CCS

Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon Sigi » Di 6. Jan 2015, 20:22

endurance hat geschrieben:
energieberater hat geschrieben:

Mal so neben so gefragt, Warum zum Teufel verbaut VW fast nur 20kW CCS lader?


Hallo
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass da VW auf die sichere Seite geht.
Das Batteriepaket ist entgegem anderer Hersteller nicht aktiv gekühlt. (habe nichts gefunden)

Der Ladeprozess generiert durchaus Wärme. Die meisten Angaben von verschiedenen Accuhersteller die ich gelesen habe schreiben, dass 45 Grad Celsius dabei nicht überschritten werden sollten.
Ich könnte mir Vorstellen, dass ein leergefahrer Accu diese Temperaturen im Sommer durchaus erreichen könnte. Anschliessendes sofortiges Laden wäre da sicher nicht das Beste.
Leider habe ich bisher nocht nichts über die Überwachung der Golf Batterie gefunden.

li-Ion Batterien haben nicht so gerne lange hohe C Raten. Da gibt es ja nach Zusammensetzung sicher Unterschiede.
Bei 20KW Ladestrom entspricht dies ca. 0.8C.
Bei 50KW sind es aber bereits 2C.
Ich werde versuchen, wenn nicht dringend benötigt, nie mehr als 1C zu laden.

Gruss Sigi
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon endurance » Di 6. Jan 2015, 20:35

Das mit der sicheren Seite glaube ich eher nicht. Wohl eher zwei Kröten gespart. Die Ladeleistung regelt das Fahrzeug von daher könnten MegaWatt Säulen hinstellen der Golf/eUp bestimmt was er haben will.
So wie sie es jetzt gemacht haben reicht das heute gerade mal so, aber wenn morgen dochmal 25kWh Akkus verbaut werden wird das zum Geduldsspiel.
Hat der Golf wirklich keine vernünftige Kühlung - ich glaub es noch nicht? Was passiert dann im Sommer wenn man mal länger durch die Berge fährt und höhere Ströme fließen? Ohne Kühlung kommt man da ruckzuck auf 40Grad.
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon eCar » Di 6. Jan 2015, 20:55

e-golfer hat geschrieben:
Mal ne blöde Frage, wie einfach ist es mit einem e-VW bei BMW zu laden? Das Charge Now Netzwerk ist ja nur für i-Fahrer, aber sind die Niederlassungen genauso zugeknöpft?

Hängt von der Niederlassung ab. Ich habe bisher Erfahrungen mit 3 BMW-Niederlassungen. Bei der ersten (24/7) "kein Problem, hier darf jeder laden", bei der zweiten (24/7) ebenfalls, die waren sogar sehr interessiert am e-Golf und haben eine Probefahrt mit mir gemacht. Bei der dritten (nur zu Öffnungszeiten zugänglich) wurde ich regelrecht vom Hof gejagt. Wenn ich mir mal einen BMW kaufe, weiß ich, wo ich hingehe...

endurance hat geschrieben:
Hat der Golf wirklich keine vernünftige Kühlung - ich glaub es noch nicht? Was passiert dann im Sommer wenn man mal länger durch die Berge fährt und höhere Ströme fließen? Ohne Kühlung kommt man da ruckzuck auf 40Grad.

Nein, der hat weder Batteriekühlung noch -heizung. Braucht er angeblich nicht. Ich bin mal gespannt, ob es im Sommer zu Problemen kommt. Im Winter macht er jedenfalls eine gute Figur. Heute morgen bei -4°C durchgekühlter Batterie fuhr der e-Golf los als wär nichts gewesen. Auch Rekuperation auf den ersten Metern schon ganz normal. Vielleicht sind die e-Golf Zellen besonders temperaturbeständig ausgelegt...

Ich finde es auch sehr schade, dass VW nur die 20 kW Lader aufstellt. An den 30 kW Volksbank-Ladern habe ich noch nie geladen. Kann mir vorstellen, dass man hier gefühlt an die 50 kW Lader rankommt. Ich glaube, der e-Golf zieht sowieso maximal 40 kW. Ich hatte mal ein Diagramm "Ladeleistung vs. SOC" erstellt.
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon PowerTower » Di 6. Jan 2015, 20:56

Das Fahrzeug macht auch nur das, was ein Programmierer ihm beigebracht hat. Dass die Autos mit den kleinen Akkus heute trotzdem Ladeleistungen >40 kW akzeptieren, liegt einzig und allein am Kundendruck. Für die heute verwendeten Akkus auf Basis von Lithium-Metalloxid (Kathode) und Graphit (Anode) sind tägliche Ladevorgänge mit 2C sehr stressig. Und solange man die Ladeleistung nicht im Auto oder an der Ladesäule einstellen kann, macht eine langsamere Ladesäule für das Autohaus durchaus Sinn.

Würde ich ein Autohaus besitzen, käme bei mir für den Eigenbedarf ebenfalls eine Ladesäule mit maximal 30 kW zum Einsatz. Eine zusätzliche öffentliche Ladesäule mit >50 kW wäre möglich, aber kaum einer investiert heutzutage in zwei DC Lader am gleichen Standort. Warum würde ich das so machen?
- Die Vorführfahrzeuge werden nahezu täglich geladen und das soll nicht so schnell wie möglich passieren, sondern einigermaßen zügig aber auch akkuschonend.
- Selbst nach ausgiebigen Probefahrten liegt der SOC bei >30%, so dass es gar keinen nennenswerten Zeitgewinn zwischen 20 und 50 kW gibt.

Ich würde als Betreiber eines Autohauses die schnellste verfügbare Ladetechnik installieren, wenn es möglich wäre die Ladeleistung jederzeit nach den eigenen Wünschen anzupassen. Das geht aber meines Wissens nicht. Warum soll ich mit 50 kW laden und den Akku damit unnötig belasten, wenn das Auto sich die nächsten paar Stunden die Reifen platt steht?
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon endurance » Di 6. Jan 2015, 22:20

Langsam laden am Schnelllader um den Akku zu schonen - dann brauch ich keinen Schnelllader - VW hat doch immer noch Typ2 3,7kW ladestation parallel - die reichen für Langsamladung locker aus. Wenn es denn mal wirklich schnell gehen muss kann man ja an die 50kW Säule.

OT in diesem Thread wenn noch nicht vorhanden einen neuen aufmachen?
Die Akkuheizung erscheint mir bei uns in DE auch nicht so wichtig. Allein Laden und Fahren wärmt den Akku genügend auf. Gestern bei zügiger Fahrt auf 20Grad (4Grad außen). Kritisch ist es erst wenn man das leere Fahrzeug abstellt und nicht gleich wieder lädt.

Bei der Kühlung bin ich dann auch mal auf den Sommer gespannt. Ich vermute die eGolf werden dann die Motorleistung reduzieren müssen. Im Vergleich zum i3 evtl. weniger kritisch da die Spitzenleistung und Dauerleistung doch deutlich niedriger liegt bei noch etwas größerem Akku.
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon Sigi » Mi 7. Jan 2015, 08:44

Hallo

Hier noch ein Link mit ein paar guten Angaben und Empfehlungen zu den Batterien in englisch.

http://batteryuniversity.com/learn/arti ... _batteries
http://batteryuniversity.com/learn/arti ... ithium_ion

Dabei ist auch ersichtlich wie die Zusammensetzung, die Eigenschaften der Zellen verändern kann.
Grundsätzlich haben alle Li-Ionen Zellen eine Überladung und eine Tiefentladung nicht gerne.
Wenn es nicht nötig ist, sollte auch vom Volladen abgsehen werden, weil am Schluss der Ladung die Zellen am meisten gestresst werden.
Dies kann beim e-Golf auch entsprechend eingestellt werden. Allerdings nur in 10% Schritten.

Auf der Seite gibt es allerhand Infos zu Batterien. > viel Spass beim lesen. :mrgreen:

Gruss Sigi
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon e-golfer » Mi 7. Jan 2015, 09:22

Sigi hat geschrieben:
Hallo
Grundsätzlich haben alle Li-Ionen Zellen eine Überladung und eine Tiefentladung nicht gerne.
Wenn es nicht nötig ist, sollte auch vom Volladen abgsehen werden, weil am Schluss der Ladung die Zellen am meisten gestresst werden.

Genau, und genau deswegen bekommt man ja die Netto/Brutto Kapa-Diskrepanz bei den e-Autos. Kein Hersteller wird sich erlauben, dass der Kunde bis an die Überladegrenze kommt. Das wird durch technische Massnahmen unterbunden. Deswegen Netto Wert als 100% Kundenwert.

Sigi hat geschrieben:
Dies kann beim e-Golf auch entsprechend eingestellt werden. Allerdings nur in 10% Schritten.


Wie oben geschrieben, die 100% in unseren Anzeigen sind nicht 100% des technisch Möglichen. Von daher macht es überhaupt keinen Sinn auf 10% SOC zu verzichten, nur um die Lebensdauer angeblich zu verbessern. Nur wenn ich ganz oben auf einem Berg wohne, kann es Sinnvoll sein nur bis 90% zu laden, damit die Rekuperationsbremse gleich beim losfahren funktioniert.

Gruß
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon Sigi » Mi 7. Jan 2015, 10:14

[/quote]

Wie oben geschrieben, die 100% in unseren Anzeigen sind nicht 100% des technisch Möglichen. Von daher macht es überhaupt keinen Sinn auf 10% SOC zu verzichten, nur um die Lebensdauer angeblich zu verbessern. Nur wenn ich ganz oben auf einem Berg wohne, kann es Sinnvoll sein nur bis 90% zu laden, damit die Rekuperationsbremse gleich beim losfahren funktioniert.

Gruß
e-Golfer[/quote]

Bei der unteren Grenze bin ich mit Dir einig.
Aus meiner Erfahrung mit diversen Batterien, wird die Ladeschlusspannung meisst angestrebt.
Die genauen Werte sind mir aber beim e-Golf leider nicht bekannt.

Gruss Sigi
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon Stromtanker » Mi 7. Jan 2015, 23:24

Ich war 2x in den letzten Tagen bei VW Leipzig an der BAB-Abfahrt Leipzig Nordost der A14 um CCS mit 20 kW zu naschen.

Habe mich mit einem Verkäufer unterhalten, der meinte, dass ich nicht so oft CCS nehmen solle, da die Batterie darunter leidet. Habe in der Betriebsanleitung nachgeschaut, das wird explizit auch erwähnt. Das nahm mir gleich etwas Lebensfreude.

BMW hat die 2. CCS Ladesäule in Leipzig und mag mich nicht. Immer wenn ich angefahren komme, klemmt da ein i3 dran.
Schkeuditz bei Leipzig hat die 3., die lassen es sich aber mit 3 € / 10 Minuten vergolden, ich glaube, dass muss nicht sein. Die Ladekarte für diese Säule habe ich aber schon vorrätig.

Mit dem Laden sei das eine Philosophie meinte der VW-Mitarbeiter. VW möchte die Batterien durch langsamens Laden schonen. Ansonsten hatte der keine Ahnung von Ladezeiten, der Belegung des Typ 2 Steckers mit nur einer Phase und sonstigen Fachfragen. Das (noch) übliche Halbwissen halt !

Mit den 80 % Ladungen scheinen viele Ladesäulenbetreiber auf der sicheren Seite zu arbeiten . Habe das in Wernigerode zum ersten Mal bemerkt. Nach einem Gespräch mit dem E-Mobilitätsverantwortlichen in Leipzig kam dasselbe heraus. Viele Ladestationen könnten mehr Leistung abgeben, werden aber aus Sicherheitsgründen gedrosselt.Unter anderem hauen die Renaults in Leipzig gern mal den FI-Schalter raus. Ich denke aber auch aus Haftungsrechtlichen Gründen, das Stichwort hierfür Produkthaftung. Wenn mal so ein Akkublock seine Nebenwirkung entfaltet (bei Nickel-Polymer besonders) , dann wird es richtig heiß her.

Beim Laden gibt es keine gleichbleibenden Zeiten oder Ladeströme. Ich habe mir bei Conrad für die Schuko einen Leistungsmesser für Verbrauch und Kosten gekauft . Bei jedem Ladevorgang mit demselben Restfüllstand zeigt der eGolf anfangs eine andere Zeit, als die letztendlich tatsächliche an. Das scheint eine Wissenschaft zu sein.

Nun zu CCS mit 20 kW bei Volkswagen:

Am Samstagabend kam ich mit 70 % Füllstand der Batterie an und brauchte für die fehlenden 30 % nach Erstanzeige laut VW-Display noch 35 Minuten, nach 1 Stunde und 6 Minuten war er fertig (ich saß im Auto und hatte live-Schaltung), lieferte mir 6,30 kWh und meinte an der Säule , dass er 0:43:34 Minuten geladen hat.
Am Montag kam ich mit 21 % Füllstand an und es wurde vom VW-Display 45 Minuten Ladezeit angegeben, Nach 1:06:24 Minuten, die tatsächlich stimmten und 96 % und 14,74 kWh habe ich dann den Ladevorgang beendet.

Man braucht für das Laden keine Ladekarte oder sonstiges, einfach ankoppeln, Stecker auswählen 22 kW AC oder 20 kW DC und Start drücken.

Also 30 % in 43 Minuten und 75 % in 66 Minuten, die angezeigten Zeiten zum Laden stimmen auch nicht immer, das haut ja jede Logik durcheinander. Das komplizierte Ausbalancieren der Zellenströme wurde mir als Zauberwort benannt.

Also wenn ich einen Rat geben kann, ich rate niemandem einen Schnelllader bis zum Ende auszureizen, wenn man es eilig hat. Lieber ´ne halbe Stunde anhängen und hoffentlich mit der Füllung die nächste CCS- LS erreichen.

LG aus Sachsen
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Re: e-Golf Schnellladung mit CCS

Beitragvon Sigi » Do 8. Jan 2015, 07:49

Hallo

@ Stromtanker
Hattest Du während des Ladevorgangs Verbraucher eingeschaltet?

Gruss Sigi
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