Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Förderprogramme für den Kauf und Betrieb von Elektroautos

Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon mlie » Fr 12. Dez 2014, 10:40

Damit hängst du die ab, die eh ne PV auf dem Dach haben oder ihren Verbrenner da haben, wo er hingehört: In den Keller als BHKW.
Lieber 5000 € als Förderung beim Kauf, dann ist die Differenz Elektroauto<->Museumsstück nicht ganz so groß und der Anreiz ist sofort sichtbar.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon Deef » Fr 12. Dez 2014, 11:43

Kostenlos laden ist uninteressant. Ich will ÜBERALL laden und SCHNELL Laden und es ist mir total EGAL ob das was kostet. Im Alltag brauche ich keine öffentliche Tankstelle, kann wahlweise auf Arbeit oder Zuhause laden - und das wird vielen so gehen. Für Fernreisen wäre ich sogar gerne gewillt einen ordentlichen Aufschlag pro kWh zu zahlen, was ja auch schon gängige Praxis ist.
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Re: AW: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon Karlsson » Fr 12. Dez 2014, 12:49

Deef hat geschrieben:
Kostenlos laden ist uninteressant. Ich will ÜBERALL laden und SCHNELL Laden und es ist mir total EGAL ob das was kostet.

Und es soll vor allem ZUVERLÄSSIG funktionieren.
Auch hinsichtlich der Verfügbarkeit. Deshalb würde ich gerne die Möglichkeit haben, online den Status zu checken und die Säule kostenpflichtig zu RESERVIEREN, um sicherzustellen, dass die Reiseplanung funktioniert.
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon e-lectrified » Sa 13. Dez 2014, 14:58

Deef hat geschrieben:
Kostenlos laden ist uninteressant. Ich will ÜBERALL laden und SCHNELL Laden und es ist mir total EGAL ob das was kostet.


Aktuell bin ich da anderer Meinung. Die einzige Form von Förderung, die einem E-Auto-Fahrer zugute kommt, ist die Möglichkeit kostenlos zu laden. Wenn man diesen Vorteil auch nicht mehr hat, so erstreckt sich die Freude über ein Elektroauto praktisch nur auf Ideologie und Fahrvergnügen - das wäre mir ein bisschen zu wenig. Nur, wenn ich gegenüber einem Verbrenner auch signifikant günstiger fahren kann (bei den aktuellen Strom- und Spritpreisen gar nicht so einfach. Bei LPG wäre die Differenz sogar verschwindend gering)!

Zuverlässigkeit ist sicherlich auch ein wichtiger Faktor. Nur: die Frage ist, ob bei den horrenden Preisen für das Tanken an einer öffentlichen Ladesäule wirklich schon der Service inbegriffen ist, den du meinst. Meist heißt doch die Lösung: "Nehmen Sie bitte die nächste Säule xy bei z". Das schafft keine Sicherheit.
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Re: AW: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon Karlsson » Di 16. Dez 2014, 10:24

Du fährst ohnehin nicht günstiger unterm Strich und dazu ist außer Haus laden für viele sehr unkomfortabel.
Ich bin da mehr der Meinung, dass die Infrastruktur am schnellsten wachsen wird, wenn sich damit auch Geld verdienen lässt.

Wenn billigen Strom fördern, dann für die Ladung Zuhause. So keine EEG Umlage und Märchensteuer für Fahrstrom.
Und wie lange man noch außer Haus gratis laden kann, sei auch dahingestellt. Ich glaube ja, dass das auch fix vorbei ist, sobald die Fahrzeuge etwas verbreiteter sind.

Eine Förderung, die ich gut fände, wären eine Befreiung von der Märchensteuer für die Fahrzeuge oder nur 7%, da umweltverägliche Mobilität ja wohl ein Grundbedürfnis ist.
Wenn das in Bayern mit Bier geht, sollte das beim E-Auto doch auch drin sein.
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon TeeKay » Di 16. Dez 2014, 13:39

e-lectrified hat geschrieben:
Aktuell bin ich da anderer Meinung. Die einzige Form von Förderung, die einem E-Auto-Fahrer zugute kommt, ist die Möglichkeit kostenlos zu laden. Wenn man diesen Vorteil auch nicht mehr hat, so erstreckt sich die Freude über ein Elektroauto praktisch nur auf Ideologie und Fahrvergnügen - das wäre mir ein bisschen zu wenig.

In Berlin sind praktisch sämtliche Ladesäulen kostenpflichtig - und trotzdem werden die Autos gekauft. Beim V8-Motor darf ich auch nicht kostenlos tanken. So erstreckt sich die Freude über ein V8-Auto praktisch nur auf Fahrvernügen.
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon Adrian » Do 18. Dez 2014, 18:57

Befreiung Mehrwertsteuer wäre schon was. Eine pauschale Förderung ist nicht so toll, eher eine Staffelung, je günstiger das Elektroauto desto mehr Förderung gibt es :) .
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Re: AW: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon e-lectrified » Do 18. Dez 2014, 22:53

Karlsson hat geschrieben:
Du fährst ohnehin nicht günstiger unterm Strich und dazu ist außer Haus laden für viele sehr unkomfortabel.


Find ich nicht. Ich habe z.B. eine Ladestation in der Nähe meiner Eltern, die ich dann besuchen gehe. Dort lade ich mit 6,6 kW und bin dann in 2-3 Stunden fertig (ich komme ja nie total leer an die "Tanke"). Bei meinem Arbeitsplatz gibt es neben meinem Arbeitgeber selbst auch zwei Möglichkeiten (einmal Schuko, einmal 6,6 kW) in ca. 10 min. Entfernung zu Fuß. Gleiches Spiel: während ich arbeite, lädt das Auto und ich komme nach Feierabend zu einem voll bis nahezu vollgetankten Auto zurück. Elektromobilität könnte nicht schöner sein!

Karlsson hat geschrieben:
Ich bin da mehr der Meinung, dass die Infrastruktur am schnellsten wachsen wird, wenn sich damit auch Geld verdienen lässt.


Im Moment ist völlig Banane, ob die dafür Geld kassieren oder nicht. Und trotzdem wage ich zu behaupten, dass sich nicht viel ändern wird, wenn wir die 1 Mio. Elektroautos endlich auf deutschen Straßen haben. In Deutschland versteht man einfach nicht, was Service heißt - das können andere viel besser.

Karlsson hat geschrieben:
Wenn billigen Strom fördern, dann für die Ladung Zuhause. So keine EEG Umlage und Märchensteuer für Fahrstrom.


Klar, wovon träumst du nachts? Doch nicht im Land der Lobbyisten, Aasgeier und Gierschlünde... Eher ersticken die am eigenen Reichtum als dir auch nur einen Cent Nachlass zu geben. Zumindest nicht, solange die Politik sich nicht einmischt. Und dafür haben die ja schön gesorgt. Und die Anbieter von kostenlosen Lademöglichkeiten machen das auch nicht ohne Hintergedanken: die lokalen Stadtwerke wollen z.B. ihr Image aufpolieren (natürlich immer grüner Strom für die Ladesäulen!), die "amerikanischen Botschaften" wollen mehr Kunden anlocken, etc. .

Karlsson hat geschrieben:
Und wie lange man noch außer Haus gratis laden kann, sei auch dahingestellt. Ich glaube ja, dass das auch fix vorbei ist, sobald die Fahrzeuge etwas verbreiteter sind.


Mag sein, mag nicht sein. Ich denke, das muss man in Zukunft dann irgendwann, wie kostenloses Internet, beim McDonald's oder in irgendeinem Kaufhaus sehen. Wenn du dort parkst, rechnet man mit Umsatz (und selbst, wenn mal der eine oder andere zum kostenlosen Laden kommt, macht das den Kohl nicht fett) - wozu dann noch Geld dafür kassieren? Zumindest ist das der Ansatz, den die Amis richtigerweise verfolgen.
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon e-lectrified » Do 18. Dez 2014, 22:55

TeeKay hat geschrieben:
Beim V8-Motor darf ich auch nicht kostenlos tanken. So erstreckt sich die Freude über ein V8-Auto praktisch nur auf Fahrvernügen.


Das ist auch einer der Gründe, warum ich keinen V8 fahre :mrgreen: ... beim E-Auto kann ich alles haben: Freude am Fahren, praktisch kaum vorhandene Betriebskosten und ein gesundes Umweltgewissen im Bereich Mobilität. Ja, das Leben kann manchmal auch ganz ok sein ;-) .
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Re: Bald 5.000 Euro Förderung für Privatleute?

Beitragvon Blueracing » Fr 19. Dez 2014, 13:46

Ich beschäftige mich auch schon länger mit dem Thema in Österreich.

Faktisch bleiben nur zwei Möglichkeiten, die ich als sinnvoll erachte:
.) Öffentliche Ladesäulen mit einem kleinen Container, der beheizt ist, Kaffeeautomat und wlan beinhaltet, damit man die Zeit gut verbringen kann, mit intelligenten Ladern, die merken ob ein oder zwei Autos dran hängen und die Stromstärke dementsprechend auf 44 oder 22 kw regulieren, bezahlbar mit Bankomatkarte oder

eine private, günstigere Infrastruktor mit 11 kw Ladern und geringen Betriebskosten, ähnlich der Drehstromkiste. Zwar langsamer, aber dafür kostengünstiger. Am besten ausgestattet mit einer Art Münzeinwurf für ein Euro Münzen, so könnte man z.B. auch relativ fair abrechnen.

In Wahrheit wird's vermutlich der mix machen. Wovon ich nichts halte sind 11 kw Lader mit monatlichen Fixkosten für die hauseigene Karte und ohne Möglichkeit, die Zeit woanders als im kalten Zoe zu verbringen. Katastrophe pur. Aber das Thema ist off Topic, sorry :)
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