gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B ?

Alles rund ums Elektroauto-Laden / Ladeboxen / Ladegeräte

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon kai » Di 7. Mai 2013, 09:07

Hi,

Frage an die Spezis:

Wenn ich eine 30 Meter lange Zuleitung vom Hausanschlußkasten zur Wall-Box im Carport habe, ist es dann besser den FI-B in der Wallbox zu haben oder baue ich den lieber in den Sicherungskasten ?
Oder andersherum: Ist FI-B in der Box nicht immer besser, da näher am potentiellen Fehler ?

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
Benutzeravatar
kai
 
Beiträge: 2390
Registriert: Sa 2. Jun 2012, 19:07
Wohnort: Schleswig Holstein

Anzeige

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon Itzi » Di 7. Mai 2013, 11:00

Da der Strom und nicht die Spannung überwacht wird ist es für die Funktion prinzipiell egal wie weit der FI entfernt ist.
Normalerweise sitzt der FI immer zwischen der Stromquelle und dem zu schützenden Bereich. Nachdem möglichst die gesamte (Haus-)installation zu schützen ist also immer gleich im ersten Verteiler.
Jetzt haben wir aber den Sonderfall dass das Auto ebenfalls eine Stromquelle darstellt.
1. Die Quelle des DC-Fehlerstromes ist die Leistungselektronik des Laders und nicht die Netzseite.
2. Es ist vorgesehen (bereits in der neuen EN61851 erwähnt), dass E-Fahrzeuge Strom als Ausgleichsenergie aktiv liefern können.

Würde man den doppelt versorgten Stromkreis richtig absichern, müsste das so aussehen:
FI-TypA und Sicherung/LS im Hausverteiler
UND
FI-TypB und ebenfalls Überstromabsicherung (LS) im Fahrzeug
Nur so wäre der gesamte Stromkreis zwischen Verteilerkasten und Fahrzeug umfassend gegen Kurzschlüsse und Erdschlüsse abgesichert.
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
Itzi
 
Beiträge: 598
Registriert: Di 19. Mär 2013, 18:21
Wohnort: Oberösterreich

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon shark1 » Di 7. Mai 2013, 11:08

FI, LSS und Überspannungsschutz würde ich aus technischen und prakischen Gründen immer so nahe wie möglich an der Ladestation anbringen. Das im Haus alle Stromkreise mit einem FI Typ A zu schützen sind ist soweiso empfehlenswert und zumindest ist in DE für Steckdosen, Bäder,.. der Typ A vorgewschrieben. AT hinkt leider etwas hinterher mit den AT-FIs!
shark1
 
Beiträge: 22
Registriert: Do 31. Jan 2013, 09:35

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon kai » Di 7. Mai 2013, 11:13

@Itzi,

Danke. Dann bin ich anscheinend mit der CrOhm Box und intergrertem FI-B am 30m entfernten Carport und 3 x C32A und FI-A im Hausverteiler auf der sicheren Seite ?

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
Benutzeravatar
kai
 
Beiträge: 2390
Registriert: Sa 2. Jun 2012, 19:07
Wohnort: Schleswig Holstein

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon Itzi » Di 7. Mai 2013, 11:36

Typ-A-FI ist sowieso Vorschrift für alle Steckdosenkreise.
Aus Gründen der Betriebssicherheit würde ich den FI vom Ladepunkt aber lieber direkt anspeisen und nicht in Serie zum anderen FI, dann ist nicht gleich das ganze Haus finster wenn beim Laden ein Fehler auftritt.

Kai: Mit Typ-B in der Box bist Du bestens abgesichert.

Zu der Aussage dass man den Typ B FI nicht in Serie zu einem Typ A hängen soll (siehe Aufkleber, den Timmy gefunden hat) hab ich noch von niemandem eine Bestätigung oder Begründung bekommen. In keiner Bedienungs- und Montageanleitung von FIs habe ich was dazu gefunden.
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
Itzi
 
Beiträge: 598
Registriert: Di 19. Mär 2013, 18:21
Wohnort: Oberösterreich

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon BuzzingDanZei » Di 7. Mai 2013, 13:50

Itzi hat geschrieben:
Zu der Aussage dass man den Typ B FI nicht in Serie zu einem Typ A hängen soll (siehe Aufkleber, den Timmy gefunden hat) hab ich noch von niemandem eine Bestätigung oder Begründung bekommen. In keiner Bedienungs- und Montageanleitung von FIs habe ich was dazu gefunden.


Wurde hier ja sehr häufig bolkotiert. Ist denn hier niemand Elektro-Ingenieur und mag das mal fachlich nachweisen? 8-)
Benutzeravatar
BuzzingDanZei
 
Beiträge: 2596
Registriert: Mo 25. Jun 2012, 16:21
Wohnort: Wuppertal

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon Jogi » Di 7. Mai 2013, 16:04

Itzi hat geschrieben:

Zu der Aussage dass man den Typ B FI nicht in Serie zu einem Typ A hängen soll (siehe Aufkleber, den Timmy gefunden hat) hab ich noch von niemandem eine Bestätigung oder Begründung bekommen. In keiner Bedienungs- und Montageanleitung von FIs habe ich was dazu gefunden.

Aus der praktischen Erfahrung kann ich bisher auch kein Problem mit hintereinander angeordneten B- und A-Typen vermelden, egal in welcher Reihenfolge.

Ich hatte schon damit gerechnet, daß hintereinander angeordnete FIs gegenseitig ihre Toleranzgrenze herabsetzen können, aber bisher noch nichts derartiges bemerkt.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
Beiträge: 3229
Registriert: Di 3. Apr 2012, 18:22

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon Itzi » Di 7. Mai 2013, 16:56

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Ist denn hier niemand Elektro-Ingenieur und mag das mal fachlich nachweisen? 8-)

Nein - ich bin Elektro-Ingenieur und möchte es gerne fachlich widerlegen! :D

Jogi hat geschrieben:
Ich hatte schon damit gerechnet, daß hintereinander angeordnete FIs gegenseitig ihre Toleranzgrenze herabsetzen können, ....

Ich denke, dass sich die Toleranzschwelle vom Schaltgerät selbst nicht ändert. Wenn 30 mA fließen dann löst die Spule aus. Ein zweiter FI, wäre im Prinzip nix anderes als eine zweite, extrem kleine Impedanz in Reihe im Stromkreis. Das könnte maximal dazu führen, dass der Strom - also auch der Fehlerstrom - im Stromkreis ganz minimal reduziert wird. Mal angenommen das bewirkt, dass der Fehlerstrom um 1 mA geringer wird, dann fließen eben nur 29 mA. Wenn das dann so ist, dann muss auch keiner der beiden Kollegen auslösen.
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
Itzi
 
Beiträge: 598
Registriert: Di 19. Mär 2013, 18:21
Wohnort: Oberösterreich

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon BuzzingDanZei » Di 7. Mai 2013, 16:59

Itzi hat geschrieben:
Nein - ich bin Elektro-Ingenieur und möchte es gerne fachlich widerlegen! :D


Wäre mir noch lieber, ja! :mrgreen:

Es wurde ja behauptet, dass ein Gleichstromfehler vom Auto herkommend, den FI-A im Haus blind machen würde. Fällt gleichzeitig der Mutti der Föhn ins Wasser...
Benutzeravatar
BuzzingDanZei
 
Beiträge: 2596
Registriert: Mo 25. Jun 2012, 16:21
Wohnort: Wuppertal

Re: gelöst:Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter Typ B

Beitragvon Itzi » Di 7. Mai 2013, 17:13

Ja, das ist richtig. Der Summenstromwandler wird durch den Gleichstrom schon vormagentisiert bzw. gesättigt. Er Arbeitet also schon auf Anschlag. Darum muss der Fehler-Gleichstrom sofort unterbrochen werden, damit Mutti den anderen FI schmeißen kann.
Erstellt mit 100% Ökostrom.
ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
Itzi
 
Beiträge: 598
Registriert: Di 19. Mär 2013, 18:21
Wohnort: Oberösterreich

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Ladeequipment

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste