Probefahrt gegen Gebühr?

Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon rca1234 » Fr 3. Mär 2017, 09:55

Ein Kumpel von mir ist Autohändler (allerdings komische Autos) und der hatte schon öfter in den Jahren erzählt, daß Leute übers Wochenende nen Kombi ausleihen und dann fahren sie Möbel kaufen oder zum Baumarkt. Das finde ich auch nicht ok.

Ich selbst sage den Händlern schon was ich will und bin damit bislang gut gefahren. Erstens sehen sie dadurch, daß ich mich schon mit dem Fahrzeug auseinandergesetzt habe, daß ich ernsthaftes Interesse an dem Fahrzeug habe. Zweitens sage ich auch, daß ich mehrere Angebote einhole und am Ende ein "attraktives" Angebot möchte - und da ist der Preis eine, wenn auch sehr wichtige, Komponente.

Für eine längere Probefahrt übers Wochenende hätte ich auch etwas gezahlt (hatte ich auch angesprochen), aber ich war schon nach ner Stunde (hatte mir die Route vorab zusammengestellt) zufrieden mit dem Ergebnis der Probefahrt.

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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon Ludego » Fr 3. Mär 2017, 10:44

Also bei dem Thema ist der Händler wirklich der Dumme. Für Ludego bin ich aber auch schon am überlegen wie wir das Thema angehen sollen. Denke wir werden viel mit Carsharer zusammen arbeiten, I3 Leaf und ZOE lassen sich relativ leicht organisieren, bei den anderen wird das schon wieder schwieriger. Denke aber es wird Probefahrtenpakete geben also Woche oder Wochenende, aber gegen Bezahlung, welche dann aber angerechnet wird, aber dazu müsste ich erstmal abschätzen wie hoch Preis und Nachfrage ist. Ich bin mir bewusst, das viele unserer Kunden wohl beim Autohaus testen werden und dann bei uns bestellen. Hier sollte sich aber vielleicht der Hersteller kümmern, schließlich verdient dieser ja bei jedem verkauften Auto egal von welchem Anbieter. Sollte dann vom Hersteller, Vergütung für jede Probefahrt beim Händler geben, aber dafür würde ich mich doch mal beim Händlerverband einsetzen, anstatt es auf den Kunden zu schieben. Das Problem besteht doch nicht erst seit es Elektroautos gibt.
Für uns könnte ich mir noch Elektroauto Tupperpartys vorstellen, das Auto kommt dann für eine Woche in eine Straße für einen Preis X, und alle Interessenten können dann testen, je mehr Leute man dann zusammen bekommt,desto günstiger wird es dann.
Aber wie gesagt, hier sollte sich die Händler mal mit dem Hersteller auseinander setzen. Dort ist doch das eigentliche Problem.

ein Beispiel, so sollte es doch bei allen Marken möglich sein, und wenn Elektroautos nicht so "geschäftsschädigend" wären, wäre es so bestimmt Standard.
https://anfrage.renault.de/ze48stunden/#/auswahl weiß leider nicht wie Renault das regelt.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon Mike » Fr 3. Mär 2017, 11:19

Ludego hat geschrieben:
https://anfrage.renault.de/ze48stunden/#/auswahl weiß leider nicht wie Renault das regelt.

Am einfachsten einen ZE Händler auf die 48 Stunden Probefahrt Aktion ansprechen.
So hat es bei mir problemlos funktioniert. Meine Anmeldung über obige Website blieb leider ohne Antwort, warum auch immer.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon umrath » Fr 3. Mär 2017, 11:20

Ich sage bei einer Probefahrt dem Händler ziemlich genau, was ich vorhabe und mache dann auch genau das und nichts anderes.
Wenn das dem Händler nicht passt, kann er gern "nein!" sagen - und dann mache ich eben keine Probefahrt bei ihm.
Ich werde dann bei dem Händler allerdings auch nicht kaufen.

Natürlich ist das eine Sache der Abwägung. Wobei ich sehr offen mit dem Thema umgehe (wie man wohl deutlich sehen kann) und mache auf diese Weise natürlich auch so etwas wie Werbung für einen guten Händler bzw. ein Auto, wenn es mir gefallen hat. Das könnte sicherlich auch die eine oder andere Sekundärwirkung haben, die dem Händler dann ggfs. zu Gute kommen könnte.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon vsmotorsport » Fr 3. Mär 2017, 12:22

Na ja bei mir war es genau umgedreht, eigentlich hätte mir der Händler noch was geben müssen.
Ich habe mich bei Renault zur Probefahrt angemeldet und nach kurzer Zeit einen Anruf vom Händler erhalten, kommen Sie doch am WE mal vorbei ( Tag der offenen Tür ) . Ok ich Sonntags ins Auto und ab zum Händler, dort angekommen mussten wir nach langem suchen und warten feststellen das gar kein Zoe vorhanden ist. Alles kein Problem, sobalt der Zoe zurück ist soll ich den Wagen mal einen Tag testen, wir rufen Sie an. Nach einigen Tagen habe ich dann mal nachgefragt und mir wurde gesagt übermorgen können Sie den Zoe abholen und am nächsten Tag zurück bringen. Ich habe dann früher Feierabend gemacht und bin die 30km zum Händler gefahren, dort wurde mir dann gesagt das ich eine Stunde fahren kann. Das hat dann gereicht um im Feieraben Verkehr nach Hause zu fahren, der Freundin das Auto zu zeigen und mit Verspätung wieder beim Händler abzugeben.
Danach habe ich nach Tagen ein Angebot für Gewerbekunden erhalten mit dem ich nichts anfangen konnte, nach erneutem Anruf beim Händler habe ich nie wieder was vom Händler gehört. Dort werde ich bestimmt nie was kaufen.

Zwei Wochen später bin ich dann 250km nach Bad Neustadt gefahren, alle Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben uns gleich eine Zoe für 3 Stunden gegeben. 13 Uhr dann Termin beim Boss und um 17 Uhr bin ich mit Brief in der Hand aus dem Autohaus raus. 3 tage später mit dem Zug hin und mit der Zoe zurück, so verkauft man Autos.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon bm3 » Fr 3. Mär 2017, 12:42

Ja das ist auch so ein Thema was du ansprichst, ich nenne es mal salopp "Wie wird der Laden geführt oder wird er überhaupt geführt ? "
Hatte hier und da auch schon den Eindruck dass es bezüglich Umgang mit den Kunden ein kleines Wunder wäre wenn dieser "Laden" nicht demnächst pleite geht.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon Segeberger » Fr 3. Mär 2017, 15:17

Moin ,

Habe jetzt beim durchlesen dieses Threads etwas schmunzeln müssen :)

Es war Anfang der 90er und ich (damals mitte 20) pilgerte zur Mercedesvertretung um mir den SLK anzuschauen ,
Die ersten 2-3 Minuten ließ man mich am SLK schauen ,als ich mich aber erdreiste die Wagentür zu öffnen sprang ein Verkäufer mir zur Seite ;)
Mir wurde durch die Blume gesagt das dies wohl nicht meine Preisklasse wäre !
Der Wunsch nach einer Probefahrt wurde empört verneint :shock:

Zwei Stunden später stand ich mit meinem Schwiegervater welcher dort Flottenkunde war wieder im Verkaufsraum :D
Der Verkäufer wurde von meinem Schwiegervater mit einem derben Spruch begrüßt .
Mit hochrotem Kopf wurde mir sofort eine 24 Stündige Probefahrt angeboten :D :D
Meine Lehre daraus ;
Verkäufer neigen oft aufgrund von Äußerlichkeiten Rückschlüsse auf die Zahlungskraft des (potenziellen ) Kunden zu schließen !
und jetzt :back to topic:
Ioniq Style Phoenix-Orange mit Schiebedach, bestellt am 07.01.17 in Hamburg AH Bopp+Siems, auf der Straße seit dem 27.06.17 :D
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon Zoidberg » Fr 3. Mär 2017, 16:56

Wer kann es den Händlern schon verübeln?

Ich bin zwar kein Autohändler, habe aber so manches Erlebnis eines Neuwagenverkäufers in seinem Blog gelesen. Da fahren dann vermeindliche Interessenten über das Wochenende mit Kindern und Hund in den Kurzurlaub und geben den Neuwagen versifft mit 1000+ km mehr auf dem Tacho wieder zurück. Natürlich mit leerem Tank. Und ohne einen Kaufvertrag zu unterschreiben.

So sehr ich mich über eine kostenlose Probefahrt freue, ich bin gerne bereit mich an den Unkosten zu beteiligen, ja wenigstens nachzutanken (Verbrenner).

Renault bin ich für die unkomplizierte und kostenlose 48 h Probefahrt Aktion sehr dankbar, sie hat mir die E-Mobilität näher gebracht. Perso kopiert, Schlüssel eines nagelneuen Zoe in die Hand gedrückt bekommen, "Viel Spaß - wir sehen uns übermorgen wieder!".
Tesla war dagegen ein Witz. Bei der Fully Charged Tour ging es nur einmal um den Block.
Andere Autos habe ich auf eigene Kosten zum Testen gemietet / beim Carsharing gebucht.
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon energieingenieur » Fr 3. Mär 2017, 23:21

Nun, die Händler reagieren nur auf das, was sie täglich erleben: "Ausgenutzt werden". Es passiert leider viel zu oft, dass "Probefahrten" übergebühr ausgereizt werden und dabei in keinster Weise pfleglich mit dem Eigentum des Autohauses umgegangen wird. Da ich häufig bei meinem Autohaus zu Gast bin, sehe ich auch oft Fahrzeuge, die von einer Probefahrt zurück kommen. Es gibt Menschen die in grad mal 24h ein Fahrzeug mehr versiffen können, als sie das mit ihrem eigenen Fahrzeug in 10 Jahren machen würden. Warum muss man mit einem Vorführwagen zu McDonalds? Warum muss man in einem Vorführwagen überhaupt essen? Warum muss man mit einem Vorführwagen Blumenerde transportieren und über matschige Waldwege fahren? Warum muss man darin rauchen? Der Händler hat enorme Kosten, dieses Fahrzeug jedes Mal für den nächsten Kunden aufzubereiten. Dieser erwartet schließlich auch in einem Vorführwagen das Neuwagen-Feeling und nicht, dass er Hundehaare, Kekskrümel oder eingeriebene Schokolade auf der Rückbank findet. Und jeder Kilometer kostet auch Geld. Das des Händlers. Nicht dass des Kunden.

Besonders toll ist es dann, wenn es Kunden - äh... ich meine Interessenten - gibt, die 400km mit eine Vorführwagen fahren, ihn dreckig und mit leerem Tank abstellen - alles so intensiv testen, wie sie ihr eigenes Fahrzeug später nie benutzen würden und dann beim Kaufangebot schon fast erbost reagieren, warum der Händler nicht bereit ist, jeden Internetpreis in ganz Europa unterbieten zu wollen. Wenn der Händler dann ungehalten wird, heißt es später in irgendwelchen Online-Kommentaren "Bloß nicht hingehen. Der will ja nix verkaufen."

Und gerade bei Elektrofahrzeugen gibt es viele Unentschlossene. Viele Anfragende wollen "einfach nur mal fahren". Das ist ja durchaus okay, sonst kann man Elektromobilität nicht kennen lernen. Aber dann sollte man so fair sein, und diesen Aufwand dem Autohaus von sich aus bezahlen - wenn sowieso klar ist, dass man kein ernsthaftes Kaufinteresse an diesem Fahrzeug hat.


Und was Tesla angeht: Es handelt sich um hochpreisige und leistungsfähige Fahrzeuge. Die Versicherungskosten für so einen Vorführer sind extrem hoch (Faktor 5-10 gegenüber Privater Nutzung!). Es sitzen ständig Menschen am Steuer, die so ein Fahrzeug zum ersten Mal fahren. Das Risiko ist extrem hoch. Und damit teuer. Ein Tag herumfahren kostet Tesla sicherlich ca. 300-500 EUR. Und vor allem: Gerade bei Tesla klopfen verdammt viele Leute an, die einfach nur mal Bock auf einen Tag spaßiges rumfahren haben, obwohl sie vorher genau wissen, dass sie sich das Fahrzeug nicht leisten können. Wo soll das hinführen, wenn Tesla jedem ein gut ausgestattetes Fahrzeug für ein paar Tage überlassen würde? Da könnten die sich genausogut vor den Store stellen und jedem, der vorbeiläuft 500 EUR in die Hand drücken. Mal ehrlich: Wen würde es nicht schwach machen, wenn bekannt wäre, dass man mit den Worten "Ich interessiere mich für ein Elektroauto" kostenfrei einen Tag lang ein Model S P100D fahren dürfte?
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Re: Probefahrt gegen Gebühr?

Beitragvon mara » Fr 3. Mär 2017, 23:44

Und doch funktioniert es auch anders...
Probefahrt Freitags beim Händler vereinbart er bietet mit sogar an bis Samstag das Auto zu testen.
Total unkompliziert und ohne Unterschriften für Selbstbeteiligung usw und ohne Gebühr.

Ich komme nach 5 Stunden wieder und mache Vertrag :-)
Kannte ich von den vorherigen Probefahrten bei mir in der Gegend so nicht und war sehr positiv überrascht.
Wie man es in Wald hineinruft so schallt es heraus scheint ja doch noch zu funktionieren...
Immerhin hat ja noch kein anderer Händler mehr Ioniq verkauft :D

Hatte dann auch noch gefragt ob er schon schlechte Erfahrungen gemacht hat mit Probefahrten kam aber wohl in den Jahren 2 mal vor oder so...der Rest hat wohl soweit gepasst.

LG und 8-)
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