Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Alles über den Elektroauto-Kauf

Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon schubkarr » Fr 29. Apr 2016, 08:14

Hallo zusammen,

ich bin komplett neu hier und freue mich auf interessante Geschichten und Infos rund um das E-Mobil.

Ich bin seit einiger Zeit vom elektrischen fahren begeistert. Hatte mal einen BMW I3 zur Probefahrt und habe während dieser Fahrt immer nur gelächelt :lol: . Das ist mir mit keinem Auto vorher passiert. Jetzt stellt sich für mich die Frage: Kaufen oder nicht kaufen? :?:

Wenn es nur nach dem Auto ginge wäre das schnell geklärt. Ich habe eine Garage und könnte sogar Solarplatten nutzen. Mein Arbeitsweg sind 55km Autobahn aber meine Frau arbeitet nur in der Stadt.

ABER:
Hier kommt der große Kostenfaktor ins Spiel. Ich fahre mit meinem Stinker zur Zeit sehr günstig auf Arbeit und meine Frau mit Ihrem Smart günstig in der Stadt. Leider bin ich finanziell nicht so gut aufgestellt (gerade Haus gebaut und Kind bekommen), dass ich mal eben 30 - 40 tsd Okken über habe.

Könnt ihr mir ein wenig helfen um den Kostenfaktor für mich etwas sinnvoller zu gestallten? Was sind die laufenden Kosten bei eine E-Mobil, wie sieht es mit Gebrauchten aus? Was kostet eine Wallbox mit Anschluss?

Und das wichtigste ist: Wie kann ich meine Angst bzgl. Fehlinvestition bekämpfen?

Viele Grüße
schubkarr
 
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon AndiH » Fr 29. Apr 2016, 08:42

Hallo,

beim 55km Arbeitsweg (einfach?) solltest du klären ob beim Arbeitgeber laden möglich wäre, das wird in Zukunft sogar steuerbefreit möglich sein. Falls das nicht möglich ist oder du das nicht machen willst solltest du noch bis etwa Ende des Jahres warten um die nächste Akku Generation mitzunehmen oder dir den aktuellen Leaf oder Zoe mit größerem Akku anschauen. Wenn die Kasse wirklich knapp ist wäre der Modellwechsel auch eine gute Gelegenheit um neuwertige Gebrauchte günstig abzugreifen.

Die Wallbox gibt es in allen möglichen Varianten und Preislagen, das hängt aber auch von der bei dir möglichen Anschlussleistung ab. Im einfachsten Fall mit einphasig 16A kommen die günstigen auf ~400 Euro mit der Tendenz fallend.

Das Risiko einer Fehlinvestition ist meiner Meinung nach nicht größer als bei einem Verbrenner, allerdings werden in den nächsten ~10 Jahren die Reichweite steigen und die Preise sich nach unten bewegen.

Ansonsten darauf achten das entweder Mietakku oder eine angemessene Garantiezeit drin ist.

Gruß und viel Spaß beim stromern

Andi
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon AndiH » Fr 29. Apr 2016, 08:48

Noch zu den Kosten : Wenn man zur Zeit den Kaufpreis für ein E-Auto gegenüber einem Verbrenner in der selben Fahrzeugklasse einrechnet lohnt es sich finanziell nur am oberen Spektrum (Tesla) weil dort auch die Verbrenner übermässig teuer sind. Wenn man den Kaufpreis aber einfach als Budget sieht das man eh ausgibt sind die Betriebskosten eines E-Autos eigentlich immer deutlich niedriger.

Gruß

Andi
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon eSmart » Fr 29. Apr 2016, 09:06

Kauft Euch einen Smart EV, den gibt es gebraucht um 10k€. Der ersetzt den alten Smart bestens.

Das Auto über die PV laden wird wohl nichts wenn Du tagsüber unterwegs bist.
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon schubkarr » Fr 29. Apr 2016, 10:08

Danke für eure Anregungen.

Ich bin nicht auf ein bestimmtes Fahrzeug festgelegt. Preislich kommt aber wohl nur ein Renault Zoe in Betracht.

eSmart hat geschrieben:
Kauft Euch einen Smart EV, den gibt es gebraucht um 10k€. Der ersetzt den alten Smart bestens.

Das Auto über die PV laden wird wohl nichts wenn Du tagsüber unterwegs bist.

Smart schön und gut aber wir brauchen durch unseren Nachwuchs etwas mehr Platz bzw. mehr als 2 Sitze.
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon AndiH » Fr 29. Apr 2016, 11:05

Bei Zoe musst du natürlich noch die Batteriemiete gegenrechnen, die ist auch nach Kilometerzahlen gestaffelt. Falls du noch etwas Zeit hast würde ich noch warten ob bis Ende des Jahres noch was brauchbares kommt. Wenn der Einstiegspreis tatsächlich ein sehr wichtiges Kriterium ist und du dir den hohen Wertverlust der ersten Jahre sparen willst solltest du dir die gebrauchten Stromer anschauen die es tatsächlich schon gibt. Dort kann man kaum was falsch machen, wenn die Batterie gemietet ist sowieso nicht.

Gruß

Andi
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon PowerTower » Fr 29. Apr 2016, 12:24

Kannst du denn auf Arbeit laden? Ansonsten sind 110 km mit vielen aktuellen Modellen im Winter grenzwertig. Vielleicht wäre ein gebrauchter e-up! eine Überlegung wert? Ist größer als der Smart und gibt es gebraucht um die 18.000 Euro. Der Akku ist im Kaufpreis mit drin und hat 8 Jahre Garantie.

Noch günstiger wäre ein PSA Neuwagen. Wenn sich Citroen und Peugeot an der Prämie beteiligen, gibt es C-Zero und iOn bald für 15.000 Euro als Neuwagen, ebenfalls mit 8 Jahren Akkugarantie. Kommt halt auf die eigenen Ansprüche an. Ist natürlich kein Vergleich zum i3, dafür eben finanziell besser darstellbar.
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon Zoelibat » So 1. Mai 2016, 17:25

PowerTower hat geschrieben:
Noch günstiger wäre ein PSA Neuwagen. Wenn sich Citroen und Peugeot an der Prämie beteiligen, gibt es C-Zero und iOn bald für 15.000 Euro als Neuwagen, ebenfalls mit 8 Jahren Akkugarantie. Kommt halt auf die eigenen Ansprüche an. Ist natürlich kein Vergleich zum i3, dafür eben finanziell besser darstellbar.

Würde auch in der unteren Preisklasse entweder zu den Drillingen (iMiev, iOn, C-Zero) oder zu einem Zoe greifen. Als Gebrauchtwagen bekommst du diese auch bereits sehr günstig. Beim Zoe musst du auf jeden Fall die Batteriemiete einkalkulieren.
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-140.html#p610816
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon schubkarr » Mo 2. Mai 2016, 07:15

Danke euch!

Sind denn die PSA Wagen für die Autobahn geeignet? Ich fahre nicht schneller als 120km/h mit meinem Diesel aber bringen es die Stromer bei diesem Tempo auch zur gewünschten Reichweite? Ich gehe davon aus das ich mit meinem Arbeitgeber über das laden sehr gut reden kann. Ist ja immer ein kleiner Imagevorsprung gegenüber der Konkurrenz :-)
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Re: Entscheidungshilfe für E-Mobilität gesucht

Beitragvon drilling » Mo 2. Mai 2016, 07:25

schubkarr hat geschrieben:
Danke euch!

Sind denn die PSA Wagen für die Autobahn geeignet? Ich fahre nicht schneller als 120km/h mit meinem Diesel aber bringen es die Stromer bei diesem Tempo auch zur gewünschten Reichweite? Ich gehe davon aus das ich mit meinem Arbeitgeber über das laden sehr gut reden kann. Ist ja immer ein kleiner Imagevorsprung gegenüber der Konkurrenz :-)


55 km sind auch im Winter bei 120km/h kein Problem, aber für die Rückfahrt würde es nicht reichen, d..h. du müsstest zwingend auf der Arbeit wieder aufladen, die Drillinge C-Zero, Ion und I-Miev laden an einer normalen Schuko in ca. 5 bis 6 Stunden (auf 16A Ladekabel achten, manchen kommen nur mit 10A Ladekabel!).
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