Kosten für eine Ladung

Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 10. Feb 2016, 08:45

Tho hat geschrieben:
Wenn man Strom öffentlich verkauft, wie es an der Ladestation geschieht, ist das etwas anderes.

Nee, eben nicht. Der Strom verlässt das Grundstück nicht und wird auch nicht über eine konsessionierte Leitung transportiert. Die elektrische Energie wird sofort verbraucht und in diesem Fall in chemische umgewandelt. Wenn jemand seine Starterbatterie lädt passiert genau das Gleiche. Die Sache mit dem Stromverkauf kommt öfters auf den Tisch. Die wird dadurch aber nicht richtiger. Bei BHKWs und PV-Anlagen wird das sehr oft gemacht und dem Nachbarn Strom verkauft. Die VNB haben das schon öfters versucht das zu unterbinden ist ihnen aber nicht gelungen.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon michaell » Mi 10. Feb 2016, 08:52

ecopowerprofi hat geschrieben:
Tho hat geschrieben:
Wenn man Strom öffentlich verkauft, wie es an der Ladestation geschieht, ist das etwas anderes.

Nee, eben nicht. Der Strom verlässt das Grundstück nicht und wird auch nicht über eine konsessionierte Leitung transportiert. Die elektrische Energie wird sofort verbraucht und in diesem Fall in chemische umgewandelt. Wenn jemand seine Starterbatterie lädt passiert genau das Gleiche. Die Sache mit dem Stromverkauf kommt öfters auf den Tisch. Die wird dadurch aber nicht richtiger. Bei BHKWs und PV-Anlagen wird das sehr oft gemacht und dem Nachbarn Strom verkauft. Die VNB haben das schon öfters versucht das zu unterbinden ist ihnen aber nicht gelungen.


hm und was ist dann mit PV Anlage, wenn vorhanden, Verkauf an Dritte :)
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Tho » Mi 10. Feb 2016, 08:53

Direktvermarktung, die ist im EEG explizit erwünscht.
Ob eine Ladesäule, die PV Strom verkauft, auch darunter fällt? ;)
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon rolandk » Mi 10. Feb 2016, 09:40

michaell hat geschrieben:
hm und was ist dann mit PV Anlage, wenn vorhanden, Verkauf an Dritte :)


Soviel ich weiß reicht ein MID-Zähler eichtechnisch nicht aus. Das hat aber etwas mit dem Eichamt zu tun. Und spätestens da könnte es Schwierigkeiten geben.

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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon Tho » Mi 10. Feb 2016, 09:50

Geeichte Zähler müssen auch nach x-Jahren nachgeeicht werden......
Bzw. müsste wahrscheinlich auch die Ladestation vom Eichamt regelmäßig geprüft werden, so wie eine Zapfsäule oder die Waagen im Supermarkt..

Solange es keine Urteile dazu gibt, bin ich aber vorsichtig überhaupt etwas als "richtig" und "falsch" zu identifizieren.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon jo911 » Mi 10. Feb 2016, 09:53

Nach meiner Sicht werden hier vom Threateröffner 2 völlig unterschiedliche Dinge vermischt:

1. Der Begriff "Spende" im Zusammenhang mit CF-Stationen. Ich verstehe es so, daß man um eine Spende bittet.
Natürlich soll diese theoretisch(und damit rechtlich) freiwillig sein. An einer Straßensammlung für das Müttergenesungswerk(nur als Beispiel) wird auch meist um eine Spende gebeten, weil sich einzelne Mütter eine Kur, die sie benötigen nicht leisten können. Manch CF-Punkt Betreiber kann sich auch keine kostenlose Stromabgabe von 10000kWh/a leisten, weil er das rein privat betreibt(kein Nutzen, wie Werbung o.Ä.); also eigentlich gemeinnützig(E-Autofahrer). Er wird um eine Spende bitten und faktisch wird es ohne diese den Ladepunkt bald nicht mehr geben.

2. Der Filter "Kostenlos" den Stromtankstellenübersicht bzw. Routenplaner. Dies hat aus meiner Sicht nichts mit Spenden oder nicht spenden zu tun. Man kann diskutieren, wie denn der Filter am günstigsten wirken soll zur Handhabung dieses Verzeichnisses. Es hat aber mit rechtlicher Auslegung nichts zu tun.

Ich finde der Filter sollte den wirklich kostenlosen Stationen vorbehalten sein, weil ich davon ausgehe, daß ich eine Spende geben werde, wenn darum gebeten wird. Und das ist für mich der einzige Zusammenhang.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 10. Feb 2016, 12:25

Tho hat geschrieben:
Direktvermarktung, die ist im EEG explizit erwünscht.
Ob eine Ladesäule, die PV Strom verkauft, auch darunter fällt? ;)

Warum nicht ???? Stromverkauf bleibt Stromverkauf. Im EEG steht nix wie das zu machen ist. Wäre auch gegen das GG.

rolandk hat geschrieben:
Soviel ich weiß reicht ein MID-Zähler eichtechnisch nicht aus.

Falsch. Für abrechnungstechnische Zwecke, und nix anderes passiert auch in der Ladestation, ist der MID-Zähler zugelassen. Was anderes gibt das MessEG auch nicht her.

Tho hat geschrieben:
Geeichte Zähler müssen auch nach x-Jahren nachgeeicht werden......
Bzw. müsste wahrscheinlich auch die Ladestation vom Eichamt regelmäßig geprüft werden, so wie eine Zapfsäule oder die Waagen im Supermarkt..

Gem. §32 MessEG besteht eine Anzeigepflicht damit die Behörde die Eichvorschriften überwachen kann. Gem. §33 Abs.1 MessEG müssen die Messgeräte bestimmungsgemäß verwendet werde. Im Klartext ein Stromzähler darf nur zum Stromzählen verwendet werden. Gem. §33 Abs. 3 MessEG muss eine Rechnung die Messwerte enthalten und nachvollziehbar sein.
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon umberto » Mi 10. Feb 2016, 15:43

ecopowerprofi hat geschrieben:
Gem. §33 Abs. 3 MessEG muss eine Rechnung die Messwerte enthalten und nachvollziehbar sein.


Kannst Du uns dann erklären, warum RWE so ein Bohei um ihre eichrechtskonfirme Abrechnung gemacht hat?

Gruss
Umbi
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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon rolandk » Mi 10. Feb 2016, 15:51

ecopowerprofi hat geschrieben:
rolandk hat geschrieben:
Soviel ich weiß reicht ein MID-Zähler eichtechnisch nicht aus.

Falsch. Für abrechnungstechnische Zwecke, und nix anderes passiert auch in der Ladestation, ist der MID-Zähler zugelassen. Was anderes gibt das MessEG auch nicht her.


Du solltest lesen (und verstehen) was ich geschrieben habe. Ich habe NICHT geschrieben, das die MID-Zähler nicht geeignet wären, sondern das es nicht ausreicht.

D.h. der Zähler ist nur ein kleines Teil, aber eben nicht das komplette System. Und wie Umberto schon geschrieben hat, wirst Du uns dann ja auch sicher erklären könnnen, warum die Energieversorger noch keine entsprechende Abrechnung anbieten. So viel ich weiß, würden die das nämlich sehr gerne machen wollen.

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Re: Kosten für eine Ladung

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 10. Feb 2016, 22:30

Du hast geschrieben, dass der MID-Zähler "eichtechnisch" nicht ausreicht. Dem Eichamt ist Abrechnungstechnik egal. Da kannst Du den guten alten Tankwart hinstellen, der nach jedem Ladevorgang den Zähler abliest. Wäre eine schöne ABM-Massnahme.
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