Langstreckenverbrauch des Rex

Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Vanellus » Sa 12. Apr 2014, 18:14

Hallo Hasi16,
Zitat:
"Daher mein Experiment auf den Punkt gebracht: Der i3-Rex ist kein Auto für regelmäßige Langstrecken, aber er macht den Wagen trotzdem Langstrecken-tauglich ohne große Einbußen! Auch der Sitzkomfort ist super. Der Rex macht deshalb den i3 für einen sehr großen Endverbraucher-Kreis Erstfahrzeug-tauglich."

Das finde ich wichtig und das richtige Fazit.Im Vordergrund sollte das reine E-Fahren stehen. Mit einem Verbrennungsmotor Strom zu erzeugen für einen Akku, der wiederum einen Elektromotor antreibt ist allenfalls als Mittel gegen die Angst, liegen zu bleiben, vertretbar. Sonst wäre es natürlich sinnvoller, den Benzin-Motor direkt als Antriebsquelle zu nutzen. 6,5 l/100 km sind kein wirklich niedriger Verbrauch, schon gar nicht für einen Zweizylinder mit 650 ccm. Bei 110 km/h konstant fahre ich mit meinem 5 Jahre alten (Benzin-)Golf VI für unter 6 Liter/100 km.
Und sei gewiss: die Angst vor dem Liegenbleiben lässt nach. Ich fahre nun seit einem Dreiviertel Jahr ein reines E-Auto ohne den "Notfallschirm" REX, jetzt auf 10.000 km und Entspannung greift um sich, wo doch elektrisch fahren ohnehin an Gelassenheit kaum zu übertreffen ist. Und wenn ich ohne Nachzuladen nicht wieder nach Hause komme, lade ich für rund 1 Stunde unterwegs an einer 22 kW-Säule nach und weiter geht's. Mein REX heißt also: 1 Stunde nachladen.
Allzeit gute Fahrt!
Gruß Vanellus
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Re: AW: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Karlsson » Mi 16. Apr 2014, 08:49

Der Ansatz "wenn man mit Benzin fährt, kann man gleich den normalen Benziner nehmen, der ist sparsamer und billiger" hinkt etwas.
Ich hab zb öfter eine Strecke von knapp 300km. Der RE i3 könnte davon immerhin die Hälfte ohne Benzin fahren. Der Benziner würde stattdessen ab dem ersten Meter Benzin verbrauchen.

Will man sich zwei Autos hinstellen, wenn man nur eins braucht?
Eigentlich nicht.
Also wir haben zwei Autos, weil meistens beide gleichzeitig in Benutzung sind.
Aber zumindest eines davon muss auch Langstrecken können, obwohl das an 300 Tagen im Jahr auch ein rein elektrisches mit real 100 km im Winter sein könnte.
Da ist so ein kleiner RE doch ein super Ansatz. Weil neben 2 elektrischen wäre ein drittes Auto als Backup nun wirklich völlig indiskutabel und würde den Großteil des Jahres nur rumstehen.

Vanellus hat geschrieben:
Und wenn ich ohne Nachzuladen nicht wieder nach Hause komme, lade ich für rund 1 Stunde unterwegs an einer 22 kW-Säule nach und weiter geht's. Mein REX heißt also: 1 Stunde nachladen.

Die meisten Fahrzeuge können das in der Realität mangels geeigneter Lademöglichkeit nicht.
Und selbst wenn ich ein Fahrzeug hätte, mit dem das geht, müsste ich bei einem Familienbesuch zwischendurch 2 Ladestops einlegen und bin dann schon auf eine 22kW Lademöglichkeit in einem ganz bestimmten Gebiet angewiesen, die dann auch weder defekt noch besetzt sein darf.
Also wenn das jetzt nur 1x im Jahr vor käme - ok, macht man mit. Aber das wäre bei mir schon erheblich öfter der Fall.
Für die Strecke würde ich dann ein anderes Fahrzeug nehmen. Also wäre ok wenn noch ein anderes Fahrzeug in der Familie deutlich mehr Reichweite hat.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon chrispeter_pdm » Mi 16. Apr 2014, 09:16

Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen. Genau so habe ich es gemacht. Ich benötige regelmäßig eine Strecke von 200 km, von denen ich mit dem I3 REX zukünftig 100-150 elektrisch fahren kann, nur der Rest wird mit REX gefahren. Alle anderen Strecken werden rein elektrisch über den Akku absolviert.
Dadurch kann ich morgen (ja morgen wird er ausgeliefert) sowohl mein I-MiEV wie auch mein PRIUS abgeben und fahre nur noch mit einem Auto.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Mi 16. Apr 2014, 10:08

Hallo,

ja, genau das wollte ich auch ausdrücken!
Heute morgen musste ich zwei mal 80 km fahren (also hin und zurück) mit 30 Minuten Aufenthalt. Die nächste Ladesäule war 4 Kilometer entfernt und kam daher nicht in Frage. Eine Batterieladung und zwei Liter Sprit für die Strecke... undenkbar nur für solche Situationen einen Verbrenner vorzuhalten.
Ein Zwischenstopp an der Ladesäule wäre mir zeitlich zu lang gewesen und 120 km/h auf der Autobahn sollten es auch sein.
Mit Rex alles ohne große Planung machbar! :D

Viele Grüße
Hasi16
Zuletzt geändert von Knobi am Do 17. Apr 2014, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte Vollzitate vermeiden, wenn du direkt auf einen Beitrag antwortest.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon macdiverone » Mi 16. Apr 2014, 11:41

+1 - Genau mein Szenario. Regelmäßig und daher überwiegend "Zero Emission", ab und an REX, aber durch diese Option effektiv "über alles" Schluss mit dauerdieseln über ALLE km! :mrgreen:
Für mich ist mein persönliches Elektro-Experiment dank nach wie vor elender Ladeinfrastruktur und BMW Ignoranz endgültig gescheitert. Rückgabe Juni 2017 (Leasingende) und gut ist. :evil:
Q7 etron ab 02/2017. Besser PlugIn als i3-K(r)ampf
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Do 17. Apr 2014, 18:40

Hasi16 hat geschrieben:
Am Abend vorher war ich mit einem Kollegen ca. 170 km unterwegs. Wir haben den Rex nicht manuell eingeschaltet, sondern die "Not-Aktivierung" abgewartet. Hier hat sich dann ein extrem deutlicher Unterschied aufgetan: Zunächst fiel der SOC um weitere 2,5 % - das kannte ich ja schon von der manuellen Aktivierung. Bei 4 % fing das Teil dann an zu Jaulen, und zwar wesentlich lauter als bei der manuellen Aktivierung. Der Rex versuchte krampfhaft die Batterie wieder auf 6,5 % zu bekommen, so dass mir keine Leistungseinschränkung aufgefallen ist. Aber bei jeder noch so kleinen Beschleunigung, die auch nur ganz kurz 30 kW anforderte, ging der Rex gefühlt "auf 180". Naja, er hat ja gewissermaßen auch keine andere Wahl!
Ich gehe davon aus, dass der Rex wesentlich ineffizienter läuft, wenn der SOC so gering ist.

Den oben genannten Test habe ich auf einer bergigen Autobahn gemacht. In der norddeutschen Tiefebene (ohne Berge) verhält sich der Rex wesentlich entspannter. Bei 120 km/h verhält er sich anfangs so wie immer (zuerst weitere 2 - 2,5 % noch runter) und läd dann den Akku wieder recht flott auf 6,5 % auf. Bei 120 zeigt er einen Momentanverbrauch von ca. 19 kWh an.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Curio » Do 17. Apr 2014, 19:02

Was gebt ihr eigentlich dem REX zu trinken? E10/ROZ 91 oder SPlus ROZ 95? E10 ist ja explizit erlaubt!
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Vanellus » Fr 18. Apr 2014, 11:44

@ curio: E10 wird als ROZ 95 angeboten, hat aber tatsächlich ROZ 97. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/E10_(Kraftstoff)

@ Karlsson:
Hasi hat folgendes empfohlen in seinem Eingangspost:
"Es ist sehr vorteilhaft den Rex immer so früh wie möglich einzuschalten, ..."
Darauf bezog ich mich mit meinen Sätzen:
" Mit einem Verbrennungsmotor Strom zu erzeugen für einen Akku, der wiederum einen Elektromotor antreibt ist allenfalls als Mittel gegen die Angst, liegen zu bleiben, vertretbar. Sonst wäre es natürlich sinnvoller, den Benzin-Motor direkt als Antriebsquelle zu nutzen. 6,5 l/100 km sind kein wirklich niedriger Verbrauch, schon gar nicht für einen Zweizylinder mit 650 ccm. Bei 110 km/h konstant fahre ich mit meinem 5 Jahre alten (Benzin-)Golf VI für unter 6 Liter/100 km."

Seinen Strom für Akku und E-Motor praktisch als Standardvariante ganz überwiegend aus dem REX zu beziehen finde ich, ist ein merkwürdiges Verständnis von elektrisch Auto fahren. Für nachvollziehbar halte ich es, den REX bei niedrigem Ladestand für die letzten Kilometer einzuschalten, wenn man die nächste Lademöglichkeit bei einer längeren Tour nicht erreicht. Davon sind ja auch wohl alle folgenden posts ausgegangen. Aber immer ziemlich früh den REX einzuschalten, damit der Akku schön voll bleibt, hat irgendwie etwas absurdes.
Gruß
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon goldhamster » Fr 18. Apr 2014, 11:56

Warum ist das absurd? Hier wird doch nicht der rein elektrische Standardfall diskutiert, sondern das Verhalten auf Langstreckenfahrten, die man mit dem REX mit deutlich weniger Zeitverlust zurück legen kann.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Curio » Fr 18. Apr 2014, 12:16

Vanellus, kann dich erst mal verstehen, aber ich gehe davon aus, dass der REX genau dann wieder ausgeschaltet wird, wenn das Ziel oder der nächste Ladehalt in E-Reichweite ist.
Dann macht es aus meiner Sicht sehr viel Sinn, weil das REX Fahrverhalten viel besser ist , wenn die Batterie nicht am unteren Ende ist...
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