den AC/DC am Fahrzeug Teil für 230V50Hz schon sehr kostengünstige Geräte gibt und auch für Solarzellen/Speicher auf 230V/50Hz alles schon in Massen vorhanden, ist es am Kostengünstigsten diese AC als Zwischenspannung zu wählen. Es gibt ja auch noch keine DC/DC Wandler von der Photovoltaik hin zum Batteriespeicher, warum nicht?
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Re: CCS Home-Charger an PV mit DC-DC-Technik?

Beitragvon Barthi » So 12. Nov 2017, 23:09

@AbRiNgOi: Ob Nikola Tesla das geduldet hätte, dass die Tesla-Autos mit Gleichstrom schnellgeladen werden? :roll:
Zurück zum Thema ;)

Im Video hat es Herr Piepenbrink ja schon treffend gesagt: Technikaffine Freaks, die alles für Effizienz tun, würden so ein System schon kaufen. Aber der Normalo pfeift auf die paar Prozent Effizienz und spart sich die hunderten von Euro Mehrkosten.

Ich jedenfalls, sowie wahrscheinlich viele von uns Early Adoptern, gehören eher zu den technikaffinen. Somit würde mich so ein System schon interessieren, auch wenn ichs mir aktuell nicht leisten kann.

Wobei das doch möglicherweise garnicht sooo teuer wäre, wenn man es gut auslegt: Wenn die Hausbatterie so dimensioniert ist, dass sie genau die richtige Spannung zur Ladung des Autos hat, dann könnte man sich einen teuren DC-DC-Wandler sparen und müsste eigentlich nur eine DC-Leitung (muss ja nicht so massiv sein, daheim reichen ja gerne auch 10-20 kW Ladeleistung) zur Wallbox legen. Das teuerste Teil wäre wahrscheinlich der CCS-Stecker.
kW ≠ kWh ≠ kW/h --- German E-Cars Stromos seit Januar 2015 --- aktuell Studium „Elektrotechnik & Elektromobilität“ an der THI
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Re: CCS Home-Charger an PV mit DC-DC-Technik?

Beitragvon Henry2926 » Mo 13. Nov 2017, 09:07

Barthi hat geschrieben:
Wobei das doch möglicherweise garnicht sooo teuer wäre, wenn man es gut auslegt: Wenn die Hausbatterie so dimensioniert ist, dass sie genau die richtige Spannung zur Ladung des Autos hat, dann könnte man sich einen teuren DC-DC-Wandler sparen und müsste eigentlich nur eine DC-Leitung (muss ja nicht so massiv sein, daheim reichen ja gerne auch 10-20 kW Ladeleistung) zur Wallbox legen. Das teuerste Teil wäre wahrscheinlich der CCS-Stecker.


Damit machst du es dir aber doch ein wenig zu einfach. ;)
Zum einen können die Batteriespannungen abhängig vom SoC der Batterien höher oder niedriger sein, und damit würdest du nur an bestimmten Punkten der Leistungskurven deiner Batterien laden können. Zum anderen benötigst du eine Strom-/Spannungsregelung zur Ladung und Entladung von Haus- und Fahrzeugbatterie, um einen unkontrollierten Leistungsfluss zwischen beiden Komponenten zu verhindern.
Aus einem ähnlichen Grund haben die meisten modernen batteriebetriebenen Kleingeräte Spannungsregler eingebaut. Die Versorgungsspannungen variieren und müssen entsprechend nachgeregelt werden, um einen störungsfreien Betrieb des Geräts sicherzustellen.
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Re: CCS Home-Charger an PV mit DC-DC-Technik?

Beitragvon Spüli » Mo 13. Nov 2017, 09:44

Moin!
Im PV-Forum gab es auch schon längere Diskussionen um DC-DC und AC-DC. In der Praxis zeigt sich da zur Zeit kein Vorteil der DC-Technik. Das liegt zum großen Teil an den Wirkungsgraden der eingesetzten Technik.
Für den Heimgebrauch liegt die Präferenz auf geringen Leistungen im Bereich von <500W da hier die meisten Betriebsstunden anfallen. Für hohe Spitzenleistungen wie sie oft beim Laden von Autos gefordert werden, braucht man dann andere Dimensionierungen.
Daher laufen die AC-gekoppelten Lösungen zur Zeit genau so gut wie die DC-Kopplungen. Beispielhaft da zum Beispiel alle Lösungen mit dem SMA Sonnyboy Storage funktionieren.
Gruß Ingo
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