Ladetechnik, internes vs. externes Laden

Ladetechnik, internes vs. externes Laden

Beitragvon tritop » Fr 22. Sep 2017, 19:28

Erstmal Hallo zusammen,

bin seit einigen Wochen zufriedener Besitzer eines i3 2014 mit REX.
Was mich jedoch verwundert ist, dass beim I3 und vielen anderen Elektroautos die Ladetechnik für das Laden von außen so schlecht dimensioniert ist, zumindest in der Standardausführung und/oder bei älteren Modellen.

Nun sind die Motoren in den Elektroautos ja vermutlich alle dreiphasige Synchron- oder Asynchronmaschinen.
Bei den meisten kann Energie durch Rekuperation (beim i3 60KW?) zurückgewonnen werden und beim i3 mit REX ist ja noch ein Generator mit an Bord, der wohl etwa 20KW zu leisten vermag. Der Strom dieser Systeme müsste ja vermutlich auch erst über einen Gleichrichter laufen und kann dann erst zum laden des Akkus verwendet werden.

Im Gegensatz dazu ist das Laden aus dem öffentlichen Netz so eingeschränkt (z.B. Schnellladen nur als Option) oder nur einphasig für Wechselstrom.

Ich frage mich, warum man die Lader, die zur Rekuperation dienen oder den des REX nicht verwenden konnte.
Marketing oder doch technisch bedingt?

Gruß
Zuletzt geändert von tritop am Mo 25. Sep 2017, 12:37, insgesamt 3-mal geändert.
tritop
 
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Re: Ladetechnik

Beitragvon rolandk » Fr 22. Sep 2017, 20:35

tritop hat geschrieben:
Im Gegensatz dazu ist das Laden aus dem öffentlichen Netz so eingeschränkt (z.B. Schnellladen nur als Option) oder nur einphasig für Wechselstrom.


Willkommen in der Welt der E-Mobilität.

Schlimm ist eigentlich, das es nicht einmal möglich ist, stärkere Technik nachzurüsten. Es ist alles da und verfügbar.

Leider ist es so, das die meisten (vor allem Einsteiger) sich keine Gedanken um die Ladetechnik machen und leider wird auch immer schön das Blaue vom Himmel heruntergelogen.

Besonders gerne von Energieversorgungsunternehmen, die an der neuen 22kW Säule behaupten, man könne damit jedes (!) Fahrzeug in einer Stunde voll laden.... Ja, für den Smart mit Schnelllader trifft das zu, und auch für die Zoe mit 20er Akku.... Das wars dann auch schon.

Und die Fahrzeughersteller behaupten, das Schnellladung nur mit DC geht.... Die Zoe mit 43kW Lader muß also ein Wunderfahrzeug sein, denn da kann man an einer günstigen Ladeinfrastruktur sehr schnell Strom ins Fahrzeug bekommen.

Gut, gleich geht wieder die leidige Diskussion los, das zukünftig nur DC sinnvoll wäre, weil man nur damit ein Fahrzeug schnell laden könne... gerade mit den höheren Werten bis 350 kW...
Bitteschön.

Ich bin sehr zufrieden damit, das die Zoe an einem sehr günstigen Anschluß sehr schnell geladen werden kann. Wenn dann die Fahrzeuge mit 150 kWh Akku und 350kW Ladesäulen auf den Markt kommen, wird sich das vielleicht ändern. Aber bis dahin läuft noch viel Wasser den Rhein hinunter und wer weiß, welche Anschlußtechnik dann mit einmal state-of-the-Art ist....

Und gleichzeitig werden aktuelle Fahrer verarscht mit 10A einphasig für einen 60kWh Akku ohne Aufrüstmöglichkeit mit der Chance am nächsten CCS Lader (> 20km entfernt) schnellladen zu können. In der Hoffnung, das der frei ist und nicht defekt.

Und dann muß man hoffentlich nicht schnell wieder weiter obwohl der Akku leer ist. Was wäre eine 22kW Lademöglichkeit da für ein Segen.

Immerhin hat BMW gelernt und der Neue hat 11kW ...

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Re: Ladetechnik

Beitragvon Poolcrack » Sa 23. Sep 2017, 00:09

AC ist am Ende wenn man bei >= 60 kWh Akkus angelangt ist. Denn Schnellladung heißt in rund 30 min auf 80% laden. Das geht dann mit AC nicht mehr, es sei denn man mutet dem Anwender die extrem unhandlichen CEE125 Stecker zu.
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Re: Ladetechnik

Beitragvon Eckhard » Sa 23. Sep 2017, 07:15

„Nachrüstung“ ist rein theoretisch machbar z.B. mit einem mobilen DC-Lader, aber die sind richtig teuer. Zumindest könnte man so am AC mit 24 kW laden.
http://design-werk.ch/dc-schnellladegerat-22kw/
https://shop.mobilityhouse.com/de_de/dc ... -rfid.html
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