e-Golf Solargenerator / Solardach

Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon tibs » So 28. Mai 2017, 22:57

Hallo,

ist mir schon klar, dass die max. Leistung nicht Vollzeit erzeugt wird, dafür gibts in diesem Rechenbeispiel aber auch 15h statt 10h Sonnenschein.
Nochmal: Unsere Anlage (Ausrichtung SO+SW+NO, also sicher keine optimale Südausrichtung) hat gestern 60 kWh gebracht, bei 9,5 kWp. Meinem Taschenrechner nach hätte dann ein 180Wp-Modul im gleichen Verhältnis 1,14 kWh erzeugt.
Normalerweise halt ich ja viel von PVGIS, aber da passt irgendwas nicht.
Hausdachanlagen haben ja u.U. eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 70%. Das käme bei Autodach ja hoffentlich nicht zum Tragen. ;)

Das mit dem Temperaturkoeffizienten ist mir auch klar, aber mein schwarzes Autodach kann ich im Sommer (gerade noch) anfassen. So schlimm kann es m.M. nicht sein. Gibts dazu Untersuchungen? (Dach, nicht Innenraum)
Mal als Beispiel: Bei LG-Modulen sinkt P_max von 90% bei 50°C auf 80% bei 75°C. Scheint mir überschaubar.
Man könnte den Effekt weiter verringern wie Panasonic mit ihren HIT-Zellen.


Viele Grüße,
tibs
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon Spüli » Mo 29. Mai 2017, 09:05

Warum wird hier immer von den wenigen Tagen mit Spitzenwerten berichtet?

Parkt Dein Auto auch auf dem Dach? Wenn nein, wirst Du irgendwann im Laufe des Tages immer Schatten haben. Beim Dach wirst Du höchstens in einen Bereich von 1000kWh/kWp kommen. Dann rechne das mit 180Wp durch und beachte die schlechtere Ausrichtung und einen höheren Anteil mit Schatten. Auch das Missmatch derselben auf dem Autodach (Wölbung) wird zusätzliche Erträge kosten.
Gruß Ingo
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon bm3 » Mo 29. Mai 2017, 10:07

Hallo,
und, immer das Geplapper hier, warum es nicht gehen soll... :x ? So langsam regt das mich auf, immer diese Bedenkenträger, mit denen hätten wir jedenfalls bis heute noch keine E-Autos und auch keine PV-Anlagen.
Jedes auf einem E-Auto-Dach eingesetzte Modul bringt doch trotz der (teilweise) widrigen Umstände während eines Autolebens genug an elektrischer Arbeit ein ? Es leistet in dieser Zeit, egal wie groß, einen Beitrag für den Umweltschutz. Ist also an sich eine sinnvolle Angelegenheit. Übrigens gibt es unterschiedliche allgemeine Ertragswerte zu flach montierten Modulen, die schwanken zwischen 87 und sogar 90% gegenüber optimaler Südausrichtung . Ein flach liegend montiertes Modul kann wieder die direkte Sonnenstrahlung aus allen Richtungen verwerten, im Gegensatz zu beispielsweise in Richtung Süden aufgestellten Modulen, da kommt nämlich zeitweise die direkte Sonnenstrahlung während des Tages dann von hinten. Das Alles sollte dann laden über einen DC/DC-Wandler direkt in den Traktionsakku .Die haben auch kaum Verluste heutzutage. Wirkungsgrade von 98 oder 99% sind da realistisch machbar. Insgesamt also eine gutes Sache, mit dünnen und flexiblen PV-Modulen wäre das auch an automobile Rundungen und Wölbungen anpassbar.
Auch hier ist die Forschung gefragt das optimal ans E-Auto anzupassen. Das wird auch in Zukunft so kommen.
Ist doch auch eine gute Sache wenn man ein E-Auto solange man will stehen lassen kann und Photovoltaik läd es nach.Auch bei indirektem Licht, also Schatten. Man braucht also nicht mehr nach der Selbstentladung zu schauen.Wenn man es wieder benutzt ist der Akku anstatt leer dann voll bis zum Rand. :)

VG:

Klaus
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon tibs » Mo 29. Mai 2017, 22:31

Danke bm3, dass hier wenigstens einer meinen Gedankengang teilt :)

Wie ich schon schrieb, mit dem jährlichen Durchschnittsertrag unserer PV-Anlage von ca. 840 kWh/kWp kommt das 180Wp-Modul auf 150 kWh p.a., also inkl. Winter, Regen, Schatten, Nacht und allem sonst so zwischen 1.1. und 31.12.
Mit 150kWh bekommt man um die 1000km Fahrstrecke. Für mich ist das ein durchaus nennenswerter Anteil. Auch, wenn es dann nachher vielleicht "nur" 800km sind.
Und ja, mein Auto parkt meistens auf dem Dach, nämlich auf dem OG eines Parkhauses. Und da steht es Mo-Fr jeden Tag rund 9 Stunden. Da ist leider echt kein Schatten.

Viele Grüße,
tibs
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon Joerg_R » Di 30. Mai 2017, 07:13

bm3 hat geschrieben:
Hallo,
und, immer das Geplapper hier, warum es nicht gehen soll... :x ? So langsam regt das mich auf, immer diese Bedenkenträger, mit denen hätten wir jedenfalls bis heute noch keine E-Autos und auch keine PV-Anlagen.


Moin Klaus,

da fühle ich mich ja schon ein wenig angegriffen. Als Versuchs-Ingenieur der heute bewusst aufgrund der Nachhaltigkeit im Eisenbahnsektor arbeitet und vorher u.a. in Start Ups wie Fisker mitgearbeitet hat und seit 16 Jahren einen PKW mit CNG fahre, habe ich folgendes gelernt: Bevor ich etwas ausprobiere die Idee detailliert zu analysieren. Das ist ebenfalls nachhaltig und führt dazu dass gute Ideen auch zum Ziel geführt werden können. So hat man eben mit Windkraftanlagen begonnen die Energiewende einzuführen und nicht mit PV, weil das zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht finanziell tragbar war.
BTW 98 % Wirkungsgrad von Elektrischem Ausgang Solarzelle bis in die Batterie hinein halte ich für ziemlich gewagt. Auch das BMS benötigt Energie egal ob man mit 100 W oder 5 oder 50 kW lädt.
Wie geschrieben, wurde das beim Fisker ja von der mechanischen Integration schon umgesetzt. Entwickler und Hersteller war damals eine Solarfirma aus Erfurt.
Würde mich mal interessieren inwieweit Du beruflich / professionell damit zu tun hast oder das ganze "Dampfplauderei" ;-) ist
Nicht für ungut, Jörg
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon bm3 » Di 30. Mai 2017, 08:55

Halli Jörg, ich bin allgemein absoluter Laie.
Nur in der Elekronik und der Photovoltaik eher nicht. :lol:
Mal was zum Nachdenken, Netzwechselrichter in der Photovoltaik schaffen heute über 98% Wirkungsgrad und bei denen sind die Aufwärts- oder Abwärtssteller (also DC/DC-Wandler) intern für den DC-Zwischenkreis nur ein kleiner Teil des Ganzen und im Wirkungsgrad mit enthalten.Für gut konstruierte DC/DC-Wandler sind Wirkungsgrade über 98% heute durchaus normal. Das BMS (ist ein breiter Begriff) ist bei einem E-Auto schon vorhanden, mit dessen Stromverbrauch muss man also leben, ist ganz unabhängig davon zu sehen ob man noch PV-Module hat oder nicht.
Zu einem BMS gehören ja auch die wichtigen Li-Balancer, die immer einen Eigenverbrauch (Ruhestrom) haben und ihren Beitrag dazu leisten dass sich ein Li-Akku im Stand langsam entläd.
Im Gegenteil, wie ich hier schon schrieb wirken PV-Module der ständigen SOC-Verminderung im Stand, beispielsweise auch durch ein (auch ohne PV-Module vorhandenes und nötiges BMS) entgegen.

VG:

Klaus
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon mimikri » Di 30. Mai 2017, 14:20

bm3 hat geschrieben:
.....Jedes auf einem E-Auto-Dach eingesetzte Module bringt doch trotz der (teilweise) widrigen Umstände während eines Autolebens genug an elektrischer Arbeit ein ? Es leistet in dieser Zeit, egal wie groß, einen Beitrag für den Umweltschutz....

Klaus

Könntest Du mit ein paar Fakten diese Behauptungen belegen?
Gruß, Jürgen
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon tibs » Di 30. Mai 2017, 22:52

Welche Behauptung genau? Dass ein PV-Modul mehr Energie erzeugt, als zu seiner eigenen Produktion erforderlich war?

Viele Grüße,
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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon bm3 » Di 30. Mai 2017, 23:10

@ mimikri
ich dachte eigentlich, wenn man sich etwas informieren würde dann wären die Fakten die hinter meinen "Behauptungen" stehen schon längst bekannt ? Je nach verwendetem PV-Modul und Einsatzfall wird die zu seiner Herstellung, Transport, Montage etc. benötigte Energie in 2-4 Jahren wieder von ihm erzeugt. das nennt sich "Energetische Amortisation". Bei Windenergieanlagen ist diese Zeit noch deutlich besser (kürzer). Ein konventionelles Kraftwerk amortisiert sich allerdings energetisch nie.
Das sind eigentlich allgemein anerkannte Fakten schon seit vielen Jahren. Genauso wie dass bei der Lebensdauer der Module heute von weit über 20 Jahren ausgegangen werden kann.

VG:

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Re: e-Golf Solargenerator / Solardach

Beitragvon mimikri » Mi 31. Mai 2017, 09:20

tibs hat geschrieben:
Welche Behauptung genau? Dass ein PV-Modul mehr Energie erzeugt, als zu seiner eigenen Produktion erforderlich war?

Viele Grüße,
tibs

Nein, genau die, die da (oben) stehen.

@bm3
Du gehst also davon aus, daß "andere" nicht informiert sind, blos weil darum gebeten wird, die gestellten Behauptungen zu begründen??? Schade, ich dachte so ein Forum sei auch dazu da, von und mit anderen was zu lernen!

Wenn man sich ein Solardach für ein Auto vorstellt (im Phaeton kann man sogar eins in echt sehen) sieht man sofort deutliche Unterschiede: Konstruktion und Form sind und müßen ganz anders sein wie bei einem Solarpanel auf dem Dach oder im Solarpark. Allein deswegen schon, darf man Werte nicht einfach an- und übernehmen. Ein Auto hat zudem - ob durch Ausmusterung oder Unfall - eine deutlich kürzere Lebenserwartung wenn man die Zeiten vergleicht, mit dem heutige Solar-Anlagen konzipiert werden. Auch darf man neben der "energetischen Amortisation" die "stoffliche Amortisation" bei Herstellung und Recycling nicht außer Acht lassen.
Gruß, Jürgen
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