200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

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200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Do 22. Feb 2018, 12:32

Hallo Zusammen,

ich bin neu in eurem Kreise und noch kein Elektroauto-Besitzer, aber ich spiele mit dem Gedanken.
Ich habe die letzten Tage viel gegooglet und auch viel von Excel rechnen lassen, aber dennoch Fehlen mir Antworten oder es plagen mich Zweifel ob ich das richtig durchdenke oder einschätze.

Ich möchte euch zuerst das ist beschreiben und danach was mir so vorschwebt.

Ist:
Zwei Autos:
- Diesel Kombi mit AHK zum Wohnwagen ziehen, Großeinkauf und sonstige Familienausflüge. Wird außerdem für die tägliche Fahrt zum Bahnhof verwendet.
- 4-türiger Kleinwagen, haupsächlich für die mobilität von Frau und Kind, sowie Arbeitsweg meiner Frau.

Fahre derzeit noch mit Auto, Bahn und Bus/Fahrrad zur Arbeit (Fahrzeit 1h 35min und 2300,-€ Bahnkosten im Jahr).

Die Idee:
- Der Diesel-Kombi bleibt und wird künftig von der Frau bewegt auch wenn er dann deutlich mehr Kurzstrecke übersich ergehen lassen muss.
- Anschaffung eines Stromers für meine Täglich Weg zur Arbeit (84km eine Strecke, 64km Autobahn). Das spart mir im idealfall schon mal 35 min pro Strecke (70mi am Tag). Bahnkosten fallen weg.

Warum kein Diesel zum Pendeln?
1. Der Vorhandene Kombi soll noch ein paar Jahre durchhalten, hat aber jetzt schon 140k auf dem Tacho und hätte im Pendel betrieb nach 3 Weiteren Jahren bereits 260k auf der Uhr und müsste wohl bald ausgewechselt werden.
2. Ein kleiner Diesel Flitzer, wäre sicher günstiger in Unterhalt und Verbrauch als der Kombi, aber auch hier hat man nach ein paar Jahren die selben probleme und generell höhere Wartungskosten als beim Stromer.

Meine Fragen:
1. Packe ich die 160km auch im Winter hin und zurück ohne Laden wenn ich z.B. einen Zoe R240 oder R400 hätte?
2. Ich vermute das der Antrieb eines Elektroauto prinzipiell erstmal einfacher Aufgebaut ist (Elektromotor) und langlebiger als ein Verbrenner (Mehr bewegliche Teile die einem Verschleiß unterliegen). Stimmt das?
3. Den Akku sehe ich nicht als Problem, ich würde bei der Laufleistung pro Jahre (40k und mehr) definitiv Mieten und bekäme im Falle eines defektes oder schwächerer Leistung ja einen Neuen. Richtig?

Weitere Ideen:
Ich habe Errechnet das ich beim 1,10€/L Diesel knapp 1.200,-€ pro Jahr sparen könnte und abzüglich Verkauf des Kleinwagen und Pramie knapp 8 Jahre bräuchte damit es sich die Neuanschaffung gelohnt hätte. Mit einem gebrauchten R240 ginge es sogar noch schneller, aber ich bin mir unsicher ob der für mein Fahrprofil reichen würde. Steigenende Spritpreise würden die Rechnung zusätzlich begünstigen.
Aber eigentlich würde ich wohl über kurz oder lang sogor zusehen das Photovotaik auf dem Dach habe und das Auto über einen Pufferspeicher über Nacht lade. Allerdings habe ich keinen Schimmer was mich das wieder kostet und ob es sich lohnt. Viel Webseiten behaupten das es um so schneller lohnt umso mehr man selbst vom Strom verbraucht, aber teils sind die auch nicht gerade jungen Datums.

Generell würde mich interesieren was ihr von meiner Idee haltet und wenn ihr meine Fragen beantworten könntet.
Danke, Gruß
JumpingJohn

PS: Es kommen sicher noch mehr Fragen! ;-)
JumpingJohn
 
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Tho » Do 22. Feb 2018, 12:39

Könntest du auch bei/in der Nähe der Arbeit laden?
Wenn nein, dann würde ich im Falle der Zoe auf jeden Fall zum Z.E. 40 (großer Akku) raten.
Damit schaffst du unter allen Umständen die 200km.
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon wp-qwertz » Do 22. Feb 2018, 13:00

PV: wenn diese wie bei mir nur suboptimal ausgerichtet ist und außerdem nicht sehr groß, lohnt sich mMn ein puffersespicher überhaupt nicht. preis-leistung stehen wohl nicht im verhältnis.
wenn du das geld übrig hast und spaß daran, dann ok. aber wenns wirtschaftlich sein soll, dann nicht.

es sei denn: du hast eine ziemlich gro´ße fläche für die PV übrig und eine top ausrichtung. dann mag es hinkommen.

und:
- zoe soll es sein?
- wie oben schon gefragt: lademöglichkeit beim AG/ bei dir selber/ auf der strecke =?

bin gespannt.
finde deine richtigung auf alle fälle die richtige :D
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon acurus » Do 22. Feb 2018, 13:42

Auch wenn es vermutlich einigen nicht schmecken wird: ich würde die Zoe in Frage stellen. Ich persönlich würde damit nicht täglich 2*64km Autobahn fahren wollen. Ja, es gibt genug die das anders sehen, aber ich finde sowohl die Motorleistung als auch den Verbrauch da nicht passend. Dazu das eher schlechte Licht.

Ein Ioniq sollte das Fahrprofil doch auch packen und ist sicher die bessere Alternative.
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Immer einen Besuch wert: der Elektrostammtisch OWL, jeden 1. Samstag im Monat: https://www.goingelectric.de/forum/vereine-stammtische/elektro-stammtisch-owl-t30935.html
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Jeggo » Do 22. Feb 2018, 14:02

Hallo,

eine PV Anlage mit Speicher lohnt sich wirklich nur, wenn Du damit Teil einer Community o.Ä. wirst und somit zusätzlichen
günstigen Strom erhalten kannst.

Hier mal grob meine Daten:
- PV in Südlage 35° Dachneigung, 9,9kWp
- Speicher 8kWh
- Stromflat: 5500kWh für ca. € 240,-

Preis ca. 24.000,- (incl. MwSt). Sollte sich nach ca. 10-12 Jahren amortisiert haben (Grobe Rechnung: Stromkosten für 5.550 kWh gespart + Ertrag aus verkauftem Strom. Jeweils mit jährlicher Steigerung).

Im Moment habe ich auch eine Zoe. Bist Du ein gemütlicher Gleiter auf der Autobahn oder immer schneller unterwegs?
Zum längeren schnelleren fahren halte ich die Zoe eher nicht geeignet. Fahre ca. 25km Autobahn mit maximal 120km/h.
Das geht ganz gut.

Bis bald

Jens
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon EVduck » Do 22. Feb 2018, 14:12

Also die Strecke in der Zoe (insbesondere einer ZE40) ist gar kein Problem (wg. Fahrkomfort). Ich habe von Jan.2014-März 2016 jeden Tag 2*93km (62km Autobahn) gemacht. Mit einer R210 und nachladen (meistens) auf der Arbeit. Im Sommer ging bei zurückhaltender Fahrweise auch hin- und zurück. Allerdings war die Autobahn sowieso nicht mit mehr als 120km/h zu fahren, da voll.
eMobilität: Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe
eFahrzeug: Zoe Intens perlweiß
ORDER≡D 2016-04-01 03:58
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Misterdublex » Do 22. Feb 2018, 14:36

Darf ich noch eine weitere Anregung geben? Ich bin ja sonst nicht für Plug-In-Hybride, aber wäre es nicht möglich den Diesel-Kombi gegen einen VW Passat GTE zu tauschen und wenn möglich die VW-Abwrackprämie mitzunehmen.

Den GTE könnte deine Frau dann auf der Kurzstrecke elektrisch fahren.
Du solltest bei der Bahn bleiben. Ich bin 7 Jahre einfache Strecke 85 km Auto gefahren, wochentäglich, war viel, viel nerviger als Bahn fahren, der Zeitgewinn machte das nicht wett.

Heute fährt vorwiegend meine Frau mit dem e-Golf und ich pendel mit der Bahn in der 1. Klasse. Wirtschaftlicher ist es auch.
E-Golf300-Fahrer als [b]Familienerstwagen[\b]
smart Ed (451) als Pendelauto
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Do 22. Feb 2018, 14:37

Super, danke schon mal für die vielen interesanten Antworten.

Leider kann ich bisher an der Arbeit nicht direkt, laden die nächste Lademöglichkeit ist knappe 10-15 Minuten Fussweg entfernt und dauerhaft kann ich da sicher nicht stehen bleiben, ich würde also viel von der eingesparrten Zeit wieder verlieren, daher sollte das Auto beide Strecken schon am Stück schaffen können, was die Auswahl dann schon deutlich einschränkt.

Ich fahre auch mit dem Diesel kombi meist nur mit 120 mit eingeschaltetem Tempomat, mehr geht auf der A3 meist eh zu den Zeiten in denen ich unterwegs bin nicht. Mit dem Elektroauto würde ich evt. auch nur 110 fahren, jenachdem wie es sich auf die Reichweite auswirkt.

Ich würde mich im übrigen bewusst für ein eher kleineres Auto entscheiden. Im Moment habe ich das gefühl unnutz viel gewicht und leeren Luftraum durch die Gegend zu bewegen und das obwohl ich den Wagen meist nur bis zum Bahnhof (22km) und zurück bewegen. Und er steht halt auch den ganzen Tag auf einem öffentlichen Parkplatz den ich nicht im Blick habe. Hatte an meinen Autos schon zerschmetterte Scheiben und von vorn bis hinten zerkratzten Lack (die letzten 5 Jahre aber zum Glück nichts mehr derartiges).

Also ich habe im Moment tatsächlich den ZOE in der engeren Wahl.
1. weil er preislich atraktiv ist und vor allem weil er damit auch von der Reichweite hin kommt.
2. da er sich bei der 88PS variante von den Daten her eigentlich als ganz gut dafür eigenen müsste.
3. is er Design technisch sehr gelungen. Der Nissan Leaf gefällt mir zum Beispiel nicht allzu sehr.

Sollte es aber Alternativen zum ZOE geben die man sich angeschaut haben sollte (Designe hin oder her) dann nennt mir diese bitte.
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon JumpingJohn » Do 22. Feb 2018, 14:43

Misterdublex hat geschrieben:
Darf ich noch eine weitere Anregung geben? Ich bin ja sonst nicht für Plug-In-Hybride, aber wäre es nicht möglich den Diesel-Kombi gegen einen VW Passat GTE zu tauschen und wenn möglich die VW-Abwrackprämie mitzunehmen.

Den GTE könnte deine Frau dann auf der Kurzstrecke elektrisch fahren.
Du solltest bei der Bahn bleiben. Ich bin 7 Jahre einfache Strecke 85 km Auto gefahren, wochentäglich, war viel, viel nerviger als Bahn fahren, der Zeitgewinn machte das nicht wett.

Heute fährt vorwiegend meine Frau mit dem e-Golf und ich pendel mit der Bahn in der 1. Klasse. Wirtschaftlicher ist es auch.


Den Diesel will ich daher nicht verkaufen weil wir den zum Ziehen des Wohnwagen benötigen und wir den Platz auch benötigen. Der Diesel ist ein Passat kombi mit Allrad und super Ausstattung. Haben wir auch erst vor zwei Jahren gebraucht gekauft, aber dennoch hat er innerhalb dieser Zeit nochmal massiv an Wert verloren, wahrscheinlich wegen der Diesel Diskussionen und angedrohten Fahrverboten.
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Re: 200km pro Tag, 40-45k im Jahr?

Beitragvon Odanez » Do 22. Feb 2018, 14:47

Der Ioniq wurde schon erwähnt, hat einen etwas kleineren Akku, dafür ist er sparsamer, und ist auf der Autobahn wesentlich besser, dafür etwas höhere Anschaffungskosten, aber keine Akkumiete. Nachteil ist die Lieferzeit, da muss man geduldig sein. Bei so einer Fahrleistung zahlt man bei der ZOE auch nicht gerade wenig für die Akkumiete... Der i3 mit großem Akku würde es denke ich auch schaffen, ist halt doch ein etwas teurerer Spaß.
Passat GTE, wie vorhin erwähnt wurde, würde ich nur nehmen, wenn man dadurch auch den Diesel abschaffen kann, weit kommt der elektrisch halt nicht, da braucht man auch keine 40km zu erwarten, und wie von dir schon erwähnt, kommt das wohl nicht in Frage.
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