Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Mittelhesse » So 6. Dez 2015, 17:14

Hier zuhause haben wir einen 50A Hausanschluß, und die Wallbox macht 22kW, bisher gab es noch nie Probleme egal ob kochen oder waschen :D
LG Stefan

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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon siggy » So 6. Dez 2015, 17:32

Ich habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht ob ich jetzt nicht laden kann weil gekocht werden soll. Und das sollte der Ekektriker auch hinbekommen oder eben nachschulen. Oft kann man den Hauptanschluss durch Austausch der Sicherung verstärken/erhöhen. Anbieter anfragen. Der kennt sich z.T. besser aus.
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Fluencemobil » So 6. Dez 2015, 17:54

PowerTower hat geschrieben:
Ich habe auch nur Absicherung mit 35 A und trotzdem ist die Ladestation für 11 kW vorbereitet. Eigentlich spielt es auch keine Rolle ob 3,7 oder 11 kW, denn eine Phase wird so oder so mit 16 A belastet und da läuft der Herd trotzdem mit. Ob ich nun im Zweifelsfall eine Phase überlaste oder gleich alle drei macht keinen Unterschied.

Aber mache dir da keinen Kopf, 35 A Absicherung + 11 kW Ladestation = kein Problem.

+1
ich habe ca. 1 jahr im geschaeft ZOEs mit 32A geladen, im keller ist nur 1mal an 1 Phase die sicherung (35A) vorm zaehler gekommen.
Da ich sehr guenstig auf 63A erweitern konnte, gab es nie wieder probleme. ausser das ich mich jetzt ärgere vor 2 jahren nur 6qmm kabel verlegt zu haben.
deshalb mein tipp, wenn neues kabel gelegt werden muss mind. eine nummer grösser als nötig. z.B. 6qmm fuer die 16A Starkstromdose, da eine mobile box dran (die kann man dann auch unterwegs verwenden) und wenn wirklich mal geladen und auf 4 platten gekocht wird, kann man die mobile box runterregeln. Das geht bei festinstallierten in der regel nicht so einfach.
beim zoe kann man den ladebeginn über die app des autos programmieren, so das man sicher nachts lädt, wenn das netz übervoll ist.

schönen adventssonntag noch gerd
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon eW4tler » So 6. Dez 2015, 18:09

......siehe Beitrag unten:
Zuletzt geändert von eW4tler am So 6. Dez 2015, 18:11, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon eW4tler » So 6. Dez 2015, 18:10

Ernesto hat geschrieben:
Er meinte nur, du willst an der Kraftstromdose über mehrere Stunden mit vollen 11KW ziehen. Und ich merkte schon jetzt kommt ne Ansage. Das ist doch völlig bescheuert, meinte er. Dann muss deine Frau erstmal fragen ob das Auto lädt bevor sie das Mittagessen kocht oder wie?
Typische Aussage etwas negatives gegen EV zu sagen obwohl man keine Ahnung hat, obwohl als Elektriker sollte er Ahnung haben!

1)
Wenn man es sich einteilen kann, lädt man nicht in der Zeit, in der die höchsten Leistungsspitzen gebraucht werden. Im Sommer ist es sowieso am sinnvollsten erst ab 3:00 zu laden, da es in der Nacht kühler ist und dadurch die Akkus beim Laden nicht so warm werden bzw. gekühlt werden müssen.

Im Winter dagegen ist es sinnvoll gleich nach der Fahrt zu laden, wenn die Akkus noch warm sind. Aber wenn man Zeit hat bzw. das E-Auto in einer Garage steht, kann man es natürlich auch in der Nacht machen bzw.

2)
Dein Anschluss ist also ein 3x35A. Wenn du volle 11kW nimmst, dann sind davon 3x16A weg. Also immer noch 3x 19A übrig. Jegliches Haushaltsgerät nimmt überlicherweise an einer Phase max. 1x16A. Jetzt kommt es natürlich darauf an wie das Haus verschalten ist. Aber überlicherweise wird die Verkabelung so gemacht, dass starke Verbraucher *nicht* an einer Phase hängen. Der Backofen an L1, das Kochfeld an L2 und L3, der Geschirrspüler an L1, Waschmaschine L2, Trockner L3,....usw...

Jetzt müsste ein ungünstiger Fall zusammen kommen, dass die die Geräte an einer Phase mehr als 19A brauchen. Dann bist du aber erst bei dem Nennstrom der Sicherung. Diese 35A Sicherungen werden meist als Neozed oder NH-Sicherungen ausgeführt. Damit die durchschmelzen muss ein hoher Strom über eine lange Zeit anliegen. Für 100Sek gehen da auch 60A darüber. Viele der Haushaltsgeräte nehmen aber nur für einige Minuten die volle Leistung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung

Fazit:
11kW sind in einem normalen Haushalt ohne Probleme zu machen und wenn man Off-Peak lädt ist das überhaupt kein Thema.

PS:
Siehst du dir in deinem EV-Test auch den KIA Soul EV an?

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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Spürmeise » So 6. Dez 2015, 18:18

Ernesto hat geschrieben:
Und wenn das jeder Haushalt im Dorf machen wolle, würde es nicht lange dauern, dann ist das Netz platt.

Tja, auch wenn die "flexiblen" immer davon schwärmen, am Feierabend mal schnell wieder voll zuladen, und deswegen gerne privat (mindestens) 22 kW-Lader verbaut haben wollen: zusätzlich zur von Oktober bis März zwischen 16:30 und 19 Uhr ohnehin bestehenden Lastspitze von 80 GW noch perspektivisch alle 44 Millionen PKW mit solchen 22 kW-Ladern zu versorgen, würde über 1000 GW Kraftwerksleistung benötigen, das Achtfache der vorhandenen Kraftwerkskapazität.

Heute klappt das noch, weil es in Deutschland erst 0,007 Millionen PKW mit >= 11kW-Hauslademöglichkeit gibt.

Bei E-Autos mit "richtigem" Ladegerät ist es übrigens kein Problem, einphasig weniger als 16 A zu ziehen, wenn man den "Haushalt" nicht beeinträchtigen will.
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Ernesto » So 6. Dez 2015, 18:33

Ok, mein Elk. ist 35 Jahre alt und verkabelt sehr viele moderne Anlagen, bzw Netztwerk-Geschichten.
Er ist schon fit, macht euch mal keine Sorgen. Er ist aber auch sehr realistisch und hasst es wenn billig und doppelt gekauft, gebaut wird usw. Er sieht die Dinge sehr realistisch. Elektrofahrzeuge sind schon eine schöne Sache aber es rentiert sich nicht. Und bei ihm kommt es halt nicht auf den Grünen Daumen an wenn er mit seinem Diesel günstiger und sagen wir mal "einfacher" fährt.

Ich wollt trotzdem mal eure Meinung hören.
Und mir war auch klar das aus Sicht eines EV Fahrers alles gut ist. Dachte es kommen ein paar Dinge die im Nachhinein evt aufgetaucht sind oder sich ergeben haben, was man beachten sollte usw.

PS, Kia Soul wollt ich auch nochmal fahren aber habs dann abgeblasen, da ich von dem Thema ersteinmal wieder Abstand genommen habe.
Gruß Tino
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon palim_palim » So 6. Dez 2015, 18:40

Ernesto hat geschrieben:

Er regte mich jedenfalls zum nachdenken an und nun bin ich etwas unsicher! Hat Volkswagen das doch richtig gemacht?


Volkswagen hats aus meiner Sicht definitiv nicht richtig gemacht, sonst würde jetzt ein eGolf in der Garage stehen statt einer ZOE.
Auch mit ZOE kannst Du an einer 3,7kW Wallbox einphasig Schnarchladen, wenn Du es daheim nicht eilig hast.
Oder Du nimmst gar das Notladekabel, und ziehst gemütlich 10A oder 14 A über SchuKo.

Ich kann Dir aber aus eigener Erfahrung versichern: Selbst mit einer 20A Hausabsicherung (ist in Belgien leider so üblich bei Neubauten) sind die 11kW der Zoe im Alltag kein Problem.
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Cavaron » So 6. Dez 2015, 19:02

Ernesto hat geschrieben:
Er meinte nur, du willst an der Kraftstromdose über mehrere Stunden mit vollen 11KW ziehen. Und ich merkte schon jetzt kommt ne Ansage. Das ist doch völlig bescheuert, meinte er. Dann muss deine Frau erstmal fragen ob das Auto lädt bevor sie das Mittagessen kocht oder wie?

Er meinte der normale Hausanschluss wären bei mir 3 x 35A und der Herd ist für 10-11KW ausgelegt.

Herd unter vollast zieht 3 x 16A (=11kW) und Zoe an der kleinen Kraftstromdose zieht 3 x 16A (=11kW) - macht 3 x 32A, sind noch 3A Luft auf jeder Phase. Where's the problem?
Außerdem wird man nicht jeden Tag den vollen Akku nachladen müssen und zur Not lädt man halt mit dem Notladekabel oder macht mal 30 Minuten Ladepause bis die Fettbemmen überbacken sind ;)
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Re: Mal eine Grundsatzfrage zum laden zuhause.

Beitragvon Alex1 » So 6. Dez 2015, 19:07

@Ernesto: Ich denke nicht, dass Dein Elk vernünftig ist. Er hat ausschließlich Nachteile aufgezählt, und von denen sind die Meisten (wenn nicht alle) an den Haaren herbeigezogen.

Das ist ein gerne gespieltes Spiel: Man nimmt die real vorhandene Technik und bremst damit gedanklich die Zukunft aus. Ähnlich wie die Befürchtungen, die Städte würden im Pferdemist ertrinken, wenn alle Bürger mobil würden :roll:

Wenn Du oder ich oder Dein Elk ein eAuto kaufen, wird nicht das Netz zusammenbrechen, auch wenn wir alle gleichzeitig so schnell wie möglich laden. Und auch nicht in 10 Jahren. Und auch nicht, wenn alle unsere Bekannten und Freunde das tun. Gegenfrage: Wieviele eAutos können weltweit pro Jahr überhaupt produziert werden? Bei dem heutigen Tempo hat eher der Kupferwurm die Hausinstallation zernagt als dass irgendwelche Leitungen überlastet würden.

Im Ernst: Sobald eAutos auch nur im Prozentbereich auftauchen (würden), ist der Ausbau eines smarten Netzes komplett. Schon heute können viele eAutos (zB die Zoe) die Ladezeit vorprogrammieren. Insofern steht einer netzkonformen Ladestrategie nichts im Wege.

Wo ist also das Problem?
Herzliche Grüße
Alex
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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