Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Teslarized » Mi 24. Dez 2014, 20:58

es gab eine Antwort der autotouring-Chefredaktion auf meinen Leserbrief. seine Ausführungen hab ich natürlich wieder
mit antworten versehen. hier findet ihr die 2. runde zur Lesermeinung betreffend dieses entbehrlichen Artikels aus der Dezemberausgabe.

http://www.teslafahren.at/index.php/ele ... ckler22014

LG und schönes Fest
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Twizyflu » Do 25. Dez 2014, 10:48

Nun das mit dem Schnellladen im Winter ist so eine Sache.
Mein Zoe genoss jetzt an 2 Tagen hintereinander eine 43 kW Ladung.
Er war nicht ganz warm noch (die Zellen).

Trotzdem kein Thema.
Er hat die 43er Ladung auch auf rund 20 kW gedrosselt ;)
Das finde ich gut.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Elektrolurch » Do 25. Dez 2014, 11:49

@Teslarized: Also was die ÖAMTC-Chefredaktion da zum Thema Normverbrauch von sich gegeben hat, ist ja der Hammer!

Ich bin so frei und zitiere es hier nochmal:

"Gegen Ende Ihres Schreibens stoßen auch Sie in das schon oft vernommene Horn des sogenannten Normverbrauch-Betrugs. Ich darf Sie diesbezüglich auf meinen Leitartikel in der November-Ausgabe des auto touring verweisen. Kurz zusammengefasst: Die Autohersteller geben einen Normverbrauch an, weil sie müssen (gesetzliche Verpflichtung), und sie geben den Normverbrauch nach NEFZ an, weil dieser verbindlich ist. Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben können es sich die Autohersteller nicht aussuchen, gar keinen oder einen anderen Normverbrauch anzugeben als diesen. Lug und Trug ist hier nicht zu erkennen, denn die Verbrauchswerte werden zweifellos korrekt ermittelt. Sie stimmen ja auf dem Prüfstand.

Nun scheinen viele Autofahrer, auch Sie, Herr H. (anonymisiert), zu glauben, solche Prüfstandswerte müssten auch ganz einfach im realen Straßenverkehr zu erreichen sein. Das sind sie auch, wenn man weiß, wie man auf ökonomische Weise mit Gaspedal und Ganghebel umgeht. Wenn man das nicht weiß oder nicht beherzigt, dann verbraucht man mehr. So einfach ist das. Und daran sind aber sicher nicht der Hersteller oder die Normverbrauchsangaben schuld.

Der ÖAMTC soll jeden Tag auf des Ministers Türschwelle stehen und realistische Messwerte und Messmethoden einfordern? Was hätte das denn für einen Sinn? Würden dann unökonomisch fahrende Autofahrer weniger verbrauchen? Nein. Aber wenn der Normverbrauch näher am Realverbrauch dran wäre, würde es sie nicht so sehr ärgern was ist das denn für eine Logik?

Sinnvoller wäre es doch, die Autofahrer anzuspornen, durch ihre Fahrweise möglichst den Normverbrauch zu erreichen, als einfach den Wert anzuheben.

Einen Nutzen hätten höhere Normverbrauchsangaben also kaum. Aber sie hätten den Nebeneffekt, dass alle vom CO2-Ausstoß errechneten Abgaben und Steuern wie z.B. die NoVA steigen würden das heißt, Kauf und Betrieb eines Autos würden noch teurer werden. Das will der ÖAMTC keinesfalls. Es kann niemand ernsthaft vom ÖAMTC erwarten, dass er ausgerechnet für die Verteuerung des Autofahrens auf die Barrikaden steigt.
"

Quintessenz: Die Autohersteller geben zwar zu niedrige Werte an, aber das tun sie schließlich alle und standardisiert. Wenn die Autofahrer diese Verbräuche im realen Leben nicht erreichen, weil sie Straßen fahren und nicht schön auf dem Prüfstand stehen bleiben, stellen sie sich einfach nur zu dumm an. Und ganz blöd: Wenn die angegebenen Normverbräuche höher wären, würden ja auch die Abgaben steigen!

Nochmal, weil's so schön ehrlich ist: "Kauf und Betrieb eines Autos würden noch teurer werden. Das will der ÖAMTC keinesfalls."

Wie nennt man sowas nochmal? Irgendwas mit Täuschung und eigenen Interessen...? Und so machen sie es alle, ob Atomlobby, Pharmakonzerne, Gentech-Unternehmen... Wenn heute nicht Weihnachten wäre, würd ich mich mal kurz übergeben. Sorry.

Deine Antwort will ich hier auch zitieren, weil sie es sehr schön auf den Punkt bringt:

"Ihr Argument gegen diesen neuen Fahrzyklus lautet „höhere Abgaben“? Ist es nicht Aufgabe des Staates und der Gesetzgebung, die Abgaben auf eine realistische Basis zu setzen? 30 – 50 % Mehrverbrauch aus ihren eigenen – energieverbrauchsoptimierten – Tests sind nichts anderes als 30 – 50 % versteckte Quersubventionierung einer die Umwelt verdreckenden Industrie. Ja, selbstverständlich muss sich künftig ein Käufer im Klaren sein, dass er mit dem Kauf eines überdimensionierten SUV-Spritsäufers in der Stadt eine entsprechende Zeche an die Allgemeinheit zu zahlen hat und das wäre dann eben eine auf den neuen Fahrzyklus basierende höhere Abgabe in Form der NoVa und anderer verschmutzungsabhängiger Steuern. Wer Dreck macht muss zahlen! Wir können es uns nicht leisten bei stetig wachsender Bevölkerungszahl jeden Dreckspatz auch noch quer zu subventionieren."

+1 und danke.
Zuletzt geändert von Elektrolurch am Fr 26. Dez 2014, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon redvienna » Do 25. Dez 2014, 15:58

Wie vermutet wird hier wieder sinnlos diskutiert.

Sobald die Batterien bei gleichen Gewicht nicht 160 sondern 300 km Normreichweite ermöglichen, wird diese unsinnige Diskussion ein Ende haben bzw. zumindest sehr abgeschwächt auftreten. (Tesla wie immer außen vor. Die haben mit der riesigen Batterie gleich allen die Argumente aus dem Mund genommen. :lol: )

PS: Der MIEV war eines der ersten E-Autos vor 3-4 Jahren. Jetzt ist die Batterietechnik sicherlich schon besser. (Keine 17% Verlust in 3 Jahren.)
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Greenhorn » Do 25. Dez 2014, 22:17

Wenn ich einen Ansprechpartner von Panasonic glauben darf, ist das nächstes Jahr einsatzbereit. Die Frage ist, ob die Hersteller das auch einbauen wollen.
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 80.000 km Erfahrung :-)
In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon Teslarized » Do 25. Dez 2014, 22:42

es geht bei dem ganzen weniger um das ergebnis ihres tests, sondern um die absichtlich mangelhafte berichterstattung einer sich seriös und unabhängig bezeichnende club-zeitung.
aber der adac in d ist da ja auch nicht besser ... naja
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Re: Kapazitätsverlust der Batterien 17% in 3 Jahren ?!

Beitragvon 120JO » Fr 26. Dez 2014, 08:49

Reichweite bzw. Fahrleistung, selbst unter gleichen Testbedingungen, mit Batteriekapazität gleichzusetzen, ist für mich Unsinn. Diese Betrachtungsweise, wenn auch oberflächlich logisch, beachtet Veränderungen am Antriebsstrang nicht ( Motorwirkungsgrad, verrostete Bremsen, Bereifung.....).
Es wäre interessant, wie sich der Verbrauch in Wh/km vom ersten zum zweiten Test unter vollkommen gleichen Bedingungen verändert hat. Ist der gleich?? Ein Bericht, der Schlussfolgerungen über die Batteriekapazität zieht, ohne Berücksichtigung der Verbrauchsparameter, ist unbrauchbar.
Oder ist jemals ein Techniker, der bei einem Auto mit Verbrennungsmotor zwei Tests am selben Prüfstand, bei den denselben Bedingungen, bei jeweils vollem Tank durchgeführt und unterschiedliche Reichweiten erzielt hat, auf die Idee gekommen, dass der Treibstoff die Qualität geändert hat? Ich glaube, das ist noch nie passiert!

Ich habe meinen Nissan Leaf, Bj. April 2012 mehr als 90000 Kilometer in vermutlich derselben Umgebung (rund um Wien) wie der ÖAMTC seinen iMIEV bewegt und noch immer um die 90% Akkukapazität (nähere Details siehe Lebensdauer Akku Leaf). Natürlich ist ein aus dem CAN-Bus ausgelesener Wert nicht mit einem Testergebnis von einem Prüfstand vergleichbar, aber ein guter Anhaltspunkt ist es allemal.

liebe Grüße

JO
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Schockbericht vom ÖAMTC (Focus online)!

Beitragvon DonDonaldi » So 29. Mai 2016, 10:23

http://www.focus.de/auto/elektroauto/el ... 05025.html

Mal abgesehen davon das 17% Reichweitenverlust nach 3 Jahren absolut inakzeptabel sind schockiert mich was ganz anderes in diesem Text:
"Bei 100.000 gefahrenen Kilometern ist ein derartiger Leistungsabfall sehr wohl wahrscheinlich, aber nicht bei 40.000 [...] so Mitsubishi. Bei 100.000km sind 83% Restkapazität möglich? Das ist ja nahe an der Grenze zur Alltagsuntauglichkeit! Geht man von einer Reichweite im Winter von normalerweise sagen wir mal 80km aus so ist für Mitusbishi durchaus "sehr wahrscheinlich" das man nach 100.000km mit dann ungefähr 65km auskommen muss. Das kann unser Twizy auch für einen Bruchteil der Kosten.

War dieser Bericht nur ein Einzelfall, oder ist beim Test etwas falsch gelaufen? Immerhin ist der aus dem Jahr 2014 und der iMiev wird dann ja sicher aus dem Jahr 2011 oder 2012 (also etwas älter) gewesen sein.

Warum die Frage? Ganz einfach, ein iMiev (oder einer der beiden anderen Drillinge) kann u.U. auch zu einer Alternative werden. Sicher aber nicht wenn er im Winter bei der Reichweite nur noch marginal oberhalb unseres Twizy liegen sollte.
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Re: Schockbericht vom ÖAMTC (Focus online)!

Beitragvon Flowerpower » So 29. Mai 2016, 10:39

dein Twizy kann im Winter 4 Personen + Gepäck 65KM weit bringen?
Zumal die Drillinge im Preis bei etwa 6-8000€ mit Batterie liegen.
Gebrauchte Twizys liegen bei 3 Jahre Batteriemiete auch bei etwa 6-8000€
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Re: Schockbericht vom ÖAMTC (Focus online)!

Beitragvon DonDonaldi » So 29. Mai 2016, 11:14

Wir sind ausnahmslos zu zweit in der Stadt unterwegs. Es geht um den Test vom ÖAMTC. Ein neuer Akku beim Drilling kostet wieviel? Es gibt Drillinge die mit 3 Jahren 6-8k€ kosten? Wie lange macht es der Akku dann noch? Laut dem ÖAMTC muss ja zumindest mit 17% Verlust nach drei Jahren rechnen. Da ist man dann u.U. nah am Akkutausch und was kostet ein neuer Akku aktuell nun?
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