Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Papmobil » So 19. Apr 2015, 20:25

Nachtrag (arbeite mich gerade durch die Steuergeräte):
Im Hochvoltbatterieladesystem (Steuergerät BD) wird bei jedem der 88 Module (mit den 3 parallel geschalteten Zellen) die Spannung im Steuergerät hinterlegt. Bei mir liegen die beobachteten (nicht alle Module kontrolliert) Spannungsdifferenzen unter +/- 10mV.
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon bm3 » So 19. Apr 2015, 20:36

creative-tec hat geschrieben:
Toyota setzt nach eigener Aussage deswegen in den Hybrid Fahrzeugen noch NiMh Akkus ein, da diese besser mit den häufigen Lade-und Entladezyklen zurecht kommen.


Da ist was dran, die NiMH's in meinen Vectrix-Rollern fühlen sich um so wohler je mehr man sie beansprucht und zykliert und traktiert.
Auch nach Jahren noch, wenn man sie lange stehen lässt gehen sie dagegen kaputt und zwar dauerhaft.
Es gibt aber durchaus Zellen bei gut genutzten Vectrix-Rollern die noch nach Jahren die angegebenen 30Ah und mehr bringen, selber nachgemessen, und die werden mit bis zu 7C also 210 A beim Beschleunigen belastet.
Viele Lithium-Zellen sind nicht so tolerant gegen hohe Strombelastung, aber es gibt auch Lithium-Zellen wie die den Modellbauern bekannten Sony "Konion" oder die A123-Rundzellen die locker 10C oder 15 C wegstecken.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Sigi » So 19. Apr 2015, 22:20

Papmobil hat geschrieben:
Nachtrag (arbeite mich gerade durch die Steuergeräte):
Im Hochvoltbatterieladesystem (Steuergerät BD) wird bei jedem der 88 Module (mit den 3 parallel geschalteten Zellen) die Spannung im Steuergerät hinterlegt. Bei mir liegen die beobachteten (nicht alle Module kontrolliert) Spannungsdifferenzen unter +/- 10mV.

Wäre super wenn wir die Spannung der Batterie immer sehen kännten.
War bei der Differenz die Batterie geladen?
Gruss Sigi
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Papmobil » Mo 20. Apr 2015, 07:14

In der Anlage die kompletten Daten aus dem Steuergerät.
Die 21 Dateien sind gepackt. Leider im CSV-Format mit hässlicher Formatierung.
Über die Uhrzeit bekommt man die Reihenfolge im Steuergerät raus.
Ev. hat einer Lust, das in ein einziges Excel-Sheet oder Textdatei zu bringen :)
Ich bin hierzu irgendwie unfähig :shock:

Nachtrag: Mit VCDS kann man immer nur max. 12 Messwerte gleichzeitig aufzeichnen, daher die vielen Dateien und ich musste der Reihe nach die vielen Messwerte abfragen.
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon NotReallyMe » Di 21. Apr 2015, 15:20

Herzlichen Dank für die Daten. Ich habe mir alle Dateien angesehen und wenn ich das richtig verstehe, dann kan man darin weder direkt noch indirekt die maximale und aktuell geladene Kapazität in kWh ablesen oder berechnen. Oder habe ich da etwas übersehen?
Bisher I001-16-11-502 Max.Kapa. 29.9 kWh, jetzt I001-17-07-500 Max.Kapa. 28.6 kWh
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Papmobil » Di 21. Apr 2015, 15:31

NotReallyMe hat geschrieben:
Herzlichen Dank für die Daten. Ich habe mir alle Dateien angesehen und wenn ich das richtig verstehe, dann kan man darin weder direkt noch indirekt die maximale und aktuell geladene Kapazität in kWh ablesen oder berechnen. Oder habe ich da etwas übersehen?


Richtig, Ist leider so. An keiner Stelle steht der absolute Wert der HV-Batteriekapazität.

Zur Info: In einen anderen Steuergerät (Ich glaube, es war C6) stehen die Gesamtsummen der geladenen KWh aufgeschlüsselt nach AC Eingang und DC Eingang). So kann VW z. B. später feststellen, ob einer dauernd über CCS geladen hat. :)
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Sigi » Di 21. Apr 2015, 16:11

Papmobil hat geschrieben:
In der Anlage die kompletten Daten aus dem Steuergerät.
Die 21 Dateien sind gepackt. Leider im CSV-Format mit hässlicher Formatierung.
Über die Uhrzeit bekommt man die Reihenfolge im Steuergerät raus.
Ev. hat einer Lust, das in ein einziges Excel-Sheet oder Textdatei zu bringen :)
Ich bin hierzu irgendwie unfähig :shock:

Nachtrag: Mit VCDS kann man immer nur max. 12 Messwerte gleichzeitig aufzeichnen, daher die vielen Dateien und ich musste der Reihe nach die vielen Messwerte abfragen.

Herzlichen Dank für die Logs.
Ich konnte noch nicht alle sichten. Es scheinen aber mehr Blöcke als nötig ausgegeben zu werden. Überall wo Werte mit 4.XX drin stehen sind für mich spannend. Dies schienen die Zelenspannungen zu sein. Woraus sehr wahrschienlich der Ladezustand abgeleitet wird. So wie es aussieht hattest du so nach meiner Einschätzung ca 85-90% Ladezustand.
Je nach Chemischer Zusammensetzung sind Spannungen von 2.5-4.2 V (4.35V) pro Zelle möglich. Allerdings ist der Untere schon ein wenig Tief. Alle Zellen/Blöcke sollten möglichst nahe bei einander sein. Je mehr entladen wird, um so mehr driften die Zellen auseinander. Je grösser der Drift je schlechter.
Wenn Du Zeit hast kannst Du mal schauen was bei 100% Ladung da steht und was bei 0% oder 10%.
Daraus könnten wir dan schon erkennen welche Ladeparamater verwendet werden. Wenn Du noch mehr Zeit hast, kannst Du in 10% Schritten laden und checken welche Spannungen dabei anliegen. (Aber nicht wärend des Ladevorganges messen)
Es ist dabei auch sehr spannend wie sich im Verlauf des Ladevorganges die Zellenspannungen angleichen. Bei manchen Ladegeräten passiert dies erst gegen Ende des Ladevorganges, in dem die Energie einfach über Widerstände wieder verbraten wird.
Gruss Sigi
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Papmobil » Di 21. Apr 2015, 17:36

Ich habe die erste Datei mal "angefasst": siehe Anlage

War aber viel zu viel Aufwand :shock: . Das muss irgendwie anders besser funktionieren.
Dateianhänge
LOG-8C-011-021-031-041-051-061-071-081-091-101-111-121a.xls
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon Papmobil » Mi 22. Apr 2015, 09:42

In der Anlage mal eine lesbare Logdatei der Werte vom STG 8C (Hochvoltbatterie) und STG19 (Diagnoseinterface).
Interessant ist, dass die vollgeladene HV-Batterie im Diagnoseinterface mit 100% angezeigt wird, aber in der HV-Batterie selber nur mit 96%.
Bin irritiert!
Dateianhänge
Log_150422_STG8C_STG19.txt
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Re: Überlegungen zur Hochvoltbatterie

Beitragvon e-golfer » Mi 22. Apr 2015, 20:00

Papmobil hat geschrieben:
Interessant ist, dass die vollgeladene HV-Batterie im Diagnoseinterface mit 100% angezeigt wird, aber in der HV-Batterie selber nur mit 96%.
Bin irritiert!


Brauchst Du nicht. Da 100% Batterieladung die Zellen schädigt, wird nur ein Teil der Kapazität benutzt. Damit das am Display nicht zu verwirrend ist, wird dort eben 0 - 100% angezeigt, die Batterie nutzt aber nur 5-95%. Offensichtlich hat sie bei Dir sogar 96% genutzt. D.h von den 24,2 kwh kannst Du effektiv nur etwa 90% nutzen, was die 21,8kwh sind, die man so oft lesen kann.
Gruß
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