Leistung Bordlader

Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Vanellus » So 26. Okt 2014, 10:55

Jedenfalls war es zuviel für diese Steckdose. Der Strom, der da fließt, wird ja vom Verbraucher bestimmt, also dem Ladegerät, und nicht von der Steckdose. Wenn das Ladegesät also sagt: her mit 16 A muss die Steckdose ran, ob sie will oder nicht. Die 16 A-Sicherung hat nicht ausgelöst? Dann war der Strom offenbar nicht höher. Aber in jedem Fall zuviel für die Dose. Ob an der Sicherung noch weitere Dosen hängen, mit zusätzlichen Verbrauchern, ist eigentlich unerheblich. Die Sicherung war ja offenbar zufrieden, nur die Steckdose nicht. Möglicherweise hat das Ladegerät 16 A angefordert und das hat die von just_cruise beschriebenen Konsequenzen gehabt, die du ja auch gesehen (nach Öffnung) und wohl auch gerochen hast.

Eigentlich müsste einem der VW-Händler, bei dem man das Testfahrzeug bekommt, sagen: wenn Sie Zuhause laden wollen, nicht höher als 10 A = 2,3 kW einstellen.
Aber, so meine Erfahrung, die meisten in den Werkstätten (bei allen Marken) beherrschen bestenfalls teilweise das kleine 1 x 1 des E-Autofahrens. :roll:
Wenn sie jemals laden, dann an der Ladesäule beim jeweiligen Händler. Anderswo laden oder an Schuko kommt dort in der Praxis nicht vor. Eigentlich unverantwortlich - es hätte ja deutlich schlimmeres passieren können.
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon ATLAN » So 26. Okt 2014, 10:59

Hier sind offenbar 2 Faktoren zusammengekommen: Leiter nicht weit genug abisoliert und Korrosion - man sieht am Bild der Steckdose sehr schön die rostspuren an den Haltekrallen des Steckdoseneinsatzes.
Für diese Art von Steckklemmen müsste der Leiter 14mm abisoliert werden lt. Aufschrift, das sieht am Foto aber eher nach 10mm aus, die Drähte aus der Mantelleitung werden sicher auch nur 1,5mm² Querschnitt haben, haben daher auch noch weniger Auflagefläche in der Steckklemme als 2,5mm² Drähte, die eher angebracht wären bei der 16A-Absicherung...
Ausgehend von den rostspuren und der Ausführung des Steckdoseneinsatzes vermute ich auch, das hier keine Feuchtraumsteckdose (Schutzart IP44 oder bei freier bewitterung höher) verbaut war, das hat wahrscheinlich auch zu einer vermehrten Oxydation der Klemme und somit zu einem erhöhten Übergangswiderstand geführt.

Wenn meine Vermutungen zutreffen, sollte der Elektriker der das Installiert hat, bei der Schadensbehebung eigentlich sehr kulant sein...

MfG Rudolf
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon mlie » So 26. Okt 2014, 11:04

Auch wenn der Tipp spät kommt und nicht überall geht: Immer eine Steckdose nutzen, die wenig benutzt wurde und am besten einzeln abgesichert ist und sm besten schon bekannterweise mit hohen Strömen zurecht ksm, also Steckdose der Waschmaschine, Trockner Stromheizungen bzw Klimaanlage.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon lingley » So 26. Okt 2014, 11:28

Grundsätzlich:
Ladegerät und Schukostecker ... Am Ladegerät sollte sich kein Wert größer als 12/13A einstellen lassen !!!
Was für ein Ladegerät wurde hier eingesetzt ?
Bild, vor- und rückseite des Ziegels bitte ...
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon just_cruise » So 26. Okt 2014, 12:40

Noktai hat geschrieben:
Anbei noch ein paar Infos

16 A Hausanschluss
Nur das Original Ladegerät von VW an der Schuko.
Ladegeräte auf MAX Ladestrom gestellt. (Sind das 16A? Weil ein Dose verträgt doch auf Dauer nur 10A)

Ich hatte auch mal für ein paar Tage einen e-Golf mit dem Original-Ladegerät von VW. Das zieht an Schuko nur 10 Ampere. Ich hatte es überprüft: mehrere Stunden geladen und Zählerstände vorher / nachher notiert. Es wurden durchschnittlich 2,56 kW gezogen, im Haushalt liefen in der Zeit sonst nur 2 Kühlschränke (die ja nur zeitweise Strom ziehen) und Kleinverbraucher. Und zwischen Stromzähler im Keller und Steckdose in der Garage sind es bei mir mind. 25 Meter Leitung. Also können es kaum mehr als 10 A gewesen sein.

Soweit ich mich erinnere, konnte ich am Original-Ladegerät von VW die Stromstärke am Gerät per Drucktasten einstellen, ich meine von 6 A bis 10 A (weiß nicht mehr, ob das angezeigt wurde oder ob ich es irgendwo in einer Anleitung gelesen - oder nach dem Gerät gegoogelt - habe). Probier' es sicherheitshalber erst mal mit einem MIttelwert, das wären dann 8 A. Und achte darauf, dass Du eine Steckdose eines Stromkreises nimmst, an dem sonst keine (nennenswerten) Verbraucher hängen. Dann sollte es auch keine Probleme geben.
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Aye up! » So 26. Okt 2014, 14:08

Bei 3,7kw Ladeleistung und 230V Netzspannung müsste das Ladegerät mindestens 16A ziehen, oder bin ich da auf dem Holzweg?
e-up! lt. BC: Bild
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Vanellus » So 26. Okt 2014, 15:05

3700/230=16
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon Noktai » So 26. Okt 2014, 15:40

Es war das Original VW Ladegerät mit Schukostecker. Leider ist der Golf nicht mehr da.
Links das Feld zum runter regeln. Der Freundlich meinte aber bei einem neuen Haus könnte man 100% laden. :oops:
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon DaCore » So 26. Okt 2014, 19:50

Der VW Schukoadapter zieht maximal 10A AC-seitig.

Eine Trockenraum Unterputzsteckdose im Außenbereich ist, wie man sieht, nicht zu empfehlen. Für mich ein klarer Baumangel und kein VW-Problem.
Die Feuchtraum Variante ist doppelt so teuer wie die normale, außerdem scheuen viele Elektrobetriebe den Aufwand beide vorrätig zu halten. Ich würd mich beim Elektriker beschweren.
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Re: Leistung Bordlader

Beitragvon jumparound246 » Mo 10. Nov 2014, 21:41

DaftWully hat geschrieben:
Diese ganze Diskussion über Ladedauer etc. hat schon etwas skurriles an sich. Es scheint so, als könne kaum jemand die Meinung gelten lassen, ein Aufladen über Nacht sei ausreichend und es müssen immer 11 + x kw/h Ladeleistung sein.

Das erinnert an die Ignoranz, dass eine große Mehrheit der Autofahrer deutlich unter 100 Kilometer pro Tag unterwegs ist aber unbedingt jederzeit von Spitzbergen bis Lissabon in einem Rutsch fahren können muss.

Und wenn es um Ladedauer geht entsteht bei mir oft der Eindruck, als müsse man wie beim Bezintanken neben dem Fahrzeug stehen bleiben und den Stecker festhalten bis die Batterie voll ist.

Jeder muss sich beim Kauf eines EV einmal darüber Gedanken machen, wie sein Fahrprofil über das vergangene Jahr betrachtet ausgesehen hat. Und wenn er dann der Meinung ist, die eine Fahrt von mehr als drei- oder vierhundert Kilometer war sowas von lebensentscheidend und alternativlos nur mit dem eigenen Auto zu bewältigen, dann soll er in Gottes Namen die Finger von den derzeitigen EVs lassen.

DaftWully


Noch mal kurz zur Ladedauer und der Ladezeit:
Man wird in der Regel immer über Nacht laden und die Ladeleistung spielt im Regelfall keine große Rolle.
Im Jahr 2014 sollte aber optional die 11 KW Ladung, die tatsächlich wie hier schon erwähnt wirklich problemlos realisiert werden kann, zumdindest als optionales Zubehör schon vorhanden sein. Es verleiht einem MASSIG mehr Flexibilität und ist ein Segen für alle die nicht jeden Tag den gleichen Ablauf im Arbeitsleben haben. Mein Reault Kangoo ist 2 Jahre alt und er kann auch schon mit 3,7 KW laden. 2 Jahre später die gleiche Technik anzubieten war für mich das Totschlag-Argument gegen den Golf. Die CCS Ladung bringt einem bei der jetzigen Abdeckung nicht allzu viel.
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