Amortisation mit PV-Ladung

Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon egolf38 » Di 26. Aug 2014, 20:35

Hallo, da ich gerade an der Vorplanung für eine solche Anlage bin eine Frage: was benötige ich denn rein technisch um ein EV (eGolf, 3.6kW einphasig sowie CCS-Lademodul) direkt aus einer PV-Anlage zu laden? Wird der Strom ganz "konventionell" als 220V-Wechselstrom nach dem Wechselrichter der PV-Anlage abgezapft? Das wäre ja dann eine relativ verlustreiche zweimalige Umwandlung von DC->AC->DC..? oder gibt es vll eine pfiffigere Lösung?
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon Hasi16 » Di 26. Aug 2014, 21:17

egolf38 hat geschrieben:
DC->AC->DC..?

So ist es. Für DC -> DC gibt es meines Wissens noch keine kaufbaren Lösungen.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon ATLAN » Di 26. Aug 2014, 21:44

egolf38 hat geschrieben:
Hallo, da ich gerade an der Vorplanung für eine solche Anlage bin eine Frage: was benötige ich denn rein technisch um ein EV (eGolf, 3.6kW einphasig sowie CCS-Lademodul) direkt aus einer PV-Anlage zu laden?


Eine eigentlich elegante Lösung:

photovoltaik/der-steinige-weg-ein-elektroauto-mit-pv-zu-laden-t607.html

Kurzfassung: Du benötigst eine Wallbox und einen Regler, im dem Fall den Solarlogger, die miteinander reden, das wars im Prinzip. Lingleys Lösung ist zwar für den Zoe entworfen, wird aber mit dem Golf oder jedem anderen E-Auto welches nativ an TYP2 laden kann, sicher auch funktionieren.

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon ccr65 » Fr 29. Aug 2014, 20:59

fdl1409 hat geschrieben:
...Auch wenn du tagsüber nicht zu Hause bist kannst du mit der PV einen erheblichen Teil des Strombedarfs des i3 abdecken. ...Auf jeden Fall kann man ja am Wochenende den Akku richtig voll machen, d.h. der Verbrauch der am Wochenende selbst anfällt und eine volle Ladung für die Woche sind schon mal drin. Plus das, was man bei Sonne in den Abendstunden noch nachladen kann. Und selbst wenn die PV nicht direkt in den Akku kommt, Sinn macht es trotzdem. Nur die Rendite der PV ist etwas geringer, energetisch ist es egal.
Grüße Frank

kurz gesagt, wenn die Amo. bei Vollbetrieb in meinem Fall über 20 Jahre beträgt, so ist bei einem Teilbetrieb die ganze Sache ja noch viel schlimmer,
also zur zeit ist es daher - wirtschaftlich betrachtet - leider ein nogo :-(
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon bm3 » Sa 30. Aug 2014, 06:25

egolf38 hat geschrieben:
Hallo, da ich gerade an der Vorplanung für eine solche Anlage bin eine Frage: was benötige ich denn rein technisch um ein EV (eGolf, 3.6kW einphasig sowie CCS-Lademodul) direkt aus einer PV-Anlage zu laden? Wird der Strom ganz "konventionell" als 220V-Wechselstrom nach dem Wechselrichter der PV-Anlage abgezapft? Das wäre ja dann eine relativ verlustreiche zweimalige Umwandlung von DC->AC->DC..? oder gibt es vll eine pfiffigere Lösung?


Ideal wäre von DC-PV nach DC-Akku. Also über beispielsweise den CCS oder Chademo-Anschluss direkt in den Auto-Akku.
Dazu fehlen im Moment nach meinen Infos aber noch die Geräte. Es müsste ein Lader/Wechselrichter mit PV-Eingang und CCS/Chademo Ausgang sein oder wenigstens ein Gerät welches den Zugang an die Akkuklemmen durchschaltet. Das hat meines Wissens noch niemand bisher entwickelt.Hilfreich wäre es da ja schon wenn man an den CCS/Chademo-Anschluss mittels Protokoll käme und ihn nutzen könnte. Den PV-Generator dann anzubinden wäre die geringste Arbeit.
Heute gehen wir den Umweg über AC. Wobei PV-Wechselrichter ja schon gut entwickelt sind und manche an die 98% Wirkungsgrad schaffen. Bei den Batteriewechselrichtern sieht es nicht so gut aus, hier kann man je nach dem Arbeitspunkt auf der Wirkungsgradkurve vielleicht 90-93% ansetzen.Dann noch Leitungsverluste,Ladeverluste durch Ladegerät-Wirkungsgrad und Akku,mindestens 10% gehen also alleine schon bei der Umsetzung bis zum Autoakku verloren, ohne eine Zwischenspeicherung im Hausakku, die Rechnung sieht dann noch deutlich schlimmer aus. 10% Verluste ist allerdings auch nicht so tragisch, dann braucht man eben mehr PV-Module die ja auch nicht mehr so teuer sind. Wenn man so will kommen aus dem durchschnittlichen PV-Generator heute auch nur 15% der eingestrahlten Energie als Strom heraus.So ein PV-DC-DC-Ladegerät wäre auch eine Kundenanforderung und Entwicklungsauftrag an die Autohersteller wenn sie es ernst meinen. Aber so ernst meinen die das dann doch nicht. :lol:
Man macht momentan sicher keinen Fehler wenn man erstmal soviel wie möglich PV-Leistung auf sein Dach installiert.Den Rest wird die nahe Zukunft bringen.Die Strom-, Gas- und Ölpreise werden auf jeden Fall weiter steigen, soviel ist sicher.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon fdl1409 » Sa 30. Aug 2014, 06:44

kurz gesagt, wenn die Amo. bei Vollbetrieb in meinem Fall über 20 Jahre beträgt, so ist bei einem Teilbetrieb die ganze Sache ja noch viel schlimmer,
also zur zeit ist es daher - wirtschaftlich betrachtet - leider ein nogo :-(


Nein, gar nicht. PV rechnet sich auch heute noch ganz ohne Eigennutzung. Jede kWh die du selbst verbrauchst - nicht nur im Elektroauto - erhöht die Rendite. Der Gewinn wird mit den Jahren weiter steigen, weil die Strompreise steigen werden.

Beispiel: 5 kW PV zum Preis von 1.400 Euro pro kW und Ertrag 900 kWh/kW Peak. Bei angenommen 4% Zinsen und 1% Betriebskosten kommt man auf Produktionskosten von 12,8 Cent, was etwa der heutigen Einspeisevergütung entspricht. Die PV bringt dir auf jeden Fall mehr als eine Geldanlage auf Tagesgeldkonto oder Bundesobligationen. Ohne erkennbares Risiko. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde bringt gute 10 Cent Gewinn.

Grüße
Frank
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Re: Amortisation mit PV-Ladung

Beitragvon fdl1409 » Sa 30. Aug 2014, 06:50

Ideal wäre von DC-PV nach DC-Akku. Also über beispielsweise den CCS oder Chademo-Anschluss direkt in den Auto-Akku.


Genau das hätte ich gerne, gibt es leider noch nicht. Man braucht dazu einen Gleichstromwandler ( Wirkungsgrade von mehr als 99% sind möglich ), der mit dem Auto kommunizieren kann und die Spannung an den augenblicklichen Ladezustand anpasst. Das würde jede Menge Verluste sparen, die Wechselrichterverluste auf der PV-Seite plus die viel höheren Verluste bei der Ladung des Elektroautos, in der Summe etwa 20%.
Damit könnte man auch den umgekehrten Weg gehen, also Gleichstrom entnehmen und über den PV-Wechselrichter ins Hausnetz einspeisen, und zwar genau dem Eigenverbrauch entsprechend.

Ein solches System, auf das ich sehnsüchtig warte, würde sowohl dem Elektroauto als auch der PV einen deutlichen Schub geben.

Grüße
Frank
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