Lügen Ladesäulen?

Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon drilling » Di 21. Nov 2017, 15:12

@seb: SOC ist kein Schätzwert sondern korreliert direkt mit der Akkuspannung und die wird nicht geraten sondern sehr präzise gemessen.

Nur die Reichweitenangabe ist eine Schätzung.

Außerdem sind die 6 KWh die von der Säule zu viel angegeben wurden ganze 43% der 14 KWh die geladen wurden, nicht nur 30%, und das ist eindeutig zu viel um es mit AC-DC Wandlungsverlusten zu erklären.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Vanellus » Di 21. Nov 2017, 15:19

Es gibt doch einen wesentlichen Unterschied zwischen der Energiemenge, die als AC in die DC-Ladesäule hingeht und der Menge Strom, die als DC die Ladesäule verlässt. Entscheidend ist nicht: was verlässt die Ladesäule, sondern: was geht in die Ladesäule rein. Und das bezahlst du. Der Unterschied ist jedenfalls bei der DC-Säule viel größer als bei einer AC-Säule, in der ja mit dem Strom nichts gemacht wird.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon drilling » Di 21. Nov 2017, 15:20

Vanellus hat geschrieben:
Es gibt doch einen wesentlichen Unterschied zwischen der Energiemenge, die als AC in die DC-Ladesäule hingeht und der Menge Strom, die als DC die Ladesäule verlässt.


Ja aber keine 43% Unterschied, dann wäre der Wirkungsgrad ja fast so schlimm wie bei einem Verbrenner!

Ein guter AC-DC Trafo sollte nicht mehr als 10% verlieren.
Zuletzt geändert von drilling am Di 21. Nov 2017, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 15:23

Tigger hat geschrieben:
Du kannst gerne mal einen Klick unten auf meinen Spritmonitor werfen, dann siehst Du für den Ioniq schön den BC-Verbrauch (mit der Maus am Ende der Zeile über das Computersymbol) vs. den Realverbrauch ab Ladesäule.

Wie "real" ist der der Verbrauch hinsichtlich der Messgenauigkeit der verwendeten Ladesäulen?
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Tigger » Di 21. Nov 2017, 15:29

Jogobo hat geschrieben:
"Ladevorgang beendet, 20 kWh geladen".

drilling hat geschrieben:
Ja aber keine 43% Unterschied,

Vielleicht auch einfach eine Verkuckung? Denn wie heisst es so schön: Foto oder it didn't happen...
Bei 20 Minuten Ladezeit mit 50 kW könnte das Beschriebene schon ganz gut hinhauen... ;-)

Jogobo hat geschrieben:
Wie "real" ist der der Verbrauch hinsichtlich der Messgenauigkeit der verwendeten Ladesäulen?

@Jogobo: Für die DC-Schnellladungen nehme ich einen Faktor 1,25 und liege damit meistens bei einer Abweichung von +/- 10% zur Anzeige an der Ladesäule vs. der berechneten Strommenge anhand der %-Angaben vom Fahrzeug.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 15:30

Vanellus hat geschrieben:
Entscheidend ist nicht: was verlässt die Ladesäule, sondern: was geht in die Ladesäule rein. Und das bezahlst du.

Das hätten die Ladesäulenbetreiber gern so. Aber genau das ist es, was eben nicht korrekt ist. Was in die Ladesäule reingeht, dass ist das Problem des Betreibers. Das rechnet er mit seinem Lieferanten ab. Für mich als Verbraucher ist aber interessant, was aus der Ladesäule rauskommt. Denn das bekomme ich und dafür muss ich am Ende bezahlen.
An der Zapfsäule bezahlst Du doch auch keinen Schätzwert, der sich zusammensetzt aus der gelieferten Menge aus dem Tankwagen unter Berücksichtigung der Außentemperatur bei der Anlieferung und der verdampften Menge Kraftstoff beim befüllen der Erdtanks und dem Versickerverlust wegen undichten Seitenwänden. Da steht immer wieder das Eichamt an der Zapfsäule und pappt eine neue Marke dran. Und was dann aus der geeichten Zapfsäule raus kommt, das bezahle ich.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 15:38

Tigger hat geschrieben:
Für die DC-Schnellladungen nehme ich einen Faktor 1,25 und liege damit meistens bei einer Abweichung von +/- 10% zur Anzeige an der Ladesäule vs. der berechneten Strommenge anhand der %-Angaben vom Fahrzeug.

Mit anderen Worten: Du setzt einen geschätzten Wert als real voraus und leitest daraus Dinge ab, die Du als Fakten verkaufst?!?

Du räumst selbst schon bei Deinen "Realwerten" eine Bandbreite von 20% ein. Wie "real" ist das denn? Und Deine Werte stimmen noch weniger, wenn die Ladesäule "lügt".
Die BC von E-Fahrzeugen können sich ein Schönen der Verbrauchswerte gar nicht mehr leisten, weil deren korrekte Ermittlung essenziell für das Ankommen oder Liegenbleiben ist.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 15:46

drilling hat geschrieben:
Ein guter AC-DC Trafo sollte nicht mehr als 10% verlieren.

Damit wären wir genau beim Punkt. Welches Interesse sollten Betreiber von Ladesäulen haben, einen Trafo mit hohem Wirkungsgrad in ihren Ladesäulen zu verbauen (die sicher um einiges teurer sind als Trafos mit schlechtem Wirkungsgrad), wenn (wie von einigen hier als selbstverständlich postuliert) der Verbraucher zahlt, was in die Säule rein geht und nicht das, was raus kommt.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Tigger » Di 21. Nov 2017, 15:51

Jogobo hat geschrieben:
Vanellus hat geschrieben:
Entscheidend ist nicht: was verlässt die Ladesäule, sondern: was geht in die Ladesäule rein. Und das bezahlst du.

Das hätten die Ladesäulenbetreiber gern so. Aber genau das ist es, was eben nicht korrekt ist.

Immer noch der gleiche Denkfehler. ;-)
Dann solltest Du mal anfangen Dich mit Deinem aktuellen Stromversorger zu "kloppen", denn:
* Du bezahlst für das, was in Deinen Herd reingeht, nicht für die Hitze, die am Kochtopf ankommt.
* Du bezahlst für das, was in Deinen Fernseher reingeht, nicht für das was an Bild herauskommt.
* Du bezahlst für das, was an Deinem Steckernetzteil reingeht, nicht für das, was an dem USB-Anschluß bei Deinem Smartphone ankommt.

Beim "Strom tanken" an öffentlichen Säulen:
* Du bezahlst für die Ladesäule(n) aktuell entweder gar nichts ...
* oder nach Minuten, die Du sie benutzt ...
* oder nach kWh die die Ladesäule auf der Netzseite zieht.

Beim "Strom tanken" zu Hause:
* Du bezahlst für die Menge kWh, die Dein Energieversorger an Deine Wallbox oder Deine ICCB schickt und nicht für die Menge, die in Deinem Fahrakku landet.

Jogobo hat geschrieben:
Mit anderen Worten: Du setzt einen geschätzten Wert als real voraus und leitest daraus Dinge ab, die Du als Fakten verkaufst?!

Ich nehme den Wert, den die Ladesäule angibt als gegeben - der stimmt nämlich. Meine Hochrechnung zielt daraufhin ab zu erfahren, inwieweit Klimatisierung während des Ladens, Aussentemperatur, Akkutemperatur, unterschiedliche Anfangswerte bei der Ladung den von mir zur ermittelnden Verlustfaktor beeinflussen.

Das hat damit zu tun, dass ich bei Spritmonitor schon halbwegs passende Werte eintragen kann, wenn die Säule kein Display hat und ich nicht sofort vom Kartenanbieter eine Abrechnung mit den kWh erhalte.

Und ein kleines bißchen Ironie: Nach Deiner Logik müsstest Du dann ja Ladesäulen mit Abrechnung nach Zeit lieben. ;-)
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Heavendenied » Di 21. Nov 2017, 15:56

Also normalerweise zeigen die DC Säulen das an, was auch wirklich auf der DC Seite raus kommt. So war es bisher bei allen Säulen, an denen ich geladen habe. So einen Fall wie Jogobo habe ich weder bisher erlebt noch von jemand anderem hier gelesen. Das scheint mir also einfach entweder ein "vergucker" zu sein wie es hier schon so schön genannt wurde oder aber die Säule hat/hatte wirklich nen Schlag weg.

Die Ganze Diskussion mit Finanzamt etc. scheint mir doch alles sehr weit hergeholt. Selbst wenn man ein Fahrtenbuch führt rechnet man doch am Ende mit dem Finanzamt nicht jede einzelne fahrt ab, sondern rechnet am Ende vom Jahr alle Tankquittungen zusammen, teilt die durch die Kilometer und rechnet dann prozentual aus wie viel davon privat und wie viel geschäftlich war. Und genauso läuft das beim Strom auch. Du rechnest alles an Strom zusammen was du im Jahr "getankt" hast (egal ob zuhause am Stromzähler oder eben an öffentlichen Säulen) und schaust da genau wie früher wie viel davon privat und wie viel geschäftlich ist. Den Verbrauch des Bordcomputers hat das Finanzamt noch nie interessiert und wird es auch zukünftig nicht.
Man muss doch keine Probleme konstruieren wo gar keine sind...
Gruß,
Jürgen
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