Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon TomundZoe » Sa 29. Jul 2017, 13:50

Hallo, ich lebe in Wien, fahre seit nunmehr knapp sechs Wochen eine Zoe Q90 und bin im Außendienst tätig. Ich bin bisher ca. 6000 km durch halb Österreich, also auch Langstrecke, gefahren und habe nur öffentlich, großteils kostenfrei, getankt.

Mein erstes Resümee:

+ ruhiges, entspanntes und entschleunigtes Fahren
+ in den Bundesländern gibt es auch jetzt schon ausreichend Ladepunkte, Wien hinkt deutlich hinterher
+ meine Kosten haben sich deutlich reduziert

- spontane Langstreckenfahrten sind eher schwierig
- schnelle Autobahnfahrten, weiter als 150 km, sind mit der Zoe nicht möglich

Ich habe mich übrigens für die Mietvariante der Batterie entschieden. Dafür gibt es zwei Gründe:

* die Garantie auf die Batterie ist bei der Miete wesentlich besser
* wenn ich das Auto nach drei oder vier (oder...) weiterverkaufe, braucht sich der Käufer keine Gedanken über den Zustand der Batterie machen (viele kennen nur den Verfall der Akkuleistung vom Smartphone)

Zusammenfassend kann ich sagen, dass bei einer Kilometerleistung von durchschnittlich 1000 km wöchentlich vor allem an Tagen mit mehr als 300 beruflichen Gesamtkilometern etwas mehr Planung notwendig ist, ich aber bis jetzt keinerlei Zeitprobleme hatte und nur noch ungern mit dem Verbrenner (Mercedes B200) meiner Freundin fahre.
TomundZoe
 
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Beitragvon rolandk » Sa 29. Jul 2017, 14:15

TomundZoe hat geschrieben:
- schnelle Autobahnfahrten, weiter als 150 km, sind mit der Zoe nicht möglich

Wie sinnvoll ist eine Dauerleistung von 130 km/h wenn man letztlich auch nicht viel schneller ankommt, wenn man die Geschwindigkeit reduzieren würde?

Und dann sind mit der neuen Batterie Strecken über 150 km sicher kein Problem.

Die Frage bleibt ausserdem, wie häufig man Strecken > 100 km fährt.

TomundZoe hat geschrieben:
* die Garantie auf die Batterie ist bei der Miete wesentlich besser


auf dem Papier. Wenn Du das erste Mal den Service von Renault bezgl. der Batterie (bseonders eines ölteren Exemplares) benötigst, könnte sich Deine Meinung schnell ändern. Da es nicht Deine Batterie ist, darfst Du daran dann auch nichts machen. Und solltest Du es Dir doch mal anders überlegen, wird Dir Renault keine Batterie verkaufen (soweit der aktuelle Stand der Dinge).

Tipp: sieh Dir mal das Thema Batterie, Fluence, und Twizy hier im Forum an. Man wundert sich, wie kundenfreundlich Renault sein kann. Wenn Du bezüglich "Freundlichkeit" nichts findest, ist das normal....

TomundZoe hat geschrieben:
* wenn ich das Auto nach drei oder vier (oder...) weiterverkaufe, braucht sich der Käufer keine Gedanken über den Zustand der Batterie machen (viele kennen nur den Verfall der Akkuleistung vom Smartphone)


Schon, aber die Qualität läßt sich einerseits ganz gut auslesen, und durch entsprechende Fahrten eigentlich ganz gut dokumentieren. Ich würde die Zoe-Batterie nicht unbedingt mit einer vom Smartphone vergleichen. Diese Vergleiche sind mit E-Rollern zweifelhafter Quelle eher berechtigt.

TomundZoe hat geschrieben:
und nur noch ungern mit dem Verbrenner (Mercedes B200) meiner Freundin fahre.


Das ist das wichigste. Hauptsache, Deine Freundin entdeckt die kleine Französin nicht für sich.

Ich wünsch Dir immer eine Handbreit Elektronen im Akku.
Roland
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon chbla » Sa 29. Jul 2017, 20:07

So, dieses Wochenende haben wir den ZOE hier - bin aber nicht ganz sicher welche Version das ist.
Wo sieht man das? In der Zulassung stehen nur irgendwelche laengeren Nummer.
Ist leider die Variante mit der kleinen Batterie.

Was mir aufgefallen ist, im Vergleich zum Nissan Leaf ists etwas weniger Auto (Komfort, Verarbeitung, etc). Fuehlt sich etwas billiger an. Das Display hat im Leaf wesentlich mehr informationen, das hat mir gut gefallen.
Ansonsten merkt man nicht viel Unterschied, etwas weniger Kraft, den B-Modus gibt es in dieser Version nicht, aber wie bereits beim Nissan bin ich sehr begeistert.

Gleich ein paar Strassen die ich oefter fahre, mit extremer Steigung, ausprobiert. Vermutlich kann man die Leistungsangaben nur schwer mit einem Verbrenner vergleichen, es ist allerdings erstaunlich wie leicht sich diese Elektroautos bergauf tun, wo andere Kleinwagen im 1. und 2. Gang Muehe haben. Und vorallem so unkompliziert..

Ein paar Fragen habe ich gleich noch:

Nachdem die Dame vom Verleih (regionaler Stromanbieter) mitbekommen hat das wir den Zoe bzw. Leaf zum vergleichen ausgewaehlt haben, hat sie uns noch geraden den Hyundai IONIQ auch noch auszuprobieren - und nachdem das alles Umsonst ist werde ich das auch machen.
Wenn ich das richtig sehe ist der Hyundai noch eine Kategorie hoeher einzuordnen, auch preislich leicht darueber.

Es wurde oben geschrieben der Hyundai kann schneller laden und ist ab 100kmh effizienter, allerdings nur bei den Schnellladestationen. Ansonsten ist die Ladeleistung auf 6kw limitiert wenn ich das richtig sehe? Das waere dann ja schon ziemlich wenig, im Vergleich.

Nutzungsprofil ist eben der Weg zur Arbeit (40km hin und zurueck), alltaegliches, Ausfluege und Spasseshalber dann wohl auch mal was laengeres wie zum Beispiel an den Lago Maggiore. Ich muss auf der Autobahn nicht zwingend 160 fahren koennen und der grossteil wird sich wohl auf kuerzeren Strecken abspielen.

Die Drillinge habe ich mir angesehen, nachdem hier in Vorarlberg die Wege (Ausfluege, Skifahren, etc) doch etwas laenger sind und wir in einer nicht allzugrossen Stadt wohnen, wuerde ich mich vermutlich doch eher fuer die Zoe Klasse entscheiden. Auch weil ich mir ziemlich sicher bin das das Auto, wie uebrigens auch die Dame der Firma gesagt hat, eher zum Erstauto mutiert.

Frage am Rande: Wie ist das mit Fahrrad oder Ski-Traegern bei solchen Autos, gibts das und mit wieviel weniger Leistung muss man da rechnen? Nur aus interesse...

Batteriemiete vs. Kauf bin ich mir immer noch nicht sicher, da werde ich die Vor- und Nachteile nochmals zusammenschreiben und mir die Zahlen durch den Kopf gehen lassen.
Ich habe auf meinem Caddy-Mini-Wohnmobil Solarplatten fuer eine kleine Inselanlage mit Winston Akkus die auch fuer KFZ verwendet werden, und die Laufzeit und Robustheit dieser Zellen ist erstaunlich. Ich kann mir gut vorstellen das es da in Zukunft Firmen geben wird die sich auf Fahrzeugbatterien spezialisieren und man mit einer gekauften Batterie vermutlich recht wenig Probleme haben wird.
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon wp-qwertz » Sa 29. Jul 2017, 20:36

radträger fürn zeo ist möglich:
https://paulchensystem.net/products/de/ ... t/zoe.html

glückwünsche zu probefahrten - gut dass du/ ihr das macht :!:

der ioniq ist im vergleich DEUTLICH effizienter. dafür dann aber auch deutlich teurer, weil vor allem auch noch nicht gebraucht zu guten preisen.
der ioniq ist zu hause eine echte schnrachnase und läd und läd und läd. in der nacht kP ! wenn du aber leer bist, dann zu hause lädst, dann spontan weg willst und keinen schnelllader umme ecke, dann stehst du da und bleibst auch stehen :D
da ist der zoe ein echter AC-fast-alles könner und spielt eben hier seine stärken aus.

ich würde mittlerweile kaufen, weil die akkutechnik gut zu sein scheint, mich die mieten an röno genervt haben (subjektiv) und du einen km-kontingent/ jahr hast. den darfst du natürlich überschreiten, musst es aber zahlen. hier fühle ich mich mit dem kaufakku freier - ist aber letztenlich wirtschaftlich das gleiche ob kauf- oder mietakku. erst wenn du den mietakku länger fährst als.... ein paar jahre :D dann wird es teurer.

bei den 40km rate ich dir aber trotzdem, einen der drillinge mal zu testen wenns geht! denn das wäre einfach der günstigste einstieg in die eMobilität :!:

viel spa´ß weiterhin und halte uns auf dem laufenden. ist spannend :D
Versteigere bis zum 29/01/18 Model-S für Kinder für nen guten Zweck:
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon drilling » Sa 29. Jul 2017, 20:40

chbla hat geschrieben:
Frage am Rande: Wie ist das mit Fahrrad oder Ski-Traegern bei solchen Autos, gibts das und mit wieviel weniger Leistung muss man da rechnen? Nur aus interesse...


Das ist gerade ein Vorteil der Drillinge, die haben 45 kg erlaubte Dachlast (ideal für Skis oder ein Fahrrad, zwei Fahrräder nur wenn beide sehr leicht) und somit gibt es Dachgepäckträger für die Drillinge zu kaufen, die Zoe und der Ioniq haben keine zugelassene Dachlast und dürfen somit keinen Dachgepäckträger montieren.
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon TomTomZoe » So 30. Jul 2017, 13:26

@TomundZoe
Unterscheidung unterschiedliche Motorvarianten, siehe auch hier
Zuletzt geändert von TomTomZoe am So 30. Jul 2017, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
08/2016-02/2018 Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-17,2kWh/100km (Sommer-Winter)
Ab 09.02.2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild
Seit 08/2016 schon 52t ekm (Diesel 07/2017 verkauft)
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon Leaf2020 » So 30. Jul 2017, 16:23

schon lustig, wie waren mit der R240 schon 6x in Italien (die Kurzurlaub in Österreich zähle ich schon garnicht mehr als Fernreise) ohne nennenswerten Streß und dann gibt es Leute die machen sich einen Kopf ob die Q mit dickem Akku im Alltag ausreicht. Genau wie ein Kumpel von mir der sich die ZOE mit 41er Akku gekauft hat, er meint für seine Strecken - max. 100 KM - sei das Alltagstauglich. Er hat sogar Starkstrom in der Garage. Wir sind langsam im Kommerz angekommen bei den E-Autos. Mit early doper hat das nix mehr zu tun!
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon chbla » So 30. Jul 2017, 18:14

Dabei dachte ich ich habe mich schon entschieden.. haha
Wir werden nachfragen ob wir einen der Drillinge testen koennen - Freundin ist aber eher dagegen und will unabhaengig sein mit dem Zweitauto. Sie hat Freundinnen die ca. 200km entfernt wohnen und will die dann oefter besuchen.
Aber mal sehen..

Ich hab mir die Unterlagen die wir fuer Zoe und Ioniq bekommen haben grad mal angesehen.
Was mich wundert ist das der Zoe da als schwerer angegeben ist, obwohl ich dachte der Hyundai waere "mehr" Auto.

Den Unterschied in der Effizienz sieht man an den Angaben. Was das laden betrifft das ist mit 4.5h (Zoe 400V, 16A) vs 8h (Ioniq 230V, 16A). Das heisst den Hyundai muesste man immer ueber Nacht laden, finde ich etwas Schade das es da keine schnellere Moeglichkeit gibt zumal wir den Starkstrom Anschluss sowieso an der richtigen Stelle haben.

Die Fragen die sich dadurch stellen sind:

- wie oft ergibt sich eine Situation bei der der Zoe schneller geladen werden muss/soll
- wie sieht es mit Schnellladestationen fuer den Ioniq zuhause und auf den ueblichen Langstrecken (zB. eben Lago Maggiore), aus.
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon wp-qwertz » So 30. Jul 2017, 18:33

- wie es bei dir/ euch mit schnellladesäulen aussieht, kannst du hier recherchieren:
http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

- wie oft ergibt sich die situation, dass auto schnell geladen werdne MUSS... tja: auf der reise: hier ist der ioniq besser (und das doppelt, denn er lädt mit ccs schneller und verbraucht weniger :D !); wenn zu hause eine notfallsituation eintritt... z.B. du musst jemanden ins krankenhaus bringen etc. dann müsstest du den krankenwagen rufen, wenn der akku leer ist. ist auch kP. wenn du jemanden spontan vom bahnhof abholen willst, gehts nicht. muss der mit bus&bahn kommen, oder taxi...

also: wenn du den ioniq einfach immer ansteckst, dürften die notfallsituationen idR machbar sein. denn 1) gibt es die ja selten! und 2) hast du, weil du immer ansteckst, immer was im akku...
ich denke also, dass es einfach eine frage der gewohnheit ist.
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https://tff-forum.de/viewtopic.php?f=5& ... 89#p480534
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Re: Neuling sucht zweitauto - ZOE Q90 Ladeprobleme?

Beitragvon drilling » So 30. Jul 2017, 18:38

Ich dachte es soll eh ein Zweitauto werden, d.h. im Notfall ist doch immer noch der Verbrenner vorhanden?

Wir haben auch einen Drilling und einen Verbrenner, und es ist bisher eigentlich noch nie vorgekommen das wir gezwungen waren den Verbrenner zu nehmen weil nicht genügend Saft im Akku des Drillings war (für die Langstrecke verwenden wir allerdings sowieso grundsätzlich den Verbrenner).
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