Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenschaft

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Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenschaft

Beitragvon max601 » Di 13. Feb 2018, 12:06

Hallo Goingelectric-Community!

Eigentlich brauchen wir einen Zweitwagen, eigentlich aber auch nicht, da er die meiste Zeit doch nur rumstehen würde. Eigentlich sollte es ein Elektroauto sein, aber eigentlich sind die auch ganz schön teuer. Die Lösung liegt auf der Hand: Carsharing.
Nachdem wir letztes Jahr aus der Hauptstadt ins Umland gezogen sind, fällt mir nun langsam auf, dass ein Carsharing im suburbanen Raum wirklich fehlt.
Nun habe ich in der Vergangenheit schon mal (ich glaube über die Signatur eines User hier) etwas über nachbarschaftliches Carsharing gelesen. Mir schwebt vor einen Verein zu gründen und dann gemeinschaftlich ein oder mehrere E-Autos zu nutzen. Nun muss ich mich dazu allerdings erst einmal umfassend informieren.

Ich suche mit eurer Hilfe Beispiele von Carsharing durch Private/Vereine/etc. um mir näher anzuschauen wie es bei denen klappt, herauszufinden was gut funktioniert und was vielleicht eine schlechte Idee ist.

Anschließend würde ich die Idee mal unserem Bürgermeister vorstellen um zu sehen, inwieweit er mich mit der Gemeinde dabei unterstützen kann. Sollte die allgemeine Resonanz gut sein, werde ich nach geeigneten Mitgliedern aus meinem Ort suchen. Ich denke es würde einige geben, die das Angebot gerne nutzen würden.

Ich freue mich auf eure Anregungen und Tipps.

Beste Grüße
Max :clap:
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon Dirki3 » Di 13. Feb 2018, 12:15

Google mal nach dem Stichwort Dörpsmobile. Da gibt's schon ein paar Carsharings auf Vereins/Genossenschaftsbasis. Und ich glaube der greentec Campus unterstützt auch derartige Gründungen, zumindest mit know how.
Gruß, Dirk

BMW i3s seit 10.01.2018 :-)
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon Tho » Di 13. Feb 2018, 12:19

Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon Elwynn » Di 13. Feb 2018, 13:35

Schau mal bei bandick auf den Youtubechannel, er hat mehrere Videos zu dem Thema gedreht und meinte zu mir auch, dass er demnächst eine Art "Anleitung" dazu veröffentlichen möchte (ebenfalls als Video), wie man das ganze Thema Carsharing in kleinen Gemeinden angehen kann.

https://www.youtube.com/channel/UCDjY5U ... bjg/videos

Vielleicht schreibst du ihm ja auch noch mal unter eines seiner neueren Videos in die Kommentare, dass du dir ein Video zu dem Thema wünschen würdest. Dadurch kommt es vielleicht etwas flotter ;)
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon DiLeGreen » Di 13. Feb 2018, 15:26

Die Abrechnung ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand, da muss jemand bereit sein sich drum zu kümmern.
Außerdem brauchst du möglichst viele regelmäßige Nutzer, damit sich die Kosten angenehm verteilen können.
Rechne nicht mit zu vielen Fahrkilometern, grade am Anfang kann das sehr schleppend anlaufen.
Es gibt aber durchaus auch auf dem Land Leute die sich kein eigenes Auto leisten können/wollen und Interesse an sowas haben, vorallem wenn das Leihauto nicht zu weit weg ist und sie hinlaufen können.
Interessenten können auch Leute sein die das Zweitauto nur unregelmäßig brauchen und stattdessen dann Carsharing machen.
Für konkrete Fragen kannst du dich ansonsten gerne bei mir melden, ich bin aktiv in einem Carsharing Verein im ländlichen Raum (siehe Signatur).
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon max601 » Mi 14. Feb 2018, 10:09

Vielen Dank für eure Anregungen!

Angenommen es finden sich nicht genügend Leute, die das vereinsmäßig machen wollen: Habt ihr noch weitere funktionierende Beispiele für gewerbliche Carsharinganbieter, die nur regional aktiv sind und damit Erfolg haben?
Bin aber immer noch auf der Suche nach der Seite, die ich neulich mal in einer Signatur entdeckt habe. Ich werde wohl mal das Zoe-Forum durchsuchen müssen.
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon tigmac » Sa 24. Feb 2018, 12:51

Ich betreibe mit ein paar Kollegen in Graz ein kleines Stadtteil-E-Carsharing (derzeit haben wir einen Nissan LEAF und eine Renault ZOE im "Fuhrpark").
Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es möglich ist so ein Konzept "im kleinen Rahmen" auch als non-profit zu betreiben.
Allerdings darf man sich nichts vormachen: Das kostet viel Zeit, Geld und manchmal auch Nerven ;-)

Die größte Hürde war mit Abstand die Versicherungsthematik: Denn auch wenn wir unser Projekt als gemeinnütziger Verein abwickeln, so ist und bleibt es eine entgeltliche Fahrzeugüberlassung und da steigen alle österreichischen Versicherer mit herkömmlichen Haftpflicht- und Vollkasko-Polizzen aus.
Im Worst Case steht man dann im Schadensfall mit einer Regressforderungen vom Versicherer da, bei diesem Thema kann man einfach nicht vorsichtig genug sein.

Mein Zugang wäre erst einmal zu checken wie das "Mietfahrzeug" versicherungstechnisch zu behandeln ist, und welche Voraussetzungn erfüllt sein müssen, sodass das Fahrzeug im Optimalfall ganz offiziell als Mietfahrzeug zugelassen werden kann.

Alternativ kann man natürlich auch versuchen einen Einzel/Spezialvertrag mit dem Versicherer seines Vertrauens auszuhandeln...

PS: In kleineren Gemeinden hat man eher bessere Chancen auch Unterstützung aus der Gemeindekassa zu bekommen =)

Liebe Grüße aus dem verschneiten Graz
René
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Unsere Webseite: http://pro-edrive.at/
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Re: Carsharing als nachbarschaftlicher Verein / Genossenscha

Beitragvon Helfried » Sa 24. Feb 2018, 13:22

max601 hat geschrieben:
Ich suche mit eurer Hilfe Beispiele von Carsharing durch Private/Vereine/etc.


Ich bekomme öfters Mails von fahrvergnügen.at
Rund um diese Sache dürfte es einige kleine, dörfliche Carsharing-Vereine geben. Aber Näheres weiß ich nicht.
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