Das E-Auto ist bei uns tot

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon Spürmeise » Mo 15. Dez 2014, 11:05

Der ungesunde Volksempfinder befürchtet verstopfte Spuren oder Chaos in den Busfahrplänen durch nur eine Handvoll Verkehrsteilnehmer:

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Sonderrechte-abgelehnt-Keine-Elektroautos-auf-Busspuren-in-Trier;art754,4082234

Die Ideen sind absurd: "Trier als überregionale und internationale Einkaufs- und Besucherstadt sollte die ohnehin schon mehr als bedenkliche Parkraumsituation in der Innenstadt nicht durch weitere Beschränkungen verschärfen." - FDP.
Zuletzt geändert von Spürmeise am Mo 15. Dez 2014, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon DeJay58 » Mo 15. Dez 2014, 11:08

Find ich auch gut so, dass es abgelehnt wurde BEVs auf Busspuren fahren zu lassen. Ohne jetzt den Artikel gelesen zu haben...
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon Deef » Mo 15. Dez 2014, 11:38

Bei so viel Stümperei in unserer Regierung rund um das Thema E-Mobilität passt der Mist mit den Busspuren wunderbar ins Bild.
E-Fahrzeuge sind nicht gewollt. Da man aber irgendwas tun muss, lässt man sie ein wenig die Busspuren verstopfen, damit die Leute erst recht (und zu recht) anfangen sich über SUVs mit 30km E-Reichweite aufzuregen, welche sich den Luxus gönnen die Busspuren zu verwenden.
Ja richtig, PHEVs werden von dieser Regierung mit E-Fahrzeugen gleichgesetzt. Übrigens sollten die Gemeinden ursprünglich garnicht das Recht haben das Freigeben der Busspuren abzulehnen. Erst nach massivem Aufschrei der Verkehr-und Stadtplanungsauskenner hat man den Gemeinden im Gesetzt freigestellt, das Benutzen der Spuren zu erlauben.
Hoffentlich wird das KEINE Gemeinde erlauben!
Die Busfahrer haben schon genug auf Radfahrer zu achten und die Fahrpläne sind eng berechnet.
Ampelschaltungen sind teilweise so gemacht, dass Busse sich auf Platz 1 vorschieben und sich dann selbst GRÜN schalten können. Ein Anderer Verwender der Busspur würde also regelmäßig die Kreuzungen zuspammen und bekäme gar kein GRÜN.
Das ganze ist so dermaßen billig zu kurz gedacht und hätte EINER der Flachnasen im Ministerium mal ein paar norwegische Busfahrer interviewt, keiner wäre auf die Idee gekommen so einen Mist ernsthaft in Gesetztsform zu gießen!
Nur weil mein Auto E ist, ist es immer noch ein AUTO und nimmt VIEL mehr Platz weg als ein Sitzplatz in einem BUS und hat - wenn andere Möglichkeiten bestehen die zumutbar sind - NICHTS in einer Innenstadt verloren!
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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon Spürmeise » Mo 15. Dez 2014, 11:44

Deef hat geschrieben:
Nur weil mein Auto E ist, ist es immer noch ein AUTO und nimmt VIEL mehr Platz weg als ein Sitzplatz in einem BUS und hat - wenn andere Möglichkeiten bestehen die zumutbar sind - NICHTS in einer Innenstadt verloren!


Es geht ja nicht nur um die paar Busspuren, deren Ent-Zweckung in Deutschland wirklich nur Nachteile bringt.

Aber auf ausgewiesene Parkplätze für Elektrofahrzeuge (inbesondere an den Ladesäulen) in den Städten zu verzichten oder derartige Regelungen durch die gestrigen Kommunalpolitiker überall zu sabotieren, bedeutet einfach, dass die Verbrennerautos ihre Abgase und Lärmbelastung auch in Zukunft ungehindert in die Städte tragen. Denn die Verbrennerfahrer werden als allerletzte auf den ÖPNV umsteigen.
Zuletzt geändert von Spürmeise am Mo 15. Dez 2014, 11:51, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon DaftWully » Mo 15. Dez 2014, 11:45

Warum so viel Hype?

Einfach die Busspur nicht benutzen auch wenn sie freigegeben wurde.

Fertig.

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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon TeeKay » Mo 15. Dez 2014, 14:11

Ich finde es bemerkenswert (gut), wie vehement sich Elektroautofahrer immer wieder gegen die Freigabe der Busspuren einsetzen.

In Berlin interessieren sich Verbrennerfahrer leider sehr wenig für Busspuren und Straßenbahngleise - insofern wäre der Masse der Autofahrer die Freigabe ohnehin egal. Allmorgendlich stehen auf meiner Stammstrecke die Autos auf den Straßenbahngleisen 200m vor der roten Ampel, obwohl rechts daneben eine freie Autospur vorhanden ist. So steht die Straßenbahn auch schön die 200m im Stau. Da hilft es auch nicht, mit positivem Beispiel voranzugehen. Wenn ich rechts stehe, bin ich der einzige. Alle anderen bleiben schön auf den Schienen, selbst wenn sie hinter sich die Straßenbahn im Spiegel sehen können.
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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon MarkusD » Mo 15. Dez 2014, 14:42

TeeKay hat geschrieben:
Ich finde es bemerkenswert (gut), wie vehement sich Elektroautofahrer immer wieder gegen die Freigabe der Busspuren einsetzen.
Die Freigabe der Busspuren für E-Autos ist ausgemachter Blödsinn.
Zum einen schürt man, wie schon oft angemekrt, den Neid anderer. Wenn es dann mal mehr E-Fahrzeuge gibt, ist die Freigabe insgesamt eher kontraproduktiv, weil es sicher dann auch wieder Jahre dauert, bis diese Regelung veschwunden ist. Der echte Nutzen dürfte sich auf die Gesamtheit der E-Fahrer wohl kaum auswirken, denn wo gibt es schon Busspuren, wo man wirklich problemlos am langen Stau vorbeifahren kann? Irgendo muß man mal abbiegen und sich einfädeln, der folgende Busfahrer wird es sicherlich zu "danken" wissen, daß man jetzt doch erstmal dasteht und die Spur blockiert.

Mal ehrlich, wer von den PKW-Fahrern hier (die keine Busse oder Straßenbahnen steuern) wüßte hier auch so aus dem Stegreif, welche Bedeutung die Ampeln an Busspuren haben?
Ja, 95% sind standardisiert bezüglich der Lichtzeichen, aber hier und da gibt es noch örtlich spezifische Zeichen. Kreis mit Loch in der Mitte, dicker Punkt, Viereck, Dreieck mit Spitze oben und auch unten, senkrechter Strich, waagrechter Strich ...

Hintergrund ist, daß man sich an die Licht- und Verkehrszeichen der Busspur halten muß, wenn man auf eben dieser fährt.
Hier erlebe ich mindestens einmal wöchentlich, daß selbst Buslenker nicht über die Bedeutung Bescheid wissen (oder es einfach ignorieren).

"An der Busspur darf ich losfahren, wenn die Ampel neben dran grün zeigt."
(Busspurampel zeigt "rot".)
"Jou, erzähl das mal der Polizei, die wird dich kostenpflichtig belehren."

Gruß
Markus
MarkusD
 

Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon Rudi L. » Mo 15. Dez 2014, 15:26

Deef hat geschrieben:
PHEVs werden von dieser Regierung mit E-Fahrzeugen gleichgesetzt.


Diese Gleichstellung ist schon mal grundsätzlich falsch und gehört korrigiert!
Rudi L.
 

Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon michaell » Mo 15. Dez 2014, 16:00

Rudi L. hat geschrieben:
Deef hat geschrieben:
PHEVs werden von dieser Regierung mit E-Fahrzeugen gleichgesetzt.


Diese Gleichstellung ist schon mal grundsätzlich falsch und gehört korrigiert!


Stimmt

Also die Regierung auswechseln, bzw. die Lobby und das wird schwer werden 8-)
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Re: Das E-Auto ist bei uns tot

Beitragvon Rudi L. » Mo 15. Dez 2014, 16:20

Die E-Mobil Lobby muß nur stärker werden, da liegt Hase im Pfeffer. Regierung wechseln bringt aufgrund der bestehenden Alternativen nur noch mehr wenn auch anderes Chaos. 8-)
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