An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon Ilchi » Mo 6. Nov 2017, 23:04

Die Säulen gehören ja zum Glück zum Ladenetz, da muss man keine 1 Euro je kWh zahlen. Und ab 14 Uhr darfst du bis zum nächsten Morgen stehen, das reicht auch bei 3,7 kW für ein bisschen Zuwachs. Natürlich würde ich es aber begrüßen, wenn man auch auf einer Phase doppelt so schnell laden kann.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon chili » Mo 6. Nov 2017, 23:18

kepppfeff-ZOE hat geschrieben:
Die beiden Wallboxen in der ZKM-Tiefgarage haben nicht 22 kW, sondern 11. Steht auch so im GE-Verzeichnis (https://www.goingelectric.de/stromtanks ... -44/10404/)

Insofern kann der Ioniq logischerweise nur mit 3,7 kW laden. Geht alles mit rechten Dingen zu :lol:

Freundliche Grüße Michi



Hi Michi,
da hast Du recht!
Merci für die Info

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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon kub0815 » Di 7. Nov 2017, 00:21

gekfsns hat geschrieben:
Ich habe jetzt schon öfters von doofen Ladesäulen gelesen die das mit der Schieflast tierisch ernst nehmen.
Ich frag mich nur die ganze Zeit ob es nicht an der Zeit wäre das mit der Schieflast aus den Vorschriften zu nehmen, einen vernünftigen Grund für die Regel hab ich bisher noch nicht gefunden.

Ich fände es besser wenn man keine solchen schieflast Lader mehr in Autos für den deutschen Markt einbaut.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon tohe1979 » Di 7. Nov 2017, 22:29

Bitte nicht wieder die ewig gleiche 3-Phasen-Lader-sind-sowieso-die-einzig-Wahren. Gab's doch schon oft genug jetzt.

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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon E-Auto.TV » Do 16. Nov 2017, 11:37

gekfsns hat geschrieben:
Da bauen sie die Infrastruktur so toll aus und nutzen dafür solche"depperten" Ladesäulen


Das Problem liegt aber nicht an den Ladesäulen, die könnten nämlich mehr, sondern an dem jeweiligen Netzbetreiber und deren Regelungen zum Schutze der Netze (TAB): Der einphasige Anschluss von Verbrauchsgeräten ist nur bis zu einer Bemessungsscheinleistung von 4,6 kVA zulässig.
https://www.swm-infrastruktur.de/dam/sw ... gungen.pdf (Seite 8: Abschnitt 5.1(5) )

Dementsprechend aktivieren einzelne Netzbetreiber den Schieflastschutz in der Säule, wodurch die an sich für höhere Ladungen vorgesehenen Säulen runtergeregelt werden.

Um das Problem zu lösen, müssen sich die Netzbetreiber bewegen und die Regelungen zum einphasigen Laden intelligent anpassen, die Ladesäule kann dafür nichts.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon gekfsns » Do 16. Nov 2017, 19:13

Danke für den Link, hier entsprechende Text:
(5) Grundsätzlich sind Kundenanlagen über einen Drehstromanschluss an das öffentliche
Niederspannungsnetz anzuschließen. Der einphasige Anschluss von Verbrauchsgeräten ist
nur bis zu einer Bemessungsscheinleistung von 4,6 kVA zulässig. Eine gleichmäßige Aufteilung
der Leistung auf die drei Außenleiter ist zu gewährleisten.

Die TAB gilt für Kundenanlagen, in meinem Fall sind die Stadtwerke München der Netzbetreiber und auch Betreiber der Ladesäulen. Ich hab an der SWM Ladesäule eine effektive Batterie-Ladeleistung von 3.9kW gemessen. Dieser Wert ist nach den Verlusten vom OnBoard Charger. D.h. die EBG-Compleo Säule wird etwa 4,4kW/19A geliefert haben.
In München lohnt sich dann auch kein Kauf eines 32A Ladekabels mehr da es auch nicht mehr Ladestrom bringt als das mitgelieferte 20A Spiral-Ladekabel. Mich wundert dass da der Aufschrei bisher nicht größer war.
Müsste ich in München mit Zeittarif und Beschränkung auf 4h Ladezeit öffentlich laden, ich wäre gefrustet.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon Electroeli » Di 2. Jan 2018, 01:54

Wenn ich mal meinen Senf dazu geben darf, auch wenn die Diskussion schon etwas älter ist:

Laden auf einer Phase, auch wenn z.B. drei nebeneinander stehende Säulen jeweils eine andere Phase nutzen, erzeugt so zwangsläufig einen hohen Stromfluss im Neutralleiter. Und da liegt wohl auch der Grund für die Verordnung...

War München nicht die Stadt, die gerade die Laternen auf E-Auto-Lademöglichkeit umbaut?
Denn dann macht die Begrenzung für den Betreiber noch mehr Sinn, vor allem nachts, wenn die Straßenbeleuchtung aktiv ist. --> noch größerer Strom auf den Neutralleitern (meines Wissens nach laufen die auch auf 230V).
Somit ist die Lademöglichkeit an der Laterne immer als Kompromiss zu sehen.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon Zmeister » Di 2. Jan 2018, 09:17

Ich denke das spielen andere Faktoren eine Rolle, was machst denn wenn 100 Leute gleichzeitig Wasser kochen?

Ich Denke eher das hat 1. Mit den Kosten der Säulen zu tun und 2. Das Geschäftsmodell für Fremdlader mit 4,95€/h was nützt das dann wenn die inner Halben Stunde voll sind?

Einhaltliche KWH-Abrechnung und dann immer Anstecken wenn möglich... das ist denke ich am einfachsten...
MFG: ZMeister
:D Ioniq Style , kann ein Stromer Sünde sein??
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon gekfsns » Di 2. Jan 2018, 11:58

Wegen der Kosten kann ich mir nicht vorstellen, da muss der Säulenhersteller ja zusätzlichen Aufwand reinstecken um die Schieflast zu erkennen und darauf zu reagieren, auch wenn es nur Software ist.
Die Kommunikation mit EBG Compleo ist leider eingeschlafen, die SWM hat auf meine Mails gar nicht reagiert. Hier im Forum hab ich auch kein großes Interesse verspürt. Das Thema Schieflasterkennung scheint also außer mir keinen zu interessieren :)
Ich werde halt so auf die Destination Charger an den P+R laden, sollen dieses Jahr vermehrt kommen.
Wenn das mehr Ladebetreiber übernehmen, dann braucht sich keiner mehr ein extra 32A Ladekabel zulegen, außer er braucht mehr als 5m.
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Re: An 22kW AC-Ladestation nur Ladung mit 3,7 kW

Beitragvon HerrChristian » Di 2. Jan 2018, 14:42

Eine Frage die vielleicht etwas Offtopic ist: wenn ich zuhause mit 6,6kw laden will, brauche ich zwangsläufig eine 22kw Wallbox? Vorausgesetzt mir ist schieflast egal natu :-)

Oder gibt es auch 11 kw Wallboxen die einphasig 6.6kw können?
HerrChristian
 
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