Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon spark-ed » Mo 29. Mai 2017, 19:50

Ich glaube zu wissen, dass zumindest die verbreiteten Mennekes Säulen die Kabelcodierung auswerten können und <32A codierte Kabel ablehnen.
Dabei weiß ich nicht, worüber man sich mehr ärgern soll:
Dass Hyundai dermaßen vorauseilend schieflastregelhörig trotz 32A fähigem Ladegerät nur 20A Kabel beilegt oder dass manche Ladesäulenhersteller andererseits die Regel- und Normenauslegung auf die Spitze treiben und die Kabel überhaupt abgewiesen werden.

Wieder ein Punkt mehr, der Elektroautos laden unnütz kompliziert macht.

Mein (schon an anderer Stelle formulierter) Vorschlag für alle Elektrofachkräfte und zukünftigen Ioniqbesitzer:

Kauft euch ein 32A codiertes Kabel für unterwegs (ca. €180,-) und baut euch aus dem 20A Kabel eine Heimladestation.
Das ergibt eine win - win - win - win situation :D

win 1 - unterwegs volle 6,6kW als CCS Backup- oder Destinationladung nutzbar
win 2 - Kabel ist kompatibel mit allen Typ2 Säulen
win 3 - Für max. €150,- bis €200,- Materialkosten verwandelt ihr das unnütze 20A Typ2/Typ2 Kabel in eine funktionelle Heimwallbox für mit komfortablem fest angeschlagenen Spiralkabel und je nach Zuleitung bis zu 4,6kW Ladeleistung.
win 4 - Das Schukoladekabel kann für den Verwandtenbesuch oder als "Ladeangst nehmende Rückfallebene" etc. dauerhaft im Kofferraum verbleiben oder z.B. am Arbeitsplatz eine Zweitlademöglichkeit schaffen.
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon corwin42 » Mo 29. Mai 2017, 22:52

spark-ed hat geschrieben:
Kauft euch ein 32A codiertes Kabel für unterwegs (ca. €180,-) und baut euch aus dem 20A Kabel eine Heimladestation.

Ich glaube, genau das werde ich machen. Vielen Dank für die Info.



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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon Twizyflu » Di 30. Mai 2017, 01:01

Ich brauch eh nicht mehr als die 4,6 kW :D
Aber wenns einfach gegangen wäre (und gepasst hätte) wärs kein Verlust gewesen.

Ich hätte jetzt nicht gesehen, dass der Queschnitt keine 32A vertragen würde.
Aber ok.
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon WinnieW » Di 30. Mai 2017, 15:46

Lautet die Frage nicht eher ob der Hersteller das Ladegerät für den Markt in Europa(?), zumindest Deutschland u. Österreich, auf 20 A gedrosselt hat oder wird die Ladeleistung beim Auto tatsächlich über das kodierte Kabel gedrosselt?

Falls das Ladegerät im Auto auf 20 A abgeregelt wurde halte ich ein Kabel für 32 A für herausgeworfenes Geld.
Eine alternative Lösung wäre bei einer Eigenkonstruktion ein Kabel dessen Stecker auf 32 A kodiert wurde aber einen 20 A Sicherungsautomat enthält; dann wären 2,5 mm² Aderquerschnitt ausreichend.
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon Twizyflu » Di 30. Mai 2017, 16:13

Nein, das Ladegerät kann definitiv die vollen 6,6 kW :)
Es ist nur das Kabel auf 20A codiert, weil in Deutschland das Schieflastthema gilt.
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon spark-ed » Di 30. Mai 2017, 17:11

WinnieW hat geschrieben:
Eine alternative Lösung wäre bei einer Eigenkonstruktion ein Kabel dessen Stecker auf 32 A kodiert wurde aber einen 20 A Sicherungsautomat enthält; dann wären 2,5 mm² Aderquerschnitt ausreichend.

Oh! So einfach geht das aber nicht! vor der Sicherung wäre die Leitung ja noch mit 32A abgesichert. Da muss natürlich auch der Querschnitt der Vorsicherung angepasst werden. Wenn schon, denn schon :P
Also Typ2 Stecker - mit 6mm² bis zur Zwischenbox mit dem 20A Automaten (richtige Schutzart eingehalten? bruchsicheres Gehäuse? Gebrauchslage beliebig?) und dann mit dem reduzierten Querschnitt zur fahrzeugseitigen Kupplung.
Stimmt, das ist natürlich wesentlich einfacher als gleich durchgängig 6mm² zu nehmen ;)

Mal im Ernst:
Das gefährliche ist doch, dass besonders "schlaue" Bastler genau wegen dieser blöden Restriktion auf die Idee kommen und über den Codierwiderstand "Ladekabeltuning" betreiben.

Schade, dass man im Normungsausschuss keine Ausnahmeregel für die Absicherung bei Ladeinfrastruktur zustande gebracht hat.
Anschaulicher Vergleich: Was ist mit Verbrauchern mit Eurostecker (2,5A max. zulässiger Nennstrom) und NYFAZ 2x0,75mm² Anschlussleitung die in einer mit C16A abgesicherten Steckdose betrieben werden? Solche Sachen sind dazu im Vergleich geradezu haarsträubend - aber regelkonform :|
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon WinnieW » Di 30. Mai 2017, 18:06

Danke an Twizyflu und spark-ed für eure Antworten.

Was ist denn mit den Betreibern der Ladesäulen. Haltet ihr es für denkbar dass die öffentlichen 22 kW Ladesäulen bei einphasiger Belastung aufgrund der Schieflastregelung zukünftig den Ladestrom auf 20 A begrenzen müssen?
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon gekfsns » Di 30. Mai 2017, 18:15

Das mit den 20A war bestimmt auch eine Kostenfrage, außerdem passt es viel leichter unter den Kofferraumboden als ein dickes 32A Kabel. Ich hab das 20A Kabel immer dabei. Das große schwere und unhandliche 32A Kabel nehmen ich nur auf längeren Strecken mit wenn ich plane zu laden.
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon TeeKay » Di 30. Mai 2017, 20:28

spark-ed hat geschrieben:
Ich glaube zu wissen, dass zumindest die verbreiteten Mennekes Säulen die Kabelcodierung auswerten können und <32A codierte Kabel ablehnen.

Nur die alten Versionen aus der Anfangszeit von Typ 2. Die neuen schalten bei einem 20A-Kabel auf den mit 16A abgesicherten Pfad. Ein echtes Problem ist das aber auch nur, wenn an diesen alten Säulen die 16A-Seite belegt ist. Ist die frei, kann auch ein Ioniq daran mit 16A laden.

Ich stand daher mit meinem C-Zero lange Zeit vor einer Zwickmühle: Schließe ich mich an 32A an und blockier damit den Anschluss für mögliche 32A-Lader oder nehm ich den 16A-Anschluss, obwohl ich weiß, dass in der Gegend ein A-Klasse Fahrer mit 16A-Kabel fährt, der an 32A nicht laden kann. :)
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Re: Hyundai 20A Typ2 Kabel an öffentlichen 22kW Säulen?

Beitragvon Ilchi » Di 30. Mai 2017, 20:46

gekfsns hat geschrieben:
Das mit den 20A war bestimmt auch eine Kostenfrage, außerdem passt es viel leichter unter den Kofferraumboden als ein dickes 32A Kabel. Ich hab das 20A Kabel immer dabei. Das große schwere und unhandliche 32A Kabel nehmen ich nur auf längeren Strecken mit wenn ich plane zu laden.

Bei uns passt ein 10 m langes 32 A Kabel durchaus in die Schale unter den Kofferraumboden. Vorteil sind neben den 32 A, die ich durchaus immer wieder auch nutze, die 10 m. Zumindest einmal war ich schon froh, um eine zugeparkte Säule doch noch nutzen zu können...

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