"All Charge" von Continental

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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon Karlsson » Fr 20. Okt 2017, 18:41

Da die Motorleistung auch durch die Leistungelektronik begrenzt sein kann, würde ich das jetzt nicht unbedingt als Bestätigung sehen.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon Karlsson » Mi 25. Okt 2017, 19:49

Der Motor ist wohl dabei und für 800V Vorgesehen.
Man sieht ihn auch hier im Bild
https://www.continental-corporation.com/de/presse/pressemitteilungen/allcharge-loesung-von-continental-macht-elektroautos-fit-fuer-jede-ladetechnik-63852

Und im e-Golf Versuchsträger steckt ebenfalls nicht mehr der VW Motor.
779x467.jpg


Allcharge kann sowohl mit 400V wie auch mit 800V DC laden mit bis zu 350kW, über AC sind 43kW möglich, induktiv 11kW und 1-phasig 7,4kW.
Kurz gesagt - immer alles volle Lotte, die eierlegende Wollmilchsau :D
Was dann wirklich geht, hängt natürlich immer vom schwächsten Glied der Kette ab - Akku oder Säule.

Die Frage ist nur, in welches Auto das kommt. Es ist vom Jahr 2022 die Rede. Das ist für Mission E, EQC und ID eigentlich zu spät. Die ID Derivate könnten dann in etwa kommen, werden aber sicherlich dieselbe Technik wie der ID nutzen.
In dem Zeitraum sollen aber auch noch einige Renaultmodelle auf den Markt kommen, von denen man heute noch nichts weiß. Vielleicht wird es ja der langersehnte Megane Grandtour ZE mit >60kWh und dem Wollmilchsaulader - das wäre wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 25. Okt 2017, 22:07

Man muss mal schön zwischen den zeilen lesen.
„Der größte Vorteil des Systems macht sich bei urbanen AC-Ladestationen bemerkbar, hier ist ein bis zu 12-mal schnelleres Laden als heute möglich“, ergänzt Maiwald.
Übersetzt bedeutet das anstatt mit 3,7 kW kann man 43 kW AC Laden. Nix anderes als im ZOE ja bereits verbaut wird. Man hat ledigkich noch die Möglichkeit mit DC zu laden. Was ja auch kein Hexenwerk ist. Erst mal viel Wind machen, damit auch die Presse drüber schreibt. Was dann tatsächlich realisiert wird steht auf einem anderen Blatt. Ist wie mit dem A380 von Airbus. Ist schon fast nur noch ein Ladenhüter, da der Markt sich flexibler aufstellt und die große Dinger dadurch nur schwer voll zu bekommen sind. Größere Batterien und Ladesäulen an jedem Parkplatz machen 350 kW Lader überflüssig auch wenn viele es hier nicht hören möchten. Ein Tesla-Fahrer hat die Tage im ARD-Fernsehen gesagt, dass er nach Italien in Urlaub fährt und mit dem 60 kWh Akku bestens zurecht kommt, weil er sowieso alle paar Stunden eine Pause von 30 bis 60 Min. macht und dabei den Akku nachlädt.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon Karlsson » Mi 25. Okt 2017, 22:17

ecopowerprofi hat geschrieben:
Man hat ledigkich noch die Möglichkeit mit DC zu laden. Was ja auch kein Hexenwerk ist.

Mit 400V oder 800V und die Kiste holt immer das Maximum aus der Säule raus, wo andere wegen zu niedriger Akkuspannung die Nennleistung nicht ausnutzen können.

ecopowerprofi hat geschrieben:
Größere Batterien und Ladesäulen an jedem Parkplatz machen 350 kW Lader überflüssig auch wenn viele es hier nicht hören möchten. Ein Tesla-Fahrer hat die Tage im ARD-Fernsehen gesagt, dass er nach Italien in Urlaub fährt und mit dem 60 kWh Akku bestens zurecht kommt, weil er sowieso alle paar Stunden eine Pause von 30 bis 60 Min. macht und dabei den Akku nachlädt.

Tesla lädt DC bis 135kW Nennleistung, reell bis 120kW. Das sind nicht 350kW, aber eine ganz andere Welt als 43kW, die beim Zoe Q90 am Akku auch im Mittel eher zu 32-34kW führen. Und das auch nur wenn man früh genug abbricht. Auf 1000km nach Italien muss auch ein Tesla Akku mehrfach komplett nachgeladen werden und hier hilft einfach Power.
Der Conti Versuchsträger kann die schon vorhandenen 100kW Säulen ausnutzen.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 25. Okt 2017, 22:31

Ob Tesla oder ZOE spielt keine Rolle. Die Akkus bzw. die BMS verhalten sich überall gleich. Steigt die Akkutemperatur sinkt die Ladeleistung. Nach einer Autobahnfahrt ist ein Akku gut "durchgewärmt". Da lädt keiner mehr mit max. Ladeleistung sondern weit drunter. Daher bezweifle ich, das man jemals mit echte 350 kW laden wird zumal es fraglich ist ob das Netz die Leistung immer zur Verfügung stellen kann. Spätesten, wenn 2 Fahrzeuge gleichzeitig laden ist es mit der Herlichkeit vorbei. Wenn man einen 100 kWh Akku hat, dann reicht es, wenn man bei jeder Rast mit 43 kW nachlädt. Dann kann man, wenn man möchte, locker pro Tag bis zu 1000 km fahren.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon Karlsson » Mi 25. Okt 2017, 22:48

ecopowerprofi hat geschrieben:
Wenn man einen 100 kWh Akku hat, dann reicht es, wenn man bei jeder Rast mit 43 kW nachlädt. Dann kann man, wenn man möchte, locker pro Tag bis zu 1000 km fahren.

Wenn Du Zeit über hast, dann mach das halt. Bei 130km/h wird der Tesla auf der Strecke 220-250kWh verbrauchen, es sollten in Summe ca 170kWh nachgeladen werden. Bei 43kW AC kommen am Akku unter 40kW an, die Ladezeit beträgt hier an die 4,5 Stunden. Wenn man eh schon so lange fährt, wird kaum einer noch Interesse haben, so viel Zeit extra an den Säulen zu vertrödeln.
Der Vorteil der großen Tesla Akkus ist hier vor allem auch, dass große Akkus auch große Ladeleistungen vertragen. Die Kombi von brauchbarer Reichweite und brauchbarer Ladeleistung könnte auch Verbrennerfahrer wirklich zum Umstieg bewegen.



ecopowerprofi hat geschrieben:
Ob Tesla oder ZOE spielt keine Rolle. Die Akkus bzw. die BMS verhalten sich überall gleich. Steigt die Akkutemperatur sinkt die Ladeleistung. Nach einer Autobahnfahrt ist ein Akku gut "durchgewärmt". Da lädt keiner mehr mit max. Ladeleistung sondern weit drunter.

Der Zoe hat eher das andere Problem - der Akku ist oft zu kalt, um wirklich Leistung anzunehmen. Bei Tesla ist der Akku dazu auch gut temperiert.
Das schöne an so einem 100kWh Akku ist aber halt, dass da selbst bei kaltem Akku noch gut was rein geht. Dafür reicht AC auf jeden Fall nicht aus, so kommt E-Mobilität niemals aus der Nische.
Die schnelle DC Infrastruktur ist ja mit ein wirklich wichtiges Argument für viele Tesla Käufer.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon PowerTower » Mi 25. Okt 2017, 22:58

Karlsson hat geschrieben:
Der Vorteil der großen Tesla Akkus ist hier vor allem auch, dass große Akkus auch große Ladeleistungen vertragen. Die Kombi von brauchbarer Reichweite und brauchbarer Ladeleistung könnte auch Verbrennerfahrer wirklich zum Umstieg bewegen.

Prinzipiell stimmt das natürlich. Andere Fahrzeuge sind diesen Beweis allerdings bislang schuldig geblieben. VW, BMW und Nissan konnten die Ladeleistung bei den größeren Akkus nicht anheben. Renault lädt den größeren Akku sogar mit weniger Leistung als den Kleinen.

Im Moment sehe ich daher die 350 kW in ganz weiter Ferne. Ich halte sie aber nicht für unbedingt notwendig. Mit 150 kW je Ladepunkt und Fahrzeugen, die diese Leistung nutzen können, sind wir auch langfristig gut aufgestellt. Ob das zeitnah bei den bezahlbaren Autos kommen wird, glaube ich eher weniger.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon Karlsson » Mi 25. Okt 2017, 23:05

PowerTower hat geschrieben:
Im Moment sehe ich 350 kW in ganz weiter Ferne.

Für einen LKW wird das kein Problem.
Im PKW würde ich auch nicht damit rechnen, aber schon mit 100-150kW CCS.
Wenn so ein Fahrzeug dazu noch 43kW AC laden kann ....sorry, wie geil ist das denn :!: :?: :!:

PowerTower hat geschrieben:
Prinzipiell stimmt das natürlich. Andere Fahrzeuge sind diesen Beweis allerdings bislang schuldig geblieben. VW, BMW und Nissan konnten die Ladeleistung bei den größeren Akkus nicht anheben. Renault lädt mit dem größeren Akku sogar mit weniger Leistung als beim Kleinen.

Das liegt an der unzureichenden Temperierung und den Hochenergiezellen, die auf gleichem Volumen die doppelte Energie speichern, also die Ladeverluste der doppelten Ladung innerhalb der gleichen Masse Akku verheizen. Besser temperieren und doppelt so viele Zellen rein packen und dann wird das was. Nichts anderes macht Tesla.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon ecopowerprofi » Do 26. Okt 2017, 04:34

Karlsson hat geschrieben:
Bei 130km/h wird der Tesla auf der Strecke 220-250kWh verbrauchen,

Dann schau mal in deinem Bordkomputer wie hoch die Durchschnittsgeschwindigkeit ist. Wenn Du auf der Langstrecke um 80 bis 90 km/h liegt bist Du absolute Spitze. Spätesten beim nächsten Bullenrennen liegst Du wieder weit drunter. Ein Kunde von mir fährt den Tesla und der liegt bei 18 bis 20 kWh pro 100 km. Der fährt nach eigener Aussage aber immer mit dem Spassfaktor, denn an den SC kostet der Strom ja nix.

Karlsson hat geschrieben:
Wenn so ein Fahrzeug dazu noch 43kW AC laden kann ....sorry, wie geil ist das denn

Weil DC auf der Infrastrukturseite erheblich teurer ist. Bei AC brauch ich nur ein Schütz was die Netzspannung aufs Auto schaltet. Der Rest ist ja Heute bereits, auch wenn es nicht genutzt wird, in jedem E-Auto vorhanden. Bei den Triple-Säulen ist 43 kW AC bis aufs Kabel die gratis Zugabe.

Du darfst Dir ruhig mal fragen warum so viele 22 kW und keine 43 bzw DC Ladesäulen aufgestellt werden.
Antwort: Weil die im Vergleich zu den anderen spottbillig sind.

Geförderte Vorzeigeprojekte sind nicht der Maßstab. Spätestens, wenn damit wirklich Geld verdient werden muss, werden die Leuchtturmprojekte in der Versenkung verschwinden.
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Re: "All Charge" von Continental

Beitragvon andi_hb » Do 26. Okt 2017, 11:27

ecopowerprofi hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Bei 130km/h wird der Tesla auf der Strecke 220-250kWh verbrauchen,

Dann schau mal in deinem Bordkomputer wie hoch die Durchschnittsgeschwindigkeit ist. Wenn Du auf der Langstrecke um 80 bis 90 km/h liegt bist Du absolute Spitze. Spätesten beim nächsten Bullenrennen liegst Du wieder weit drunter. Ein Kunde von mir fährt den Tesla und der liegt bei 18 bis 20 kWh pro 100 km. Der fährt nach eigener Aussage aber immer mit dem Spassfaktor, denn an den SC kostet der Strom ja nix.

Karlsson hat geschrieben:
Wenn so ein Fahrzeug dazu noch 43kW AC laden kann ....sorry, wie geil ist das denn

Weil DC auf der Infrastrukturseite erheblich teurer ist. Bei AC brauch ich nur ein Schütz was die Netzspannung aufs Auto schaltet. Der Rest ist ja Heute bereits, auch wenn es nicht genutzt wird, in jedem E-Auto vorhanden. Bei den Triple-Säulen ist 43 kW AC bis aufs Kabel die gratis Zugabe.

Du darfst Dir ruhig mal fragen warum so viele 22 kW und keine 43 bzw DC Ladesäulen aufgestellt werden.
Antwort: Weil die im Vergleich zu den anderen spottbillig sind.

Geförderte Vorzeigeprojekte sind nicht der Maßstab. Spätestens, wenn damit wirklich Geld verdient werden muss, werden die Leuchtturmprojekte in der Versenkung verschwinden.
Auf Langstrecke 80 bis 90km/h soll absolute Spitze sein?
Wie kommst Du denn darauf?
Auf Langstrecke habe ich häufiger 110 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und dabei fahre ich kaum mal schneller als 160 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Im übrigen kann ich Karlsson nur zustimmen - ist doch schon super wenn man DC schnell laden kann und AC auch noch einigermaßen fix ist mit 43KW.
Und 22KW ist wohl ganz einfach weit verbreitet weil viele Hausanschlüsse 43KW ganz einfach nicht hergeben.
Ausserdem wollen viele Zuhause gar nicht so schnell laden weil zb. der eigene PV Strom länger genutzt werden soll. Oder ganz einfach weil langsameres laden besser für den Akku ist.

Es gibt eigentlich nur positives an dem All-Charge.

Gruß Andi_hb
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