Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon e-urs » Di 5. Dez 2017, 18:15

Elektroautos haben das meiste gar nicht, was bei einem Verbrenner so kaputt geht, sagte und dachte ich immer.

Nun ist das Getriebe des i-MiEV kaputt. Von wegen hat der nicht.
Garantie (3 Jahre) vor 2 Jahren abgelaufen. Kostenpunkt: 4500 CHF.
Ich habe zuvor nie gehört, dass ein Getriebe überhaupt kaputt geht. Auch nicht die 6-Gang-Getriebe der Verbrenner.
Der MiEV hätte nur einen Gang.

Mitsubishi meint, das sei noch nie vorgekommen und meiner sei der erste. Natürlich ist aus Sicht von Mitsubishi der Kunde für die Finanzierung solche Schäden zuständig. Mindestens des grössten Teils.

Beim Erzählen dieser Geschichte musste ich dann hören, dass andere Marken solche unerwarteten grösseren Schäden meist selbstverständlich übernehmen. Mitsubishi nicht.

Fazit:
- Bei einem Mitsubishi kann irgend etwas einfach kaputt gehen, das dich sehr viel kostet.
- Mitsubishi ist das mehr oder weniger egal
- Finger weg von Mitsubishi, i-MiEV und den anderen Drillingen
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Beitragvon bm3 » Di 5. Dez 2017, 18:35

Was ist es denn genau ? Das Eingang-Getriebe oder das Differenzialgetriebe ? Lagerschaden oder Zahnradschaden ? Getriebe muss man auch nicht komplett austauschen, da geht auch Instandsetzung. Die Lager sind beispielsweise Standardware. Getriebeschäden kommen halt ab und an mal vor, bei allen Autos. Zu hoffen bleibt dass es kein Konstruktionsfehler ist der irgendwann alle der Autos trifft, sondern nur ein einzeln vorgekommener Materialfehler. Wenn man ein 5 Jahre altes Verbrennerfahrzeug mit Getriebeschaden hat gibts wahrscheinlich auch nicht mehr viel von jedem anderen Hersteller für die Reparatur dazu ? Das andere Thema sind allerdings die "gesalzenen" Ersatzteilpreise.

VG:

Klaus
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon iOnier » Di 5. Dez 2017, 19:55

Ein defektes Differentialgetriebe gab es schon mal bei einem iOn, siehe hier: Differential pulverisiert sich.
e-urs hat geschrieben:
Nun ist das Getriebe des i-MiEV kaputt. Von wegen hat der nicht.

Er hat kein Schaltgetriebe mit wechselnden Übersetzungen, er hat eine feste Drehzahlübersetzung und ein Differentialgetriebe in einem gemeinsamen Gehäuse. Ein Differentialgetriebe braucht er, weil er nur einen Motor hat - aber 2 Räder angetrieben werden, eine Übersetzung (oder wäre hier der Begriff "Untersetzung" treffender?) ist erforderlich, weil der Motor höher dreht als für die Antriebsachse sinnvoll. Dafür wiederum gibt es gute technische Gründe.
Wenn Du Dich intensiver mit der Technik befasst hättest wäre das aber keine große Überraschung gewesen.
Leider kursieren allerdings oft Falschaussagen wie "ein E-Auto braucht kein Getriebe". Korrekt ist, dass ein einstufiges Getriebe viel einfacher und weniger fehlerträchtig ist als ein (insbesondere wenn automatisches) Schaltgetriebe.
=> Kaputt gehen kann es dennoch auch mal, wenngleich im Schnitt halt viel seltener.
=> Das hätte man vorher wissen können und müsste sich jetzt nicht so aufregen.
Garantie (3 Jahre) vor 2 Jahren abgelaufen. Kostenpunkt: 4500 CHF.

Tja, Pech. Du könntest versuchen, mittels eines Sachverständigen einen Produktionsfehler an Deinem Getriebe aufzudecken und um Kulanz bitten.
Ich habe zuvor nie gehört, dass ein Getriebe überhaupt kaputt geht.

Gugel einfach mal nach "Mercedes Getriebeschaden". Wahlweise statt "Mercedes" auch mal "VW" oder "BMW", "Audi" oder einen beliebigen anderen Hersteller eingeben => vermute, Du wirst Dich über die Zahl der Treffer wundern.
Der MiEV hätte nur einen Gang.

Völlig korrekte Aussage, das ist auch so. Dieser eine "Gang" ist aber eben übersetzt - was ein Getriebe bedingt. Halt ein Einganggetriebe, kein Mehrgang-Schaltgetriebe. Manche Leute meinen Getriebe = Schaltgetriebe. Das ist falsch. Jeder Kasten, der sinnvoll angeordnete Zahnräder und Wellen enthält, in den am einen Ende Kraft und Drehzahl reingehen und am anderen Ende Kraft und Drehzahl geändert wieder herauskommen, ist ein Getriebe.
Mitsubishi meint, das sei noch nie vorgekommen und meiner sei der erste.

Das sagen sie alle und immer :-D
Es ist aber sicher auch selten und bei den geringen Stückzahlen kann es sogar sein, dass sie von dem Fall des oben verlinkten iOn gar nichts wissen und es tatsächlich der erste i-MiEV mit einem Defekt am Differentialgetriebe ist.
Apropos: bei einem C-Zero scheint es auch schon mal einen Defekt am Differenzialgetriebe gegeben zu haben. Und "... hat einen Gehäuseschaden" lässt fast vermuten, dass die Schadensursache ähnlich gewesen sein dürfte wie bei dem o.g. iOn. Und überhaupt: Du hast noch gar nichts zu der Art des Schadens gesagt. Was ist eigentlich genau kaputt? Und wie sieht es aus? Könntest Du Fotos machen und hier posten? Wäre sicher interessant ...
Beim Erzählen dieser Geschichte musste ich dann hören, dass andere Marken solche unerwarteten grösseren Schäden meist selbstverständlich übernehmen. Mitsubishi nicht.

Kulanz wird nicht nur von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich gehandhabt, sie hängt immer wieder auch davon ab, wie weit die Garantiezeit überschritten wurde, ob man alle Inspektionen wahrgenommen hat etc. pp. - und natürlich davon, wie man auf die Leute zu geht. Mit Freundlichkeit kommt man da meist noch am weitesten. Wenn man dann womöglich mit einem Sachverständigen auf einen offenkundigen Produktions- oder Materialfehler verweisen kann, hat man vielleicht auch noch mal bessere Karten. Ist hier halt die Frage ob die Schadenshöhe die Kosten für einen Sachverständigen rechtfertigt.
- Bei einem Mitsubishi kann irgend etwas einfach kaputt gehen, das dich sehr viel kostet.

Binsenweisheit. Das kann bei jedem Auto passieren.
- Mitsubishi ist das mehr oder weniger egal

Binsenweisheit. Jedem Hersteller geht es erst mal um nichts anderes als seine Gewinne. Das Engagement für den Kunden kostet Geld und ist daher oft sehr modellspezifisch, oft aber auch davon abhängig, wie abhängig die jeweilige Niederlassung oder Vertragswerkstatt von ihrem lokalen Ruf ist. Und wie wichtig der Kunde ... Flottenkunden werden sicher nochmal anders behandelt als Einzelkäufer, insbesondere wenn letztere eine gebrauchte Karre erworben haben ...
- Finger weg von Mitsubishi, i-MiEV und den anderen Drillingen

Finger weg vom Autofahren, würde ich dann mal sagen. Wie gesagt, das Gleiche (oder etwas vergleichbares) hätte Dir mit jedem Auto jeden beliebigen Herstellers passieren können.

Einfach mal wieder zur Ruhe kommen und Optionen prüfen:

- Reparatur durchführen lassen für Dich finanziell tragbar / sinnvoll?
- wenn ja: dennoch (kostensenkend) auch auf die nächste Option sehen:
- wenn nein: auf jeden Fall noch mal checken, ob Kulanz seitens Mitsubishi doch in Frage kommt (an wen hast Du Dich gewendet: nur an Deine Werkstatt? Mal bei der Mitsubishi-Zentrale für die Schweiz / Europa angefragt?)
- wenn immer noch nein (keine Kulanz oder zu niedrige Beteiligung seitens Mitsubishi): käme ein gebrauchtes Differential für Dich als Ersatz in Frage? Es gibt genug "Schlacht-Drillinge", die auch bei GE-usern herumliegen und nur darauf warten, dass ihre Organe transplantiert werden können.
- wenn Du jetzt nach nüchternem Abwägen immer noch zu dem Schluss kommst, dass eine Reparatur dieses Autos für Dich nicht in Betracht kommt: dann eben verhökern und anderes Auto kaufen.
Gruß
Werner
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon Otto_Moeller » Di 5. Dez 2017, 21:06

Ist natürlich verständlich, das man bei einem so hohen Reparaturpreis verärgert ist. Ich hatte vor meinem i-Miev einen Golf 2 und einen Polo 86C. Bei beiden Fahrzeugen war das Getriebe kaputt. Beim Golf 2 nach 240.000 km und beim Polo nach 100.000 km. Bei beiden Fahrzeugen war Mangel an Getriebeflüssigkeit der Grund. (Ölverlust bei den Antriebswellen) Originalgetriebe hätte beim Golf 2 damals 4.000 DM gekostet. Beim Verwerter musste ich damals 500 DM zahlen. Beim Polo hatte ich einen Unfallwagen gekauft und dort das Getriebe ausgebaut.
Wieviel km hat denn dein i-Miev? Das Getriebe gibt es bestimmt bei einem ausgeschlachteten i-Miev/C-Zero/ion erheblich günstiger. Mein i-Miev hat jetzt 140.000 km hinter sich gebracht. Bis jetzt ohne Probleme.
Gruß
Otto
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon e-urs » Mi 6. Dez 2017, 00:18

Der MiEV hatte gerade mal zarte 45'000 km auf dem Tacho...

Du hast noch gar nichts zu der Art des Schadens gesagt. Was ist eigentlich genau kaputt?

Als nicht Sachverständiger kann ich nicht viel darüber sagen. Das Teil immer lauter geworden und irgendwann hat es dann gekracht und gerumpelt - im Getriebe. Der Mech meinte, es hätte Spähne gehabt, die sich dann multipliziert hätten. Die Zahnräder sind wohl kaputt. Ich muss ihm das glauben.
Der Mechaniker hatte mir auch vorgeschlagen, das Getriebe zu reparieren, die Kosten sind da aber ähnlich gross.

=> Das hätte man vorher wissen können und müsste sich jetzt nicht so aufregen.

Das Wissen darüber, dass etwas kaputt gehen könnte führt aus meiner Sicht nicht dazu, dass man sich nicht aufregt, wenn es auch kaputt geht und man 3000 Fr. dafür blechen muss.
Ich habe seit 1996 verschieden Autos gefahren. Der bisher schlimmste war der Chrysler Voyager, ein Lohnverdunster. Aber eine so teuere Reparatur hat nicht mal der verursacht.

Binsenweisheit. Das kann bei jedem Auto passieren.

Meine Erfahrung sagt das Gegenteil. Nicht bei 45000km.
Und es GIBT Autohersteller, die sich ab solchen Dingen schämen und die Verantwortung übernehmen.

Ich bin gerade daran, abzuwägen, ob ich die Batterie als Speicher in mein Haus einbauen kann...
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon wp-qwertz » Mi 6. Dez 2017, 09:43

e-urs hat geschrieben:
...Kostenpunkt: 4500 CHF.
...

das tut mir alles leid zu lesen.

frage: bekommst du denn für diesen oben genannten preis ein neues ev, das dir zu genüge ist? wenn nicht, warum dann nicht machen lassen? ich meine, dann weißt du auch was du hast und wenn DAS ding dann wieder so schnell kaputt geht, hast du ggf. andere rechtsansprüche?!?
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon drilling » Mi 6. Dez 2017, 10:15

e-urs hat geschrieben:
Der Mechaniker hatte mir auch vorgeschlagen, das Getriebe zu reparieren, die Kosten sind da aber ähnlich gross.

Bei den Schweizer Stundenlöhnen ist das nicht verwunderlich (kann mich noch an in Rechnung gestellten 120 CHF die Stunde erinnern, und das war vor 5 Jahren), aber vielleicht findest du ja eine Mitsubishi oder Peugeot oder Citroen Werkstatt jenseits der Grenze im großen Kanton wo es deutlich günstiger sein sollte?

Ich würde an deiner Stelle ein gebrauchtes Getriebe auftreiben und das von einer vertrauenswürdigen freien Werkstatt einbauen lassen, das sollte deutlich günstiger sein.
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon e-urs » Mi 6. Dez 2017, 15:47

bekommst du denn für diesen oben genannten preis ein neues ev, das dir zu genüge ist?


Zu diesem Preis gibt es ein neues Getriebe. Das wäre dann schon "genüge". Fragt sich dann aber, was sonst noch so kommen könnte. Immerhin war ich mir sehr sicher, dass so etwas bei einem Mitsubishi nicht passieren KANN.

Es ist aber im Moment die falsche Jahreszeit, um so viel Geld in einen i-MiEV zu investieren. Die Vorstellung, wieder zu frieren beim Fahren ist nicht besonders... Zumindest bei meiner Frau, die hier strickte ihr Veto einlegt.
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon iOnier » Mi 6. Dez 2017, 15:53

e-urs hat geschrieben:
Das Teil immer lauter geworden und irgendwann hat es dann gekracht und gerumpelt - im Getriebe. Der Mech meinte, es hätte Spähne gehabt, die sich dann multipliziert hätten. Die Zahnräder sind wohl kaputt. Ich muss ihm das glauben.

Wird wohl auch stimmen. Wenn einmal Späne entstanden sind, werden sie zwischen den Zahnrädern "durchgemüllert" und verursachen an den Zähnen weitere Schäden / Absplitterungen. Die Schäden nehmen im Weiteren "exponentiell" zu. Früher hat man zum "Abfangen" solcher klein(st)en Späne und Splitter Magnete innen an der Ölablassschraube angebracht. Nachdem heutzutage aber kaum noch Abrieb beim "Einfahren" entsteht verzichtet man bewusst darauf.

Mögliche Ursachen sind vielfältig: Materialfehler (z.B. unzureichende oder ungleichmäßige Oberflächenhärtung der Zahnräder), Montagefehler (z.B. falsche Distanzscheibe verwendet => zu viel oder zu wenig Axialspiel einer Welle => Fehlbelastung an Zahnflanken), Ölmangel (eine unzureichende Ölfüllung ab Werk hätte aber wohl früher zum Defekt führen müssen - also dann am ehesten Ölverlust durch z.B. defekten Wellendichtring), ...

Konstruktive Mängel wären auch denkbar, aber da es bislang nicht zu massenweisen Meldungen bzg. defekter Differentialgetriebe sowohl hier bei GE als auch im elweb-Forum gekommen ist würde ich das eher ausschließen.

Insofern kann ich die Haltung von Mitsubishi nachvollziehen - sporadische (unsystematische, nicht prinzipiell konstruktiv- oder fertigungsbedingte) Fehler sind nach Ablauf der Garantiezeit erstmal Problem des Kunden.

Wenn man da Kulanz erbitten möchte sollte man - wie im Grunde bereits erwähnt - nachweisen können, dass das Fahrzeug regelmäßig zu den Inspektionsterminen gewartet wurde (da hätte dann z.B. Ölverlust auffallen können und man hätte einen evtl. defekten Wellendichtring austauschen können bevor Schaden eingetreten wäre) und am besten auch noch deutliche Hinweise darauf aufzeigen können, dass der Schaden auf einen Konstruktions-, Material- oder Produktionsfehler zurückgeht.
Das Wissen darüber, dass etwas kaputt gehen könnte führt aus meiner Sicht nicht dazu, dass man sich nicht aufregt, wenn es auch kaputt geht und man 3000 Fr. dafür blechen muss.

Ersten Ärger (Shit, warum passiert das mir und warum muss das so teuer sein?) kann ich absolut nachvollziehen. Natürlich reagiert man da erstmal emotional. Dann sollte aber die Ratio wieder das Regime übernehmen.
Ich habe seit 1996 verschieden Autos gefahren. Der bisher schlimmste war der Chrysler Voyager, ein Lohnverdunster. Aber eine so teuere Reparatur hat nicht mal der verursacht.

Dann hast Du mit dem Auto Glück und mit dem i-MiEV halt Pech gehabt. Nebenbei scheint gerade auch der Voyager zu Getriebeproblemen zu neigen, die Websuche kannst Du selber nachvollziehen; hier mal ein Ergebnis von Motor-talk.de:
Woerheide auf motor-talk.de hat geschrieben:
Getriebeprobleme beim Voyager sind bekannt, bei flotter Fahrweise und Hängerbetrieb neues Getriebe alle 100000 km. Kann natürlich auch ein elektronischer defekt sein. Fehlerspeicher mal auslesen lassen. Aus meiner Erfahrung ist das Getriebe platt.

Natürlich sind die o.g. 100.000 km was anderes als:
Meine Erfahrung sagt das Gegenteil. Nicht bei 45000km.

... in der Tat ist das sehr früh. Aber Fehlereintritt ist eine Frage von Statistik. Frühes Eintreten ist selten, kommt aber eben auch vor. Wie gesagt: Pech gehabt. Falls es eben nicht doch an Mitsubishi lag.

Kannst Du Deine Werkstatt vielleicht noch fragen, ob eine Analyse der Ursache des Defekts möglich ist? Bei Misstrauen: zerlegtes Getriebe mitgeben lassen und damit in eine vertrauenswürdige freie Werkstatt gehen. Natürlich in jedem Fall mit Kostenvoranschlag, die werden das beide nicht umsonst machen.
Und es GIBT Autohersteller, die sich ab solchen Dingen schämen und die Verantwortung übernehmen.

Schrieb ich schon, dass Kulanz bei verschiedenen Herstellern unterschiedlich gehandhabt wird? Und: ist es wirklich "Mitsubishi" oder "Deine Mitsubishi-Werkstatt", wer da 'rumzickt?

Dass es aber diese Unterschiede gibt ist an sich auch nichts Neues und wer sicher sein will, einen in dem Aspekt "guten" Hersteller zu erwischen muss sich da eben auch vorher schlau machen. Und nicht nur bzgl. des Herstellers, sondern auch bzgl. dessen lokaler Vertretung. Wenn die einen schlechten Ruf hat muss man sich eben auch fragen, ob man auf eine (besser beleumundete) entferntere Werkstatt zurückgreifen kann und mag oder ob ein Auto dieses Herstellers wirklich die richtige Wahl für einen ist. Alternativ von vornherein zu einer freien Werkstatt - oder dann wenn man aus der Garantiezeit heraus ist und die regelmäßigen Inspektionen bei der Werksvertretung nicht mehr aus Gründen des Garantieerhalts zwingend sind. Allerdings verzichtet man damit dann auch weitgehend auf Kulanz.
Ich bin gerade daran, abzuwägen, ob ich die Batterie als Speicher in mein Haus einbauen kann...

Jupp, auch noch eine Option. Du fängst an, rational an die Sache heranzugehen :-)
Allerdings denke ich nach wie vor, dass es die verlustärmste Variante wäre, ein gebrauchtes Getriebe einzubauen. Hausspeicher ist zwar teuer und wenn Du das Auto eh nicht mehr reparieren und fahren wolltest hättest Du die Zellen quasi "umsonst", aber eben nur die Zellen ... denn um die Batterie "so wie sie ist" als Speicher einsetzen zu können müsstest Du vermutlich Auslesung und Ansteuerung des BMS über den CAN-Bus genau kennen und nachbilden können. Dann könnte man möglicherweise sowohl Bordlader als auch Inverter weiter verwenden. Anderenfalls (und das ist wahrscheinlicher) müsste man die Fahrbatterie komplett zerlegen und könnte nur die Zellen(blöcke), vielleicht gerade noch die CMS-Platinen weiter verwenden.
Wie auch immer: falls Du Dich für den Ausbau der Batterie entscheidest gib' den Rest möglichst nicht an den Schrotti, sondern versuche hier jemanden zu finden, der ihn als Teileträger verwenden oder mit Teilen aus z.B. einem Unfallfahrzeug wieder aufbauen möchte. Wäre sonst schade drum.
Gruß
Werner
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Re: Das wars mit unserem i-MiEV: Getriebeschaden

Beitragvon sventchik » Fr 8. Dez 2017, 02:27

Hier ein Getriebe für 650 + 80 Versand :
http://bildemontering.no/ext_delinfo.as ... 53601&no=1
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